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Wie Sie den perfekten Gästefragebogen für Ihre Ferienunterkunft erstellen

Zu wissen, was Urlaubsgäste über den Aufenthalt in der Ferienunterkunft denken, ist für Vermieter immens wichtig. Unser Rat lautet daher: Setzen Sie auf einen Gästefragebogen, der Ihnen kontinuierlich wertvolles Feedback zu Ihrem Angebot und Ihrer Ferienwohnung übermittelt. Eine solche Umfrage ist ein wesentlicher Schlüssel für Optimierungen und kann Ihnen dadurch noch mehr Erfolg in der Vermietung bringen.

Doch: Ein Gästefragebogen sollte immer gut geplant und durchdacht sein. Nur so kann er Ihnen valide Informationen liefern, die Sie auch wirklich weiterverwenden können.

Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel

  • was genau ein Gästefragebogen ist,
  • welche Grundregeln bei Bewertungsbögen an Feriengäste zu beachten sind,
  • wie Sie einen Feedbackbogen aufbauen und erstellen,
  • und wie Sie die richtigen Fragen formulieren, um zu den gewünschten Erkenntnissen zu gelangen.

Legen wir los und starten wir mit der Klärung, was unter einem Gästefragebogen zu verstehen ist.

Was ist ein Gästefragebogen und warum ist er wichtig?

Ein Gästefragebogen – auch Feedbackformular oder Bewertungsbogen für Feriengäste – umfasst eine Reihe von Fragen, die Sie als Vermieter Ihren Gästen stellen. Das Ziel ist es, genau zu verstehen, wie zufrieden die Urlaubsgäste mit dem Aufenthalt in Ihrem Ferienhaus oder in Ihrer Ferienwohnung waren. Ihre Gäste können ganz offen und ehrlich Ihre Meinung zu Kriterien wie Ausstattung, Service, Preisleistungsverhältnis, aber auch zu Sauberkeit und Hygiene zum Ausdruck bringen.

Einen solchen Feedbackfragebogen stellen Vermieter Ihren Gästen in Form eines Online-Dokuments bzw. digital oder auch ausgedruckt zur Verfügung. (Wie Sie den Fragebogen Ihren Gästen übermitteln können, lesen Sie weiter unten.)

Warum Sie auf Bewertungsumfragen setzen sollten?

Diese Fragebögen sind aus zweierlei Gründen für Sie wichtig:

1. Vorteil eines Gästefragebogens

Sie können mit einer Umfrage an Urlauber wichtige Erkenntnisse darüber gewinnen, was und wo Sie in Bezug auf die Ferienwohnung Änderungen vornehmen sollten – von der Kommunikation, dem Inserat, dem Service bis zur Ausstattung. Dabei kommen oftmals Aspekte zutage, für die man als Vermieter „betriebsblind“ ist. Feedback und der „Blick von außen“ durch die Gäste ist also sehr wertvoll.

Beispiel: Eine Gästefamilie schreibt Ihnen, dass mit Kleinkindern der Weg zum Strand in 20 Minuten statt – wie im Inserattext angegeben – in 5 Minuten zu erreichen ist. Ein wichtiger Hinweis für Sie, um den Text im Inserat anzupassen. Zukünftig können Urlauber mit Kind den Strandbesuch von Ihrer Unterkunft aus besser planen.

Oder: Die Gartenliegen sind, ohne dass Sie es bemerkt haben, marode geworden. Gäste bemängeln diesen Punkt, da die Liegen quasi nicht mehr nutzbar waren. Dank dieses Feedbacks können Sie die Liegen austauschen und bestenfalls schon den nächsten Gästen neue Liegen bereitstellen.

2. Vorteil eines Gästefragebogens

Ein weiterer Vorteil des Feedbackbogens für Urlauber ist: Der Fragebogen ist ein internes, also nicht öffentliches Bewertungssystem. Was hierin steht, ist nur Ihnen und dem bewertenden Gast bekannt.

Ist nun ein Gast mit einem Aspekt rund um Ihr Angebot unzufrieden und möchte das kundtun, dann bietet der Fragebogen hierfür die beste Möglichkeit:

Der Urlauber wird seine Unzufriedenheit in Ihrem Bewertungsbogen los. Der Dampf ist raus und er fühlt sich durch Ihre Nachfrage auch ernst genommen. Es ist nun gut möglich, dass er darauf verzichtet, auch auf einem Portal eine öffentlich einsehbare Kritik zu verfassen. Schließlich wurde er diese schon los. Auch dies ist positiv für sie: Auf eine öffentliche Bewertung haben Sie wenig bis keinen Einfluss.

Damit der Fragebogen Ihnen aber auch wirklich die Antworten bringt, die für Sie von Nutzen sind, gibt es ein paar Dinge bei der Erstellung, bei Aufbau und Formulierung zu beachten. Wir nennen Sie Ihnen jetzt.

Sie wollen mehr zu (öffentlichen) Gästebewertungen erfahren? Dann lesen Sie unseren Artikel „Wie Sie gute Bewertungen bekommen und am besten nutzen„.

Worauf Sie bei der Erstellung achten sollten

Dass Ihre Gäste einen Fragebogen ausfüllen, ist nicht selbstverständlich. Ihre Urlauber müssen sich hierfür Zeit nehmen und motiviert sein. Daher lautet unser Tipp an erster Stelle für die Erstellung eines Fragebogens für Feriengäste: Machen Sie es Ihren Gästen einfach!

  • 345 Fragen, die sich über 15 Seiten erstrecken,
  • ständige wechselnde Fragetypen
  • und kryptische Formulierungen der Fragen

sind in diesem Sinne wenig zielführend. Sie werden zu Verdruss führen und zum Abbruch der Beantwortung – wenn überhaupt eine erfolgt.

Darüber hinaus gibt es aber ein paar weitere Aspekte, die es zu beachten gibt und mit denen wir Sie hier vertraut machen wollen. Unsere Ratschläge zielen nicht nur darauf ab, dass Ihr Fragebogen auch wirklich von der ersten bis zur letzten Frage ausgefüllt wird. Nein, sie helfen Ihnen selbst, die Umfrage für Feriengäste schneller zu verfassen.

Mann, der mit Tablet an einem Tisch sitzt und einen Fragebogen erstellt

Erstellen Sie den Fragebogen mit einem klaren Ziel vor Augen

Bevor Sie auch nur die erste Frage formulieren, lautet unser Tipp: Überlegen Sie, was Sie mit dem Fragebogen erreichen wollen? Welches Ziel verfolgen Sie damit? Was wollen und was müssen Sie über Ihre Ferienunterkunft und Ihr Angebot wissen? Und wie wollen Sie die Antworten dann auch nutzen?

Nur wenn Sie für sich diese Fragen beantworten, werden Sie zielführende Fragen stellen können.

In der Regel ist es das Ziel unserer Gastgeber auf Traum-Ferienwohnungen, eine kontinuierliche Verbesserung ihrer Angebote zu erreichen – für

  • zufriedenere Gäste,
  • bessere Bewertungen,
  • mehr Stammgäste,
  • mehr Buchungsanfragen,
  • mehr Weiterempfehlungen.

Der Fragebogen ist also Teil des Qualitätsmanagements. Er dient dazu herauszufinden, was Urlauber über die Unterkunft denken und wo sie nach dem Urlaub Verbesserungsbedarf sehen.

Das heißt, dass Sie Fragen konkret zum Angebot stellen sollten. Der Fokus liegt auf der Ferienwohnung. Es geht hingegen nur nebenbei darum, eine gute Stimmung zwischen Ihnen und den Gästen aufzubauen oder vielleicht nur in einen freundschaftlichen Dialog mit den Urlaubern zu kommen – beispielsweise durch Fragen zum Wetter, zur Anreise oder zum Lieblingsrestaurant in der Umgebung.

So bauen Sie den Fragebogen sinnvoll auf

Die inhaltliche Grundrichtung des Fragebogens wäre damit schon einmal klar. Aber welche Fragen stellen Sie jetzt, wie viele und welche zuerst?

Die gute Nachricht hierzu ist: Es gibt keine Frage, die sein muss. Es gibt keine optimale Länge und es besteht nicht die eine Regel, welche Frage die erste und welche die letzte sein sollte.

Dennoch raten wir unseren Gastgebern, sich in etwa an folgender Vorgabe zu orientieren:

➡️ Halten Sie den Umfang in Grenzen. Die Beantwortung der Fragen ist freiwillig. Wie oben schon angesprochen, erschlagen zu viele Fragen Ihre Gäste und führen am Ende dazu, dass nichts beantwortet wird.

➡️ Starten Sie mit einer Einleitung und kleinen Erklärung, warum der Fragebogen bzw. die Antworten für Sie und auch für die Gäste so wertvoll sind.

➡️ Die ersten Fragen sollten motivieren und dazu bewegen, den Fragebogen in Gänze zu beantworten. Diese könnten zum Beispiel lauten: „Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie gut hat Ihnen der Urlaub insgesamt gefallen?“

➡️ Clustern Sie Fragen nach Themengebieten wie Ausstattung, Kommunikation, Service… Machen Sie diese Gruppierungen durch Zwischenüberschriften auch im Fragebogen erkennbar.

➡️ Stellen Sie innerhalb der Themengebiete zunächst allgemeine Fragen, werden Sie dann konkreter. Setzen Sie einfachere Fragen abstrakteren voran.

➡️ Heben Sie sich sensiblere Fragen für das Ende auf (Bsp. Angaben zur Person). Achten Sie unbedingt darauf, nur für Ihre Ziele relevante Informationen zu erfragen. Vermeiden Sie hingegen, dass bei Ihren Gästen das Gefühl entsteht, es würden wahllos und unnötig viele Fragen gestellt.

➡️ Schließen Sie die Umfrage mit einer positiven Formulierung und solchen Fragen, die angenehme bis besonders schöne Momente des Urlaubs in Erinnerung rufen. Zum Beispiel: „Was war Ihr schönstes Urlaubserlebnis?“ oder: „Was hat Ihnen besonders gut gefallen?“

➡️ Bedanken Sie sich für die Beantwortung und die damit erfolgte Unterstützung.

Nun wissen Sie bereits, wie Sie den Fragebogen grundsätzlich aufbauen. Schauen wir uns in den kommenden Absätzen an, wie genau Sie diese Fragen formulieren können und welche Form der Fragestellungen Ihnen am meisten nutzen.

Die richtigen Fragen stellen

Wir haben Sie eingangs bereits darauf hingewiesen: Bei dem Gästefragebogen – oder auch Feedbackformular – ist entscheidend, was und wie Sie fragen, um am Ende relevante Schlüsse für sich daraus zu ziehen.

Es geht also darum, die richtigen Fragen zu formulieren. Und sie sollten klar und verständlich – also einfach – sein. Weniger eindeutige Fragen führen zu Fragezeichen und Rätselraten seitens der Gäste. Das Ergebnis kennen Sie bereits: Am Ende bleibt dann die Umfrage leer.

Und was heißt das genau für Ihren Bewertungsbogen?

Sie haben im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, Fragen zu stellen:

  • offene Frage
  • geschlossene Fragen

Offene Fragen setzen keine Antwortvorgaben voraus. Der befragte Gast gibt die Antwort in freier Form und formuliert dafür selbst ganze Sätze. Beispielfrage: „Welche weitere Ausstattung würden Sie sich für einen Aufenthalt bei uns wünschen?“

Eine derartige Frage eignet sich z.B., um Wünsche abzuklopfen. Sie müssen bei offenen Fragestellungen damit rechnen, dass Sie eine große Mischung an Antworten erhalten. Um bei unserem Beispiel zu bleiben: Von Wäschetrockner über Eiswürfelmaschine bis hin zu einer Hollywoodschaukel im Garten ist alles denkbar, was sich ein Gast für den nächsten Urlaub bei Ihnen wünschen könnte.

Bevor Sie eine offene Frage stellen, sollten Sie also genau abwägen, ob und inwiefern Sie auf die jeweiligen Antworten auch eingehen könnten.

Eine geschlossene Frage hingegen gibt Antwortmöglichkeiten vor. Das erleichtert Ihren Gästen das Ausfüllen und Ihnen die Auswertung der Antworten: Sie können eine Schnittmenge bzw. Mehrheit aus den Antworten ableiten.

Beispielfrage: „Wie zufrieden waren Sie mit dem Frühstücksservice?“ – Kreuzen Sie an: sehr zufrieden | zufrieden | unzufrieden.

Für die Beantwortung der geschlossenen Fragen können Sie wählen, ob zum Beispiel mit

  • Schulnoten von 1-6
  • Ja | nein | vielleicht
  • Abstufungen wie außerordentlich gut | sehr gut | gut | ausreichend gut | mäßig gut | schlecht | sehr schlecht

bewertet werden kann. Auch sind Single Choice- und Multiple Choice-Fragen denkbar.

Unser Tipp: Machen Sie die Beantwortung leichter durch geschlossene Fragen. Gehen Sie hingegen sparsam mit dem Einsatz offener Frage um. Haken Sie aber bei geschlossenen Fragestellungen ggfs. durch offene Fragen nach, um in die Tiefe zu gehen.

Ein Beispiel für’s Nachhaken:

„Unser Saunabereich – wie bewerten Sie ihn: außerordentlich gut | sehr gut | gut | ausreichend gut | mäßig gut | schlecht | sehr schlecht?“ (geschlossene Frage)

„Wenn Ihre Antwort mäßig gut bis sehr schlecht lautet – welche Verbesserungsvorschläge hätten Sie für uns“ (offene Frage).

Und welche Themen fragen Sie am besten ab?

Der Großteil des Fragebogens umfasst Fragen zu Ihrer Ferienwohnung und deren Vermietung.

Fragen Sie zum Beispiel,

  • wie Ihre Gäste auf die Ferienwohnung aufmerksam wurden (Empfehlung, Inserat, Website …)
  • was zur Buchung bewogen hat (Lage, Preis, Ausstattung, Service, …)
  • wie der Aufenthalt in der Ferienwohnung benotet wird (Schulnote 1,2,3 … 6)
  • was in der Ferienwohnung gut gefallen hat
  • was am Service verbessert werden könnte
  • als wie einfach der Buchungsprozess eingestuft wird
  • wie die Schlüsselübergabe bewertet wird
  • wie die Kommunikation mit dem Vermieter im Vorfeld/während des Aufenthaltes wahrgenommen wurde

All diese Fragen können Sie als offene sowie als geschlossene Fragen formulieren.

Person, die am Handy über einen Fragebogen eine Bewertung in Sternen abgibt

Anforderungen an Fragen im Bewertungsbogen für Urlauber

Wir haben oben bereits erwähnt, dass einfache Fragestellungen wichtig sind. Sie sollten sicher sein, dass die befragten Urlauber auch verstehen, was sie tun bzw. beantworten sollen. Hilfreich ist dafür, dass Sie

  • sich klar und unmissverständlich ausdrücken
  • Sie die Fragen kurz und knapp halten, aber ausführlich genug, um nicht im Rätselraten zu enden
  • stets nur ein Kriterium pro Frage erfragen
  • auf keine zu persönlichen Informationen abzielen
  • Fachsprache und Fremdwörter vermeiden
  • auf Abkürzungen verzichten
  • doppelte Verneinungen streichen
  • Suggestivfragen auslassen
  • keine Begriffe verwenden, die mit Vorurteilen belastet sind

Extra-Tipp: Zeigen Sie bei vorgegebenen Antwortmöglichkeiten unbedingt, dass Sie wirklich eine ehrliche Antwort hören wollen. Das bedeutet, dass Sie auch Bewertungs-Optionen wie „sehr schlecht“ zum Ankreuzen anbieten. Dass ein Gast ein Kreuzchen bei „sehr schlecht“ setzt, mag zwar zunächst als bittere und ungeliebte Wahrheit erscheinen. Doch wie eingangs geschildert: Hier verbirgt sich das wirkliche Potenzial zur Verbesserung und für noch zufriedenere Gäste in der Zukunft.

Freitextfeld am Ende für weitere Ideen

Haben Sie all Ihre Fragen zusammengetragen? Wunderbar. Bieten Sie Ihren Gästen abschließend noch die Möglichkeiten, Ihnen in einem Freitextfeld etwas mitzuteilen.

Diese Frage bzw. Aufforderung darf durchaus offen gestellt werden. Sie könnte zum Beispiel so lauten:

„Gibt es darüber hinaus noch etwas, dass Sie mir mitteilen möchten?“

Sie werden staunen:

Hier gibt es keineswegs nur Negatives zu lesen. Vielmehr erhalten Sie auch positives Feedback und vielleicht auch das ein oder andere Dankeschön für den wunderschönen Urlaub bei Ihnen – das alles sind dann kostbare Zitate und Gästestimmen, die Sie direkt wieder zur Bewerbung der Ferienwohnung nutzen können.

Der richtige Zeitpunkt für die Gästebefragung

Der Fragebogen steht nun. Wann aber ist der richtige Zeitpunkt, um die Umfrage an Ihre Gäste weiterzugeben?

Hier gibt es wie bei dem Fragebogen selbst kein richtig oder falsch.

Sie können den Fragebogen direkt bei der Abreise oder kurz vor dieser überreichen und darum bitten, dass er noch vor der Abreise ausgefüllt wird. Bedenken Sie allerdings: Ihre Gäste sind dann vielleicht in Gedanken beim Packen oder beim Flieger, der in Kürze abhebt. Nicht immer dürfen Sie vor der Abreise damit rechnen, dass Lust und Muße gegeben sind, um sich Ihren Fragen zu widmen.

Viele unserer Vermieter auf Traum-Ferienwohnungen übersenden den Fragebogen bzw. den Link zu diesem kurz nach der Abreise – sprich am Tag nach der Abreise bis maximal eine Woche danach. Denn in diesem Zeitraum ist die Urlaubserinnerung noch frisch und lebendig. Ihre Gäste sind noch hellauf begeistert, spüren noch immer die Erholung oder sie wissen noch genau, was ihnen an der Ausstattung beispielsweise fehlte. Das bedeutet für Sie, dass Sie mit besonders hoher Teilnahme und auch noch vom Alltag ungetrübten Antworten rechnen dürfen.

Für die analoge Übergabe der Umfrage bietet sich auch an, den Fragebogen bereits bei der Anreise auszuhändigen mit der Bitte, ihn ausgefüllt bei der Abreise in der Ferienwohnung zu hinterlegen.

Entscheiden Sie sich für die digitale Übermittlung des Fragebogens? Dann können Sie sich diesen per Mail an Ihre Gäste senden und von Ihren Feriengästen zurückerhalten (als beschreibbare PDF beispielsweise). Alternativ könnten Sie den Bewertungsbogen auch direkt als Online-Formular anlegen. Letzteres ist zum Beispiel mit Google Forms denkbar, wo Sie Fragebögen erstellen sowie auswerten können.

Was Sie mit den Ergebnissen machen sollten

Abschließend möchten wir Ihnen noch einen Rat mitgeben, der uns ganz besonders wichtig ist. Gestalten Sie nicht nur motiviert eine Gästeumfrage, sondern arbeiten Sie auch wirklich mit ihr. Das heißt:

  • schauen Sie sich regelmäßig die Antworten an
  • ziehen Sie daraus Schlüsse für Ihr Angebot und prüfen Sie, was Sie ggf. ändern/anpassen/renovieren/ergänzen wollen
  • wägen Sie genau ab, ob und wie sich diese Maßnahmen und Änderungen für Sie und die zukünftige Vermietung lohnen.

Ein weiterer Punkt liegt uns am Herzen:

Nicht auf jede einzelne Bewertung müssen Sie sofort oder überhaupt eingehen. Nur weil beispielsweise ein Gast von hunderten einen Backofen wünscht, der bis zu 270 Grad hochheizt, müssen Sie den Ofen nicht direkt auswechseln. Wenn sich aber Meinungen und Stimmen häufen, so ist ratsam, diese genau unter die Lupe zu nehmen, Bestehendes zu hinterfragen und mit dem Ziel, zukünftig besserer Bewertungen zu reagieren.

Starten Sie: Erstellen Sie Ihren Fragebogen an Feriengäste

Nun sind Sie so weit. Sie können den eigenen Gästefragebogen anlegen und an Ihre Gäste übergeben. Nutzen Sie diese Chance, um sich ehrliches und meist wertschätzendes Feedback Ihrer Gäste zu holen.

Vergessen Sie nicht: Wenn Sie mit dem Fragebogen negative Stimmung und Meinung zu Ihrem Angebot einholen, können Sie öffentliche Kritik abfangen. Das Risiko schlechter Bewertungen im Internet sinkt also. Stattdessen steigen Ihre Optionen auf eine Ferienwohnung, die dank der Bewertungen von Urlaubern immer und immer besser wird und Ihnen mehr Buchungsanfragen bringt.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Vermietung und Bewerbung Ihrer Ferienwohnung. Registrieren Sie sich gern noch heute bei uns als Gastgeber und erstellen Sie ein aussagekräftiges Inserat. Wir freuen uns auf Sie!

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AllgemeinLeave a Comment on Ferienhäuser Lütt Lönneberga: Familienurlaub an der Nordsee leicht gemacht

Ferienhäuser Lütt Lönneberga: Familienurlaub an der Nordsee leicht gemacht

Wenn man an Ferienhaus-Urlauber denkt, kommt man dabei sehr schnell auf Familien. Sie genießen die Freiheit und Flexibilität, die Hotels oft nicht bieten. Kein Wunder also, dass viele Vermieter ihre Unterkünfte bewusst auf Eltern, Großeltern und Kinder ausrichten. So auch das Lütt Lönneberga. Hier hat Katrin Baumann ein wahres Urlaubsparadies für Familien geschaffen, bei dem man das Gefühl hat, als käme es direkt aus einem Astrid-Lindgren-Buch.

Gastgeberin vom Lütt Lönneberga: Katrin Baumann

Was bewegt einen dazu, seine Ferienunterkunft so explizit auf Familien auszurichten? Wir haben Katrin Baumann zum Interview getroffen und ihr genau diese Frage (und noch einige mehr) gestellt. Macht euch bereit auf ganz viel Herzblut und Insider-Tipps für die schleswig-holsteinische Nordseeküste.

Ferienhäuser Lütt Lönneberga

“Michel” und “Klein-Ida” – diese beiden Ferienhäuser laden ihre Gäste mit einem hyggeligen und maritimen Charme zu einem tollen Urlaub in Neufeld an der Nordseeküste ein. Beide sind nahezu identisch eingerichtet und bieten auf je 100 m² Platz für 6 Personen. Hier finden Urlauber alles, was das Ferien-Herz begehrt – inklusive eines großen Spielplatzes.

Die Ferienhäuser liegen direkt hinterm Deich, nur 100 Meter entfernt vom Meer und sind perfekt auf die Bedürfnisse von Familien abgestimmt.

Hintergrund: “Wer sind eigentlich die Gesichter hinter den Ferienunterkünften auf unserem Portal?” – Genau diese Frage haben wir uns gestellt und unsere “Traum-Häuser”-Kampagne ins Leben gerufen. Damit möchten wir V

F: Hallo Frau Baumann, schön Sie kennenzulernen! Der Name Ihres Ferienhauses verrät ja schon eines: Hier sind Kinder willkommen. Wieso gerade Familien?

A: Wir haben selbst Kinder und wissen, wie schön es ist, gemeinsame Urlaube zu verbringen. Als wir alles geplant haben, war für uns schnell klar, dass unsere Häuser Platz für 6 Personen haben sollten – und das bietet sich für Familien eben perfekt an. Auch dann, wenn die Großeltern noch mitkommen.

Wer Kinder hat weiß, dass Eltern nur dann richtig entspannen und abschalten können, wenn die Kinder happy sind. Deshalb habe ich mir besonders Mühe gegeben, alles stimmig einzurichten und auszustatten: Vom Emaille-Becher mit Michel aus Lönneberga bis zum Spielplatz mit “Kleiner Onkel”. Damit es unseren kleinen und großen Urlaubern an nichts fehlt und sie wirklich mal vom Alltag abschalten können.

Wer Kinder hat weiß, dass Eltern nur dann richtig entspannen und abschalten können, wenn die Kinder happy sind. Deshalb habe ich mir besonders Mühe gegeben, alles stimmig einzurichten und auszustatten

Katrin Baumann

F: Wie sind Sie denn überhaupt darauf gekommen, ein Ferienhaus zu vermieten und seit wann machen Sie das schon?

A: Wir wohnen selbst in Marne und damit genau da, wo andere Urlaub machen. Deshalb hatten wir schon lange die Idee mit dem Ferienhaus. Nur fehlte uns immer die passende Immobilie bzw. das passende Grundstück. Vor ein paar Jahren haben wir dann ein Stück Land in Neufeld entdeckt, auf dem mein Mann eine Halle bauen wollte. Und da das Grundstück riesig ist, war auch noch Platz für zwei Ferienhäuser.

Wir haben dann im August 2020 mit der Vermietung gestartet – mitten zu Corona-Zeiten. Da gerade die Lockdown-Beschränkungen gelockert worden waren, wurden wir direkt komplett überrannt und waren drei Monate ausgebucht. Danach gab es dann erstmal wieder eine 7-monatige Zwangspause. Das war eine schwierige Zeit für uns.

F: Sie haben eben schon die Kinderfreundlichkeit angesprochen: Was gibt es bei Ihnen ganz konkret, um die Kinder (und natürlich auch ihre Eltern) zu begeistern?

A: Ach, ich glaube, so ziemlich alles, was man sich wünscht. Zumindest sagen unsere Gäste das immer wieder. Die Kinder wollen teilweise gar nicht mehr vom Grundstück runter. Unser Highlight ist auf jeden Fall der Spielplatz: Da haben wir zwei Holzpferde – natürlich originalgetreu mit Zaumzeug und Sattel, eine große Schaukel, die wir selbst gebaut haben, einen riesigen Korb mit Sandspielzeug, Bobby Cars, einen Trecker, Wikinger-Schach, ein Cornhole-Spiel und Kinderfahrräder mit Helmen.

Am Haus fließt auch ein kleiner Wasserlauf vorbei, in dem man angeln oder Kanu fahren kann. Im vorderen Teil ist ein Siel. Da kann man zwar nicht baden, aber wenn es geöffnet wird, kann es schon mal sein, dass ein Seehund reinkommt – vor allem im Herbst und Winter. Der schwimmt dann direkt am Haus lang.

Auch für schlechtes Wetter haben wir vorgesorgt. Im Garten haben wir den Schnitzschuppen von Michel nachgebaut – natürlich mit kindersicheren Schnitzmessern & Handschuhen. Außerdem hat jedes Ferienhaus einen eigenen Spiel- und Schlafboden. Da können die Kids mit Lego, Holzeisenbahn, einem “Villa Kunterbunt”-Puppenhaus oder der Hoppetosse spielen. Dazu gibt es viele Spiele, Puzzles und Bücher.

Und wenn man mal so richtig durchgefroren von draußen kommt, ist in der großen Rundbadewanne im Badezimmer Platz für die ganze Familie. Die wird auch sehr gerne genutzt.

F: Gibt es etwas, was Ihnen bei der Planung besonders am Herzen lag?

A: Auf jeden Fall der Spielplatz. Mein Mann hatte überlegt, noch ein drittes Haus auf das Grundstück zu setzen, aber ich wollte unbedingt einen Spielplatz mit Holzpferden. Und die kommen auch richtig gut an.

Unser Ziel war es, ein Rundum-Sorglos-Paket zu schaffen. Es gibt deshalb ein Reisebett, Hochstühle, Flaschenwärmer, kindersichere Steckdosen, Kindergeschirr und so weiter. Natürlich alles kostenlos. Und wir haben in jedem Haus einen Baby-Notfallkoffer mit Schnullern, Windeln, etc., falls die Gäste abends spät anreisen oder es z.B. mal einen Schnuller-Notfall gibt.

Unser Ziel war es, ein Rundum-Sorglos-Paket zu schaffen

Katrin Baumann

F: Wie sind Sie denn überhaupt auf den Namen gekommen?

A: Ich wollte was Plattdeutsches bzw. Nordisches, was auch Nicht-Norddeutsche verstehen. Ich dachte, “Lütt” ist vielleicht noch verständlich und das “Lönneberga” kommt von Michel. Ich bin ein großer Fan von Astrid Lindgren. Das hat man wahrscheinlich im Interview schon mitbekommen.

F: Ja, schon ein bisschen. Kommen wir nun mehr zum Vermieter-Dasein: Was macht Ihnen daran am meisten Spaß?

A: Ich mag den Kontakt mit unseren Gästen. Besonders den Moment, wenn die Kinder aus dem Auto springen und fragen, wo der Spielplatz mit den Holzpferden ist. Wir nehmen uns immer die Zeit, unsere Gäste persönlich zu begrüßen. Oder, wenn das mal nicht klappt, schauen wir in den nächsten Tagen vorbei und erkundigen uns, ob alles in Ordnung ist. Das ist uns auch total wichtig. Trotzdem kann natürlich jeder bei uns ganz ungestört Urlaub machen.

Bisher waren die Reaktionen immer total positiv. Das freut uns natürlich.

Der persönliche Kontakt zu unseren Gästen ist uns sehr wichtig. Wie intensiv dieser Kontakt ist entscheiden unsere Urlauber.

Katrin Baumann

F: Was würden Sie sagen, ist das Wichtigste bei der Ferienvermietung?

A: Dass die Gäste sich wohlfühlen. Wir haben alles so gebaut und eingerichtet, dass sich unsere Urlauber wie zuhause fühlen, denn wir kennen das von uns selbst: Im Urlaub wollen wir nicht schlechter wohnen als in den eigenen vier Wänden. Tendenziell sogar lieber noch ein bisschen besser.

Genau aus diesem Grund ist bei uns ganz viel Hygge und schöne Deko. Wir haben auch besonders viel Wert auf gute Matratzen gelegt. Lustigerweise hat uns ein Gast sogar schon einmal Monate nach seinem Aufenthalt bei uns gefragt, was das genau für Matratzen waren, weil er hier so gut geschlafen hat und das nun auch bei sich zuhause wollte.

Außerdem haben wir bei der Ausstattung darauf geachtet, dass einfach alles da ist – besonders in der Küche und für die Kleinen. Wenn man wollte, könnte man sogar einen Weihnachtsbraten zubereiten. So haben unsere Gäste einen sorgenfreien Aufenthalt.

F: Wie sieht bei Ihnen der Vermietungsalltag aus? Machen Sie alles selbst?

A: Das meiste machen wir selbst. Wir haben allerdings drei Reinigungskräfte, die uns bzw. mich beim Bettenwechsel unterstützen. Alleine würde ich es nämlich überhaupt nicht schaffen, innerhalb von 6 Stunden beide Häuser zu putzen. Ich bin jedoch in der Regel mit dabei. Außerdem haben wir noch einen Gärtner, der immer mal wieder nach dem Rechten schaut.

Die Vermarktung liegt komplett in meinen Händen. Genauso wie der Kontakt mit den Gästen. Mir ist es wichtig, meine Gäste alle zu begrüßen. So kann ihnen auch noch eine kleine Einführung in das Haus und die Umgebung geben. Ich glaube, dass die Leute mehr Respekt vor dem Eigentum haben, wenn sie sehen, wer hinter dem Ferienhaus steht.

Wir haben auch einen Schlüsseltresor für den Fall, dass ich mal nicht vor Ort sein kann, aber das ist eher die Ausnahme.

F: Wenn Sie einem Neu-Vermieter Tipps für den Start geben würden, wäre der persönliche Kontakt dann wahrscheinlich einer davon, oder?

A: Auf jeden Fall. Ich biete meinen Gästen immer schon beim Schreiben das “du” an, weil das einfach eine angenehmere Basis bzw. auch einfach eine Vertrauensbasis schafft. Ein paar – gerade ältere – Menschen tun sich damit schwer, aber grundsätzlich kommt das gut an.

Ein weiterer Tipp von mir ist, dieses Zuhause-Gefühl zu schaffen. Für mich geht es gar nicht, wenn man seine alten, ausrangierten Möbel in die Ferienunterkunft stellt. Da muss schon alles neu und schön sein.

Zu unserem Erfolgsrezept gehört, dass wir ein Zuhause-Gefühl kreieren, indem wir alles hyggelig einrichten und optimal für Familien ausstatten.

Katrin Baumann

F: Kommen wir noch einmal zur Vermarktung: Auf welche Kanäle setzen Sie da?

A: Wir inserieren aktuell auf Traum-Ferienwohnungen, haben eine Website, die meine Tochter gebaut hat, und ein Instagram-Profil. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich immer wieder überrascht bin, wie viele Anfragen doch über Instagram kommen.

Wir hatten damals erst überlegt, mit einem Channelmanager zu starten, damit wir überall sind. Wir haben uns dann aber doch entschieden, langsam mit nur einem Portal anzufangen – und das war Traum-Ferienwohnungen. Mir hat Ihr Konzept besonders gut gefallen und das Portal überzeugt uns bis heute.

F: Das ist schön zu hören. Dann kommen wir jetzt auch schon zur letzten Frage: Was ist Ihr “Geheimrezept” für die erfolgreiche Vermietung?

A: Man muss alles mit Herzblut machen. Ansonsten kann man gar nicht voll dahinterstehen. Bei uns steckt sehr viel Leidenschaft und Liebe drin, was auch ein Grund dafür ist, dass wir so wenig aus dem Vermietungsalltag abgeben. Unsere Ferienhäuser sind unsere Babys.

Außerdem haben wir uns viel Mühe gegeben, alles perfekt einzurichten und auszustatten. Wir haben dafür einfach geguckt, was wir selbst im Urlaub gerne hätten.

Und ich glaube, am Ende gehört auch unsere Lage zum Erfolgsrezept. Wir sind nicht in den typischen Hotspots wie Büsum oder Friedrichskoog, sondern liegen hier in Neufeld um einiges ruhiger. Wir dachten zuerst, dass das vielleicht negativ ist, aber unsere Gäste finden es gerade gut, dass sie hier ihre Ruhe haben.

Liebe Frau Baumann, vielen Dank für das sehr nette Interview und die spannenden Einblicke. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihren Ferienhäusern Lütt Lönneberga.


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Allgemein VermarktungLeave a Comment on 12 Zielgruppen für Ferienwohnungen: Mehr Buchungen durch gezielte Ansprache

12 Zielgruppen für Ferienwohnungen: Mehr Buchungen durch gezielte Ansprache

Haben Sie eigentlich schon einmal definiert, wer idealerweise Ihre Feriengäste sind? Nein?! Dann raten wir Ihnen dringend: Holen Sie das nach – und zwar nicht irgendwie und vage, sondern ganz konkret und aktiv. Denn in einer klaren Zielgruppendefinition liegt nichts weniger als der Schlüssel zu dauerhaftem Erfolg und zu maximaler Auslastung rund ums Jahr.

Was genau unter Zielgruppe zu verstehen ist, warum sie so wichtig ist und welche Zielgruppen Sie wie ansprechen können, um Ihre Einnahmen zu steigern, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Was ist eine Zielgruppe und was macht sie aus?

Unter Zielgruppe versteht sich im Marketing diejenige Personengruppe, für die ein Angebot, Produkt oder eine Dienstleistung im Idealfall erstellt bzw. konzipiert wurde.

Eine Zielgruppe wird in der Regel dadurch definiert, dass einer Gruppe von Menschen bestimmte Merkmale zugeschrieben werden, die alle Käufer, Buchenden, Interessenten eines Angebotes verbindet.

Für den Reisemarkt interessante Merkmale sind z.B.:

  • demografische Merkmale wie Alter, Geschlecht, Familienstand, Wohnort, Haushaltsart und -größe
  • sozioökonomische Merkmale wie Bildungsstand, Beruf und verfügbares Einkommen
  • psychografische Merkmale wie Werte, Meinungen, Wünsche, Hobbys und Lebensstil
  • kauf- und konsumorientierte Merkmale wie Preissensibilität, Innovationsfreude, Kaufreichweite oder Mediennutzung

Diese Merkmale werden sich auch in unseren Zielgruppenbeschreibungen niederschlagen. Aber dazu gleich mehr. Schauen wir uns zunächst noch einmal an, warum eine Zielgruppendefinition für Vermieter so wichtig ist.

Warum Sie für Ihre Ferienwohnung eine Zielgruppe und ideale Gäste definieren sollten

Bei dem Gros der Angebote und Ihres Wettbewerbs ist es für Sie als Vermieter entscheidend, dass Ihre Ferienunterkunft heraussticht. Schließlich suchen Urlauber in der Regel nach dem Besonderen für die Ferien:

  • Der eine sehnt sich nach der Abgeschiedenheit und Stille des Waldes und braucht womöglich einen geräumigen Schreibtisch zum Schreiben am eigenen ersten Roman.
  • Die andere wünscht sich eine große Küche mit sämtlichem Komfort und Technik für ausgiebiges Kochen und Backen.
  • Und Familien setzen oft auf ein Spielzimmer für die Kinder und das Lastenfahrrad für Ausflüge.

Merken Sie sich: Urlauber suchen Ferienwohnungen mit bestimmten Vorstellungen und Intentionen. Diesen entsprechend durchforsten sie Angebote, Inserate, Websites.

Vermieter, die sich auf eine bestimmte Zielgruppe einstellen, können diesem Wunsch nach dem Besonderen nachkommen und Ihrer Ferienunterkunft so eine unverwechselbare Ausrichtung verleihen. Das gelingt ihnen, indem sie

  • die Einrichtung, Dekoration und Inventar
  • die Wahl und/oder Betonung der Lage
  • Extra-Services
  • Zusatzequipment
  • Marketing wie Website, Inserat, Social Media und Flyer
  • und auch den Preis

entsprechend der Zielgruppe bestimmen.

Alles rund um die Ferienwohnung ist auf eine bestimmte Personengruppe zugeschnitten.

Ein nicht zu vernachlässigender Vorteil: So kommt es auch, dass Vermieter mit definierter Zielgruppe nicht nur in der Haupt-, sondern auch in der Nebensaison besser gebucht als diejenigen Gastgeber, die ein klares Profil scheuen.

Wer hingegen keine Zielgruppe definiert, wird sich bei von Einrichtung über Marketing, Service bis Preisgestaltung schwertun und sich fragen wie diese stellen: „Was gefällt meinen Gästen wohl? Was brauchen sie für einen schönen Urlaub? Was muss ich tun, damit sie auch im trüben November anreisen? Und was sind sie bereit dafür zu zahlen, dass ich noch für die Spielgeräte im Garten oder die Sauna sorge?“

Trauen Sie sich daher, Ihre Ferienwohnung auf Ihre Wunschzielgruppe auszurichten. Diese Positionierung macht es Ihnen selbst leichter, die Ferienwohnung zu gestalten und zu vermarkten, sie hebt sie im Markt hervor und lässt Ihre Wunschurlauber spüren: „Dieses Angebot ist genau richtig für mich“. Und das ist der Startschuss für mehr Buchungsanfragen.

Zielgruppen für Vermieter von Ferienimmobilien

Wir stellen Ihnen nun einige lukrative Zielgruppen für Vermieter vor. Wir beschreiben sie und ihre Interessen. So können Sie für sich herausfinden, auf welche Gästetypen Sie sich spezialisieren wollen. Plus:

Praktische Tipps helfen Ihnen, die Gäste richtig anzusprechen – mit Inserat, Website, Gästemappe, Einrichtung, etc.

Zielgruppe 1: Familien mit Babys und kleinen Kindern

Gastgeber, die eine Positionierung für Familien oder Eltern mit Kind anstreben, sollten wissen: Besonders für Familien mit kleineren Kindern bedeutet ein Urlaub immer auch eine Menge Vorausplanung und Vorbereitung.

Reisende mit (kleinen) Kindern sind einerseits sehr auf Erholung für sich und Spaß für die Kleinen, andererseits aber auch und besonders auf die Sicherheit der Jüngsten bedacht. Eine familienfreundlich angepriesene Ferienwohnung sollte daher dieses Versprechen unbedingt auch halten und die Bedürfnisse von Familien abdecken u.a. mit

  • gesicherten Steckdosen
  • Kinderstühlen
  • Babybettchen
  • Treppengitter
  • Spielen und Spielgeräten im Garten
  • Bollerwagen und Fahrradsitz
Familie mit zwei Kindern im Garten als Zielgruppe für Ferienunterkünfte

Familien mit Babys und Kleinkindern richtig ansprechen

Sie merken es schon: Sicherheit der Kinder und Komfort für die oft erschöpften Eltern stehen an erster Stelle. Wohn- und Schlafzimmer, Küche, Badezimmer und Toiletten sollten dafür kindersicher ausgestattet sein. Weitere Ausstattungsmerkmale wie Spiele, Malutensilien, Spielgeräte im Garten oder ein Planschbecken sorgen für mehr Spaß für die Kleinen und gleichzeitig für Entspannung der Eltern.

Zeigen Sie im Inserat, dass Sie an alles für die tolle Familienzeit gedacht haben und die Eltern entspannt anreisen können. Führen Sie im Inserat entsprechend alles auf, was die an kinderfreundlicher Ausstattung anbieten. Wie Sie Ihre Ferienwohnung familienfreundlich einrichten, lesen Sie hier in unserem Ratgeberartikel.

Auch wichtig für Ihre Kommunikation an Familien:
Gibt es in der Umgebung Spannendes und Unterhaltsames für Kinder und Familien, so führen Sie in Ihrem Inserat Informationen zu Freizeitparks, Museen, Zoos, Parks, Familienbädern, Stränden, Spielplätzen und für Schlechtwettertage auch zu Spielwarengeschäften auf.

Weitere Tipps für Inserat und Gästemappe: Supermärkte in der Nähe, Drogeriefachgeschäfte, Apotheken, Kinderärzten und kinderfreundliche Restaurants.

Besonderheit: Mehrgenerationen-Urlauber

Viele Familien reisen inklusive der Großeltern in den Urlaub. Dieses Zusammensein mehrerer Generationen ist sehr beliebt: Eltern gewinnen durch die Kinderbetreuung seitens der Großeltern ein paar Momente für sich. Und auch Oma und Opa genießen ein Extra an Zeit mit den Kleinsten der Familie sowie Unterstützung bei Handgriffen, die ihnen vielleicht nicht mehr ganz leicht von der Hand gehen.

Wenn Ihre Ferienwohnung oder Ihr Ferienhaus ausreichend Platz und Komfort für alle älteren und jungen Urlauber, so wäre auch eine Ausrichtung auf eine mehrere Generationen übergreifende Zielgruppe für Sie interessant.


Zielgruppe 2: Paare

Zu den Top-Buchern vieler Vermieter zählen Paare, die einfach mal dem Alltag entfliehen und/oder ein paar romantische Tage zu zweit genießen wollen.

Für Sie kann es sich anbieten, Paare als Hauptzielgruppe zu wählen, wenn Ihre Ferienwohnung womöglich nicht immens groß ist, sie nur über ein Schlafzimmer verfügt und/oder die Ferienwohnung zu Romantik pur einlädt – beispielsweise durch:

  • Sauna oder Whirlpool
  • Kamin
  • Liegestühle für Paare
  • Lage in einer romantischen Stadt oder mitten in malerischer Natur

Besonders frisch Verliebte und Paare auf Hochzeitsreise dürften sich freuen, wenn Sie mit ein paar Extras für romantische Momente sorgen. Dafür zahlen sie auch gern etwas mehr für die Unterkunft, die ihnen exklusiv fürs Glück in Zweisamkeit zur Verfügung steht.

Paar sitzt neben gepacktem Koffer und guckt auf Tablet

Wie Sie Paare ansprechen

Zeigen Sie in Ihrem Inserat mit Fotos und Text, dass Sie sich auf Urlaube für Paare und womöglich frisch Verliebte verstehen. Setzen Sie Ihre Ferienwohnung dafür in Szene – beispielsweise mit Bildern von schönen Weingläsern vor dem Kamin, einem Blick ins modern eingerichtete Wohnzimmer, Fotos von der Küche mit hochwertiger Ausstattung und dem Whirlpool im Bad. Zeigen Sie, welche besondere Ausstattung Ihren Gästen zur Verfügung steht. Denken Sie auch daran, dass Paare keine Kinder haben und es daher oft ein paar Extras (z.B. an Komfort) sein dürfen, die sich auch im Preis widerspiegeln können. Viele Paare sind gerade im Urlaub bereit, ein bisschen mehr Geld auszugeben.

Erzählen Sie auch, ob es in der Nähe Restaurants gibt, die sich für ein schönes Abendessen oder gar Candle-Light-Dinner eignen, oder ob es Freizeitattraktionen für Paare wie gemeinsame Ausritte am Strand, Konzerthallen, Museen und Naturparks gibt.

Was auch immer Sie an Ausstattung und Extras wie Fahrrädern, Trekking-Stöcken, Bademantel und Co anbieten – denken Sie immer an die zweifache Ausführung.

Wenn Sie Ihren Gäste-Paaren eine besondere Freude machen wollen, stellen Sie ggf. eine Flasche Prosecco im Kühlschrank bereit oder eine kleine Pralinenauswahl als Begrüßungsgeschenk.


Zielgruppe 3: Reisende mit Hund

Für alle Reisenden mit dem Hund ist essenziell, den Hund unbeschwert ausführen und im Urlaub bei sich haben zu können. Eine Ferienwohnung für die Zielgruppe Hundehalter auszurichten, macht z.B. dann Sinn, wenn es

  • Strände gibt, wo Hunde (in der Nebensaison) toben und baden dürfen
  • Parks, Wälder und Grünflächen für Auslauf und Spiel zur Verfügung stehen oder
  • die Nachbarschaft nichts gegen Hunde als „Gäste“ hat.

Hunde sind für ihre Halter oft echte Familienmitglieder, sodass sie sicher sein wollen, dass es auch dem Vierbeiner im Urlaub gut geht.

Hund im Vordergrund mit Familie im Hintergrund als typische Zielgruppe für Ferienunterkünfte

Hundebesitzer richtig ansprechen

Zeigen Sie Ihren Urlaubern mit Vierbeiner, dass und wie Sie sich auch auf Gäste mit Pfoten eingestellt haben. Haben Sie Näpfe, Körbchen, Leckerli bereitgestellt? Sind Möbel und Böden bewusst gewählt, sodass sie unempfindlich gegen Schmutz und Kratzer sind? Ist ein Garten vorhanden, in dem Hunde spielen dürfen?

Auch die hundefreundliche Infrastruktur des Urlaubsortes selbst, hundefreundliche Strände und Restaurants sowie Zoofachgeschäfte mit Tiernahrung dürfen Sie erwähnen. All das dient dazu, dass Reisende mit Hund wissen, dass Sie willkommener Gast sind.

Lesen Sie hier mehr zu dem Thema (inkl. Experten-Tipps): Ferienunterkunft hundefreundlich einrichten.


Zielgruppe 4: Best Ager

Zunehmend setzen Vermieter von Ferienwohnung auch auf die Zielgruppe sogenannter Best Ager. Im Marketing gelten sie allgemein als wachsende, finanziell starke und recht flexible Zielgruppe. Warum? Durch den demografischen Wandel wird diese Gruppe von Personen ab ca. 50 Jahren immer größer.

Best Ager gelten in der Regel als körperlich fit, sind gern aktiv unterwegs (z.B. mit dem Rad oder E-Bike und zu Fuß) und verfügen vielfach über gute Einkünfte bzw. finanzielle Rücklagen. Gleichzeitig sind sie – da die Kinder oft schon wieder aus dem Haus sind – nicht auf die Hauptsaison angewiesen. So darf es im Urlaub gern das gewisse Extra sein und auch ein bisschen Luxus gelebt werden.

Das alles macht Best Ager zu einer besonders interessanten Zielgruppe, um Buchungsanfragen in der Nebensaison zu optimieren.

Älteres Paar im Best Ager Alter schaut in einem Café auf eine Spiegelreflexkamera

Best Ager richtig ansprechen

Für Best Ager dürfen Sie im Inseratstext (und später in der Gästemappe) den Fokus auf (Outdoor)-Aktivitäten wie auf Wanderrouten, Fahrradtouren und Verleih-Optionen von Sportequipment setzen.

Auch dürfen Sie komfortable Nutzung der Ferienwohnung betonen sowie Freizeitangebote wie Dampferausflüge, Kutschfahrten, Sessellifte und auch Parks, gemütliche Cafés und Eisdielen, wenn die Umgebung einfach mal in Ruhe und ohne große Aktion genossen werden soll. Sicherlich machen Sie auch Lust auf eine Buchung, wenn Sie mit kleinen und größeren Extras wie einer Sauna, einem Whirlpool, einer geräumigen Dachterrasse oder einer Hausbar in der Ferienwohnung aufwarten können. Auch sind Tipps für exklusivere Restaurants gern gesehen.

Denken Sie daran: Best Ager gelten im Marketing als zahlungskräftige Zielgruppe und freuen sich im Urlaub über ein bisschen Luxus und Verwöhnprogramm.


Zielgruppe 5: Gruppen

Ob für Familientreffen, Sportveranstaltungen, Teamevents oder ein Zusammenkommen mit Freunden aus Schule, Ausbildung oder dem Job – es kann sich sehr lohnen, das Ferienhaus für Gruppen auszurichten.

Auf der Hand liegt, dass größere Gruppen viel Platz und in der Regel auch eine größere Anzahl an Schlafzimmern bzw. Schlafmöglichkeiten benötigen. Mit 2 Schlafzimmern ist es also nicht getan. Sorgen Sie stattdessen für viele Betten und Räume, Schlafcouches und ggf. Stockbetten.

Ähnliches gilt für Badezimmer, WCs, Küche, Esstisch und Wohnzimmer bzw. Aufenthaltsraum und Parkmöglichkeiten. All das sollte für eine größere Anzahl Reisender ausgerichtet sein, sodass die Gruppe die gemeinsamen Tage genießen kann, ohne

  • für die Dusche endlos Schlange zu stehen,
  • im Schichtwechsel die Mahlzeiten einzunehmen oder
  • die Hälfte der eigenen PKW auf dem kostenpflichtigen, öffentlichen Parkplatz abstellen zu müssen.

Eine Gruppe von jungen Menschen bei einer Weinverkostung

So sprechen Sie Gruppen am besten an

Machen Sie im Inserat deutlich, wie viele Personen die Reisegruppe maximal umfassen kann. Wie viele WCs, Parkplätze und Bäder sind vorhanden. Für jeden Gast muss selbstverständlich eine Schlafmöglichkeit, ein Stuhl am Esstisch, Besteck und Geschirr sowie genügend Stauraum für Kleidung und Co. zur Verfügung stehen. Erklären Sie, wie die Zimmer und Schlafmöglichkeiten aufgeteilt werden, wie viele Menschen also in Schlafzimmer 1, 2, 3 … und auf der Schlafcouch schlafen können. So kann die Gruppe schon vor der Buchungsanfrage abwägen, ob die Zimmer- und Betten-Aufteilung für sie sinnvoll ist.
Weisen Sie das Freizeitangebot und nächste Supermärkte für den Großeinkauf und das Kochen in großer Runde.

Sie wollen für Sport und Spaß im Ferienhaus sorgen? Hier macht es Sinn, Optionen anzubieten, die von Gruppen mit 4+ Spielern genutzt werden können. Denkbar sind zum Beispiel:

  • eine Tischtennisplatte im Garten
  • ein Boulespiel
  • Winkingerschach
  • Frisbee oder auch
  • Brettspiele, die auch für mehr als 2-4 Teilnehmer funktionieren.

Zielgruppe 6: Menschen mit speziellen Interessen

Wir haben sie oben bereits angesprochen: Reisende mit speziellen Interessen. Hierzu können zum Beispiel Angler, Jäger oder Motorradfahrer zählen. Für sie alle ist der Urlaub wohl nur dann gelungen, wenn sie dem eigenen Hobby nachgehen können.

Das heißt: Die Rahmenbedingungen im Ort und in der Umgebung sollten gegeben sein, um die (sportliche) Leidenschaft ausüben zu können beispielsweise durch:

  • Flüsse, in denen gefischt werden darf
  • ein Jagdrevier und ggf. einen örtlichen Schützenverein
  • gut asphaltierte Panoramastraßen für Biker
  • die Möglichkeit, das eigene Equipment oder Fahrzeuge sicher in der Ferienwohnung zu verwahren

Für alle hilfreich: entsprechende Fachgeschäfte, um das Equipment aufzustocken, reparieren zu lassen oder bei Defekt zu ersetzen.

Mann der am Wasser steht und angelt als Zielgruppe für Ferienunterkünfte

Wie Sie Reisende mit speziellen Interessen richtig ansprechen

Je nach Interessensschwerpunkt Ihrer Zielgruppe sollten Sie deutlich machen, dass sowohl der Ort, Infrastruktur, Umgebung und auch Ihre Ferienwohnung auf diesen eingerichtet ist.

Verweisen Sie also im Inserat und auch in der Gästemappe auf entsprechende Vereine und Fachgeschäfte. Benennen Sie einzelne Optionen, wie und wo das Hobby ausgelebt werden kann. Erklären Sie auch, wie (unkompliziert) Ihre Gäste mit dem eigenen PKW, zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Ausgangspunkt für Ihre Touren und Aktivitäten gelangen.

Gibt es bestimmte Einrichtungs- und Ausstattungsmerkmale der Ferienwohnung, die für Ihre Zielgruppe für eine Buchung entscheidend sind? Dann weisen Sie auf deren Vorhandensein hin. Das könnte beispielsweise sein:

  • der gesicherte Schrank/Safe für Jagdgewehr und Munition
  • der abschließbare Schuppen oder Fahrradkeller
  • Wanderstöcke und Wanderkarten

Unser Extra-Tipp: Es kann übrigens auch Sinn machen, Ihrer Ferienwohnung einen Namen zu geben, der das Hobby Ihrer Gäste aufgreift. Lesen Sie gern auch unseren Artikel, wie Sie den richtigen und aussagekräftigen Namen für Ihre Ferienunterkunft finden.


Zielgruppe 7: Workation Urlauber & Geschäftsreisende

Viele Menschen reisen berufsbedingt, womit sich eine weitere Zielgruppe ergibt. Das können Personen sein, die eine Unterkunft für eine Workation suchen – also für Urlaub kombiniert mit Arbeit. Oder es sind solche, die zu Kunden unterwegs sind, aber lieber in einer Ferienwohnung mit Selbstverpflegung und mehr Platz als in einem Hotelzimmer übernachten.

Darüber hinaus wünschen sich viele beruflich Reisende eine einfache Anbindung an die Unterkunft und schätzen eine gute Auswahl an Restaurants, Imbissen und Supermärkten in der Nähe.

Wichtig: Gerade für Menschen, die eine Workation planen, sind ein gut ausgestatteter Arbeitsplatz sowie Möglichkeiten der Erholung in der Ferienunterkunft wichtig.

Lesen Sie gern in unserem Artikel, wie Sie eine Ferienwohnung für Workation-Urlauber einrichten.

Junge Frau, die während einer Workation am Laptop sitzt repräsentiert die Zielgruppe der Geschäftsreisenden

Wie Sie Workation-Urlauber und Geschäftsreisende ansprechen

Setzen Sie bei der Bewerbung Ihrer Ferienwohnung und den Texten im Inserat auf deren Erreichbarkeit, die nächsten Bahnhöfe, die Anfahrtsdauer zum Flughafen und ggfs. auch auf den nächsten Mietwagenverleih.

Überlegen und kommunizieren Sie auch, welche Messen, Kongresse und Tagungen in der Nähe stattfinden und wie deren Locations für Ihre Gäste zu erreichen sind.

Auch die Ausstattung für Arbeitende und alles, was das Arbeiten sonst noch erleichtert, sollten Sie hervorheben. Erzählen Sie: Was davon stellen Sie selbst bereit? Und was ist in der näheren Umgebung zu finden? Gleiches gilt fürLieferservices, Co-Working-Spaces oder Supermärkte und Restaurants.


Zielgruppe 8: Monteure & Handwerker

Eine ähnliche Zielgruppe sind Monteure. Vieles, was für die oben genannten Personengruppen der beruflich Reisenden gilt, ist auch auf diese übertragbar – so zum Beispiel der Wunsch nach guter Erreichbarkeit und Anbindung der Ferienwohnung wie auch nach Restaurants, Supermärkte und Imbisse in nächster Nähe.

Grundsätzlich dürften Sie aber davon ausgehen, dass Monteure weniger auf einen gut eingerichteten Arbeitsplatz in der Ferienwohnung angewiesen sind, sondern sich nach einem langen und vermutlich auch längeren Arbeitstag vor allem Erholung und Ruhe sowie die Möglichkeit abzuschalten erwarten.

Zerstreuung durch einen modernen Fernseher und verfügbare Streamingdienste könnte gefragt sein ebenso Tipps für gute Bars.

Zwei Handwerker auf Montage als typische Zielgruppe für eine Ferienunterkunft

Wie Sie Monteure & Handwerker ansprechen

Oft schauen Monteure mehr auf den Preis einer Unterkunft als andere Reisende. Denn schließlich dient die Einmietung in eine fremde Unterkunft nicht der Erholung, sondern ist bloßer Mittel zum Zweck. Zudem müssen Kost und Logie später mit dem Auftraggeber verrechnet werden. Kostspieliger Luxus und Komfort sind da eher selten gefragt und die Bereitschaft, für diesen zu zahlen, ist eher gering. Fokussieren Sie in Ihrer Unterkunft für Monteure eher das Praktische und Notwendige, das im Alltag dienlich ist. Wie gesagt: Monteure sind nicht zur Erholung unterwegs, sondern um an einem fremden Ort ihrer Arbeit nachzugehen.

Zeigen Sie, dass Ihre Ferienwohnung praktisch eingerichtet und mit allem Nützlichen versehen ist und dass der Ort über eine gute Infrastruktur verfügt.


Zielgruppe 9: Aktivurlauber

Ob Wassersport oder Wandertouren, Reiten oder Paragliding, Segelfliegen oder Wildwasserrafting … manche Feriengäste können gar nicht genug davon bekommen, in der freien Zeit Neues auszuprobieren bzw. sportbetonte Hobbys zu pflegen und wieder aufleben zu lassen. Gibt die Umgebung der Ferienunterkunft einiges für aktive Urlauber her, dann sollten Sie womöglich auf diese den Fokus richten.

Diese Personengruppe plant den Urlaub vorwiegend im Freien bzw. außerhalb der Ferienwohnung. Für sie ist wichtig, wie weit die Wege zu den Aktivitäten sind.

Gleichzeitig muss die Ferienunterkunft jedoch nach einem actionreichen Tag einen gemütlichen Ort zum Entspannen und Erholen bieten.

Gruppe Kletterer als Beispiel für eine User Persona für Texte

Wie Sie im Inserat Aktivurlauber ansprechen

Setzen Sie im Inserat auf die Aktivitäten, die von Ihrer Unterkunft aus erlebt und praktiziert werden können. Benennen Sie alle, führen Sie Veranstalter samt Erreichbarkeit und Shuttleservice auf. Erwähnen Sie auch, ob entsprechendes Equipment vom Mountain-Bike bis zur Tauchausrüstung geliehen oder gekauft werden kann. Erhalten Ihre Gäste Rabatte auf Ausflüge und Aktivitäten?

Überlegen Sie auch, was Sie selbst als inklusiv oder zusätzlich buchbare Leistung Ihren Gästen zur Verfügung stellen wollen und erzählen Sie davon. Das könnten sein:

  • Wanderkarten
  • Snowboards
  • Fahrradhelme
  • Kinderfahrradanhänger und-sitze
  • Shuttleservice
  • Skipässe
  • Stand up-Paddle Boards
  • Surfbretter

Bringen Ihre Gäste Räder, Boards, Helme, Windsurfbretter, etc. mit, so zeigen Sie, wo dieses Equipment sicher untergebracht werden können. Machen Sie deutlich, dass Sie an alles für einen entspannten Aktivurlaub gesorgt haben.


Zielgruppe 10: Menschen mit Behinderung

Reisende mit körperlichen oder auch geistigen Behinderungen haben spezielle Bedürfnisse, die erfüllt werden müssen, damit ein Urlaub überhaupt stattfinden kann. Mehr und mehr Vermieter sind sich dessen bewusst geworden und bauen und planen Ihr Angebot entsprechend um. Das liegt auch daran, dass diese Zielgruppe im Rahmen des demografischen Wandels zunimmt.

Um diese Menschen anzusprechen, muss Ihre Unterkunft barrierefrei und/oder behindertengerecht eingerichtet sein. Das bedeutet zum Beispiel, dass bestimmte Maße für Dusche und WC, Türbreite, Höhe von Schaltern und Arbeitsflächen sowie Begeh- und Erreichbarkeit der Ferienunterkunft mit einer Rampe eingehalten werden müssen.
(Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel „Barrierefreie Ferienwohnung einrichten“.

Aber nicht nur, wie die barrierefreie Wohnung eingerichtet ist, spielt eine Rolle. Auch ist für diese Zielgruppe wichtig, dass der Urlaubsort auf Menschen mit Behinderung eingestellt sind.

Junge Frau im Rollstuhl das Selfies macht als Repräsentant für diese Zielgruppe

Wie Sie Menschen mit Behinderung ansprechen

Was Ihre Ferienwohnung betrifft, so haben Sie es selbst in der Hand, Barrieren zu reduzieren bzw. abzubauen. Erzählen Sie im Inserat, auf welche Aspekte der barrierefreien Ausstattung Sie geachtet haben und worauf sich Reisende entsprechend verlassen dürfen.

Wichtig: Die Begriffe „barrierefrei“ und „rollstuhlgerecht“ sind klar definiert. Möchten Sie sie nutzen, sind bestimmte DIN-Kriterien zu erfüllen. Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel „Barrierefreie Ferienwohnung einrichten“.

Zeigen Sie in Ihrem Inserat anhand von Fotos, dass Menschen mit Behinderung nicht nur willkommen sind, sondern sich mühelos in der Unterkunft bewegen können – in jedem Raum. Belegen Sie dafür Zimmer für Zimmer Einrichtungsdetails wie automatische Türöffner, barrierefreie Bäder, Beschriftung von Schränken, Knöpfen, Klingeln sowie begehbare Duschen, gesicherte Fenstergriffe und entfernte scharfe Kanten an Möbeln und sowie niedrige Türschwellen mit Bildern. Das schafft Vertrauen.

Gibt es Shuttleservices von und zum Flughafen, Veranstalter von Freizeitaktivitäten, die sich auf Menschen mit Behinderung eingestellt haben, Spazierwege oder Restaurants, die Sie empfehlen können? Alles, was Ihre Ferienwohnung und den Ferienort für Ihre Gäste mit Behinderung angenehmer gestaltet, zählt für das Inserat.


Zielgruppe 11: Allergiker

Wie auch für Personen mit Behinderungen, kann es für Menschen mit Allergien herausfordernd sein, eine geeignete Ferienwohnung zu finden.

Pollen, Staubmilben und Tierhaare in der Ferienwohnung beispielsweise können einen Urlaub für entsprechende Allergiker ungenießbar machen. Was für eine Freude hingegen, wenn Gastgeber zeigen, dass sie für Menschen mit bestimmten Allergien gesundheitliche Beeinträchtigungen bestmöglich minimieren.

Das bedeutet für Sie als Gastgeber, zum Beispiel

  • für Allergiker geeignete Bettwäsche, Teppiche, Matratzen und weitere Textilien zu sorgen
  • „Staubfänger“ zu entfernen
  • bei Zimmerpflanzen vorsichtig zu sein – denn in der Pflanzenerde können sich schnell Schimmelpilze sammeln
  • Haustiere in der Unterkunft zu untersagen

Mit Luftfiltern/-reinigern und Pollenschutzgittern an Fenstern und Türen nach außen können Sie zusätzlich die Belastung durch Pollen für Allergiker gering halten. Es versteht sich, dass Sie auf allergene Bäume, Sträucher, Pflanzen im Garten zugunsten Ihrer Gäste verzichten sollten.

Weibliche Allergikerin mit einem Hund auf dem Bett

Allergiker richtig ansprechen

Allergiker ist nicht gleich Allergiker. Nur weil Sie alles dafür tun, dass Tierhaarallergiker in Ihrer Ferienwohnung ohne Einschränkungen einen wundervollen Urlaub genießen können, gilt dies nicht automatisch auch für Pollenallergiker usw.

Machen Sie in Ihrem Inserat deutlich: Welche konkrete Allergikergruppe in Ihrer Ferienunterkunft bestens aufgehoben ist. Auf wen haben Sie sich bei der Einrichtung eingestellt?

Betonen Sie im Inserat auch, dass und wie Sie auf das Wohl Ihrer Gäste achten – z.B. durch Einrichtung und regelmäßige, besonders gründliche Reinigung.

Unser Extra-Tipp: Sie tun Menschen mit Pollenallergie(n) einen großen Gefallen, indem Sie kommunizieren, wann in der Region Ihrer Ferienwohnung welche Pflanzen blühen und sich Pollen verbreiten. So können diese ihren Urlaub auf die für sie relevante Pollenflugzeit anpassen.


Zielgruppe 12: Gourmet-Fans

Gutes Essen gehört für manche Reisende zum A&O der Erholung im Urlaub. Das bedeutet nicht allein, dass sie liebend gern in Sterne-Restaurants mit Spezialitäten einkehren. Vielmehr leben Hobbyköche und Gourmet-Fans ihre Liebe zur guten und ausgefeilten Küche auch selbst am Herd aus.

Diese Zielgruppe der reisenden Feinschmecker schätzt daher nicht nur eine gute Auswahl an Restaurants mit gehobener Küche in der Urlaubsregion, sondern auch eine Ferienwohnung mit besonders gut ausgestatteter und geräumiger Küche samt scharfen Messern für Fleisch, Fisch, Gemüse, mit Dampfgarer, Pizzaofen, Fritteuse und anderen Spezialgeräten.

Schicker Teller mit Essen

Wie Sie Gourmet-Fans ansprechen

Um Feinschmecker und Hobbyköche anzuziehen, zeigen Sie unbedingt, was Ihre Küche alles zu bieten hat. Integrieren Sie im Inserat zahlreiche Fotos der Arbeitsfläche und -geräte, des Herdes, des Ofens, der Spezialpfannen, Mixer, Messer etc.

Stellen Sie im Inserat (und später unbedingt auch in der Gästemappe) vor, welche Food Festivals, Starköche, Weingüter, Kochkurse und welche Bandbreite an Restaurants, Winzern, Schokolatièrs, Sommelièrs und ausgezeichneten Konditoren sowie Food Manufakturen es gibt. Auch sind Einkaufsmöglichkeiten wie gut sortierte Supermärkte sowie Wochenmärkte mit frischen Produkten wie Obst, Gemüse, Käse, Fleisch, Kräutern, Delikatessen und Fisch aus der Region für Ihre Zielgruppe wichtig.

Machen Sie Ort und Region Ihren Gästen im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft und weisen Sie auf regionale Spezialitäten hin.

Bei Ihren Gästen mit Liebe für gutes Essen und Trinken bietet es sich an, ein köstliches Willkommensgeschenk zu machen: z.B. einen erlesenen Wein, Pralinen aus der Manufaktur vor Ort oder vielleicht einen Rabattgutschein beim angesagten Starkoch im Ort.

Mit den Gourmets und Feinschmeckern wären wir bei der zehnten und letzten der hier vorgestellten Zielgruppen angelangt.

Haben Sie jetzt bereits eine Idee, wer zu Ihrer Zielgruppe gehört und auf wen Sie sich spezialisieren wollen? Dann können Sie loslegen und Ferienwohnung und Inserat auf diese Zielgruppe ausrichten.

Die Zielgruppendefinition steht? Richten Sie Ihr Angebot nun auf sie aus

Wenn Ihre Zielgruppe definiert ist, und wenn Sie wissen, wer Ihre idealen Gästen sind, dann richten Sie Ihre Ferienwohnung, Einrichtung, Preise, Services und Kommunikation auf diese aus. Es wird sich lohnen für mehr Buchungsanfragen und eine bessere Auslastung Ihrer Ferienwohnung.

Ihre Gäste sollen Sie bzw. Ihre Ferienunterkunft ab sofort noch besser finden und Sie wünschen sich mehr Aufmerksamkeit für Ihr Angebot? Dann veröffentlichen Sie ein Inserat auf Traum-Ferienwohnungen. Wir freuen uns sehr, Sie als Gastgeber bei uns begrüßen zu können.

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Allgemein VerwaltungLeave a Comment on Der große Check: So bereiten Sie Ihre Ferienwohnung für die nächste Saison vor

Der große Check: So bereiten Sie Ihre Ferienwohnung für die nächste Saison vor

Die Zeit, wenn weniger Gäste kommen und die Saison ruhiger ist, nutzen viele Vermieter, um die Ferienwohnung oder das Ferienhaus wieder startklar zu machen für die kommende Hochsaison: Von Einrichtung und Garten bis hin zu optimierten Abläufen im Vermietungsprozess wird alles fit gemacht für den großen Ansturm. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die es zu erledigen gilt. Manchmal darf es aber auch größere Anpassungen geben – zum Beispiel beim Preis, der Renovierung oder vielleicht auch bei der Ausrichtung auf eine neue Zielgruppe.

Wie gehen Sie nun am besten vor, wenn Sie sich und die Ferienunterkunft auf die kommenden Gästescharen einstellen wollen? Was muss jetzt noch durchgeführt, repariert, überholt werden, bevor die neue Saison beginnt – weil inmitten des Trubels in der Reisehochzeit keine Zeit mehr dafür sein wird?

Wir geben Ihnen hier 11 Tipps für einen FeWo-Check, damit Sie die Nebensaison und ruhigere Zeiten ideal nutzen, um an Ihrer Ferienimmobilie noch an den entscheidenden Stellschrauben zu drehen.

Tipp 1: Ziehen Sie Bilanz aus dem Vorjahr

Was lief eigentlich gut? Was nicht? – Um Ihre Ferienwohnung fit zu machen, sollten Sie die zurückliegende Saison im ersten Schritt gründlich analysieren.

Wann war die Ferienwohnung ausgelastet und wann hatten Sie mehr Leerstand als einkalkuliert? Welche Angebote wie Brötchenservice oder Fahrradverleih haben Ihre Gäste gern genutzt? Auf welche hingegen ließe sich in der kommenden Saison ohne Verluste verzichten? Mit welchen Gästen hatten Sie gerechnet? Und sind diese wirklich gekommen? Oder hat Ihre Ferienwohnung bzw. Ihr Inserat offenbar eine andere Zielgruppe angezogen, als Sie erwartet hatten?

Ebenso relevante Fragen sind:
Ist neuer Wettbewerb hinzugekommen, auf den Sie mit einer Angebotsanpassung reagieren könnten? Gibt es Änderungen in der örtlichen Infrastruktur oder Vorschriften, die einen Kurswechsel nahelegen?

Fragen wie diese helfen Ihnen, Ihr Vermietungskonzept und die Ausrichtung auf eine bestimmte Zielgruppe auf den Prüfstand zu stellen. Nutzen Sie Ihre Erkenntnisse aus der zurückliegenden Saison ggf. für einen Strategiewechsel.

Unser Tipp: Werfen Sie spätestens auch jetzt einen tiefen Blick in die Bewertungen Ihrer Gäste. Diese sind für Sie als Vermieter Gold wert, denn sie helfen, genau zu erkennen, was schon rundum gut läuft und wo Sie ggf. für noch zufriedenere Gäste ein wenig nachbessern könnten.

Nehmen Sie die Kommentare und Anregungen Ihrer Gäste ernst. Reagieren Sie auf sie und beheben Sie – wo es Ihnen möglich ist – Mängel oder passen Sie Ihren Text im Inserat an, damit er Ihre Ferienwohnung wieder 1:1 widerspiegelt. Das sorgt für mehr Buchungsanfragen und auch für zufriedenere Gäste in der kommenden Saison.

Tipp 2: Beobachten Sie den Markt und Trends

Nachdem Sie nun Ihre Ferienwohnung selbst und das unmittelbare Umfeld unter die Lupe genommen haben, empfehlen wir Ihnen: Sehen Sie sich auch den Markt, allgemeine Entwicklungen und Trends an. Auch diese können relevant sein für eine Justierung oder Optimierung Ihres Vermietungskonzeptes.

Schauen Sie also: Wie steht es ganz grundsätzlich um das Vermietungsgeschäft? Was erzählen andere Vermieter? Was ist aus wirtschaftlichen Entwicklungen und Prognosen zu schließen und wie sehen die aktuellen Reisetrends für die kommende Saison aus? (Kleiner Tipp: Lesen Sie direkt in unserem Ratgeber-Artikel die Reisetrends 2023 nach.)

Berücksichtigen Sie dies auch beispielsweise bei der Bewerbung Ihrer Ferienwohnung, bei der Überarbeitung Ihres Inserates und Ihrer Preisgestaltung. Aber dazu kommen wir gleich noch im Detail.

Tipp 3: Kontrollieren Sie die gesamte Ausstattung und Einrichtung

Durch die Analyse der Gästebewertungen und der vergangenen Saison haben Sie vielleicht schon die einen oder anderen Mängel in der Unterkunft im Hinterkopf. Gehen Sie nun auch selbst noch einmal mit Kontrollblick durch die eigene Ferienwohnung:

  • Wie steht es um die Elektrik, um Steckdosen, Glühbirnen, technische Geräte?
  • Fließt das Wasser reibungslos durch die Abflüsse in Bad und Küche ab?
  • Welche Kissen, Decken, Matratzen, Handtücher oder Geschirrtücher sind auszutauschen? (Unser Tipp: Durchschnittlich sollten Matratzen alle 5 bis 7 Jahre erneuert werden.)
  • Welche Deko-Objekte sind abgenutzt und welche Bilder verblichen?
  • Welche Möbel sind durchgesessen oder zu stark strapaziert, um eine weitere Saison genutzt werden zu können?
  • Klappert irgendwo ein Schrank oder verdunkeln Rollos ggf. nicht mehr richtig?

Auch dieser Check hilft Ihnen, dass Urlauber in Ihrer Ferienwohnung eine intakte Ausstattung und Einrichtung vorfinden – eine wichtige Voraussetzung für einen gelungenen Urlaub und gute Bewertungen.

Schön eingerichtetes Wohnzimmer - potentiell in einer Ferienwohnung

Tipp 4: Starten (und beenden) Sie größere Renovierungsarbeiten

Vielleicht hat die Analyse der ersten drei Punkte unseres Ferienwohnung-Checks ergeben, dass Sie noch einmal mit dem Tapeziertisch plus Pinsel und Farbe in die Ferienwohnung müssen? Oder dass der Küchenboden erneuert werden sollte? Vielleicht stecken Sie ja auch schon seit Längerem mitten im Umbau des Gartenhauses in ein Saunahäuschen und nun darf es ein bisschen schneller gehen, damit der Saunaofen voll heizt, wenn die Skisportgäste eintreffen?

Jetzt – in der ruhigen Zeit und der Nebensaison – ist genau der richtige Moment, um größere Renovierungs- und Umbauprojekte anzugehen und voranzutreiben. Damit alles steht und glänzt, wenn die Hochsaison beginnt.

Planen Sie dafür ausreichend Zeit ein – denn Verzögerungen und Pannen kommen immer wieder vor. Und wie ärgerlich, wenn die Handwerker noch zugange sind, während die ersten Gäste anreisen. Oder wenn Sie Buchungen stornieren müssen, da die Wasseranschlüsse im neuen Bad immer noch nicht dicht sind.

Prüfen Sie also in der Nebensaison:

  • Was muss definitiv jetzt (und nicht später) passieren?
  • Wofür ist nun noch ausreichend Zeit vorhanden, um es zum Start der Saison zu vollenden?
  • Was ist für die zukünftigen Gäste am wichtigsten?

Setzen Sie hierauf die Priorität. Alles andere hingegen, was auf der Prioritätenliste nicht ganz oben steht, merken Sie sich gleich für die nächste Nebensaison vor.

Tipp 5: Führen Sie eine gründliche Reinigung durch

Die Nebensaison oder ruhigere Vermietungsphase eignet sich hervorragend für einen Großputz. Diesen „Frühjahrsputz“ legen wir unseren Vermietern sehr ans Herz, da er unbedingt ein- bis zweimal pro Jahr durchgeführt werden sollte. Denn mangelnde Sauberkeit und Hygiene gehören zu den Hauptbeschwerdegründen von Urlaubern.

Der Frühjahrsputz oder Großputz fängt auf, was sich in den oft knapp kalkulierten Slots für die Reinigung beim Gästewechsel nicht in der Form bzw. Intensität durchführen lässt. Vor Start der nächsten Hauptsaison und mit mehr Zeit im Gepäck ist hingegen der perfekte Zeitpunkt für das Großreinemachen.

Sie finden in unserem Ratgeber-Artikel eine ausführliche Liste, worauf bei der Reinigung der Ferienwohnung zu achten ist. Zimmer für Zimmer geben wir Ihnen Tipps, damit Ihre Gäste eine rundum saubere Ferienwohnung vorfinden und Beschwerden möglichst ausbleiben: Zum Ratgeber-Artikel mit Tipps für die Reinigung der Ferienwohnung

Drei Empfehlungen möchten wir Ihnen aber schon hier mitgeben:

Person, die mit einer Sprühflasche und einem Tuch eine Ferienunterkunft putzt

1. Empfehlung für den Großputz: Machen Sie sich vorher einen Plan

Gehen Sie vor dem Großreinemachen einmal alle Zimmer und Aufgaben der Reinigung durch. So können Sie sichergehen, ausreichend Zeit eingeplant zu haben, dass Sie an alles denken und bestens gerüstet sind für die Putzaktion.

Achten Sie dabei auch auf Ihre Ausstattung von Staubsauger über Eimer, Lappen für die verschiedenen Oberflächen, Reinigungsmittel für unterschiedliche Materialien, bis hin zu Besen, Fensterreiniger, Staubwedel, Müllsäcke, etc.

2. Empfehlung für den Großputz: Arbeiten Sie nicht nur an den Außenflächen

Den ersten Eindruck beim Betreten einer Ferienwohnung löst zwar das Äußere wie sauber glänzende Flächen oder auch ein gründlich gereinigter Herd aus. Aber Ihre Gäste werden den Kühlschrank, Schränke, Kommoden, Schubladen öffnen und dann auch ins Innere blicken. Sorgen Sie dafür, dass hier keine Krümel, Flecken, klebrigen Flächen und Staub zu finden sind.

Reinigen Sie vor dem großen Ansturm der kommenden Saison daher alle Geräte – soweit möglich – und Fächer sowie Schränke usw. auch innen. Selbst wenn Sie den Kühlschrank samt Tiefkühlfach schon nach der Abreise der letzten Gäste in der Hochsaison besonders gründlich ausgewischt haben: Jetzt ist noch einmal Zeit hierfür. Denn gerade hier ist größte Hygiene gefragt.

Bedenken Sie auch, dass ggf. Gardinen, Teppiche, Überdecken etc. eine spezielle, tiefergehende (Nass-)Behandlung verlangen und in die Reinigung müssen.

Zu den weiteren Punkten einer gründlichen Reinigung vor der neuen Saison zählen darüber hinaus auch:

  • Heizungen und Abluftanlagen abstauben
  • Wände und Fliesenspiegel abwischen
  • Fenster, Rollläden und Fensterläden putzen
  • Möbelbezüge gründlich reinigen
  • Fliesenfugen und Duschkopf reinigen und entkalken
  • Matratzen reinigen und desinfizieren
  • Mülltonnen auswaschen
  • Innen-Pool und Jacuzzi gründlich reinigen

3. Empfehlung für den Großputz: Buchen Sie rechtzeitig eine Reinigungsfirma

Möchten Sie den Extra-Frühjahrsputz lieber abgeben und diesen Service bei einer Reinigungsfirma buchen, so sollten Sie hierfür rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Denn zum Start der neuen Saison werden auch viele andere Vermieter noch einmal Profis durch die Ferienwohnung gehen lassen. Wer nicht rechtzeitig vorgesorgt und sich einen Termin gesichert hat, hat das Nachsehen.

Tipp 6: Bringen Sie Garten und Balkon auf Vordermann

Auch in Außenbereichen wie Garten und Balkon können kleinere und größere Maßnahmen zu noch zufriedeneren Gästen beitragen. Im Garten und auf dem Balkon sollten Sie zum Beispiel überprüfen, ob größere Aufräumarbeiten anstehen:

  • Benötigen Sträucher, Bäume, Hecken einen Beschnitt?
  • Sind Beete umzugraben und neu zu bepflanzen?
  • Muss die Terrasse bzw. der Balkon gereinigt werden?
  • Ist der Rasen vor den nächsten Gästen noch einmal zu mähen?
  • Müssen Kübel und Blumenkästen ausgetauscht und neu bepflanzt werden?
  • Sind Fliesen oder Bodenbeläge beschädigt, stark verdreckt, bemoost und zu reinigen oder gar auszutauschen?
  • Sollten Sie Spielgeräte und Sandkasten für die Kinder Ihrer Gäste noch einmal neu streichen oder ausbessern?

Planen Sie auch für diese Arbeiten und Aufgaben draußen ausreichend Zeit ein. Schließlich kann einem das Wetter immer einen Strich durch die Pläne machen und die Durchführung verzögern bzw. erschweren.

Tipp 7: Bringen Sie Ihre Gästemappe auf den neusten Stand

Sie haben bis hier schon eine Menge für die neue Saison überholt. Ihre Ferienwohnung ist nun für Ihre Gäste wieder rundum fit gemacht. Bedenken Sie im nächsten Schritt, welche Neuerungen in die Gästemappe übernommen werden sollten.

Werfen Sie einen prüfenden Blick in Ihre bestehende Gästeinformation und aktualisieren Sie diese. Folgende Fragen helfen Ihnen dabei:

  • Sind neue Geschäfte und Restaurants in der Umgebung hinzugekommen, die Sie Ihren Urlaubern als Tipps mitgeben wollen?
  • Welche Ausflugstipps sind hinzugekommen?
  • Sind Ihre Kontaktdaten und die WLAN-Informationen noch aktuell?
  • Müssen Sie Bedienungsanleitungen für technische Geräte aktualisieren oder ergänzen?
  • Sind die Hausregeln noch auf dem neuesten Stand?

Schauen Sie außerdem, ob der „Look“ der Gästemappe noch passt: Sind Seiten ggf. schon abgegriffen und machen so einen schlechten Eindruck? Ist die Form der Gästemappe noch die richtige? Oder spielen Sie vielleicht sogar mit dem Gedanken, Ihre Gästemappe zu digitalisieren?

Lesen Sie hier unseren Artikel, wie Sie eine umfassende (digitale) Gästemappe zusammenstellen, damit Sie nichts vergessen: Zum Artikel Gästemappe erstellen

Tipp 8: Überdenken Sie Ihre Abläufe für die Vermietung der Ferienwohnung

Für den Aufenthalt Ihrer Gäste ist nun soweit das Wichtigste geklärt. Kommen wir zu Ihren eigenen Anliegen und Wünschen: Womöglich hat Ihr Rückblick auf die vergangene Saison nämlich ergeben, dass Sie nicht mit allen Abläufen rundum zufrieden waren? Vielleicht gab es Aufgaben Ihrer Vermietung, die mehr Zeit von Ihnen beansprucht haben, als Sie eigentlich investieren können?

Dann ist jetzt vor dem Start der neuen Saison die richtige Zeit, um Ihre Abläufe im Vermietungsprozess noch einmal zu überdenken und zu optimieren.

Gern geben wir Ihnen hier ein paar Anregungen, welche Punkte Sie noch einmal auf den Prüfstand stellen könnten:

Reinigung

Schauen Sie, ob Sie bzw. Ihr Reinigungsteam in der Vergangenheit ausreichend Zeit hatten, um wirklich gründlich alle Räume und Außenbereiche beim Gästewechsel zu säubern und fit zu machen. Waren die Reinigungsslots zu knapp bemessen, ändern Sie diese und/oder passen Sie entsprechend Anreise- und Abreisezeiten an.

Checkin und Checkout

Überdenken Sie, ob Ihre Urlauber stets ohne Komplikationen und zusätzlichen Aufwand Ihrerseits in die Ferienwohnung kamen, ob die Schlüsselübergabe reibungslos ablief und Ihre Gäste sich von der ersten Minute an in Ihrer Ferienwohnung zurechtfanden. Möchten Sie Dinge und Abläufe optimieren und ändern? Dann ist jetzt die richtige Zeit dafür, alles für die nächste Urlaubssaison zu planen.

Lesen Sie gern auch unseren Artikel mit Anregungen zur Planung von Checkin und Checkout Ihrer Gäste.

Automatisierte Abläufe

Nahm eine Aufgabe definitiv zu viel Zeit in Anspruch? War Ihre persönliche Anwesenheit oder die Ihrer Mitarbeiter und Vertreter vor Ort zu oft nötig? Dann prüfen Sie jetzt, welche Aufgaben Ihnen gute Vorbereitung, Technik und Tools abnehmen könnte. Hier sind 4 Anregungen:

1. Smart-Locks und elektronische Türschlösser

Als große Entlastung empfinden viele unserer Gastgeber auf Traum-Ferienwohnungen den Einsatz von Smart-Locks und elektronischen Türschlössern. Sie machen Ihren Gästen den Zutritt zur Ferienwohnung sehr leicht und ersparen Ihnen den Weg jeweils zur An- und Abreise. Mehr Tipps hierzu bekommen Sie in unserem Artikel zur Schlüsselübergabe bei Ferienunterkünften.

2. Online-Checkin anbieten

Sie wünschen sich noch mehr zeitliche Entlastung bei der Anreise Ihrer Gäste? Dann setzen Sie gern auch auf einen Online-Checkin. Das ist nicht nur für Sie zeitsparend, sondern auch für Ihre Gäste einfacher und nimmt obendrein den Druck, bei der Anreise bestimmte Checkin-Zeiten einhalten zu müssen.

3. Belegungspläne synchronisieren

Eine weitere Möglichkeit der Automatisierung ist, die Belegungspläne zu synchronisieren, die Sie auf verschiedenen Werbeplattformen wie Inserat und Website nutzen. Das ist ein so wichtiger Punkt, gerade wenn es auf die Hauptsaison zugeht und Sie sich auf Ihre Gäste konzentrieren wollen, statt auf manuelle Updates im Kalender.

Wenn Sie alle Belegungspläne verknüpfen, sind diese stets automatisch auf demselben Stand. Und das spart Ihnen nicht nur viel Zeit, sondern kann Ihnen zudem auch kurzfristig noch mehr Gäste bringen. Wie die Synchronisierung funktioniert, erklären wir Ihnen in diesem Artikel: Belegungskalender für Ferienunterkünfte

4. Standardmails vorschreiben

Als vierten und letzten Punkt in Sachen Automatisierung legen wir Ihnen ans Herz: Bereiten Sie einige Standard-Mails vor, die Sie Ihren Gästen auf bestimmte Anfragen hin schicken können. Sicherlich haben Sie in der letzten Saison bemerkt, dass einige Fragen immer wieder auftauchen. Schreiben Sie diese Antworten vor. So müssen Sie diese nur noch kopieren, ggf. minimal anpassen und können Sie schneller versenden.

Wenn Sie noch einen Schritt weitergehen wollen, können Sie auch einrichten, dass bei gewissen Anfragen automatisch eine Antwort verschickt wird. Seien Sie hiermit aber vorsichtig.

Noch mehr Tipps zum Thema Automatisierung und Zeitmanagement gibt die Expertin Julia Leifheit in ihrem Experten-Artikel direkt in unserem Vermieter-Magazin: 3+1 unschlagbare Tipp, um als Vermieter Zeit zu sparen.

Tipp 9: Kalkulieren Sie Ihre Preise noch einmal genau

Sie haben nun womöglich bereits Möbel ausgetauscht, Ausstattung gewechselt, die Ferienwohnung renoviert sowie neue Tools zur Automatisierung von Vermietungsprozessen erworben. Wie steht es mit den Ausgaben, die Ihnen hierbei entstanden sind? Und welche Kosten sind darüber hinaus übers Jahr aufgekommen, die noch nicht durch Mieteinnahmen gedeckt sind?

Die ruhigere Zeit bietet sich auch immer dafür an, einen Blick auf alle Ausgaben zu werfen sowie auf die Marktentwicklungen und Preise im Wettbewerb. Auf dieser Basis lohnt es sich, die eigenen Mietpreise noch einmal zu überdenken und glatt zu ziehen.

Unser Tipp: Möchten Sie Ihre Mietpreise für die Ferienwohnung neu festsetzen, dann bedenken Sie unterschiedliche Preise für Haupt- und Nebensaison.

Lesen Sie gern unseren Artikel, in dem Sie erfahren, wie Sie die Preise für Ihre Ferienunterkunft richtig kalkulieren.

Paar, das mit Unterlagen vor einem Laptop sitzt und Mietpreise kalkuliert bzw. überprüft

Tipp 10: Prüfen Sie Ihren Belegungsplan – und Zeiten für sich in der Ferienwohnung

Ihre Gäste planen ihren nächsten Urlaub? Dann sollte zur typischen Buchungszeit Ihr Belegungsplan auf aktuellstem Stand sein.

Schon gewusst? Der Januar ist in der Regel der buchungsstärkste Monat. Viele Urlauber machen gerne schon zum Jahresanfang ihren Sommerurlaub (oder sogar schon das Silvester Get-Away) fix.

Prüfen Sie daher: Sind noch Zeiten für Sie selbst und/oder Freunde und Familie geblockt, die aber gar nicht gebraucht werden? Sollten Sie diesen lieber für Gäste freigegeben? Oder haben Sie vielleicht ganz vergessen, dass Sie selbst zwei Wochen im schneereichen Winter ins eigene Ferienhaus wollen? Dann ist jetzt höchste Zeit, diese Urlaubszeit für Sie selbst zu blocken.

Überlegen Sie in diesem Schritt auch, ob Sie die Mindestaufenthaltsdauer in der Ferienwohnung anpassen möchten: Vielleicht war das Minimum von zwei zu buchenden Nächten für Sie im Endeffekt gar nicht lukrativ? Dann nehmen Sie nun in der ruhigen Saison die für Sie passenden Änderungen auch im Belegungsplan und dem Inserat-Text vor.

Tipp 11: Überarbeiten Sie Ihr Inserat

Alles ist jetzt überdacht und auf dem neuesten Stand. Zeit, der Website und dem Inserat Ihrer Ferienwohnung ein Update zu verpassen:

  • Überarbeiten Sie beschreibende Texte.
  • Führen Sie alle neuen Ausstattungsmerkmale sowie neue technische Geräte auf.
  • Fügen Sie neue Bilder aus der vergangenen Saison ein.
  • Platzieren Sie positive Gästebewertungen.

Mehr Tipps dazu, wie Sie ein überzeugendes Inserat für Ihre Ferienunterkunft erstellen, finden Sie in unserem Ratgeber-Artikel: Das perfekte Inserat.

Ihre Ferienwohnung ist fit für die nächste Saison

Sie können sich jetzt auf die nächste Saison freuen. Ihre Ferienwohnung ist fit für den Ansturm: Die Ausstattung ist überholt, die Unterkunft strahlt vor Sauberkeit und der Vermietungsprozess ist einmal geprüft und generalüberholt.

Freuen Sie sich nun noch mehr auf die neue Saison und Ihre Gäste.

Wir laden Sie herzlich ein: Registrieren Sie sich für noch mehr Buchungsanfragen in der kommenden Saison bei uns auf Traum-Ferienwohnungen. Wir freuen uns auf Sie und Ihr Inserat.

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AllgemeinLeave a Comment on Austragshaus Rhön: Die perfekte Kombi aus historischem Charme und Komfort

Austragshaus Rhön: Die perfekte Kombi aus historischem Charme und Komfort

Wenn Sie an ein über 300 Jahre altes Haus denken, denken Sie sicher an ein altes Gemäuer. Komfort? Fehlanzeige! Dass es auch anders geht, zeigt das Austragshaus Rhön in Stockheim im bayerischen Unterfranken. Hier versteckt sich zwischen altem Fachwerk eine moderne Ferienunterkunft, in der es sich die Gäste so richtig gut gehen lassen können.

Gastgeber des Austragshaus Rhön: Familie Röper

Wir wollten mehr über dieses besondere Ferienhaus wissen und haben Sonja Röper, die Gastgeberin, zum Interview getroffen. Sie hat uns mitgenommen in die spannende Geschichte des Austragshauses und uns Einblicke in ihren Vermietungsalltag gegeben. Dabei hat sie einige wertvolle Tipps für (Neu-)Vermieter geteilt.

Ferienhaus Austragshaus Rhön

Das Austragshaus Rhön trumpft mit einem besonderen Charme auf: Schon bei den ersten Schritten durch die Tür spürt man die Geschichte und gleichzeitig ganz viel Gemütlichkeit. Bis zu 4 Gäste können hier auf 85 m² einen entspannten Urlaub verbringen.

Naturliebhaber sind im Austragshaus genau richtig: Im nahegelegenen Biosphärenreservat Rhön können sie tolle Wanderungen und Fahrradtouren machen. Wer mehr Action braucht, kann Mountainbike fahren gehen. Und im Winter können sich die Urlauber sogar Langlauf-Skier unterschnallen und loslaufen.

F: Hallo Frau Röper, schön Sie und Ihre besondere Ferienunterkunft kennenzulernen. Wie sind Sie eigentlich dazu gekommen, das Austragshaus zu vermieten?

A: “Wie die Jungfrau zum Kind” – wie man so schön sagt. Wir haben ein Grundstück gekauft, auf dem zwei ältere Fachwerkhäuser standen. Eins davon stand schon seit über 90 Jahren leer – und war dementsprechend in einem echt schlimmen und bedauernswerten Zustand. Im Dorf hatte es deshalb auch den Ruf eines “Rocky-Tocky” Hauses. Eine Nachbarin war sich sicher, dass wir das nur noch abreißen könnten.

Außerdem stand das Gebäude unter Denkmalschutz und der Verkäufer meinte zu uns, dass wir da vorsichtig sein sollten. Das hat uns aber nicht abgeschreckt und so haben wir direkt einen Termin mit der Denkmalbehörde vereinbart. Wir wollten uns erstmal anhören, was “Denkmalschutz” überhaupt bedeutet. Also kam die Oberkonservatorin vorbei und war total begeistert vom Gebäude. Sie hatte wohl einige tolle Details im Haus gefunden und war sich sicher: Das müssen Sie renovieren. Mein Mann war schon ganz verwirrt angesichts der Begeisterung.

Wir hatten schon immer ein Herz für alte Bauwerke mit ihrem historischen Charme und der besonderen Ausstrahlung.

Eigentlich hatten wir dieses Gebäude gar nicht auf dem Schirm, sondern wollten uns auf das jüngere Gebäude konzentrieren, aber dann haben wir uns mitreißen lassen von der Idee, das alte Fachwerkhaus zu renovieren.

Sonja Röper

F: Zur Geschichte kommen wir gleich noch ein bisschen. Seit wann vermieten Sie jetzt bereits und warum haben Sie sich gerade für die Ferienvermietung entschieden?

A: Für uns war klar: Das Austragshaus ist ein echtes Stück Kulturgut – und das wollten wir mehr Menschen öffnen. Es gibt so viele spannende Details zu entdecken, dass uns gleich klar war, dass wir daraus eine Ferienunterkunft machen. Wir wollten auf keinen Fall, dass die Wände und Wandgemälde beschädigt werden und so verschwinden. Außerdem wollten wir zeigen, dass man auch aus einer so alten Bausubstanz richtig viel modernen Wohnkomfort holen kann.

Wir vermieten jetzt schon seit 2005/2006 und können heute sagen: Das Konzept ist voll aufgegangen. Unsere Gäste sind immer wieder begeistert.

F: Für Sie war die Vermietung damals ja etwas ganz Neues. Gab es Hürden oder Unsicherheiten, die Sie bei den ersten Gästen überwinden mussten?

A: Bei mir war es vor allem eine mentale Hürde. Alles war neu und ich hatte so viele Fragen im Kopf: Wie gehen wir das Ganze an? Wie formell oder locker wollen und können wir sein? Der Mietvertrag war dafür ein gutes Beispiel: Wir waren uns nicht sicher, ob wir einen Vertrag brauchen oder die Details auch informell klären können. Wir haben uns dann für den Vertrag entschieden – auch damit beide Seiten ein gemeinsames Verständnis dafür haben, was von wem erwartet werden kann.

Die Vermarktung war bei uns ebenfalls eine Herausforderung am Anfang. Wir wollten auf jeden Fall eine Website, aber uns war klar, dass wir dafür Support brauchen. Und am besten jemanden, der unsere Leidenschaft für das alte Gebäude teilt und das auch mit rüberbringt.

F: Was würden Sie heute – viele Gäste später – sagen, macht am Vermieten am meisten Spaß?

A: Wenn ich merke, dass meine Gäste vom Austragshaus fasziniert sind. Man spürt oft richtig, wie der Funke überspringt und sie sehen, dass das Gebäude ein echtes Schätzchen ist.

So kommt man mit den Menschen auch direkt ins Gespräch und diesen persönlichen Kontakt schätze ich sehr. Mit manchen Gästen sind sogar echte Freundschaften entstanden.

F: Ist dieser persönliche Kontakt dann für Sie auch ein Erfolgsfaktor für die Ferienvermietung?

A: Auf jeden Fall. Mein Ziel ist es, bei jedem Gast ein Wohlgefühl bzw. ein “Hier-bin-ich-willkommen”-Gefühl zu kreieren und versuche deshalb auch immer einen persönlichen Bezug zu den Urlaubern zu finden. Bei Fragen sind wir immer ansprechbar: Egal, ob es um das Haus, Restaurantempfehlungen oder Ausflugstipps geht.

Gleichzeitig ist mir aber auch wichtig, dass der Gast selbst entscheiden kann, welche Art von Kontakt er möchte. Die einen tauschen sich eben gerne aus und die anderen wollen lieber ungestört im Haus Urlaub machen. Das respektieren wir zu 100%.

F: Dann lassen Sie uns doch direkt über das Haus sprechen: Können Sie uns etwas zum geschichtlichen Hintergrund des Gebäudes erzählen?

A: Sehr gerne. Das Haus stammt aus dem Jahr 1713 und hat seitdem natürlich viel erlebt. Die Bauart ist absolut typisch für die Rhön. Von außen sieht man zum Beispiel schon den Trockenbalkon, der früher dafür genutzt wurde, Kräuter, etc. zu trocknen. Und natürlich das Fachwerk.

Ein echtes Highlight sind die Fenster: Es gibt gekoppelte Sprossenfenster und auch Schiebefenster und man kann daran tatsächlich die Entwicklung der Fenstertechnik nachvollziehen. Umrahmt werden sie von wirklich schönen verzierten Fensterläden.

Innen findet man über einer Tür den Schriftzug „Nicolaus Sauer”. Ich habe noch versucht mehr über diesen Bewohner herauszufinden, aber leider ohne Erfolg. Die Geschichte verliert sich hier irgendwann im 17. Jahrhundert.

Am liebsten würde ich Sie jetzt mit zum Gebäude nehmen, um Ihnen die kleinen und großen Highlights direkt zu zeigen.

Sonja Röper

F: Jetzt ist Ihr Haus ja ein “Austragshaus”. Was genau ist das eigentlich?

A: Das ist so der regionale, traditionelle Begriff aus dem Leben von fränkischen Bauernfamilien. Früher war es typischerweise so, dass es auf den Grundstücken hinten quer eine Scheune gab. Die gibt es bei uns leider nicht mehr. Und vorne standen dann zwei Gebäude – meist aus verschiedenen Zeiten. Bei uns sind das eben das alte Haus aus 1713 und das neuere aus dem Jahr 1834.

Da war es dann einfach so, dass die Familie entschieden hat, ein neueres, moderneres Haus zu bauen, in das die junge Generation eingezogen ist. Die alten Bauersleute sind im bestehenden Haus geblieben und haben aber weiter auf dem Hof geholfen. Ein Austragshaus ist also so etwas wie ein Alterswohnsitz.

Interessant zu wissen ist noch, dass früher nur der vordere Teil bewohnt wurde. Auch mit einem sehr einfachen Komfort. Im hinteren Teil des Hauses, also da, wo heute die Küche ist, war früher noch ein Stall. So hat die Abwärme der Tiere den Menschen auch noch beim Heizen geholfen. Den Geruch hat man da einfach toleriert. Die Leute kannten es aber natürlich auch nicht anders.

Wir haben für unsere Gäste im Haus übrigens auch ein Fotobuch liegen, in dem man diese ganze Geschichte und Entwicklung noch nachvollziehen kann.

F: Gibt es besondere historische Elemente, die man heute noch im Haus sehen kann?

A: Wir haben einen alten Lehmflechtkamin – den einzigen im Original erhaltenen in der Rhön. Heute ist er nicht mehr als Kamin nutzbar, aber früher hat man damit geheizt. Dafür wurden einfach Weidenstränge zusammengeflochten und mit einem Stroh-Lehm-Putz darauf ein Kamin gefertigt.

F: Dann kommen wir noch einmal zurück zum Vermietungsalltag. Wie sieht der bei Ihnen aus?

A: Aktuell machen wir alles selbst. Wir würden die Endreinigung gerne abgeben, aber es gestaltet sich aktuell sehr schwierig, Personal dafür zu finden.

Um die Vermarktung kümmern wir uns gerne und setzen da auf eine Kombi, die für uns total gut funktioniert: Mund zu Mund bzw. Gäste-Empfehlungen, unsere Website und Portale. Von Printmedien bei Tourismusbüros haben wir uns verabschiedet, weil wir nicht den Eindruck hatten, dass wir damit noch Urlauber erreichen.

F: Gibt es Tipps, die Sie Neu-Vermietern mit an die Hand geben können, weil Sie sie früher vielleicht selbst gerne gehabt hätten?

A: Man sollte sich von Anfang an überlegen, auf welches Niveau man mit seiner Ferienunterkunft möchte. Für uns war immer klar, dass wir eine 5-Sterne-Klassifizierung anstreben. Da gibt es dann ja Kriterien, die einfach erfüllt werden müssen.

Und wir haben uns überlegt, wie wir dieses Rundum-Wohl-Gefühl schaffen können, damit unsere Gäste für sich sagen können “Ach, hier fühle ich mich wohl, hier bin ich gut gelandet”. Das sind für uns dann so Kleinigkeiten wie eine Flasche Wein auf dem Tisch oder ein Betthupferl. Oder, dass wir auch auf besondere Wünsche und Bedürfnisse eingehen, wenn z.B. ein Kind mit anreist.

Für uns lohnt sich die Ferienvermietung, aber ich glaube, man muss auch Lust auf Menschen haben und darauf, sich immer mal wieder engagieren zu müssen. Unsere private Freizeitplanung ordnen wir aktuell oft der Vermietung unter. Dabei sind wir mit unserem Schlüsseltresor schon recht unabhängig.

Dazu vielleicht direkt noch ein kleiner Tipp: Wir legen unseren Gästen immer einen persönlichen Begrüßungsbrief mit unseren Kontaktdaten hin. So kommt auch bei der kontaktlosen Schlüsselübergabe das Persönliche nicht zu kurz. Und wir sehen dann schon zu, dass wir während des Aufenthalts auch immer mal wieder präsent sind.

Ich würde sagen, es gibt zwei Haupt-Zutaten für unser Erfolgsrezept: Der ehrliche, persönliche Kontakt mit den Gästen und unser flexibler Umgang mit ihren Wünschen und Bedürfnissen. So kreieren wir ein Willkommens-Gefühl.

Sonja Röper

F: Dann noch eine letzte Frage: Warum haben Sie sich für die Vermarktung über Traum-Ferienwohnungen entschieden?

A: Wir waren damals auf der Suche nach einer Alternative zu einem Portal, das wir zu der Zeit genutzt haben und haben da einen Tipp von Bekannten bekommen. Wir wollten einfach ein transparentes und offenes Konzept, damit wir für uns und unsere Gäste klar planen können. Die Kommunikation mit dem Gast ist uns sehr wichtig.

Wir haben Traum-Ferienwohnungen dann einfach mal ausgetestet und sind bis heute davon überzeugt. Und auch unsere Gäste geben uns immer wieder positives Feedback zum Buchungsablauf über Ihr Portal.

Liebe Frau Röper, vielen Dank für das sehr nette Interview und die spannenden Einblicke. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihrem Austragshaus.


Lieber Leser, möchten auch Sie eine Erfolgsgeschichte mit Ihrer Ferienunterkunft schreiben? Dann registrieren Sie sich noch heute auf unserem Portal.


Sie sind bereits Vermieter bei Traum-Ferienwohnungen und würden Ihre Ferienunterkunft gerne in einem Interview vorstellen? Dann melden Sie sich mit einer kurzen Beschreibung, was Sie bzw. Ihr Domizil besonders macht, unter presse@traum-ferienwohnungen.de.

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Allgemein AusstattungLeave a Comment on Barrierefreie Ferienwohnung vermieten – darauf müssen Sie achten

Barrierefreie Ferienwohnung vermieten – darauf müssen Sie achten

Jeder von uns wünscht sich mal einen erholsamen Tapetenwechsel. Jeder sucht Entspannung und hat das Recht darauf, sie auch zu finden. Doch die Wirklichkeit sieht für viele Menschen oft anders aus. Denn barrierefreie, behindertengerecht und/oder rollstuhlgerecht eingerichtete Ferienwohnungen und Ferienhäuser sind nicht immer leicht zu finden. Menschen mit Behinderung suchen oft vergebens nach geeigneten Ferienunterkünften in der gewünschten Ferienregion.

Doch erfreulicherweise tut sich was in der Reisebranche: Viele Anbieter von Ferienunterkünften sehen den Bedarf und rüsten um und auf, um so auch für Menschen mit Behinderungen zu einer gelungenen Auszeit beizutragen.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie Ihre Ferienwohnung behindertengerecht und barrierefrei einrichten – Raum für Raum. Wir zeigen außerdem, warum und wie sich dieser Schritt für Sie als Vermieter lohnen kann.

Lassen Sie uns zunächst schauen, wie „barrierefrei“ und „rollstuhlgerecht“ definiert sind.

Die Definition von barrierefrei, rollstuhlgerecht & Co.

Tatsächlich gibt es jede Menge Begriffe, die Hotels, aber auch Anbieter von Ferienwohnungen oder Ferienhäusern nutzen können, um ihre Unterkünfte zu bewerben: so z.B. behindertengerecht, barrierearm, barrierefrei, rollstuhlgerecht, rollstuhlgeeignet und seniorengerecht.

Gleich vorweg sei gesagt: Seien Sie bei der Nutzung der Begriffe vorsichtig. Denn es gibt eine exakte Definition für die Begriffe “barrierefrei” und “rollstuhlgerecht”. Beide Ausdrücke sind geschützt und Sie dürfen sie ausschließlich dann verwenden, wenn Sie in dieser die Vorgaben komplett erfüllen.

Laut §4 des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) ist Barrierefreiheit wie folgt definiert:

„Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen […], wenn sie für Menschen mit Behinderungen […] ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sind. Hierbei ist die Nutzung behinderungsbedingt notwendiger Hilfsmittel zulässig.“

Bei „barrierefrei“ denken die meisten schnell an Gehbehinderte. Tatsächlich ist die Definition aber weitgreifender und schließt zum Beispiel auch blinde oder gehörlose Menschen mit ein. „Barrierefrei“ bezieht sich außerdem nicht nur auf die Wohnung und deren Einrichtung, sondern bereits auf den Parkplatz sowie auf den Zugang zum Haus/der Wohnung und auf die Wohnfläche selbst.

Damit Ihre Ferienwohnung das Kriterium „rollstuhlgerecht“ erfüllt, müssen noch mehr Anforderungen umgesetzt werden als beim Kriterium „barrierefrei“. Denn während eine Unterkunft für Senioren oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität beispielsweise noch geeignet ist, mag dieselbe für Menschen im Rollstuhl unmöglich zu begehen bzw. zu bewohnen sein. Das ist einleuchtend, denn schließlich gelangen Gäste mit Rollator oder Gehstock noch recht gut durch schmalere Türen und Gänge. Urlauber im Rollstuhl brauchen hingegen deutlich mehr Platz – zum Sitzen, zum Bewegen, zum Erschließen der Räume und Etagen.

Das bedeutet, dass für Reisende im Rollstuhl die Zwischenräume zwischen den Möbeln größer, die Türen breiter, die Einrichtung insgesamt geräumiger und auch Geräte, beispielsweise in Küche und Bad, bei rollstuhlgerechter Einrichtung sitzend bedienbar sein müssen. Zudem muss bei rollstuhlgerechten Ferienwohnungen eine elektrostatische Aufladung unbedingt ausgeschlossen sein.

Wichtig: Vermieter, die Ihre Ferienunterkunft barrierefrei und/oder rollstuhlgerecht einrichten und umbauen möchten, finden die genauen, einzuhaltenden Kriterien in den Normen DIN 18040. Wir empfehlen Ihnen, sich intensiv damit auseinanderzusetzen, bevor Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus als barrierefrei oder rollstuhlgerecht bezeichnen.

Und was bedeuten behindertengerecht, rollstuhlgeeignet und barrierearm?

„Rollstuhlgeeignet“, „seniorengerecht“ und „barrierearm“ sind vom Gesetzgeber nicht definiert. Diese Begriffe sind entsprechend auch in keinem Fall mit „rollstuhlgerecht“ bzw. „barrierefrei“ gleichzusetzen.

Eine Ferienwohnung kann beispielsweise als „rollstuhlgeeignet“ bezeichnet werden, wenn ein Urlaubsaufenthalt für einen Rollstuhlfahrer grundsätzlich möglich ist.

„Barrierearm“, „rollstuhlgeeignet“ oder „behindertengerecht“ können Sie als beschreibende Begriffe Ihrer Ferienwohnung also dann benutzen, wenn Sie bereits einige Kriterien für Menschen mit Behinderung erfüllen, aber noch einige Merkmale fehlen, um die Unterkunft „barrierefrei“ und/oder „rollstuhlgerecht“ ausweisen zu können. Spezifizieren Sie im Inserat dann am besten, welche Maßnahmen genau Sie getroffen haben.

Vorteile einer barrierefreien Ferienwohnung

Sehen wir uns jetzt genauer an, welche Vorteile es bringt, eine Ferienwohnung barrierefrei einzurichten. Warum kann sich dieser Schritt für Sie als Gastgeber womöglich lohnen?

Vorteil 1: Erweiterung der Zielgruppe durch barrierefreie bzw. behindertengerechte Ferienwohnungen

Laut Statistischem Bundesamt lebten 2021 allein in Deutschland rund 7,8 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung. Das sind 9,4 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland. Bei Menschen im Alter von über 64 Jahren liegt die Quote der Menschen mit Schwerbehinderungen mit 25 Prozent noch höher (Quelle: destatis).

Rüsten Sie Ihre Ferienwohnung oder Ihr Ferienhaus um und stellen Sie sich auch auf ältere Menschen und Personen mit Behinderung ein, so erschließen Sie sich ganz klar eine große Zielgruppe. Diese Zielgruppe ist vor allem auch deshalb interessant, da laut Prognosen gerade der Anteil der in ihrer Mobilität Eingeschränkten bzw. Senioren in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch zunehmen wird.

Vorteil 2: Sie optimieren Ihr Angebot

Menschen mit Behinderungen und körperlichen Einschränkungen freuen sich auch oft über weiteren Service, der ihnen den Urlaub versüßt: Extra-Service und Komfort werden Ihre Gäste als eindeutiges Qualitätsmerkmal Ihrer Ferienunterkunft sehen. Sie wiederum können zusätzliche Leistungen berechnen.

Überlegen Sie, mit welchen Extras wie Lichtsignalen beim Klingeln, Beschriftungen von Schubladen und Geräten in Blindenschrift, Fernbedienungen mit größeren Bedienungsknöpfen oder auch Kooperationen mit Veranstaltern von behindertengerecht gestalteten Ausflügen und Exkursionen Sie Ihre Gäste abholen können. Auch ein gefüllter Kühlschrank bei Anreise oder zusätzliche Geräte wie spezielle Fahrräder können ein Plus für Ihre Unterkunft sein.

Vorteil 3: Sie heben sich von der Konkurrenz ab

Dass Sie sich eine neue Zielgruppe erschließen, kann sich auch positiv auf den Belegungsplan auswirken. Klar: Denn je mehr Menschen sich von Ihrer Ferienwohnung angesprochen fühlen, desto mehr Buchungsanfragen kann es geben – das auch während der Nebensaison. Während Ihre Wettbewerber also in noch auf Gäste hoffen, könnten Sie durch ihr Extra an Service längst ausgebucht sein – und zwar rund ums Jahr.

Gute Ferienunterkünfte sprechen sich rum – und das vor allem dann, wenn der Markt knapp ist. Das heißt: Eine Spezialisierung auf behindertengerechte und barrierefreie Unterkünfte könnte für Sie viele Buchungen bringen und Ihrem Vermietungsprojekt noch mehr Sicherheit geben.

Unsere Tipps: So machen Sie Ihre Ferienunterkunft behindertengerecht

Wir haben Ihnen oben bereits benannt, dass Sie beim Deutschen Tourismusverband (DTV) im Detail die Vorgaben für eine barrierefreie und rollstuhlgerechte Ferienwohnung finden. Alle hier aufzuzählen, würde zu weit führen – auch weil es schließlich unterschiedlichste Behinderungen gibt. Doch möchten wir Ihnen einen guten Überblick über das Mögliche und Notwendige verschaffen mit dem Fokus auf Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Auf diese Weise können Sie besser entscheiden, ob Sie Ihre Ferienunterkunft für die Vermietung an Menschen mit Behinderung und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen spezialisieren möchten – und was noch zu tun ist.

Ganz grundsätzlich sollten Sie mit einem kritischen Blick einmal durch Ihre Wohnung gehen. Wie steht es um:

  • freie Flächen
  • Beschaffenheit der Böden
  • Breite von Türen und Gängen
  • Zugang zu allen Räumen
  • Erreichbarkeit und Bedienung von elektronischen Geräten, Schränken, Möbeln
  • Zugang von Wohnung/Haus und Parkplatz
  • Wege zum Strand und anderen Attraktionen, die die Lage Ihrer Ferienwohnung maßgeblich mit attraktiv machen und Urlauber anziehen

Im Folgenden gehen wie genauer ins Detail und schauen uns an, was Raum für Raum für die Barrierefreiheit getan und bedacht werden muss – wobei wir natürlich nur ganz allgemeingültige Dinge benennen können. Sie allein wissen, wie Ihre Unterkunft gebaut ist und ob und wie sich die Vorgaben wirklich umsetzen lassen.

Die Ferienwohnung behindertengerecht einrichten: Was für die gesamten Wohnung gilt

In Küche, Schlafzimmer, Bad und Co. gelten noch einmal entsprechend der Raumnutzung besondere Vorgaben. Allerdings gibt es Kriterien für eine als barrierefrei ausgewiesene Ferienwohnung, die in jedem Raum eingehalten werden müssen. Wir stellen Sie Ihnen hier vor.

  • Die Böden sind fest zu verlegen und müssen rutschhemmend und mit Kontrasten gestaltet sein. Sie dürfen keine Spiegelung oder blendenden Effekte aufweisen und sich nicht elektrostatisch aufladen können.
  • Innerhalb der Wohnung dürfen sich keine Stufen oder Stolperfallen befinden. Eventuelle Schwellenunterschiede sind auszugleichen. Bei rollstuhlgerechter Einrichtung der Ferienwohnung dürfen die Schwellen nur 2 cm hoch sein. Die Neigung des Bodens darf nicht über 6 Prozent liegen.
  • Lichtschalter müssen gut zu erreichen (auch für Menschen im Rollstuhl) und Lichtquellen hell sein. Bewegungsmelder mit langen Intervallen in Fluren und Räumen sind ideal.
  • Steckdosen sollen aus dem Sitzen zu bedienen sein.
  • Die Möbel müssen stabil sein. Meiden Sie solche mit scharfen Kanten und haben Sie einen Blick darauf, dass die Sitzhöhen bei Stühlen und Sesseln komfortabel sind. Tische sollten gut zugänglich sein. Sessel mit integrierter, elektronischer Aufstehhilfe sind zu bevorzugen.
  • Arbeiten Sie mit kontrastreichen Farben in der Einrichtung. Sie erleichtern die Orientierung in der Wohnung, die Mobilität in den Räumen und verringern die Sturzgefahr.
  • Türen müssen für eine barrierefrei eingerichtete Wohnung eine Breite von 80 cm und eine Höhe von 205 cm aufweisen. Vor und hinter jeder Tür ist ausreichend Bewegungsfläche Vorschrift. Für eine rollstuhlgerechte Ferienunterkunft müssen die Türen eine Breite von mindestens 90 cm aufweisen.
  • Türgriffe und Türdrücker müssen für barrierefreie Ferienwohnungen auf 85 cm Höhe angebracht sein, damit sie auch für Menschen im Rollstuhl gut zu bedienen sind.
  • Für barrierefreie Einrichtungen gilt die Vorlage von Bewegungsflächen von 120 cm x 120 cm. Bei rollstuhlgerechter Einrichtung gilt das Kriterium: Bewegungsflächen beispielsweise zum Drehen und Wenden von 150 x 150 cm.
  • Türen und Fenster müssen in einer als barrierefrei ausgewiesenen Ferienwohnung leicht zu öffnen und zu schließen sein. Glastüren benötigen Sicherheitsmarkierungen auf Augenhöhe.

Nun kennen Sie die wichtigsten Vorgaben, die ganz allgemein gelten. Schauen wir uns nun an, was Raum für Raum gilt.

Eingangsbereich behindertengerecht gestalten

Schon beim Eingang geht es los. Ist dieser nicht für Ihre Gäste mit Behinderungen ausgerichtet, ist deren Komfort im Urlaub stark eingeschränkt bzw. eine freie Bewegung in der Wohnung schlichtweg unmöglich.

So können Sie es Gästen bei Ihnen leichter machen:

  • Installieren Sie bestenfalls eine Rampe am Hauseingang. Ist dies nicht möglich, dann stellen Sie eine Rampe am Hauseingang zur Verfügung und erklären Sie Ihren Gästen, wo diese zu finden ist.
  • Schließen sie Löcher in Bodenplatten und an der Türschwelle, damit Gehstöcke sowie Reifen von Rollstuhl und Rollatoren nicht in Unebenheiten hängen bleiben.
  • Achten Sie darauf, dass die Zugangswege mindestens eine Breite von 150 cm und eine leicht begeh- und befahrbare Oberfläche aufweisen.
  • Gibt es einen Türspion? So bringen Sie diesen so an, dass auch Ihre Gäste im Rollstuhl hindurchschauen können.
  • Sorgen Sie für stabile Handläufe im Hauszugang sowie im Treppenhaus und bei Wohnungen in einem oberen Stockwerk für einen Aufzug.
  • Machen Sie elektronische Türöffner erreichbar.

Achtung: Wollen Sie für Rollstuhlfahrer einen Treppenlifter im Treppenhaus anbieten, so müssen Sie wissen, dass diese in der Regel höchsten die Bezeichnung „seniorengerecht“ verdienen. Damit Rollstuhlfahrer aber das Hindernis Treppe eigenständig bewältigen können, muss der Treppenlift eine befahrbare Plattform aufweisen.

Ihr Gast in nun sicher in die Wohnung gelangt. Schauen wir uns jetzt das Badezimmer an.

Badezimmer behindertengerecht einrichten

Das Badezimmer ist einer der Räume, für welche die meisten Vorgaben gelten. Kein Wunder – denn hier lauern allein aufgrund der glatten Böden schnell Rutschgefahr rund um Dusche, Wanne und WC.

Mit folgenden Maßnahmen erleichtern Sie vor allem gehbehinderten Menschen den Zugang:

  • Die Tür darf sich nicht in das Badezimmer hinein öffnen. Ideal sind Falt- und Schiebetüren.
  • Die Türbereite muss 80 cm betragen. Hinweis: Bei rollstuhlgerechter Einrichtung gelten, wie gesagt, 90 cm.
  • Rutschfeste Oberflächen sind in diesem Raum besonders wichtig.
  • Vor dem WC muss eine Bewegungsfläche von mindestens 120 cm x 120 cm gegeben sein. Neben dem WC muss sie mindestens 80 cm breit sein.
  • Links und rechts vom WC sind Haltegriffe anzubringen.
  • Auch vor dem Waschbecken ist eine Bewegungsfläche von 120 cm x 120 cm Maßgabe.
  • Waschbecken (wie grundsätzlich für Tische geltend) dürfen maximal 80 cm hoch und müssen mindestens 67 cm unterfahrbar sein. Das Waschbecken sollte ausgestattet sein mit einer gut greifbaren Armatur. Auch sind Ablagemöglichkeit sowie Begrenzung der Wassertemperatur wichtig.
  • Der Spiegel muss sowohl stehend als auch sitzend genutzt werden können.
  • Zwischen der Oberkante des Duschbodens und dem daran anschließenden Bodenbereich darf kein Gefälle von mehr als 3 cm liegen.
  • Für die Bewegungsfläche im Duschbereich gilt eine Minimal-Vorgabe von 120 cm x 120 cm.
  • Zum Duschen muss ein spezieller Duschstuhl oder Duschsitz bereitgestellt werden. Ebenso sind ein Haltegriff in der Duschkabine und rutschhemmende Böden verpflichtend.

Für eine rollstuhlgerechte Einrichtung gilt: Das WC muss in einer Höhe zwischen 46 und 48 cm angebracht werden und an der Seite, an der Ihre Gäste das WC anfahren, der Haltegriff hochklappbar sein.

Das Bad ist nun behindertengerecht eingerichtet. Widmen wir uns den Kriterien, die in der Küche relevant werden.

Küche behindertengerecht ausstatten

In der Küche geht es gesellig zu. Hier kommt die ganze Familie zusammen und hier trifft sich die Reisegesellschaft. Das gilt natürlich auch, wenn ein Mitglied der Reisegruppe in seiner Mobilität eingeschränkt ist.

  • Sind die Geräte, Griffe und Arbeitsflächen so hoch, dass sie für jeden erreichbar und bedienbar sind – auch vom Rollstuhl aus?
  • Können Schubladen und Schränke problemlos geöffnet werden?
  • Sind alle scharfen Kanten und Hindernisse beseitigt, sodass Rollstuhlfahrer oder auch sehbehinderte Gäste nicht Gefahr laufen, sich zu verletzen?
  • Können Arbeitsflächen unterfahren werden?
  • Lassen sich Oberschränke vertikal verschieben?
  • Ist kein Durchgang schmaler als 80 cm?
  • Besteht vor allen Küchenmöbeln 120 cm Platz für die Fortbewegung von Rollstuhlfahrern?

Ist die Küche barrierefrei, dann gehen wir weiter zum Schlafzimmer und den weiteren Wohnräumen.

Schlaf- und Wohnräume behindertengerecht einrichten

Im Schlafzimmer wie auch in den weiteren Wohnräumen gelten die Maßvorgaben, die Sie bereits aus den anderen Räumen kennen, damit Ihre Ferienwohnung barrierefrei genannt werden kann: 120 cm Bewegungsflächen müssen vor dem Bett zur Verfügung stehen und mindestens 90 cm auf der anderen Seite für Rollstuhlfahrer betragen. Vorgabe für eine vollkommen barrierefreie Einrichtung ist, dass ein Doppel- oder Mehrbettzimmer vorhanden sein muss.

Der Fußbereich des Bettes sollte übrigens mindestens 30 cm hoch und das Bett mindestens 15 cm unterfahrbar sein.

Achten Sie zudem auch hier auf den richtigen Bodenbelag, kontrastreiche Farben, abgerundete Kanten und eine gute Erreichbarkeit von Ablagen, Fächern und Schränken. Spiegel müssen auch hier im Sitzen wie Stehen genutzt werden können.

Nun sind wir innen einmal durch alle Räume gegangen. Was ist draußen zu bedenken?

Außenbereiche, Balkone und den Parkplatz behindertengerecht gestalten

Sicherlich ist die korrekte Einrichtung in der Ferienwohnung oder im Ferienhaus für Sie als Vermieter am aufwendigsten. Vor allem dann, wenn Sie nicht nur eine barrierefreie, sondern auch rollstuhlgerechte Wohnung anbieten wollen. Aber auch außen sind noch Maßnahmen zu treffen. Hier sind einige der Kriterien, die Sie erfüllen müssen:

  • mögliche Erreichbarkeit und Zugang der Ferienwohnung auch ohne Hilfe
  • Vorhandensein eines Parkplatzes für Menschen mit Behinderung
  • Abgesenkte Randsteine am Parkplatz
  • problemloser Zugang zu Balkon, Loggia, Terrasse
  • Gehwege ohne Schwellen, Löcher, Unebenheiten
  • Bewegungsmelder für den sicheren Zugang zu Haus und Wohnung
  • teilweise durchsichtige Geländer (auch bei Balkon) ab 60 cm

Speziell für die barrierefreie Ausweisung Ihrer Ferienwohnung gilt als Vorgabe im öffentlichen Bereich von Wohngebäuden:

  • Gehwege: Mindestens 120 cm Breite sind gefordert. Sie müssen schwellenlos, gut befahrbar, gut beleuchtet und mit Orientierungshilfen ausgestattet sein.
  • Rampen: Ein Minimum an 120 cm Breite ist aufzuweisen. Sie benötigen einen beidseitigen Handlauf und Radabweiser. Die Steigung darf bei maximal 6 Prozent liegen.
  • Treppen: Sie müssen geradläufig sein mit Kantenmarkierung. Auch hier ist ein beidseitiger Handlauf notwendig.
  • Aufzüge: Vorgabe ist ein Raummaß von 110 x 140 cm mit mithilfe des Tastsinns erfassbaren Befehlsgebern (wie Blindenschrift) und akustischen Signalen und Ansagen sowie Sitzgelegenheit und Spiegel.

Unser Tipp: Verfügt Ihre Ferienwohnung oder Ihr Ferienhaus über keine Parkplätze für Ihre Gäste mit Behinderung, so teilen Sie Ihnen dies vor der Anreise mit. Nennen Sie unbedingt Alternativen, wo Urlauber mit Rollstuhl oder anderen Gehhilfen parken und komfortabel aussteigen können.

Ein für Menschen mit Behinderung geeigneter Parkplatz sollte breit genug sein, damit eine Rampe oder ein Aufzug zum Einsatz kommen kann. An der Seite sollte sich zudem ein klar erkennbarer Gehweg befinden. Erfüllt Ihr Parkplatz diese Kriterien, so muss er auf dem Boden farblich gekennzeichnet werden. So wird deutlich, dass er für Menschen mit Einschränkungen reserviert ist.

Extra-Tipp: Machen Sie einen Testrundgang

Wenn Sie alle Kriterien des DTV und alle DIN-Vorgaben berücksichtigt haben, dann sind Sie fast schon soweit, Ihre Ferienwohnung auch an Menschen mit eingeschränkter Mobilität und mit Behinderungen zu vermieten. Wir raten Ihnen jedoch vorher: Machen Sie noch einmal den Test. Besuchen Sie Ihre Ferienwohnung einmal selbst aus der Sicht eines Menschen mit Behinderung: gehbehindert mit Rollator, Gehhilfen oder Rollstuhl, sehbehindert oder hörbehindert. Prüfen Sie die Erreichbarkeit und Begehbarkeit der Wohnung, die Nutzung der Räume, Möbel sowie Geräte.

Erst wenn Sie selbst sagen, dass keine Hindernisse und Einschränkungen sowie Gefahren vorliegen, sollten Sie daran denken, auch Gäste einzuladen.

Umbau und Förderungsmöglichkeiten für eine barrierefreie und rollstuhlgerechte Ferienwohnung

Sie haben es vermutlich längst aus den vorangegangenen Absätzen herausgelesen: Ein Umbau oder Neuplanung eines Ferienhauses, um es barrierefrei und/oder rollstuhlgerecht ausweisen zu können, ist mit einigem Aufwand und auch mit Kosten verbunden. Breitere Türen und Durchgänge sind nicht ohne handwerkliche Hilfe zu realisieren. Dasselbe gilt für spezielle Sanitäranlagen, ebenerdige Duschen, niedrigere Arbeitsfläche in Küche und Bad. Auch der behindertengerechte Parkplatz bringt größeren und nicht allein machbaren Aufwand mit sich.

Rutschfeste Böden, tiefer liegende Türklinken oder Haltegriffe im Bad und beim WC sind hingegen leichter umzusetzen, aber dennoch für viele nicht ohne fachliche Unterstützung realisierbar.

Bei all den To-Dos und Ausgaben möchten wir Sie ermutigen: Der Aufwand und auch die Kosten werden sich mit großer Wahrscheinlichkeit rentieren. Die Nachfrage ist wie gesagt groß und steigend. Zudem gibt es gute Chancen, dass Sie eine Förderung für den Umbau für barrierefreies Wohnen erhalten. Als ein Beispiel ist das Kreditinstitut für Wiederaufbau (KfW), über die Sie einen Kredit und Zuschuss erhalten können, zu nennen. Informieren Sie sich aber auch bei Ihrer Hausbank bzw. anderen Kreditinstituten über deren Förderungen und Konditionen.

Ihre barrierefreie Ferienwohnung bewerben

Wenn Sie soweit sind und Ihre Ferienwohnung bereit ist, um für Menschen mit Behinderung zu einem komfortablen Urlaub beizutragen, dann geht es an die Bewerbung. Wir empfehlen Ihnen ganz klar, die behindertengerechte bzw. barrierefreie und/oder rollstuhlgerechte Ausstattung in Inserat, Website und in all Ihren Social Media-Profilen zu benennen. Weisen Sie auf die Einhaltung entsprechender Kriterien deutlich in den Inserattexten und Inserattitel hin – so auch bei uns auf Traum-Ferienwohnungen.

In unserem Portal können Suchende bestimmte Ausstattungskriterien wie „ebenerdig“, „barrierefrei“ oder „rollstuhlgerecht“ auswählen und so zur Traum-Urlaubsimmobilie mit den gewünschten Standards gelangen. Haben Sie Ihr Inserat gut angelegt und gepflegt, erscheint nun genau hier Ihre Ferienimmobilie.

Lesen Sie hier gern unseren Ratgeberartikel zur erfolgreichen Bewerbung Ihrer Ferienwohnung.

Mit Siegel bewerben: Zertifizierung durch „Reisen für alle“

Abschließend möchten wir Ihnen noch den Tipp geben, Ihre Ferienwohnung oder Ihr Ferienhaus bei „Reisen für alle“ prüfen und zertifizieren zu lassen.

Das bundesweite Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ basiert auf umfangreichen Kriterien zur Sicherung hoher branchenübergreifender Qualitätsstandards. Diese wurden zusammen von Betroffenenverbänden und touristischen Verbänden ausgearbeitet.

Urlauber mit Einschränkungen können so sicher sein, dass eine Ferienwohnung wirklich ihren Anforderungen entspricht, und mit gutem Gefühl buchen.

Wie Sie die Zertifizierung von „Reisen für alle“ beantragen können, welche Kosten, aber auch Serviceleistungen damit verbunden sind, lesen Sie hier: zu „Reisen für alle“

Barrierefreie Ferienwohnung vermieten: Aufwand, der sich lohnt!

Zugegeben – der Schritt, die eigene Ferienwohnung barrierefrei einzurichten und auch für Rollstuhlfahrer nach den gesetzlichen Anforderungen bewohnbar zu machen, ist ein größerer. Aber er kann sich für Ihr Vermietungsprojekt langfristig sehr lohnen. Denn wie gesagt: Nachfrage und Markt wachsen. Und noch sind Sie ein Vorreiter.

Wir raten Ihnen: Lassen Sie sich die Entscheidung gut und in Ruhe durch den Kopf gehen, tauschen Sie sich ggf. mit Gastgebern aus, die bereits barrierefrei vermieten, und informieren Sie sich eingehend über Förderung und Kredite.

Wir freuen uns in jedem Fall sehr auf das Inserat Ihrer Ferienwohnung auf Traum-Ferienwohnungen. Registrieren Sie sich jetzt schon bei Traum-Ferienwohnung als Gastgeber und ziehen Sie mit Ihrem aussagekräftigen Inserat mehr Gäste an.

AllgemeinLeave a Comment on Geschichte trifft Moderne im Ferienhaus Eiche

Geschichte trifft Moderne im Ferienhaus Eiche

Kann aus einem ehemaligen Gefängnis ein gemütliches Ferienhaus werden? Die Antwort ist: Ja! Im beschaulichen Ettenheim in Baden-Württemberg hat Thomas Herdt ein Wachthaus mit Ortsarrest (also: Gefängnis) in eine Oase für Geschichtsfans (und die, die es werden wollen) verwandelt und teilt so seit einigen Jahren seine große Leidenschaft mit seinen Gästen.

Wir haben Thomas Herdt ein paar Fragen gestellt und einen spannenden Blick hinter die Kulissen bekommen. Im Interview teilt er einige sehr wertvolle Tipps für die erfolgreiche Vermietung einer Ferienunterkunft.

Ferienhaus Eiche Am Unteren Tor

Das Ferienhaus Eiche hat schon einiges erlebt: Bevor es zur heutigen Ferienunterkunft wurde, war es bereits ein Wacht- bzw. Zollhaus, eine Polizeiwache und ein Ortsarrest. Der historische Charme ist bis heute erhalten geblieben und wurde gekonnt mit einer modernen Einrichtung kombiniert.

Am Rande des Schwarzwalds gelegen, können hier auf 100 m² bis zu 5 Personen urlauben. Das historische Städtchen Ettenheim lädt zu ganz viel Entspannung und Entschleunigung ein und ist der perfekte Ausgangspunkt für viele Unternehmungen in der Region.

F: Hallo Herr Herdt, wie sind Sie dazu gekommen, ein Ferienhaus zu vermieten und warum gerade das Haus Eiche?

A: Das ist eine ganz lustige Geschichte. Wissen Sie, meine Frau stammt aus Taiwan und wir haben uns immer gewünscht, dass ihre Familie uns mal besuchen kommt. Vor allem ihre Schwester. Sie wollte aber nie kommen, weil sie Angst hatte, uns in unserem Zuhause zu stören. Also haben wir beschlossen, ein Ferienhaus zu kaufen, in dem die Schwester meiner Frau für einige Zeit leben kann und dass wir das restliche Jahr vermieten, um es zu refinanzieren.

Das war 2016. Also sind wir aktiv geworden. Als wir das Haus hier direkt am unteren Tor gesehen haben, hat uns die Historie sofort fasziniert und wir wollten die Seele und den Charme des Hauses unbedingt erhalten. Deshalb haben wir zugeschlagen und in mühevoller Kleinstarbeit alles renoviert. Dabei erwarteten uns so einige Überraschungen. Aber es hat sich gelohnt, denn wir finden, dass das Haus Eiche heute etwas ganz Besonderes ist.

Wir waren sofort von dem Haus fasziniert und wollten unbedingt die Seele und den Charme des Hauses erhalten.

Thomas Herdt

F: Auf jeden Fall! Die Renovierung hat ja vermutlich ein bisschen gedauert. Seit wann vermieten Sie nun?

A: Das große Haus, also Haus Eiche, vermieten wir jetzt seit 2017. Auf dem Grundstück steht noch ein weiteres Gebäude, das wir ebenfalls renoviert haben und seit 2018 vermieten. Das ist das Haus Buche.

F: Können Sie uns noch ein bisschen mehr zur Geschichte des Hauses erzählen?

A: Nachdem wir das Haus gekauft hatten, wollten wir natürlich gerne wissen, was es schon alles erlebt hat. Es gab jedoch wenig, auf das wir zurückgreifen konnten. Wir haben dann aber einen Hobby-Historiker gefunden, der explizit nach der Geschichte unseres Hauses gesucht hat. Dadurch wissen wir zumindest ungefähr wie das Ganze entstanden ist:

Schon im Mittelalter gab es an dieser Stelle ein Stadttor mit Wachthaus bzw. Zollstation und Turm. Die ersten Beweise für das jetzige Gebäude stammen aus 1780, die Grundmauern könnten aber auch älter sein.

Von 1783 gibt es eine Quelle, die besagt, dass das Haus aufgeschlagen, also das Dach gedeckt wurde. Ob das Gebäude da jetzt aber neu gebaut wurde oder saniert wurde, wissen wir nicht. Um 1810 wurden dann “Übeltäter” im Turm eingesperrt und – wie es im Schriftstück heißt – “zur Korrektion festgesetzt”. Danach wurde der Turm ausgebaut, weil er nicht mehr ausreichend war und es wurde der Ortsarrest in das Wachthaus integriert. Da kam also zum Beispiel der Trunkenbold, der eine Scheibe eingeschlagen hat, hin.

1839 wurde das Gefängnis im Turm dann ausgelagert, weil die Umstände wohl selbst für die damalige Zeit nicht mehr tragbar waren und in den Jahren 1842/43 wurde der Turm dann sogar versteigert – aber nicht für Wohnzwecke, sondern wegen des Baumaterials. Was hier mit dem Wachthaus passiert ist, ist unklar.

Von 1892 bis 1934 hat ein Polizeidiener im Haus gewohnt. Danach verliert sich die Spur. Vermutlich wurde es auch nach dem Krieg noch als Ortsarrest genutzt, stand dann jedoch längere Jahre leer und war baufällig. Im Jahr 1956 beschloss der Stadtrat dann, dass das Wachthaus saniert werden sollte. Nach den ersten Arbeiten musste man allerdings feststellen, dass die Substanz das nicht mehr hergegeben hat und so wurde bis aufs Erdgeschoss alles abgerissen und neu aufgebaut. Aber explizit in der gleichen Art wie früher. Außerdem wurde festgelegt, dass das Haus am Eingang zur Innenstadt so gestaltet werden muss, dass es den Ettenheimern und ihren Besuchern ein einladendes Bild zu bieten vermag. Man könnte das also schon als Tourismusmarketing bezeichnen.

2001 wurde das Haus dann durch den Vorbesitzer feinfühlig energetisch saniert und das Dachgeschoss ausgebaut, bis wir es 2016 gekauft und zum Ferienhaus umgebaut haben

F: Gab es bei der Renovierung Herausforderungen?

A: Oh ja, so einige. Bei so einem alten Haus weiß man einfach nie so genau, was einen erwartet. Uns war zum Beispiel nicht bekannt, dass das Gebäude einmal unterkellert war. Der Keller wurde dann jedoch zugeschüttet, aber mit der Zeit ist alles abgesackt. Als wir die Böden aufgemacht haben, haben wir gesehen, dass das Haus quasi auf 30 Zentimeter Luft stand.

Während der Sanierung bin ich auch so einige Male nach einem Besuch auf der Baustelle kurz vor der Autobahnauffahrt wieder umgedreht, weil mich die Handwerker angerufen haben. Mal ist eine Wand eingestürzt, mal die halbe Decke heruntergekommen. Aber uns war vorher klar, dass so etwas passieren kann. Ich habe aus meinem Job schon viel Erfahrung in der Renovierung von alten Gebäuden.

Leider konnten wir jedoch einige Maßnahmen wie Balkone am Haus Eiche, oder die Dachgauben am Nebenhaus nicht umsetzen. Damit mussten wir uns abfinden. Dafür konnten wir einen kleinen, gemütlichen Innenhof gestalten.

Und noch eine kleine lustige Anekdote: Bei der Sanierung haben wir im Nebenhaus eine alte Gallone selbstgebrannten Schnaps gefunden. Die Handwerker wollten ihn unbedingt probieren. Und naja, danach wurde erst einmal zwei Tage nicht mehr gearbeitet.

F: Sehr spannend. Jetzt ist Ihr Haus ja modern und gemütlich eingerichtet. War Ihnen das wichtig?

A: Ja, schon. Wir haben alles so eingerichtet, als ob es unser eigenes Haus wäre. So wie wir es gerne für uns hätten. Wir haben uns für moderne Eiche-Massivholzmöbeln entschieden und darauf geachtet, dass auch farblich alles stimmig ist. Ich habe aus meinem Beruf schon immer einen Bezug zu Holz gehabt. Deshalb waren mir die Möbel auch eine besondere Herzensangelegenheit.

Damit erklärt sich dann auch schon der Name. Unser anderes Ferienhaus heißt “Haus Buche”. Sie können sich sicher vorstellen, wie das eingerichtet ist.

Mein Sohn sagt gerne, dass das Haus sogar schöner ist als unser eigenes Wohnhaus – und vielleicht hat er damit sogar ein bisschen recht.

Thomas Herdt

F: Kommen wir mal zurück zur Vermietung. Was bereitet Ihnen am Vermieter-Dasein die meiste Freude?

A: Der Kontakt mit den Gästen. Ich habe gemerkt, dass ich eine sehr besondere Klientel an Urlaubern anspreche. Unsere Gäste kommen zu einem großen Teil aus der Baubranche: Das geht von der Professorin für Architekturgeschichte über den Bauamtsleiter bis hin zu Handwerkern. Die suchen bewusst nach Unterkünften mit Geschichte. Und auch Gäste, die selbst in historischen Gebäuden leben, buchen gerne bei uns. Mit denen spreche ich häufig auch noch Details zur Renovierung und Einrichtung durch, weil sie das total spannend finden.

F: Wie sieht dann Ihr Vermietungsalltag aus? Machen Sie alles selbst oder haben Sie Aufgaben abgegeben?

A: Die Vermietung an sich machen wir komplett selbst. In der Regel begrüßen wir jeden Gast vor Ort persönlich, geben eine kurze Einweisung und erzählen ein bisschen was zur Geschichte des Hauses. Am Ende des Urlaubs verabschieden wir unsere Urlauber auch persönlich. Gar nicht zur Kontrolle, sondern einfach um den Kontakt mit unseren Gästen zu pflegen.

Die Reinigung unserer Ferienunterkunft haben wir ausgelagert. Es war gar nicht so leicht, jemanden zu finden, der das am Wochenende macht. Aber nur so passt es zu unseren Anreisetagen. Mittlerweile haben wir aber zwei tolle Menschen gefunden, die sehr zuverlässig sind und aus der Reinigung jedes Mal ein kleines Event machen. Für die beiden ist das Ganze eher ein Hobby und sie verbinden es immer mit essen gehen in einem der tollen Restaurants in Ettenheim, oder gönnen sich nach der Arbeit lecker Kaffee und Kuchen.

F: Sie nehmen ja keine Kaution. Wieso haben Sie sich dazu entschieden?

A: Der Aufwand ist uns einfach zu groß. Dank des Anfrage-Modells bei Traum-Ferienwohnungen können wir unsere Gäste ein bisschen vorauswählen und dann vertrauen wir ihnen einfach. Wir haben damit bisher auch fast ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Ein bisschen Schwund ist natürlich immer, aber in 5 Jahren beläuft sich das vermutlich auf weit weniger als 100 Euro. Nur ein einziges Mal hatten wir einen größeren Schaden, bei dem sich eine Kaution gelohnt hätte. Das war dann aber zu verschmerzen.

F: Gehen wir nochmal einen Schritt zurück: Was ist für Sie das Wichtigste bei der Vermietung?

A: Für uns ist es der persönliche Kontakt. Wir fragen unsere Gäste oft schon vorher, was sie im Urlaub gerne machen möchten, und geben dann Empfehlungen für Ausflüge, Aktivitäten und Restaurants. Wir wollen, dass unsere Gäste sich bei uns und in der Region wohlfühlen – und tatsächlich bekommen wir genau das auch oft zurückgespielt.

Für die erfolgreiche Vermietung achten wir auch darauf, dass wir Gäste beherbergen, die unser Haus wertschätzen und pfleglich damit umgehen. Bisher hat das immer gut geklappt und die Unterkunft sieht bei der Abreise jedes Mal fast aus, als wäre niemand da gewesen.

Ein wichtiger Punkt ist für uns auch, unsere Gäste aktiv nach Feedback zu fragen bzw. offen für Feedback zu sein. Und dann tatsächlich ehrlich darüber nachzudenken. So kann die Vermietung schließlich nur besser werden.

Wir fragen unsere Gäste aktiv nach Feedback, um unsere Unterkunft noch besser zu machen.

Thomas Herdt

F: Welche Tipps würden Sie Neu-Vermietern ganz konkret mit auf den Weg geben?

A: Den persönlichen Kontakt pflegen. Man sollte sich Zeit nehmen für die Gäste und überlegen, wo man sie abholen kann bzw. was man ihnen bieten kann, damit sie eine gute Zeit haben. Das muss man mögen und wollen.

F: Und was ist so Ihr ganz persönliches Geheimrezept?

A: Ich glaube, das Haus selbst und unser freundlicher und respektvoller Umgang mit den Gästen. Und es macht uns einfach Spaß.

F: Dann noch eine letzte Frage: Warum haben Sie sich für die Vermarktung über Traum-Ferienwohnungen entschieden?

A: Hier haben wir die Freiheit, uns unsere Gäste selbst auszusuchen. Ich habe, als ich mit der Vermietung gestartet habe, natürlich gegoogelt, was es da so gibt und da war Traum-Ferienwohnungen einfach die beste Lösung für uns.

Liebe Herr Herdt, vielen Dank für das sehr nette Interview und die spannenden Einblicke. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihrem Haus Eiche.


Lieber Leser, möchten auch Sie eine Erfolgsgeschichte mit Ihrer Ferienunterkunft schreiben? Dann registrieren Sie sich noch heute auf unserem Portal.


Sie sind bereits Vermieter bei Traum-Ferienwohnungen und würden Ihre Ferienunterkunft gerne in einem Interview vorstellen? Dann melden Sie sich mit einer kurzen Beschreibung, was Sie bzw. Ihr Domizil besonders macht, unter presse@traum-ferienwohnungen.de.

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AllgemeinLeave a Comment on Reetdachkate Köhn – historisches Flair in der Kieler Bucht

Reetdachkate Köhn – historisches Flair in der Kieler Bucht

Ein Ferienhaus, das vor Geschichte nur so strotzt – das gibt es bei Uwe und Heike Meewes in ihrer Reetdachkate in der Kieler Bucht, genauer gesagt in Köhn. Als ältestes freistehendes Haus im Ort hat es schon so einiges erlebt. Gebaut wurde es bereits im Jahr 1725, was bedeutet, dass es schon bald 300 Jahre auf dem redensartlichen Buckel hat. Wenn das kein Grund ist, diese besondere Ferienunterkunft und ihre Vermieter vorzustellen.

Heike und Uwe Meewes - Vermieter der Reetdachkate Köhn

Uwe und Heike Meewes präsentieren in unserem Interview aber nicht nur ihre Reetdachkate, sondern geben uns und Ihnen auch Einblicke hinter die Kulissen ihres Vermietungsalltags und haben ein paar gute Tipps im Gepäck.

Ferienhaus Reetdachkate Köhn

Wer historische Gebäude mit viel Charakter mag, ist hier genau richtig. Die Reetdachkate erstrahlt nach der aufwendigen Sanierung im Jahr 2015 in neuem Glanz und versprüht mit den zahlreichen Antiquitäten und kleinen Details einen besonderen Charme.

Bis zu 4 Personen können hier auf 80 m² einen entschleunigten Urlaub zwischen Ost- und Nordsee verbringen. Gerade im Winter sorgt der Kaminofen für eine Extra-Portion Gemütlichkeit. Große Menschen sollten sich allerdings darauf einstellen, dass sie öfter mal den Kopf einziehen müssen, da die Decken- und Türhöhen niedriger sind als normal.

F: Hallo Herr und Frau Meewes, Ihre Reetdachkate ist ein echtes Highlight. Wie sind Sie dazu gekommen, sie als Ferienunterkunft zu vermieten?

A: Eigentlich war das gar nicht geplant. Die ursprüngliche Idee war, das Haus für die eigene Familie zu nutzen: für Geburtstage, Feiern oder wenn mal Verwandte vorbeikommen. Wir wohnen ja direkt nebenan.

Wir haben dann sehr viel Liebe und auch einiges an Geld in die Sanierung gesteckt. Um das wieder reinzubekommen, haben wir beschlossen, die Reetdachkate in die Vermietung zu geben. Dauerhaft zu vermieten war dabei nie eine Option für uns. Dafür stehen einfach zu viele hochwertige Möbel und Antiquitäten in dem Haus, die wir nicht einfach mal eben wieder rausnehmen können.

F: Das können wir gut verstehen. Wie lange vermieten Sie dann jetzt schon?

A: Seit September 2016 sind wir mittlerweile schon dabei und haben in der Zeit viele Erfahrungen gesammelt – hauptsächlich positive.

F: Was bereitet Ihnen beim Vermieter-Sein die meiste Freude?

A: Das sind auf jeden Fall die Gäste. Wir freuen uns immer, wenn unsere Urlauber zufrieden sind und mit einem Lachen nach Hause fahren. Viele kündigen auch direkt an, wiederzukommen. Das ist für uns ein großes Kompliment.

Und es macht uns auch richtig Spaß zu sehen, dass unsere Gäste das historische Gebäude und die Liebe zum Detail schätzen, mit der wir alles eingerichtet haben. Wir haben viele Kleinigkeiten eingebaut, zum Beispiel einige Werkzeuge aus der früheren Landwirtschaft. Es ist einfach schön, wenn unsere Gäste uns dazu Fragen stellen oder erzählen, dass sie das noch aus ihrer Jugend kennen.

Es macht uns auch richtig Spaß zu sehen, dass unsere Gäste das historische Gebäude und die Liebe zum Detail schätzen, mit der wir alles eingerichtet haben.

Familie Meewes

F: Suchen Sie sich Ihre Gäste bewusst aus?

A: Nein, wir wollen die Gäste anziehen die, die unsere Arbeit und die Reetdachkate auch wertschätzen und sich dem entsprechend verhalten. Solange das gegeben ist, heißen wir jeden Urlauber gerne herzlich willkommen. Das Mietpreisniveau befindet sich im mittleren bis gehobenen Bereich. Für uns war es wichtig das die Gäste von vornherein wissen, was sie letztendlich inklusive der Nebenkosten zu bezahlen haben. Damit es später keine Überraschungen gibt. Das Ambiente und die Ausstattung rechtfertigen den Preis.

F: So eine alte Reetdachkate hat sicherlich schon einiges miterlebt. Können Sie uns etwas zur Geschichte des Gebäudes erzählen?

A: Das Haus wurde vermutlich 1725 wie damals üblich als Fachwerkhaus gebaut. Charakteristisch ist auch das Reetdach, das das Gebäude natürlich erst zu einer Reetdachkate macht. Es ist ein ehemaliges Landarbeiterwohnhaus, das zu einem Bauernhof bzw. zum Gut Neuhaus gehörte. Hier wohnten also früher die Tagelöhner, die auf den Feldern und im Stall arbeiteten. Es ist heute eines von wenigen Bauten, an denen man noch nachvollziehen kann, wie das Leben hier damals ausgesehen hat.

Mittlerweile sieht es hier aber natürlich anders aus als früher. Was damals der Schweinestall war, ist heute die Küche und das heutige Schlafzimmer gehörte damals zum Kuhstall. Wir haben alles aufwendig und hochwertig saniert. Dabei war es uns wichtig, den ursprünglichen Charakter beizubehalten. Deshalb sind die Decken bis heute niedrig und es gibt viele authentische Einrichtungsgegenstände.

Die Fliesen in der Küche sind für uns ein kleines Highlight: Das sind echte Delfter Kacheln aus den Niederlanden. Die haben auch schon einige Jahre auf dem Buckel und waren sogar schon mal in einem anderen Haus eingebaut.

Heute steht unsere Reetdachkate sogar unter Denkmalschutz und wurde vom Deutschen Tourismusverband (DTV) mit 4 Sternen ausgezeichnet.

F: Jetzt haben Sie ja schon ein bisschen was zur Einrichtung erzählt. Darauf haben Sie dann wahrscheinlich auch besonderen Wert gelegt, oder?

A: Auf jeden Fall. Uns war wichtig, dass alles authentisch ist. Es sieht fast aus wie in einem Museum, aber genau das schafft Aufmerksamkeit. Wir haben viele alte Stücke wiederverwendet – die Türen zum Beispiel. Die Fenster sind im Gegensatz dazu neu. Die wurden aber extra einzeln angefertigt, um den gleichen “Look” zu haben wie die alten.

Bei der Ausstattung haben wir darauf geachtet, dass alles da ist, was man zuhause auch hat. Oder sogar noch ein bisschen mehr. Die Küche war uns dabei besonders wichtig, weil wir selbst gerne kochen. Wir haben uns deshalb auch für eine hochwertige Kücheneinrichtung entschieden und alles besorgt, was man zum täglichen Kochen braucht.

Außerdem sollte alles robust und leicht zu reinigen sein. Alles andere würde zu viel Zeit und Geld kosten.

Wir haben uns auch dazu entschieden, eine Kaution zu nehmen, weil die Ausstattung eben gehoben ist und wir so viel Liebe in das Haus gesteckt haben.

Bei der Ausstattung haben wir darauf geachtet, dass alles da ist, was man zuhause auch hat. Oder sogar noch ein bisschen mehr.

Familie Meewes

F: Das bringt uns direkt zum Thema Vermietungsalltag. Wie sieht der bei Ihnen aus? Machen Sie alles selbst oder haben Sie was abgegeben?

A: Wir machen größtenteils alles selbst. Meine Frau kümmert sich um das Haus und die Sauberkeit und ich mich um den Garten und die Technik. Man wundert sich manchmal, was da in zwei Wochen Vermietung alles anfällt. Und wir heißen alle Gäste persönlich willkommen und geben eine kleine Einführung in das Haus. Das liegt uns besonders am Herzen.

Für den Fall, dass wir mal nicht da sind, haben wir dann eine Vertretung, die die Gäste für uns begrüßt.

F: Was würden Sie sagen, ist das Wichtigste bei der Vermietung eines Ferienhauses?

A: Eine gute Ausstattung gehört definitiv dazu. Die Gäste sollen alles haben, um gut leben zu können. Auch ein Unterhaltungsprogramm – vor allem für schlechtes Wetter. Bei uns liegen deshalb auch Spiele, Bälle, etc. bereit.

Noch wichtiger ist aber die Sauberkeit. Wenn wir von unseren Gästen erwarten, dass sie die Wohnung besenrein hinterlassen, sollten sie sie natürlich auch vorher komplett sauber vorfinden. Wie heißt es so schön: Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es auch zurück.

F: Und welche Tipps würden Sie Neu-Vermietern geben, die gerade erst frisch mit ihrer Ferienunterkunft starten?

A: Legt euch ein dickes Fell zu. Man braucht schon ein gutes Durchhaltevermögen. Und man muss lernen, mit ganz verschiedenen Menschen bzw. Charakteren umzugehen. Schließlich sollte es immer der eigene Anspruch sein, freundlich zu sein.

Außerdem sollte man versuchen, alles zu tun, damit sich die Gäste wohlfühlen. Wir räuchern zum Beispiel gerne Fische mit unseren Urlaubern, wenn die Zeit da ist. Oder wir fahren mit ihnen gemeinsam raus. Natürlich nur, wenn die Gäste das möchten. Darauf muss man sich immer ein bisschen einstellen: Manche wollen viel Kontakt und andere verbringen ihre Zeit lieber alleine. Das respektieren wir natürlich.

Man sollte versuchen, dem Gast ein besonderes Urlaubserlebnis zu schaffen, aber auch respektieren, wenn es seine Ruhe haben möchte. Wir stellen uns immer auf unsere Gäste ein.

Familie Meewes

F: Was würden Sie sagen ist so Ihr ganz persönliches Geheimrezept?

A: Wir selbst sind einfach typisch norddeutsch, weltoffen und vorurteilsfrei. Wir freuen uns immer über unsere Gäste. Und das Haus und die Lage sprechen schon für sich.

F: Dann noch eine letzte Frage: Warum haben Sie sich für die Vermarktung über Traum-Ferienwohnungen entschieden?

A: Das Preis/Leistungsverhältnis war gut und die Kommunikation mit den Gästen über das Portal ist sehr einfach. Außerdem haben wir viel Freiheit, Texte einzufügen.

Wir haben auch schon auf anderen Kanälen inseriert, aber das wurde uns zu viel und so haben wir uns für ein Portal entschieden. Und Traum-Ferienwohnungen hat uns die meisten Anfragen gebracht.

Liebe Frau Meewes, lieber Herr Meewes, vielen Dank für das sehr nette Interview und die spannenden Einblicke. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihrer Reetdachkate.


Lieber Leser, möchten auch Sie eine Erfolgsgeschichte mit Ihrer Ferienunterkunft schreiben? Dann registrieren Sie sich noch heute auf unserem Portal.


Sie sind bereits Vermieter bei Traum-Ferienwohnungen und würden Ihre Ferienunterkunft gerne in einem Interview vorstellen? Dann melden Sie sich mit einer kurzen Beschreibung, was Sie bzw. Ihr Domizil besonders macht, unter presse@traum-ferienwohnungen.de.

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Allgemein AusstattungLeave a Comment on Hunde erlaubt? So bereiten Sie Ihre Ferienwohnung auf Vierbeiner vor

Hunde erlaubt? So bereiten Sie Ihre Ferienwohnung auf Vierbeiner vor

Der Trend ist klar: Immer mehr Hundehalter möchten den Urlaub mit ihrem Hund verbringen. Entsprechend steigt die Nachfrage nach Ferienwohnungen und Ferienhäusern, in denen Hunde nicht nur geduldet, sondern auch willkommen sind. In zahlreichen Regionen in Deutschland sowie in Europa sind Ferienunterkünfte für Urlauber mit Hund jedoch zu knapp, um die (steigende) Nachfrage decken zu können – kein Wunder bei rund 12,27 Mio. Hunden (Quelle: Statista), die heute allein in deutschen Haushalten leben.

Hundehalter sind eine für Vermieter durchaus interessante Zielgruppe, die mehr Einnahmen bringen kann. Warum das so ist und welche Vor- und Nachteile die Vermietung der Ferienwohnung an Hundehalter mit sich bringt, verraten wir Ihnen in diesem Artikel. Und wir zeigen Ihnen auch,

  • wie Sie Ihre Ferienunterkunft hundefreundlich einrichten und
  • auf welche Ausstattung und (vertraglichen) Besonderheiten Sie achten sollten,

um erfolgreich und reibungslos an Gäste mit Hund zu vermieten.

Die Vor- und Nachteile für Gäste mit Hunden in der Ferienwohnung

Starten wir mit den Vor- und Nachteilen. Denn kennen Sie diese, können Sie direkt abwägen, ob eine Vermietung der Ferienwohnung an Gäste mit Hund überhaupt für Sie infrage kommt oder nicht.

1. Vorteil: Mehr Vermietungen von Ferienhäusern

Viele Hundehalter ziehen den Urlaub in Ferienhäusern und in Ferienwohnungen dem in Hotels vor, denn in Ferienunterkünften sind sie ungestörter. Vor allem Ferienhäuser sind beliebt. Die Gründe liegen auf der Hand: Viel Platz, keine anderen Gäste direkt über, neben oder unter ihnen, die sich durch Pfotengetrappel oder morgendliches Freudengebell gestört fühlen könnten, und oft ein Garten, in dem der Hund herumtollen kann.

Reisende mit Hund können durch diesen Komfort eines Ferienhauses oder einer Ferienwohnung besser entspannen und wissen ihren Hund glücklich.

2. Vorteil: Höhere Mieteinnahmen

Wir haben es bereits gesagt: Die Zahl der Hundebesitzer, die den kuscheligen Liebling mit in die Ferien nehmen möchte, nimmt zu. Damit wächst hier eine Zielgruppe für alle, die bereit sind, an Hundehalter zu vermieten – das vor allem in Regionen, die mit dem eigenen PKW oder Zug bzw. ohne Flug erreichbar sind. Gut zahlende Gäste dürfen Sie mit der Öffnung der Türen für Hundebesitzer ebenfalls erwarten: Denn tendenziell sind Tierhalter wirtschaftlich bessergestellt.

Für ein bisschen mehr Komfort für den geliebten Vierbeiner sind Ihre Feriengäste womöglich bereit, einen Aufpreis bzw. höhere Mieten in Kauf zu nehmen. Schließlich bringt mehr „Hundekomfort“ noch mehr Entspannung und Urlaubsgenuss – für alle.

3. Vorteil: Bessere Auslastung in der Nebensaison

Viele Menschen, die mit Hund reisen und nicht an die Hauptsaison gebunden sind, weichen auf die Nebensaison aus – zum Beispiel weil ihre Vierbeiner dann auch an viele Strände mitdürfen. Dann durchkämmen sie mit Fellfreund die Wälder der Urlaubsregion, besteigen Gipfel oder machen ausgedehnte Spaziergänge an Hundestränden. Eine hundefreundliche Ferienunterkunft kann also zu einer besseren Auslastung rund ums Jahr führen.

Zusammenfassend lässt sich zu den Vorteilen sagen:

Wer sich auf Hundebesitzer in seiner Ferienunterkunft einlässt und mit seiner hundefreundlich eingerichteten Immobilie zu einem Traumurlaub beiträgt, kann sich über höhere Einnahmen und einen ggf. besser ausgelasteten Buchungskalender freuen.

1. Nachteil: Allergien und Geruch

Wer sich darauf einstellt, an Gäste mit Hund zu vermieten, muss damit rechnen, dass andere Urlauber fernbleiben. So gründlich Sie auch mit speziellen Reinigungsmitteln vorgehen: Die Gefahr, dass dennoch Hundehaare in der Ferienunterkunft zurückbleiben, ist gegeben. Für Reisende mit Hundehaarallergie ist Ihre Unterkunft nun keine Option mehr, ohne gesundheitliche Risiken einzugehen.

Hinzukommt: Der Geruch nach Hund kann sich auch sehr in einer Ferienwohnung festsetzen – vor allem in Gardinen und Polstermöbeln. Wer hier empfindlich reagiert, wird den Aufenthalt in der Unterkunft als wenig erholsam ansehen.

Vermieter an Hundebesitzer sollten zudem sichergehen, dass die Vierbeiner keine Zecken und Flöhe in die Wohnung getragen haben. Das würde außerordentlich abschreckend wirken und verständlicherweise zu schlechten Bewertungen führen.

Unser Tipp: Kommunizieren Sie klar in Ihrem Inserat, dass Ihre Ferienwohnung auf Hundehalter und Vierbeiner ausgerichtet ist. Wer dann bucht, ohne mit eigenem Hund anzureisen, weiß, worauf er sich „einlässt“. Das spart Ärger für beide Seiten – für Mieter wie Vermieter.

2. Nachteil: Erhöhter Aufwand in der Vorbereitung, Reinigung und Ausstattung

Vermutlich haben Sie es aus dem vorangegangenen Absatz schon herausgelesen: Wenn Sie Ihre Ferienwohnung für Urlauber mit Hunden öffnen, ist mit mehr Aufwand rund um die Vermietung zu rechnen. Dieses fängt bei der hundefreundlichen Ausstattung an, geht über erhöhten Reinigungsaufwand und oftmals häufigere Instandhaltungsmaßnahmen bis hin zu zusätzlichen Absprachen bzw. Vereinbarungen zwischen Ihnen und Ihren Gästen. Das kostet Zeit und Geld.

3. Nachteil: Risiko durch Beschwerden und unzufriedene Nachbarn

Bevor Sie sich dazu entschließen, Ihre Ferienwohnung für Gäste mit Hund zu öffnen, prüfen Sie: Gibt es in der unmittelbaren Nachbarschaft Menschen, die sich durch die Vierbeiner gestört fühlen könnten?

Ständige bellende Vierbeiner im Garten, Hunde, die ggf. mal Passanten und Nachbarn anspringen, sowie versehentlich übersehene und nicht weggeschaffene Hinterlassenschaften kommen einfach nicht gut an.

Um das gute Nachbarschaftsverhältnis nicht zu stören, können Sie den Anwohnern gegenüber einmal Ihre Idee, an Gäste mit Hund zu vermieten, ansprechen. Wenn Sie das „Go“ erhalten haben, dann ist der nächste Schritt, in der Hausordnung für Ihre Urlaubsgäste klare Regelungen zum Urlaub mit Hund in Ihren vier Wänden festzuhalten. Das kann Ärger vorbeugen. (Zur Hausordnung lesen Sie gleich unten mehr.)

Die Vor- und Nachteile liegen nun vor Ihnen. Schauen wir uns jetzt an, was passiert, wenn Schäden in der Ferienunterkunft durch die Vierbeiner entstehen – auch wichtig für Ihre Entscheidung, an Menschen mit Hund zu vermieten.

Wer haftet bei Schäden durch den Hund?

Der Teppich zerkaut, das Kissen zerpflückt und das Rosenbeet ist einmal gründlich durchgebuddelt – klar, dass Gastgeber in solchen Fällen nicht vor Freude tanzen. Und gut zu wissen, dass Sie als Vermieter hier das Recht auf Ihrer Seite haben.

Denn das BGB regelt eindeutig: Für Schäden, die durch einen Hund anderen Menschen, Tieren oder Gegenständen zugefügt werden, haftet immer der Hundehalter. Das gilt für alle entstandenen Kosten und in unbegrenzter Höhe.

Aus diesem Grund haben die meisten Hundebesitzer und Urlauber mit Hund eine Haftpflichtversicherung. Damit es gar nicht erst zu frustrierender Kommunikation und Ärgernissen kommen kann, ist unser Tipp: Machen Sie die Haftpflichtversicherung für Mieter mit Hund zur Voraussetzung für ein Mietverhältnis.

Dass diese Versicherung in einigen deutschen Bundesländern ohnehin gesetzlich vorgeschrieben, ist hierbei hilfreich.

Zwei Hunde, die ein Kissen zerbissen haben

Sollen Sie als Vermieter Extra-Gebühren für Hunde erheben?

Wir kommen gleich zu den Tipps zu Einrichtung und Extras für Hunde in der Ferienwohnung. Vorab möchten wir aber eine Frage aufgreifen, die wir immer wieder von Vermietern hören:

Soll ich mehr Miete fordern, wenn Gäste mit Hund anreisen?

Eine absolut legitime Frage. Sie wissen ja jetzt bereits, dass eine Vermietung an Gäste mit Vierbeiner mehr Aufwand sowie mehr Kosten für Anschaffung, Instandhaltung von Ausstattung und Reinigung erfordert.

So ist es gang und gäbe, dass diese Kosten und Aufwand-Extras durch eine Gebühr aufgefangen werden, die Sie zusätzlich zum Mietpreis erheben. Auf diese Weise können Sie den „Hunde-Service“ leisten und bleiben auf keinen Kosten sitzen. Diese Gebühr kann zum Beispiel bei 10 Euro pro Tag und pro Hund liegen. Eine weitere Sicherheit für Sie ist, dass Sie eine höhere Kaution verlangen.

Gut zu wissen: Viele unserer Gastgeber haben die Erfahrung gemacht, dass diese Gebühren und zusätzlichen Kosten bereitwillig und selbstverständlich gezahlt werden.

Allerdings gibt es auch Gegenstimmen für dieses Vorgehen der Sonderzahlungen. Hundebesitzer mögen es für wenig angemessen halten, mehr zahlen zu sollen, wenn Sie als Vermieter doch „eigentlich“ Gäste mit Hund willkommen heißen.

Wie Sie das handhaben, ist natürlich Ihnen überlassen. Vermutlich werden Sie nach einigen Vermietungen auch merken, ob Sie mit der Extra-Gebühr richtig liegen oder nicht. Sie werden auch einschätzen können, wie hoch der zusätzliche finanzielle und zeitliche Aufwand für Hunde in der Ferienwohnung ausfällt. Auf diese Weise lässt sich auch erkennen, ob die von Ihnen festgelegte Tagespauschale angemessen ist – oder nicht.

6 Schritte, um Ihre Ferienunterkunft hundefreundlich zu machen

Wir haben es schon das ein oder andere Mal in diesem Artikel erwähnt: Wer an Hundehalter vermietet, sollte die Ferienunterkunft auch hundefreundlich gestalten. Aber was genau bedeutet das?

Genau das haben wir unsere Kollegin und Hundebesitzerin Vanessa Henken gefragt. Sie reist gerne mit ihrem Hund Monte und weiß daher ganz genau, worauf es ankommt, damit Hunde und Gäste sich im Urlaub pudelwohl fühlen.

Sie hat uns wertvolle Tipps gegeben, womit Sie Hundehalter begeistern können: von der Vorbereitung bis zur Einrichtung. Alles natürlich hunde-erprobt.

Eins möchte sie Ihnen hier schon mit auf den Weg geben:

Ein Ferienhaus muss gar keine großen Kriterien erfüllen. Am Ende geht es vor allem darum, dass Hund und Besitzer sich wohlfühlen und entspannen können.

Sie möchten mit Ihrer Ferienunterkunft noch mehr Gäste (und eben auch welche mit Hund) erreichen? Auf unserem Portal suchen jedes Jahr über 40 Millionen Urlauber nach ihrem perfekten Ferienhaus bzw. nach der perfekten Ferienwohnung. Aus unseren Datenanalysen wisen wir, dass viele davon mit Hund unterwegs sind.

Inserieren Sie Ihre Unterkunft deshalb jetzt auf Traum-Ferienwohnungen!

Schritt 1: Grundvoraussetzung für Vermietung mit Hund erfüllt?

Wenn Sie an Hundebesitzer vermieten möchten, dann sollte Ihre Ferienwohnung unserer Erfahrung nach folgende Voraussetzung erfüllen.

1. Die Wohnung ist für Hunde gut zugänglich.

Viele Hunde scheuen (offene) Treppen oder aber tun sich grundsätzlich schwer mit dem Treppensteigen. Liegt Ihre Ferienwohnung im oberen Stockwerk und verfügt über keinen Fahrstuhl, sind Räume nur durch enge, offene und zahlreiche Stufen oder Wendeltreppen erreichbar, so werden vermutlich viele Hundehalter ihre Schwierigkeiten haben: Sie müssen ihren Lieblingen Ängste nehmen oder diese sogar tragen. – Das ist nicht unbedingt der Komfort, den man sich für seinen Urlaub wünscht, oder?

Zudem besteht für den Hund auch Absturzgefahr, das er den Bodenbelag zum Beispiel nicht kennt und wegrutscht.

2. Nachbarn stimmen der Vermietung zu

Sind die Nachbarn mit der Vermietung der Ferienwohnung an Hundehalter einverstanden? Wenn das „Go“ der direkten Anlieger nicht vorliegt, ist zu bezweifeln, ob Sie die Vermietung langfristig glücklich macht oder ob nicht vielmehr dauerhafter Ärger vorprogrammiert ist.3.

3. Es gibt Außenflächen zum Toben und Spielen

Kein Muss, aber sehr gern gesehen: Garten und Rasenflächen. Mit dem Hund draußen ein bisschen spielen ist für viele Besitzer plus Vierbeiner ein beliebter Zeitvertreib.

Diese Voraussetzungen sind gegeben? Dann gehen wir zum nächsten Schritt

Schritt 2: Wertvolle Information für Ihre Gäste mit Hund

Wer mit Hund reist, plant natürlich Ausflüge und Restaurantbesuche mit Hund. Die felligen Begleiter sind jedoch nicht überall gern gesehen. Aus diesem Grund freuen sich Reisende mit Vierbeiner auch über ein paar Extra-Informationen und Tipps, die Sie als Vermieter als Service bereitstellen können.

Unsere Empfehlung: Senden Sie Ihren Gästen idealerweise schon vor der Anreise „Tipps für den Urlaub mit Hund“ mit der Buchungsbestätigung. Stellen Sie gern auch gesondert Informationen rund um den Urlaub mit Hund in der Gästemappe zusammen. (Wie Sie eine Gästemappe erstellen und welche Informationen hier hineingehören, lesen Sie in unserem Ratgeber-Artikel „Gästemappe erstellen“)

Folgende Tipps und Informationen könnten das sein:

  • geeignete Wanderwege mit Hund
  • weitere Ausflugstipps, wo Hunde gestattet sind
  • Hundestrände
  • hundefreundliche Restaurants
  • Tierärzte in der Region
  • Geschäfte für Hundebedarf wie Hundeleinen + Hundefutter
  • Hinweise auf Hundeauslaufgebiete

Bieten Restaurants oder andere Einrichtungen Flyer für Hundehalter, stellen Sie auch diese bereit. Ihre Gäste werden sich über dieses Extra an Aufmerksamkeit freuen.

Wichtig ist auch: Verfassen Sie eine Hausordnung mit klaren Regeln für die Nutzung der Wohnung und Gartenanlage mit Hund. Hierzu finden Sie unten weitere Informationen plus Tipps.

Zu recherchieren, in welcher Ecke einer Urlaubsregion man am günstigsten gelegen ist, um eine schöne Zeit mit seinem Hund zu verbringen, ist der größte Aufwand: Welche Strandabschnitte sind für Hunde zugänglich, wo und wann gilt Leinenpflicht und wie frequentiert sind welche Wanderwege? Die Arbeit kann der Gastgeber:in natürlich nicht abnehmen, aber wenn es um die Mikrolage (z. B. See in fußläufiger Nähe) geht, können Informationen im Inserat Orientierung geben. Auch eine Hausordnung mit Informationen dazu, wo z. B. die Kotbeutel entsorgt werden sollen, sind super hilfreich.

Vanessa Henken

Schritt 3: Einrichtung für die Ferienwohnung für Gäste mit Hund

Bevor Sie Ihre Ferienwohnung für Urlauber mit Hund öffnen, raten wir: Prüfen Sie Ihre Einrichtung auf Hundefreundlichkeit. Es wird sich für Sie und Ihre Gäste auszahlen und für ein angenehmes Mietverhältnis sorgen. Unsere Kollegin Vanessa hat einige praktische Tipps für Sie parat:

  • So sollten Sie vor allem den Bodenbelag unter die Lupe nehmen. Ist er robust gegen Kratzer und Verschmutzung? Nicht zu rutschig und zu empfindlich? Linoleum, Fliesen, Stein, Laminat oder Hartholz sind deutlich besser geeignet für einen Urlaubsaufenthalt mit Hund und Hundepfoten als Teppichböden und Teppichfliesen. Soll es doch ein Teppich sein? So achten Sie auf Varianten, die sich für die Nutzung mit Hund eignen und sich leicht reinigen lassen. Flachgewebe- oder Sisalteppich sind hier in der Regel eine gute Wahl.
  • Gibt es Orte, die für den Hund grundsätzlich ein Tabu sind oder wo sich der Hund verletzen könnte? Dann bringen Sie hier Absperrgitter (wie für Kleinkinder in Treppenaufgängen) an.
  • Achten Sie auch darauf, dass keine Kabel frei herumliegen und Putzmittel, giftige Pflanzen oder gefährliche Chemikalien für den Hund Ihrer Gäste nicht zugänglich sind.
  • Gibt es in der Wohnung ausreichen Platz für den Hund, um sich zu bewegen? Oder stehen (zu) viele Möbel der freien Bewegung des Hundes im Weg? Kann er seinem Herrchen morgens freudig entgegen flitzen? Nein? Dann sollten Sie vermutlich noch einmal prüfen, welche Einrichtungsobjekte entfernt und wo Hindernisse aus dem Weg geräumt werden können.
  • Liegen Ihnen bestimmte Möbel oder Deko-Objekte besonders am Herzen, weil sie Erinnerungsstücke sind oder besonders hochwertig und teuer? Dann wäre unser Tipp: Entfernen Sie diese aus der Ferienwohnung. So sind Sie am Ende nicht enttäuscht, wenn an diesen geliebten Stücken bleibende Schäden entstehen.
  • Stellen Sie einen Staubsauger zur Verfügung, damit Ihre Gäste Hundehaare oder Schmutz, der unter den Hundepfoten hing, schnell beseitigen können.
  • Haben Sie einen separaten Waschraum oder einen Wasserzugang im Außenbereich? So etwas ist Gold wert, damit Ihre Urlauber den Hund nach einer großen Gassirunde oder einem Strandtag unkompliziert sauber machen können.
  • Ein kleines Extra: Statten Sie Ihre Unterkunft mit einem Gefrierschrank aus. Einige Hundebesitzer füttern Ihre Vierbeiner mit Rohfleisch und sind darauf angewiesen, die Futterportionen tiefgekühlt zu lagern.

Vergessen Sie dabei aber nicht, dass nicht nur der Hund, sondern auch der Hundehalter sich in der Wohnung wohlfühlen möchte. Sparen Sie also nicht an Gemütlichkeit.

In der Ferienwohnung ist nun alles top für den Aufenthalt mit Hund? Dann lassen Sie uns nach draußen gehen und schauen, was im Garten vorzubereiten ist.

Schritt 4: Zäunen Sie Ihren Garten ein (optional)

Wir haben es schon erwähnt: Ein Garten bzw. Außenanlagen sind für Reisende mit Hund ideal. Verfügen Sie über einen Garten bzw. Außenfläche, so raten wir, das Grundstück gut einzuzäunen. Setzen Sie auf einen Zaun, der hoch und auch „engmaschig“ genug ist. So kann der Hund Ihrer Gäste nicht über und unter dem Zaun oder zwischen den Latten hindurch wegflitzen. Ebenso lässt sich so der ungewollte Gastbesuch anderer, neugieriger und spielbereiter Hunde von Passanten verhindern.

Unser Tipp:
Stehen in Ihrem Garten geliebte Pflanzen, zu schützende Beete, ein Pool oder auch ein Teich, der nicht fürs Hundebad gedacht oder geeignet ist? Dann setzen Sie auch hier auf Zäune innerhalb des eigenen Grundstücks.

Wird der Garten nicht nur von Mietern mit Hund, sondern auch anderen Urlaubern genutzt, sollten Sie draußen stets auf Leinenzwang bestehen. Im Optimalfall benutzen keine anderen Partien mit Hund den Garten, da die Besitzer sonst ständig ein Auge auf den Hund haben müssen.

Hund, der im Garten eines Ferienhauses im Schatten liegt

Denken Sie bei der Gartengestaltung auch an Schattenplätze:

Bei Rassen mit viel Unterwolle kann es im Sommer schnell mal zu heiß werden, weswegen viele Hundehalter sowieso nur in der Nebensaison reisen. Aber Wetter kann man einfach nicht planen und ich möchte Monte ungerne den ganzen Tag im Haus lassen. Deswegen schaue ich immer danach, dass es auch im Garten Möglichkeiten zum Abkühlen gibt. Wenn keine Bäume Schatten spenden, dann gibt es auch Strandmuscheln für Hunde (auch toll für Ausflüge) und der absolute Renner wäre eine Sprinklermatte oder ein kleiner Pool, in dem der Hund planschen darf.

Vanessa Henken

Schritt 5: Stellen Sie Extras für Hunde bereit

Die Informationen zu Hundestränden, Wanderwegen mit Hund und hundefreundlicher Gastronomie liegen für Ihre Gäste nun schon bereit. Der Garten ist fertig und die Wohnung bereit für Hundebesuch. Damit wäre es fast geschafft.

Nun überlegen Sie: Welche Extras können Sie noch bieten, um Hund und Halter glücklich zu machen? Mit ein paar Kleinigkeiten können Sie Gast plus Vierbeiner das Gefühl geben können, so richtig willkommen zu sein.

Stellen Sie Näpfe für Futter und Wasser und einen Schwung Kotbeutel bereit. Vielleicht bieten Sie auch einen Schlafplatz mit Decke und/oder Korb. Begrüßen Sie mit einem Hundespielzeug oder Leckerlis.

Wir möchten noch einmal betonen: All diese Punkte sind kein Muss. Viele Hundebesitzer werden, vor allem bei kleinen Hunden, vermutlich ihr eigenes Körbchen mitbringen und auch die eigene Leine. Es sind gerade die kleinen Dinge, die gerne mal vergessen werden und die auch nicht teuer in der Anschaffung sind. Wenn Sie also mit Extras punkten wollen, wären folgende Dinge laut unserer Hundebesitzerin Vanessa besonders praktisch:

  • ein Set Zeckenhaken
  • eine Packung Kotbeutel
  • eine Hunde-Trinkflasche für unterwegs

Weitere optionale Ausstattung für den Urlaub mit Hund in der Ferienwohnung kann sein:

  • Decken zum Schutz der Möbel
  • Hygienetücher
  • Notfallset samt Gummihandschuhen, Verbandsmaterial und Pflaster für die wuscheligen Lieblinge
  • Hundenapf, Hundeleine, Spielzeug und Hundehütte für den Außenbereich
  • Fahrradanhänger für Hund
  • Fahrräder mit Hundekorb
  • Hundeleinen für den Ausflug mit Hund

Nun haben Sie alles zusammen. Für innen und außen ist an alles gedacht. Schauen wir uns jetzt an, was Sie in die Hausordnung für Ferien mit Hund in Ihren vier Wänden schreiben könnten.

Schritt 6: Erstellen Sie eine Hausordnung für Mieter mit Hund

Wir haben sie oben bereits erwähnt: Die Hausordnung. Mit ihr halten Sie für alle Beteiligten fest, welche Regeln für den Aufenthalt mit Hund in Ihrer Ferienwohnung gelten.

Unser Tipp: Senden Sie diese Hausordnung Ihren Gästen direkt mit der Buchungsbestätigung. Betonen Sie hier auch, wie viele Hunde (maximal) während des Aufenthaltes in der Wohnung gestattet sind – sofern dies nicht bereits durch die Mietvereinbarung und den Aufpreis pro Hund ohnehin geregelt ist.

Was Sie in die Hausordnung reinschreiben? Hier sind ein paar Vorschläge von uns:

  • Führen Sie Ihren Hund nach der Anreise durch das Ferienhaus. Nicht nur für Sie, sondern auch für Ihren vierbeinigen Reisegefährten sind Räume und Umgebung neu. Gehen Sie gemeinsam mit aufmerksamem Blick von Raum zu Raum und zeigen Sie ihm gleich, wo er hingehen darf und wo nicht.
  • Hunger nach der langen Reise? Für Ihre Futter- und Trinknäpfe finden Sie reichlich Platz in der Ferienwohnung. Bitte wählen Sie stets als Napfstandort geflieste Böden und beugen Sie so bleibender Verschmutzung und Schädigung der Böden vor.
  • Es ist nicht gestattet, dass sich Ihr Hund auf Sitz- und Polstermöbel sowie auf den Schlafmöglichkeiten befindet.
  • Achten Sie bitte darauf, dass sich Nachbarn nicht durch lautes und vermehrtes Bellen gestört fühlen.
  • Für Ball- und Fangspiele und das Toben mit Hund steht Ihnen die Außenfläche/der Garten zur Verfügung. In der Wohnung ist Toben etc. hingegen untersagt.
  • Trägt Ihr Hund einmal Dreck in die Wohnung oder beschmutzt anderweitig Wohnung und Einrichtung, so ist diese durch Sie als Mieter zu entfernen.
  • Der Aufenthalt des Hundes im Garten ist ohne Begleitung nicht gestattet. Haben Sie immer ein Auge darauf, dass Ihr Hund nicht gräbt und buddelt und durch die Büsche jagt.
  • Der Garten ist kein Hundeklo. Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Hund sein Geschäft nicht im Garten verrichtet.
  • Entsorgen Sie ggf. doch gesetzte Häufchen Ihres Hundes im gesamten Gartenbereich umgehend und mit verschließbaren Kotbeuteln. Diese können Sie in die Hausmülltonnen entfernen.
  • Leinen Sie Ihren Hund außerhalb der Wohnung bitte an – es sei denn, Sie befinden sich in einem ausgewiesenen Hundeauslaufgebiet.
  • Als Mieter mit Hund haften Sie in vollem Umfang für alle durch Ihren Hund verursachten Schäden. Ist es zu Beschädigungen von Möbeln, Böden, Textilien, Pflanzen o.ä. gekommen, geben Sie uns bitte umgehend Bescheid. Unsere Kontaktdaten finden Sie in der Gästemappe.

Unser Extra-Tipp: Machen Sie einen Testlauf mit Hund

Wenn alles steht, wenn Näpfe, Decken, Absperrungen und Zäune an der richtigen Stelle und hoch genug sind, dann lautet unser Tipp: Machen Sie einen Testlauf. Seien Sie mit eigenem Hund 1-2 Tage Gast in Ihrer Ferienwohnung und prüfen Sie, ob alles in Ferienhaus, Außenanlage und Umgebung passt. Sie haben keinen eigenen Vierbeiner? Laden Sie Freunde oder Bekannte mit Ihrem Hund ein und lassen Sie diese den Testlauf für Sie vornehmen.

Wenn das Feedback von Halter und Hund positiv ausfällt, dann öffnen Sie die Türen auch für neue Gäste mit Hund! Gab es jedoch noch praktische Hinweise der Testgäste auf Fuß und Pfoten, so greifen Sie diese auf und optimieren Sie Ihre Ferienwohnung noch einen Tick mehr für Ihre Wunschgäste.

Frau macht mit ihrem Hund ein High Five in einer Wohnung

Abschließender Tipp: Die Pfoten-Klassifizierung vom DTV

Wenn Sie gern „Siegel und Stempel“ dafür hätten, dass Sie Ihre Ferienwohnung hundefreundlich eingerichtet haben, dann können Sie sich für die Pfoten-Klassifizierung bewerben.

Was ist das? Da es bislang keine bundesweite Klassifizierung auf dem deutschen Markt gab, haben die Kooperationspartner DeineTierwelt, GLC und DTV diese Klassifizierung hundegerechter Unterkünfte in Deutschland ins Leben gerufen.

Die „Pfoten-Klassifizierung“ ist ein Zusatz zu Ihrer bestehenden DTV-Klassifizierung. Nur ausschließlich qualitätsgeprüfte Unterkünfte können sie erhalten. Mit dem eigens dafür entworfenen Zertifikat können Klassifizierungs-Inhaber Ihre Unterkunft bewerben – auch auf Traum-Ferienwohnungen.

Wie kommen Sie an das Zertifikat? Die Zusatzklassifizierung können Sie direkt bei Erneuerung der DTV-Klassifizierung mit vornehmen, aber auch während bestehender DTV-Klassifizierung erhalten. Es gibt einen bundesweit einheitlichen Kriterienkatalog der Pfoten-Klassifizierung, anhand dessen Ihre Ferienwohnung überprüft wird.

Hier finden Sie weitere Informationen und auch Hinweise über Kosten für die Klassifizierung: www.pfoten-klassifizierung.de

Fazit: Machen Sie Ihre Ferienunterkunft jetzt hundefreundlich

Fassen wir noch einmal zusammen: Es kann sich sehr lohnen, die Ferienwohnung oder das Ferienhaus auch für Mieter mit Hund zu öffnen. Allerdings sollte Ihre Ferienunterkunft dafür einige Bedingungen erfüllen, die für Hundehalter samt Vierbeiner einen möglichst komfortablen Aufenthalt ermöglicht. Ebenso müssen Ihre Gäste besondere Regeln beachten und bestenfalls Versicherungen abgeschlossen haben, damit das Mietverhältnis rundum gelungen ist.

Prüfen Sie nun für sich genau, ob Sie in Ihrer Ferienwohnung auch Hunde willkommen heißen wollen. Fällt die Antwort positiv aus, so machen Sie sich direkt daran, Ihre Ferienwohnung hundefreundlich einzurichten.

Für Ihre erfolgreiche Vermarktung registrieren Sie sich gern bei uns als Gastgeber und starten Sie die Vermietung an Hundehalter.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Freude mit den vierbeinigen Gästen.

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Allgemein FinanziellesLeave a Comment on Wie Sie in 6 Schritten den perfekten Mietpreis für Ihre Ferienwohnung berechnen

Wie Sie in 6 Schritten den perfekten Mietpreis für Ihre Ferienwohnung berechnen

Der richtige Mietpreis kann für den Erfolg Ihrer Ferienunterkunft ausschlaggebend sein – er bringt Ihnen nicht nur Gäste, sondern macht Ihr Vermietungsprojekt auch langfristig profitabel. Um dies zu erreichen, sollten Sie den Mietpreis keineswegs Pi mal Daumen und in Eile festlegen, oder 1:1 die Preise Ihrer Wettbewerber übernehmen. Ihr Preis-Leistungs-Verhältnis sollten Sie vielmehr sehr sorgfältig gestalten.

Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, wie Sie in 6 Schritten den Mietpreis für Ihre Ferienwohnung oder Ihr Ferienhaus berechnen. Wir zeigen Ihnen auch, wie Ihre Preisdarstellung im Inserat oder auf der Website der deutschen Preisangabenverordnung entspricht.

Hinweis: Die hier gemachten Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ferner stellt der Artikel keine Rechtsberatung dar. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Anwalt.

Warum richtig kalkulierte Preise so wichtig sind

Viele Vermieter legen die Preise für Ihre Ferienimmobilie zunächst nach ihrem Gefühl dafür fest, was ihnen als Miete angemessen erscheint oder was ihnen selbst die Wohnung wert ist. Damit liegen sie allerdings ebenso oft neben dem, was sie tatsächlich verlangen können und sollten.

Das häufige Ergebnis bei diesem Vorgehen: Der Preis ist zu hoch. Das kann die Nachfrage einbrechen lassen, weil potenzielle Gäste beim günstigeren Wettbewerber buchen. Oder er ist zu niedrig oder knapp berechnet, sodass Vermieter ggf. Verluste machen, weil der Mietpreis noch nicht einmal die eigenen Kosten deckt.

In den kommenden Absätzen führen wir Sie genau durch die einzelnen Schritte, die Sie bei der Preiskalkulation berücksichtigen sollten. Damit Ihre Ferienwohnung gut gebucht wird, Ihr Preis dem Angebot samt Ausstattung und Lage entspricht und zu jedem Zeitpunkt der Richtige ist. Denn – das werden wir unten sehen – nicht immer funktioniert derselbe Preis.

Starten wir mit Schritt 1: Der Preisberechnung.

Schritt 1: Listen Sie alle Kosten für Ihre Ferienunterkunft auf

Als Vermieter einer Ferienwohnung sollten Sie stets darüber im Bilde sein, welche Kosten rund um die Ferienunterkunft entstehen. Um diese Ausgaben, die im Zusammenhang mit Ihrer Ferienwohnung oder Ihrem Ferienhaus entstehen, zu ermitteln und sich einen gesamten Überblick über diese zu verschaffen, empfehlen wir dringend, einmal alle Kosten übersichtlich aufzulisten.

Überlegen Sie genau und tragen Sie zusammen: Welche Kosten fallen rund ums Jahr – Monat für Monat oder auch einmalig – an? Hier spielen mit rein:

  • Kosten für Instandhaltung, Verschleiß, Renovierung und Modernisierung
  • Jahresreinigung
  • Reparaturen und Handwerker
  • Steuern
  • Versicherungen
  • Marketingkosten
  • laufende Nebenkosten, wie für den Wasser-, Gas- und Stromverbrauch
  • Abfallentsorgung
  • ggf. Reinigung und Wäscheservice

Lesen Sie hierzu gern auch unseren Artikel zur Nebenkostenaufstellung. In diesem führen wir Ihnen ganz detailliert alle Punkte auf, die Sie im Blick haben sollten.

Mit all diesen Kosten vor sich haben Sie dann eine gute Basis geschaffen, um zu eruieren, welchen Jahresumsatz durch Mieteinnahmen Sie erreichen müssen, um zumindest Ihre Kosten gedeckt zu haben. Dieser Jahresumsatz berechnet sich am Ende aus dem Mietpreis x der belegten Nächte.

Nebenkosten in Zeiten der Energiekrise

Da uns immer wieder Anfragen von Vermietern erreichen, wie Mieter in Zeiten von Krisen und steigenden Nebenkosten Mietpreise gestalten sollten, haben wir einen Artikel für Sie bereitgestellt, der explizit auf diese Frage eingeht. Wir möchten möchten schon betonen: Die Situation ist aktuell noch nicht in Gänze abschätzbar. Deshalb und weil jede Ferienimmobilie anders ist, können wir Ihnen leider keine allgemeingültige Lösung bieten. In unserem Artikel zeigen wir aber verschiedene Optionen auf und klären häufig gestellte Fragen.

Klicken Sie hier und lesen Sie den Artikel zum Umgang mit Nebenkosten in der Energiekrise.

Ein Denkanstoß noch an dieser Stelle:
In einigen Urlaubsregionen, wie beispielsweise in Dänemark, ist es üblich, dass Nebenkosten separat abgerechnet werden. Dafür sind zugängliche Zähler in den Ferienunterkünften angebracht. Sie als Vermieter müssen für sich überlegen, ob in Zeiten von Krisen eine Abrechnung der Gebühren nach tatsächlichem Verbrauch eine Option für Sie und Ihre Gäste wäre.

Schritt 2: Analysieren Sie Ihre Mitbewerber

In Ihrer Region sind Sie vermutlich nicht der einzige Vermieter von Ferienunterkünften. Das bedeutet, dass Sie permanent im Wettbewerb mit anderen Vermietern stehen – auch beim Preis.

Auch wenn es zunächst paradox klingen mag: Ja, zu niedrige Preise können Ihren Vermarktungserfolg schwächen. Urlaubsgäste fragen sich dann, wo der Fehler im Preis liegt und welche Schwächen der Ferienwohnung im Urlaub warten, die sich aus dem Inserat nicht ablesen lassen.

Aber dürfen Sie auch teurer sein als andere Anbieter vor Ort? Ja! – und zwar immer dann, wenn Sie auch eine bessere Ausstattung (z.B. eine Sauna) oder eine besonders herausragende Lage anbieten können. Dazu unten gleich mehr. Ist der Preis jedoch ohne einen nachvollziehbaren Grund sehr hoch, kann dies zu verärgerten Gästen führen: Die Preise haben hohe Erwartungen zur Folge, die die Immobilie aber nicht erfüllen kann. Gute Bewertungen und Stammgäste sind dann eher nicht zu erwarten.

Prinzipiell raten wir Gastgebern, für die Mietpreiserstellung einen Blick auf den Wettbewerb zu werfen, um ein Gefühl für den Markt zu bekommen. Folgende Kriterien sollten Sie für einen Vergleich mit der Konkurrenz dafür prüfen:

1. Die Lage der Ferienwohnung

Eines der wichtigsten Kriterien für den Mietpreis einer Ferienunterkunft ist die Lage. Ein Objekt in einer der beliebten großen Urlaubsregionen hat immer gute Chancen, eine hohe Auslastung zu erzielen – und das mit einem guten Mietpreis. Anders sieht es in touristisch weniger entwickelten Gebieten aus.

Das heißt: Ferienwohnungen in besonders beliebten Städten oder begehrten Regionen, Häuser direkt am Deich bzw. in direkter Strandnähe oder Wohnungen wie beispielsweise eine Dachgeschosswohnung über dem Himmel Berlins oder in der Hafencity Hamburgs, Berghütten direkt am Lift und Immobilien mit vergleichbar attraktiver Lage können es sich in der Regel erlauben, teurer als Unterkünfte in zweiter Reihe, in Randlagen oder wenig bekannten Gebieten zu sein.

Die Nähe zu Attraktionen, die unmittelbare Umgebung, Anbindung zu Flughafen, Fähren und Bahnhöfen, die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln, zur Nahversorgung und zu Sehenswürdigkeiten machen ebenfalls die Attraktivität einer Immobilie aus.

Sie fragen sich, wie attraktiv die Region ist, in der sich Ihre Ferienimmobilie befindet und wünschen sich eine grobe erste Orientierung, welche Preise in Ihrer Region aufgerufen werden können? Unser Team von Traum-Ferienwohnungen hat für Sie die Durchschnittspreise für beliebte Urlaubsregionen für 2022 zusammengetragen. Grundlage der Auswertung sind Unterkünfte für 4 Personen.

RegionPreis / Nacht
Allgäu122,00
Bayerischer Wald94,00 €
Bodensee125,00 €
Harz105,00 €
Lüneburger Heide101,00 €
Mecklenburgische Seenplatte97,00 €
Nordsee105,00 €
Ostsee110,00 €
Sächsische Schweiz95,00 €
Schwarzwald101,00 €
Durchschnitt105,50 €

2. Größe der Immobile plus Anzahl der Räume

Allein die Tatsache, ob Sie ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung haben, kann den Mietpreis nach oben oder nach unten schrauben. Hinzu kommt: Wenn sich die gesamte Größe bzw. Wohnfläche der Ferienimmobilie, sowie die Anzahl der Schlafzimmer und Wohnräume positiv im Markt absetzt, kann das ebenfalls einen höheren Preis rechtfertigen.

Außerdem wichtig für die Mietpreisgestaltung: Hat Ihr Ferienhaus einen großen Garten, ist das auch Pluspunkt im Wettbewerb. Vor allem dann, wenn andere Anbieter ihren Gästen nur eine kleine Terrasse bieten können.

3. Ausstattung von Ferienimmobilie und Ferienhaus

Was bietet Ihr Haus neben Lage, Art der Immobilie und Größe noch, was Ihre direkten Wettbewerber nicht haben? Gibt es einen Whirlpool oder einen Spielplatz für Kinder im Garten, eine Sauna, einen großen Balkon zur Südseite, Fahrräder, einen Kamin, einen Pizzaofen, eine Waschmaschine oder gar einen Trockner, einen Aufzug, eine Garage, einen eigenen Steg am See?

Prüfen Sie genau, was Ihre Immobilie besonders macht und somit einen etwas höheren Preis rechtfertigt.

4. Gute Bewertungen

Wir empfehlen all unseren Vermietern auf unserem Portal, von Anfang an für Bewertungen durch Urlauber zu sorgen. Gute Bewertungen und begeisterte Beschreibungen des Urlaubs in Ihrer Immobilie lassen auch neue Interessenten aufhorchen. Warum? Für die Sicherheit, eine Ferienunterkunft zu buchen, in der andere bereits einen Traumurlaub verbrachten, zahlen Gäste gern auch mal ein bisschen mehr als für eine vergleichbare Wohnung ohne Bewertungen.

(Lesen Sie gern unseren Ratgeber-Artikel, in dem Sie erfahren, wie Sie zu guten Bewertungen kommen.)

Unser Tipp:

Betrachten Sie die Immobilienangebote Ihrer Wettbewerber nach diesen vier Kriterien. Sie erhalten so ein gutes Gefühl für die Preisspanne, in der Sie sich bewegen können. Wie oben bereits erwähnt: Setzen Sie den Preis weder zu niedrig noch zu hoch an. Beides kann abschreckend wirken.

Schritt 3: Berücksichtigen Sie die Nachfrage und Auslastung Ihrer Unterkunft

An der Auslastung Ihrer Ferienwohnung erkennen Sie auch die Nachfrage. Und diese ist ein wichtiger Faktor bei der Preisgestaltung.

Schauen Sie daher einmal genau hin. Was macht die Nachfrage Ihrer Ferienwohnung aus und könnte Gäste dazu verleiten, auch höhere Preise zu zahlen?
Hier geht es um äußere Faktoren, die neben der Exklusivität, der Lage und Ausstattung Einfluss auf die Attraktivität Ihrer Ferienimmobilie haben können. Prüfen Sie demnach, ob

  • wichtige touristische Ereignisse und Sehenswürdigkeiten,
  • Messen, sportliche Ereignisse, Großveranstaltungen oder
  • saisonale Besonderheiten

Urlaubsgäste anziehen könnten.

Planen Sie Leerstand ein – und zwar realistisch

Natürlich wünschen Sie sich idealerweise Buchungsanfragen und eine gute Auslastung rund ums Jahr. Von Januar bis Dezember Gäste in der Ferienwohnung zu haben, ist schließlich für viele Vermieter das Ziel.

Aber nicht immer entspricht das den Tatsachen. Daher empfehlen wir Ihnen, Ihre durchschnittliche Belegung realistisch abzuschätzen und zwar mit einer durchschnittlichen Leerstandsquote von etwa 25 bis 30 Prozent.

Hinzu kommt: Gerade zu Beginn der Vermietung, also in den ersten 1-2 Jahren, müssen Sie vermutlich noch mit größeren Lücken im Belegungsplan rechnen. Vor allem, wenn Sie nicht über Portale vermieten, sondern über Empfehlungen oder eine eigene Website, die erst über Suchmaschinen von Interessenten gefunden werden muss.

Planen Sie für die Berechnung des Mietpreises der Ferienwohnung also vor allem für die erste Vermietungszeit Mietausfälle mit ein.

Schritt 4: Entscheiden Sie, wie Sie Ihre Preise angeben möchten

Auch die Darstellung Ihrer Mietpreise kann Ihnen dabei helfen, Ihren Vermarktungserfolg zu steigern. Urlaubsgäste schätzen es zum Beispiel, wenn bei einem Angebot Komplettpreise angegeben werden. Denn so können sie selbst besser den eigenen Urlaub kalkulieren.

Das bedeutet nicht, dass Sie keine Zusatzleistungen wie die Nutzung von Waschmaschine, WLAN, Handtüchern oder Bettwäsche anbieten sollten. Wir empfehlen Ihnen aber, nicht alle Leistungen separat auszuweisen. Zu viele Zusatzgebühren können abschreckend auf Urlaubsgäste wirken.

Für die Nutzung eines Pools beispielsweise sind zusätzliche Gebühren eher unüblich. Anders verhält es sich mit einem Wäschepaket, für das Sie durchaus extra Kosten angeben können – solange es sich nach der Preisangabenverordnung um eine optionale Leistung handelt.

Weitere Preisbestandteile: Berechnen Sie pro Person oder pro Miet-Objekt?

Sie können sich grundsätzlich überlegen, ob der von Ihnen angegebene Preis pro Objekt oder pro Person gelten soll. Von unseren Vermietern, die auf Traum-Ferienwohnungen inserieren, wissen wir: In der Regel hat sich der Preis pro Objekt bewährt. Für viele Urlauber sind die Kosten damit auf einen Blick und transparent dargestellt.

Bei der Preisangabe pro Mietobjekt wird dann von einer grundsätzlichen Belegung beispielsweise von 5 Personen für 7 Tage ausgegangen und ggf. ein Aufschlag je weitere Person erhoben. Häufig gewähren Vermieter ab einer bestimmten Anzahl von Übernachtungen einen Preisnachlass oder schlagen umgekehrt einen Aufschlag bei kürzeren Übernachtungen drauf.

Schritt 5: Legen Sie Ihre Preise für Haupt- und Nebensaison fest

Nun haben Sie alle Information zusammen, die Sie für die Preisberechnung benötigen. Wie geht es jetzt weiter?

  1. Sie nehmen am besten die jährlichen Gesamtkosten und addieren zu diesen den gewünschten Gewinn. Das Ergebnis ist die Summe, die am Ende durch die Vermietung bei Ihnen ankommen soll.
  2. Teilen Sie diese Summe durch die Anzahl der voraussichtlich vermieteten Nächte. Greifen Sie hier auf Erfahrungswerte zurück oder schätzen Sie die Auslastung inkl. Leerstandpuffer.
  3. Nun haben Sie den Preis pro Nacht. Vergleichen Sie diesen mit dem ermittelten Wert von Mitbewerbern und legen Sie dann die Preise für Haupt- und Nebensaison fest.

Genau hierzu kommen wir jetzt:

Gerade in den typischen Urlaubsregionen sind es Urlaubsgäste gewöhnt, dass es unterschiedliche Preise gibt, die für Haupt- und Nebensaison gelten. Das bedeutet: Urlaubsgäste rechnen in der Hauptsaison mit höheren Preisen. Anders herum erwarten sie in der Nebensaison einen geringeren Mietpreis.

Unsere Empfehlung:

Kalkulieren Sie als Vermieter Ihre Mietpreise in der Hauptsaison so, dass Sie sich in der Nebensaison einen günstigeren Mietpreis leisten können. Unsere Faustformel dafür: Sie können in der Hauptsaison bis zu 20 % mehr verlangen, als in der Nebensaison. Prüfen Sie dafür aber genau, was für Ihre Zielgruppe und Ihre Immobilie Haupt- und Nebensaison bedeuten. Ganz klassisch gibt es z.B. die größten Unterschiede zwischen Meer und Skigebieten.

Für Familien mit schulpflichtigen Kindern ist die Hauptsaison auch ganz klar an die Ferienzeiten gekoppelt. Denken Sie aber auch an Feiertage, Brückentage und besondere Anlässe, wie Silvester. Auch Messen und regelmäßig stattfindende Großveranstaltungen können eine stark nachgefragte Saison ausmachen und Reisende anziehen, die lieber in einer Ferienwohnung unterkommen als in einem Hotel.

Lesen Sie vertiefend gern auch unseren Artikel mit Tipps zur Festlegung saisonaler Preise.

Gleichen Sie abschließend auch Ihre dynamischen Preise noch einmal mit Ihren Mitbewerbern ab.

Mietpreis berechnen: Der Umgang mit Rabatten

Wo wir gerade bei gut und schlechter gebuchten Zeiten sind: Ihre Ferienwohnung ist in der Nebensaison gerade schlechter ausgelastet, Sie erleben eine Mietflaute oder ein Gast ist kurzfristig abgesprungen? So können Sie diese Lücken zum Beispiel auch über Rabatte und Aktionen schließen und über den Preis einiges an Mehr-Buchungen erreichen. Bekannt sind Last-Minute-Angebote oder Sonderaktionen für Stammgäste. Wenn Sie üblicherweise nur für 7 Nächte vermieten, könnten Sie in Zeiten geringerer Auslastung auch einmal die Türen für Kurzurlaube öffnen.

Gastgeber haben auf unserem Portal Traum-Ferienwohnungen die Möglichkeit, über die Preistabelle kostenlos Angebote zu schalten. Auf diese Weise können sie schnell im Bedarfsfall die Nachfrage ankurbeln.

Darüber hinaus sind Frühbucherrabatte bei Gastgebern und Gästen recht beliebt. Während die einen von der Planbarkeit und Sicherheit profitieren, freuen sich die anderen über eine Buchung zu günstigeren Konditionen.

Ein anderer Ansatz ist es, den eigentlichen Preis beizubehalten und stattdessen mit zusätzlichen Extras zu werben: So könnten Sie zum Beispiel mit regionalen Ausflugszielen kooperieren und den kostenlosen Eintritt ins Schwimmbad oder ins Museum anbieten. Oder Sie stellen Ihren Gästen ein „Angel-Paket“, die Fahrräder oder auch den Skipass zur Verfügung. Aber wir raten zu Vorsicht: Je nach Angebot könnten Sie dadurch von einem einfachen Vermieter zu einem Reiseveranstalter mit rechtlichen Auswirkungen werden.

Schritt 6: Stellen Sie Ihre Preise rechtssicher dar

Steht der Preis, folgt nun die korrekte Darstellung in Inserat und Website. Hierbei sollten Sie die rechtlichen Rahmenbedingungen beachten und zugleich mit dem Preis die Vermarktung ankurbeln.

Für Sie als Vermieter ist vor allem die Preisangabenverordnung wichtig. Diese legt fest, dass dem Verbraucher jeweils der Endpreis genannt werden muss. Das bedeutet, dass Sie im Inserat den gesamten Preis inkl. fixer Nebenkosten angeben müssen, der vom Urlaubsgast für die jeweilige Mietdauer zu zahlen ist.

Das bedeutet: Pauschale Nebenkosten wie Strom, Gas, Heizung oder Wasser dürfen Sie nur dann separat ausweisen, wenn eine Abrechnung nach dem tatsächlichen Verbrauch möglich ist (z. B. durch einen eigenen Zähler, wie oben erwähnt). Bei der Endreinigung oder einem Wäschepaket ist es so, dass diese nur dann extra ausgewiesen sein dürfen, wenn sie optional zu buchen sind, also vom Gast nicht gebucht werden müssen, aber können. Die Kurtaxe wiederum können Sie in der Regel separat ausweisen.

Lesen Sie hier mehr dazu, wie Sie Ihren Preis mit Nebenkosten und Endreinigung korrekt darstellen.

Unser Tipp:

Wir sehen immer wieder, dass Vermieter auf die Ausweisung der Mietpreise von Ferienwohnungen verzichten. Tun Sie dies bitte nicht, auch wenn Sie sich dadurch vermehrte Anfragen erhoffen. Als Vermieter sollten Sie keinesfalls auf eine Preisangabe verzichten. Ein Ferienobjekt, bei dem der Urlauber telefonisch oder per Anfrage erst die Miethöhe erfragen muss, hat weniger Chancen, erfolgreich vermarktet zu werden.

Unserer Erfahrung nach schätzen es Urlauber sehr, wenn sie alle relevanten Informationen zu einem Objekt auf einen Blick präsentiert bekommen. Stehen die Preise nicht beim Angebot, wirkt dieses für Urlaubshungrige oft weniger seriös und zudem scheuen viele den Griff zum Telefon, um Preise zu erfragen. Vermieter vertun hiermit also viele Optionen auf eine erfolgreiche Vermietung.

Extra-Tipp: Mietpreis erhöhen

Vielleicht sind Sie nun schon soweit, Sie haben Ihren Mietpreis festgelegt und fragen sich: „Gilt das nun für immer und ewig?“

Wir sagen: „Nein!“ Natürlich sollten Sie nicht ein für alle Mal einen Preis festlegen und diesen dann für die nächsten Jahrzehnte so halten (müssen). Denn schließlich können Nebenkosten und Buchungsanfragen steigen und sinken, neue Wettbewerber hinzukommen, sich die Infrastruktur in Ihrem Urlaubsort ändern, neue Bahnverbindungen entstehen, die mehr Urlauber und Nachfrage bringen. Das alles kann den Markt und Ihren Preis beeinflussen.

Was ist also zu tun?

Moderat können Sie Ihren Mietpreis jederzeit an die Inflation anpassen. Dadurch sorgen Sie dafür, dass der Wert Ihrer Mieteinnahmen gleichbleibt.
Wenn Sie eine stärkere Preiserhöhung durchführen wollen, dann sollten Sie auch eine Aufwertung der Ferienunterkunft vornehmen – oder aber es gibt externe Faktoren, die zu einer gesteigerten Nachfrage der Region oder des Ortes Ihrer Immobilie führen.

Die Aufwertung, die Sie selbst in der Hand haben, können zum Beispiel neue Möbel, eine frische Wandfarbe oder neue Böden sein. Auch moderne Geräte, liebevolle Extras wie Ausstattung für die Bedürfnisse von Familien, Hundehaltern oder Senioren beispielsweise sind denkbar. Durch diese kleinen, aber feinen Extras heben Sie Ihre Ferienwohnung im Markt hervor und erschließen sich eine neue Zielgruppe, die gern etwas mehr zahlt, damit der Urlaub rundum unbeschwert und traumhaft wird.

Auch entscheidend: Mietpreis für die Ferienwohnung: Kaution – ja oder nein?

Zum Ende des Artikels möchten wir für Sie noch die Frage klären: Kaution oder nicht?

Ob Sie eine Kaution erheben für die Ferienwohnung oder nicht, ist allein Ihre Entscheidung. Wir wissen allerdings von vielen Vermietern, dass Sie ohne Kaution besser fahren als mit, da einige Reisende eine Kaution zurückschrecken lässt.

Wenn Sie aber eine Kaution für Ihre Ferienwohnung ansetzen möchten, dann raten wir: Verlangen Sie eine angemessene Kaution. Das heißt: Die Kaution sollte grundsätzlich nicht 10 bis 15 % des Mietpreises pro Woche übersteigen. Damit liegt eine Kaution in der Regel zwischen 150 und 250 Euro.
Klar, haben Sie auf eine besonders wertvolle Ausstattung der Ferienwohnung mit Antiquitäten oder teure Hightech-Geräten gebaut, rechtfertigt dies unter Umständen auch eine etwas höhere Kaution.

Mehr zum Thema lesen Sie hier: „Absicherung durch Kaution

Fazit: Kalkulieren Sie jetzt Ihren Mietpreis richtig

Von den Nebenkosten über die Wettbewerbsanalyse bis hin zur Preisgestaltung in Haupt- und Nebensaison – Sie wissen nun, wie Sie den Mietpreis für Ihre Ferienwohnung festlegen können und darstellen sollten. Legen Sie los, starten Sie mit ihrer Preiskalkulation und prüfen Sie ggf. bestehende Preise. Wir wünschen Ihnen dabei viel Erfolg!

Sie wollen bei der Ermittlung und Darstellung Ihres Mietpreises auf Nummer sichergehen? Dann laden Sie sich hier unsere detaillierte Checkliste zur Mietpreiskalkulation herunter. Mit ihr können Sie Schritt für Schritt Ihren individuellen Mietpreis errechnen.

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