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Hunde erlaubt? So bereiten Sie Ihre Ferienwohnung auf Vierbeiner vor

Illustration einer Frau mit ihrem Hund
Illustration einer Frau mit ihrem Hund

Der Trend ist klar: Immer mehr Hundehalter möchten den Urlaub mit ihrem Hund verbringen. Entsprechend steigt die Nachfrage nach Ferienwohnungen und Ferienhäusern, in denen Hunde nicht nur geduldet, sondern auch willkommen sind. In zahlreichen Regionen in Deutschland sowie in Europa sind Ferienunterkünfte für Urlauber mit Hund jedoch zu knapp, um die (steigende) Nachfrage decken zu können – kein Wunder bei rund 12,27 Mio. Hunden (Quelle: Statista), die heute allein in deutschen Haushalten leben.

Hundehalter sind eine für Vermieter durchaus interessante Zielgruppe, die mehr Einnahmen bringen kann. Warum das so ist und welche Vor- und Nachteile die Vermietung der Ferienwohnung an Hundehalter mit sich bringt, verraten wir Ihnen in diesem Artikel. Und wir zeigen Ihnen auch,

  • wie Sie Ihre Ferienunterkunft hundefreundlich einrichten und
  • auf welche Ausstattung und (vertraglichen) Besonderheiten Sie achten sollten,

um erfolgreich und reibungslos an Gäste mit Hund zu vermieten.

Die Vor- und Nachteile für Gäste mit Hunden in der Ferienwohnung

Starten wir mit den Vor- und Nachteilen. Denn kennen Sie diese, können Sie direkt abwägen, ob eine Vermietung der Ferienwohnung an Gäste mit Hund überhaupt für Sie infrage kommt oder nicht.

1. Vorteil: Mehr Vermietungen von Ferienhäusern

Viele Hundehalter ziehen den Urlaub in Ferienhäusern und in Ferienwohnungen dem in Hotels vor, denn in Ferienunterkünften sind sie ungestörter. Vor allem Ferienhäuser sind beliebt. Die Gründe liegen auf der Hand: Viel Platz, keine anderen Gäste direkt über, neben oder unter ihnen, die sich durch Pfotengetrappel oder morgendliches Freudengebell gestört fühlen könnten, und oft ein Garten, in dem der Hund herumtollen kann.

Reisende mit Hund können durch diesen Komfort eines Ferienhauses oder einer Ferienwohnung besser entspannen und wissen ihren Hund glücklich.

2. Vorteil: Höhere Mieteinnahmen

Wir haben es bereits gesagt: Die Zahl der Hundebesitzer, die den kuscheligen Liebling mit in die Ferien nehmen möchte, nimmt zu. Damit wächst hier eine Zielgruppe für alle, die bereit sind, an Hundehalter zu vermieten – das vor allem in Regionen, die mit dem eigenen PKW oder Zug bzw. ohne Flug erreichbar sind. Gut zahlende Gäste dürfen Sie mit der Öffnung der Türen für Hundebesitzer ebenfalls erwarten: Denn tendenziell sind Tierhalter wirtschaftlich bessergestellt.

Für ein bisschen mehr Komfort für den geliebten Vierbeiner sind Ihre Feriengäste womöglich bereit, einen Aufpreis bzw. höhere Mieten in Kauf zu nehmen. Schließlich bringt mehr „Hundekomfort“ noch mehr Entspannung und Urlaubsgenuss – für alle.

3. Vorteil: Bessere Auslastung in der Nebensaison

Viele Menschen, die mit Hund reisen und nicht an die Hauptsaison gebunden sind, weichen auf die Nebensaison aus – zum Beispiel weil ihre Vierbeiner dann auch an viele Strände mitdürfen. Dann durchkämmen sie mit Fellfreund die Wälder der Urlaubsregion, besteigen Gipfel oder machen ausgedehnte Spaziergänge an Hundestränden. Eine hundefreundliche Ferienunterkunft kann also zu einer besseren Auslastung rund ums Jahr führen.

Zusammenfassend lässt sich zu den Vorteilen sagen:

Wer sich auf Hundebesitzer in seiner Ferienunterkunft einlässt und mit seiner hundefreundlich eingerichteten Immobilie zu einem Traumurlaub beiträgt, kann sich über höhere Einnahmen und einen ggf. besser ausgelasteten Buchungskalender freuen.

1. Nachteil: Allergien und Geruch

Wer sich darauf einstellt, an Gäste mit Hund zu vermieten, muss damit rechnen, dass andere Urlauber fernbleiben. So gründlich Sie auch mit speziellen Reinigungsmitteln vorgehen: Die Gefahr, dass dennoch Hundehaare in der Ferienunterkunft zurückbleiben, ist gegeben. Für Reisende mit Hundehaarallergie ist Ihre Unterkunft nun keine Option mehr, ohne gesundheitliche Risiken einzugehen.

Hinzukommt: Der Geruch nach Hund kann sich auch sehr in einer Ferienwohnung festsetzen – vor allem in Gardinen und Polstermöbeln. Wer hier empfindlich reagiert, wird den Aufenthalt in der Unterkunft als wenig erholsam ansehen.

Vermieter an Hundebesitzer sollten zudem sichergehen, dass die Vierbeiner keine Zecken und Flöhe in die Wohnung getragen haben. Das würde außerordentlich abschreckend wirken und verständlicherweise zu schlechten Bewertungen führen.

Unser Tipp: Kommunizieren Sie klar in Ihrem Inserat, dass Ihre Ferienwohnung auf Hundehalter und Vierbeiner ausgerichtet ist. Wer dann bucht, ohne mit eigenem Hund anzureisen, weiß, worauf er sich „einlässt“. Das spart Ärger für beide Seiten – für Mieter wie Vermieter.

2. Nachteil: Erhöhter Aufwand in der Vorbereitung, Reinigung und Ausstattung

Vermutlich haben Sie es aus dem vorangegangenen Absatz schon herausgelesen: Wenn Sie Ihre Ferienwohnung für Urlauber mit Hunden öffnen, ist mit mehr Aufwand rund um die Vermietung zu rechnen. Dieses fängt bei der hundefreundlichen Ausstattung an, geht über erhöhten Reinigungsaufwand und oftmals häufigere Instandhaltungsmaßnahmen bis hin zu zusätzlichen Absprachen bzw. Vereinbarungen zwischen Ihnen und Ihren Gästen. Das kostet Zeit und Geld.

3. Nachteil: Risiko durch Beschwerden und unzufriedene Nachbarn

Bevor Sie sich dazu entschließen, Ihre Ferienwohnung für Gäste mit Hund zu öffnen, prüfen Sie: Gibt es in der unmittelbaren Nachbarschaft Menschen, die sich durch die Vierbeiner gestört fühlen könnten?

Ständige bellende Vierbeiner im Garten, Hunde, die ggf. mal Passanten und Nachbarn anspringen, sowie versehentlich übersehene und nicht weggeschaffene Hinterlassenschaften kommen einfach nicht gut an.

Um das gute Nachbarschaftsverhältnis nicht zu stören, können Sie den Anwohnern gegenüber einmal Ihre Idee, an Gäste mit Hund zu vermieten, ansprechen. Wenn Sie das „Go“ erhalten haben, dann ist der nächste Schritt, in der Hausordnung für Ihre Urlaubsgäste klare Regelungen zum Urlaub mit Hund in Ihren vier Wänden festzuhalten. Das kann Ärger vorbeugen. (Zur Hausordnung lesen Sie gleich unten mehr.)

Die Vor- und Nachteile liegen nun vor Ihnen. Schauen wir uns jetzt an, was passiert, wenn Schäden in der Ferienunterkunft durch die Vierbeiner entstehen – auch wichtig für Ihre Entscheidung, an Menschen mit Hund zu vermieten.

Wer haftet bei Schäden durch den Hund?

Der Teppich zerkaut, das Kissen zerpflückt und das Rosenbeet ist einmal gründlich durchgebuddelt – klar, dass Gastgeber in solchen Fällen nicht vor Freude tanzen. Und gut zu wissen, dass Sie als Vermieter hier das Recht auf Ihrer Seite haben.

Denn das BGB regelt eindeutig: Für Schäden, die durch einen Hund anderen Menschen, Tieren oder Gegenständen zugefügt werden, haftet immer der Hundehalter. Das gilt für alle entstandenen Kosten und in unbegrenzter Höhe.

Aus diesem Grund haben die meisten Hundebesitzer und Urlauber mit Hund eine Haftpflichtversicherung. Damit es gar nicht erst zu frustrierender Kommunikation und Ärgernissen kommen kann, ist unser Tipp: Machen Sie die Haftpflichtversicherung für Mieter mit Hund zur Voraussetzung für ein Mietverhältnis.

Dass diese Versicherung in einigen deutschen Bundesländern ohnehin gesetzlich vorgeschrieben, ist hierbei hilfreich.

Zwei Hunde, die ein Kissen zerbissen haben

Sollen Sie als Vermieter Extra-Gebühren für Hunde erheben?

Wir kommen gleich zu den Tipps zu Einrichtung und Extras für Hunde in der Ferienwohnung. Vorab möchten wir aber eine Frage aufgreifen, die wir immer wieder von Vermietern hören:

Soll ich mehr Miete fordern, wenn Gäste mit Hund anreisen?

Eine absolut legitime Frage. Sie wissen ja jetzt bereits, dass eine Vermietung an Gäste mit Vierbeiner mehr Aufwand sowie mehr Kosten für Anschaffung, Instandhaltung von Ausstattung und Reinigung erfordert.

So ist es gang und gäbe, dass diese Kosten und Aufwand-Extras durch eine Gebühr aufgefangen werden, die Sie zusätzlich zum Mietpreis erheben. Auf diese Weise können Sie den „Hunde-Service“ leisten und bleiben auf keinen Kosten sitzen. Diese Gebühr kann zum Beispiel bei 10 Euro pro Tag und pro Hund liegen. Eine weitere Sicherheit für Sie ist, dass Sie eine höhere Kaution verlangen.

Gut zu wissen: Viele unserer Gastgeber haben die Erfahrung gemacht, dass diese Gebühren und zusätzlichen Kosten bereitwillig und selbstverständlich gezahlt werden.

Allerdings gibt es auch Gegenstimmen für dieses Vorgehen der Sonderzahlungen. Hundebesitzer mögen es für wenig angemessen halten, mehr zahlen zu sollen, wenn Sie als Vermieter doch „eigentlich“ Gäste mit Hund willkommen heißen.

Wie Sie das handhaben, ist natürlich Ihnen überlassen. Vermutlich werden Sie nach einigen Vermietungen auch merken, ob Sie mit der Extra-Gebühr richtig liegen oder nicht. Sie werden auch einschätzen können, wie hoch der zusätzliche finanzielle und zeitliche Aufwand für Hunde in der Ferienwohnung ausfällt. Auf diese Weise lässt sich auch erkennen, ob die von Ihnen festgelegte Tagespauschale angemessen ist – oder nicht.

6 Schritte, um Ihre Ferienunterkunft hundefreundlich zu machen

Wir haben es schon das ein oder andere Mal in diesem Artikel erwähnt: Wer an Hundehalter vermietet, sollte die Ferienunterkunft auch hundefreundlich gestalten. Aber was genau bedeutet das?

Genau das haben wir unsere Kollegin und Hundebesitzerin Vanessa Henken gefragt. Sie reist gerne mit ihrem Hund Monte und weiß daher ganz genau, worauf es ankommt, damit Hunde und Gäste sich im Urlaub pudelwohl fühlen.

Sie hat uns wertvolle Tipps gegeben, womit Sie Hundehalter begeistern können: von der Vorbereitung bis zur Einrichtung. Alles natürlich hunde-erprobt.

Eins möchte sie Ihnen hier schon mit auf den Weg geben:

Ein Ferienhaus muss gar keine großen Kriterien erfüllen. Am Ende geht es vor allem darum, dass Hund und Besitzer sich wohlfühlen und entspannen können.

Sie möchten mit Ihrer Ferienunterkunft noch mehr Gäste (und eben auch welche mit Hund) erreichen? Auf unserem Portal suchen jedes Jahr über 40 Millionen Urlauber nach ihrem perfekten Ferienhaus bzw. nach der perfekten Ferienwohnung. Aus unseren Datenanalysen wisen wir, dass viele davon mit Hund unterwegs sind.

Inserieren Sie Ihre Unterkunft deshalb jetzt auf Traum-Ferienwohnungen!

Schritt 1: Grundvoraussetzung für Vermietung mit Hund erfüllt?

Wenn Sie an Hundebesitzer vermieten möchten, dann sollte Ihre Ferienwohnung unserer Erfahrung nach folgende Voraussetzung erfüllen.

1. Die Wohnung ist für Hunde gut zugänglich.

Viele Hunde scheuen (offene) Treppen oder aber tun sich grundsätzlich schwer mit dem Treppensteigen. Liegt Ihre Ferienwohnung im oberen Stockwerk und verfügt über keinen Fahrstuhl, sind Räume nur durch enge, offene und zahlreiche Stufen oder Wendeltreppen erreichbar, so werden vermutlich viele Hundehalter ihre Schwierigkeiten haben: Sie müssen ihren Lieblingen Ängste nehmen oder diese sogar tragen. – Das ist nicht unbedingt der Komfort, den man sich für seinen Urlaub wünscht, oder?

Zudem besteht für den Hund auch Absturzgefahr, das er den Bodenbelag zum Beispiel nicht kennt und wegrutscht.

2. Nachbarn stimmen der Vermietung zu

Sind die Nachbarn mit der Vermietung der Ferienwohnung an Hundehalter einverstanden? Wenn das „Go“ der direkten Anlieger nicht vorliegt, ist zu bezweifeln, ob Sie die Vermietung langfristig glücklich macht oder ob nicht vielmehr dauerhafter Ärger vorprogrammiert ist.3.

3. Es gibt Außenflächen zum Toben und Spielen

Kein Muss, aber sehr gern gesehen: Garten und Rasenflächen. Mit dem Hund draußen ein bisschen spielen ist für viele Besitzer plus Vierbeiner ein beliebter Zeitvertreib.

Diese Voraussetzungen sind gegeben? Dann gehen wir zum nächsten Schritt

Schritt 2: Wertvolle Information für Ihre Gäste mit Hund

Wer mit Hund reist, plant natürlich Ausflüge und Restaurantbesuche mit Hund. Die felligen Begleiter sind jedoch nicht überall gern gesehen. Aus diesem Grund freuen sich Reisende mit Vierbeiner auch über ein paar Extra-Informationen und Tipps, die Sie als Vermieter als Service bereitstellen können.

Unsere Empfehlung: Senden Sie Ihren Gästen idealerweise schon vor der Anreise „Tipps für den Urlaub mit Hund“ mit der Buchungsbestätigung. Stellen Sie gern auch gesondert Informationen rund um den Urlaub mit Hund in der Gästemappe zusammen. (Wie Sie eine Gästemappe erstellen und welche Informationen hier hineingehören, lesen Sie in unserem Ratgeber-Artikel „Gästemappe erstellen“)

Folgende Tipps und Informationen könnten das sein:

  • geeignete Wanderwege mit Hund
  • weitere Ausflugstipps, wo Hunde gestattet sind
  • Hundestrände
  • hundefreundliche Restaurants
  • Tierärzte in der Region
  • Geschäfte für Hundebedarf wie Hundeleinen + Hundefutter
  • Hinweise auf Hundeauslaufgebiete

Bieten Restaurants oder andere Einrichtungen Flyer für Hundehalter, stellen Sie auch diese bereit. Ihre Gäste werden sich über dieses Extra an Aufmerksamkeit freuen.

Wichtig ist auch: Verfassen Sie eine Hausordnung mit klaren Regeln für die Nutzung der Wohnung und Gartenanlage mit Hund. Hierzu finden Sie unten weitere Informationen plus Tipps.

Zu recherchieren, in welcher Ecke einer Urlaubsregion man am günstigsten gelegen ist, um eine schöne Zeit mit seinem Hund zu verbringen, ist der größte Aufwand: Welche Strandabschnitte sind für Hunde zugänglich, wo und wann gilt Leinenpflicht und wie frequentiert sind welche Wanderwege? Die Arbeit kann der Gastgeber:in natürlich nicht abnehmen, aber wenn es um die Mikrolage (z. B. See in fußläufiger Nähe) geht, können Informationen im Inserat Orientierung geben. Auch eine Hausordnung mit Informationen dazu, wo z. B. die Kotbeutel entsorgt werden sollen, sind super hilfreich.

Vanessa Henken

Schritt 3: Einrichtung für die Ferienwohnung für Gäste mit Hund

Bevor Sie Ihre Ferienwohnung für Urlauber mit Hund öffnen, raten wir: Prüfen Sie Ihre Einrichtung auf Hundefreundlichkeit. Es wird sich für Sie und Ihre Gäste auszahlen und für ein angenehmes Mietverhältnis sorgen. Unsere Kollegin Vanessa hat einige praktische Tipps für Sie parat:

  • So sollten Sie vor allem den Bodenbelag unter die Lupe nehmen. Ist er robust gegen Kratzer und Verschmutzung? Nicht zu rutschig und zu empfindlich? Linoleum, Fliesen, Stein, Laminat oder Hartholz sind deutlich besser geeignet für einen Urlaubsaufenthalt mit Hund und Hundepfoten als Teppichböden und Teppichfliesen. Soll es doch ein Teppich sein? So achten Sie auf Varianten, die sich für die Nutzung mit Hund eignen und sich leicht reinigen lassen. Flachgewebe- oder Sisalteppich sind hier in der Regel eine gute Wahl.
  • Gibt es Orte, die für den Hund grundsätzlich ein Tabu sind oder wo sich der Hund verletzen könnte? Dann bringen Sie hier Absperrgitter (wie für Kleinkinder in Treppenaufgängen) an.
  • Achten Sie auch darauf, dass keine Kabel frei herumliegen und Putzmittel, giftige Pflanzen oder gefährliche Chemikalien für den Hund Ihrer Gäste nicht zugänglich sind.
  • Gibt es in der Wohnung ausreichen Platz für den Hund, um sich zu bewegen? Oder stehen (zu) viele Möbel der freien Bewegung des Hundes im Weg? Kann er seinem Herrchen morgens freudig entgegen flitzen? Nein? Dann sollten Sie vermutlich noch einmal prüfen, welche Einrichtungsobjekte entfernt und wo Hindernisse aus dem Weg geräumt werden können.
  • Liegen Ihnen bestimmte Möbel oder Deko-Objekte besonders am Herzen, weil sie Erinnerungsstücke sind oder besonders hochwertig und teuer? Dann wäre unser Tipp: Entfernen Sie diese aus der Ferienwohnung. So sind Sie am Ende nicht enttäuscht, wenn an diesen geliebten Stücken bleibende Schäden entstehen.
  • Stellen Sie einen Staubsauger zur Verfügung, damit Ihre Gäste Hundehaare oder Schmutz, der unter den Hundepfoten hing, schnell beseitigen können.
  • Haben Sie einen separaten Waschraum oder einen Wasserzugang im Außenbereich? So etwas ist Gold wert, damit Ihre Urlauber den Hund nach einer großen Gassirunde oder einem Strandtag unkompliziert sauber machen können.
  • Ein kleines Extra: Statten Sie Ihre Unterkunft mit einem Gefrierschrank aus. Einige Hundebesitzer füttern Ihre Vierbeiner mit Rohfleisch und sind darauf angewiesen, die Futterportionen tiefgekühlt zu lagern.

Vergessen Sie dabei aber nicht, dass nicht nur der Hund, sondern auch der Hundehalter sich in der Wohnung wohlfühlen möchte. Sparen Sie also nicht an Gemütlichkeit.

In der Ferienwohnung ist nun alles top für den Aufenthalt mit Hund? Dann lassen Sie uns nach draußen gehen und schauen, was im Garten vorzubereiten ist.

Schritt 4: Zäunen Sie Ihren Garten ein (optional)

Wir haben es schon erwähnt: Ein Garten bzw. Außenanlagen sind für Reisende mit Hund ideal. Verfügen Sie über einen Garten bzw. Außenfläche, so raten wir, das Grundstück gut einzuzäunen. Setzen Sie auf einen Zaun, der hoch und auch „engmaschig“ genug ist. So kann der Hund Ihrer Gäste nicht über und unter dem Zaun oder zwischen den Latten hindurch wegflitzen. Ebenso lässt sich so der ungewollte Gastbesuch anderer, neugieriger und spielbereiter Hunde von Passanten verhindern.

Unser Tipp:
Stehen in Ihrem Garten geliebte Pflanzen, zu schützende Beete, ein Pool oder auch ein Teich, der nicht fürs Hundebad gedacht oder geeignet ist? Dann setzen Sie auch hier auf Zäune innerhalb des eigenen Grundstücks.

Wird der Garten nicht nur von Mietern mit Hund, sondern auch anderen Urlaubern genutzt, sollten Sie draußen stets auf Leinenzwang bestehen. Im Optimalfall benutzen keine anderen Partien mit Hund den Garten, da die Besitzer sonst ständig ein Auge auf den Hund haben müssen.

Hund, der im Garten eines Ferienhauses im Schatten liegt

Denken Sie bei der Gartengestaltung auch an Schattenplätze:

Bei Rassen mit viel Unterwolle kann es im Sommer schnell mal zu heiß werden, weswegen viele Hundehalter sowieso nur in der Nebensaison reisen. Aber Wetter kann man einfach nicht planen und ich möchte Monte ungerne den ganzen Tag im Haus lassen. Deswegen schaue ich immer danach, dass es auch im Garten Möglichkeiten zum Abkühlen gibt. Wenn keine Bäume Schatten spenden, dann gibt es auch Strandmuscheln für Hunde (auch toll für Ausflüge) und der absolute Renner wäre eine Sprinklermatte oder ein kleiner Pool, in dem der Hund planschen darf.

Vanessa Henken

Schritt 5: Stellen Sie Extras für Hunde bereit

Die Informationen zu Hundestränden, Wanderwegen mit Hund und hundefreundlicher Gastronomie liegen für Ihre Gäste nun schon bereit. Der Garten ist fertig und die Wohnung bereit für Hundebesuch. Damit wäre es fast geschafft.

Nun überlegen Sie: Welche Extras können Sie noch bieten, um Hund und Halter glücklich zu machen? Mit ein paar Kleinigkeiten können Sie Gast plus Vierbeiner das Gefühl geben können, so richtig willkommen zu sein.

Stellen Sie Näpfe für Futter und Wasser und einen Schwung Kotbeutel bereit. Vielleicht bieten Sie auch einen Schlafplatz mit Decke und/oder Korb. Begrüßen Sie mit einem Hundespielzeug oder Leckerlis.

Wir möchten noch einmal betonen: All diese Punkte sind kein Muss. Viele Hundebesitzer werden, vor allem bei kleinen Hunden, vermutlich ihr eigenes Körbchen mitbringen und auch die eigene Leine. Es sind gerade die kleinen Dinge, die gerne mal vergessen werden und die auch nicht teuer in der Anschaffung sind. Wenn Sie also mit Extras punkten wollen, wären folgende Dinge laut unserer Hundebesitzerin Vanessa besonders praktisch:

  • ein Set Zeckenhaken
  • eine Packung Kotbeutel
  • eine Hunde-Trinkflasche für unterwegs

Weitere optionale Ausstattung für den Urlaub mit Hund in der Ferienwohnung kann sein:

  • Decken zum Schutz der Möbel
  • Hygienetücher
  • Notfallset samt Gummihandschuhen, Verbandsmaterial und Pflaster für die wuscheligen Lieblinge
  • Hundenapf, Hundeleine, Spielzeug und Hundehütte für den Außenbereich
  • Fahrradanhänger für Hund
  • Fahrräder mit Hundekorb
  • Hundeleinen für den Ausflug mit Hund

Nun haben Sie alles zusammen. Für innen und außen ist an alles gedacht. Schauen wir uns jetzt an, was Sie in die Hausordnung für Ferien mit Hund in Ihren vier Wänden schreiben könnten.

Schritt 6: Erstellen Sie eine Hausordnung für Mieter mit Hund

Wir haben sie oben bereits erwähnt: Die Hausordnung. Mit ihr halten Sie für alle Beteiligten fest, welche Regeln für den Aufenthalt mit Hund in Ihrer Ferienwohnung gelten.

Unser Tipp: Senden Sie diese Hausordnung Ihren Gästen direkt mit der Buchungsbestätigung. Betonen Sie hier auch, wie viele Hunde (maximal) während des Aufenthaltes in der Wohnung gestattet sind – sofern dies nicht bereits durch die Mietvereinbarung und den Aufpreis pro Hund ohnehin geregelt ist.

Was Sie in die Hausordnung reinschreiben? Hier sind ein paar Vorschläge von uns:

  • Führen Sie Ihren Hund nach der Anreise durch das Ferienhaus. Nicht nur für Sie, sondern auch für Ihren vierbeinigen Reisegefährten sind Räume und Umgebung neu. Gehen Sie gemeinsam mit aufmerksamem Blick von Raum zu Raum und zeigen Sie ihm gleich, wo er hingehen darf und wo nicht.
  • Hunger nach der langen Reise? Für Ihre Futter- und Trinknäpfe finden Sie reichlich Platz in der Ferienwohnung. Bitte wählen Sie stets als Napfstandort geflieste Böden und beugen Sie so bleibender Verschmutzung und Schädigung der Böden vor.
  • Es ist nicht gestattet, dass sich Ihr Hund auf Sitz- und Polstermöbel sowie auf den Schlafmöglichkeiten befindet.
  • Achten Sie bitte darauf, dass sich Nachbarn nicht durch lautes und vermehrtes Bellen gestört fühlen.
  • Für Ball- und Fangspiele und das Toben mit Hund steht Ihnen die Außenfläche/der Garten zur Verfügung. In der Wohnung ist Toben etc. hingegen untersagt.
  • Trägt Ihr Hund einmal Dreck in die Wohnung oder beschmutzt anderweitig Wohnung und Einrichtung, so ist diese durch Sie als Mieter zu entfernen.
  • Der Aufenthalt des Hundes im Garten ist ohne Begleitung nicht gestattet. Haben Sie immer ein Auge darauf, dass Ihr Hund nicht gräbt und buddelt und durch die Büsche jagt.
  • Der Garten ist kein Hundeklo. Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Hund sein Geschäft nicht im Garten verrichtet.
  • Entsorgen Sie ggf. doch gesetzte Häufchen Ihres Hundes im gesamten Gartenbereich umgehend und mit verschließbaren Kotbeuteln. Diese können Sie in die Hausmülltonnen entfernen.
  • Leinen Sie Ihren Hund außerhalb der Wohnung bitte an – es sei denn, Sie befinden sich in einem ausgewiesenen Hundeauslaufgebiet.
  • Als Mieter mit Hund haften Sie in vollem Umfang für alle durch Ihren Hund verursachten Schäden. Ist es zu Beschädigungen von Möbeln, Böden, Textilien, Pflanzen o.ä. gekommen, geben Sie uns bitte umgehend Bescheid. Unsere Kontaktdaten finden Sie in der Gästemappe.

Unser Extra-Tipp: Machen Sie einen Testlauf mit Hund

Wenn alles steht, wenn Näpfe, Decken, Absperrungen und Zäune an der richtigen Stelle und hoch genug sind, dann lautet unser Tipp: Machen Sie einen Testlauf. Seien Sie mit eigenem Hund 1-2 Tage Gast in Ihrer Ferienwohnung und prüfen Sie, ob alles in Ferienhaus, Außenanlage und Umgebung passt. Sie haben keinen eigenen Vierbeiner? Laden Sie Freunde oder Bekannte mit Ihrem Hund ein und lassen Sie diese den Testlauf für Sie vornehmen.

Wenn das Feedback von Halter und Hund positiv ausfällt, dann öffnen Sie die Türen auch für neue Gäste mit Hund! Gab es jedoch noch praktische Hinweise der Testgäste auf Fuß und Pfoten, so greifen Sie diese auf und optimieren Sie Ihre Ferienwohnung noch einen Tick mehr für Ihre Wunschgäste.

Frau macht mit ihrem Hund ein High Five in einer Wohnung

Abschließender Tipp: Die Pfoten-Klassifizierung vom DTV

Wenn Sie gern „Siegel und Stempel“ dafür hätten, dass Sie Ihre Ferienwohnung hundefreundlich eingerichtet haben, dann können Sie sich für die Pfoten-Klassifizierung bewerben.

Was ist das? Da es bislang keine bundesweite Klassifizierung auf dem deutschen Markt gab, haben die Kooperationspartner DeineTierwelt, GLC und DTV diese Klassifizierung hundegerechter Unterkünfte in Deutschland ins Leben gerufen.

Die „Pfoten-Klassifizierung“ ist ein Zusatz zu Ihrer bestehenden DTV-Klassifizierung. Nur ausschließlich qualitätsgeprüfte Unterkünfte können sie erhalten. Mit dem eigens dafür entworfenen Zertifikat können Klassifizierungs-Inhaber Ihre Unterkunft bewerben – auch auf Traum-Ferienwohnungen.

Wie kommen Sie an das Zertifikat? Die Zusatzklassifizierung können Sie direkt bei Erneuerung der DTV-Klassifizierung mit vornehmen, aber auch während bestehender DTV-Klassifizierung erhalten. Es gibt einen bundesweit einheitlichen Kriterienkatalog der Pfoten-Klassifizierung, anhand dessen Ihre Ferienwohnung überprüft wird.

Hier finden Sie weitere Informationen und auch Hinweise über Kosten für die Klassifizierung: www.pfoten-klassifizierung.de

Fazit: Machen Sie Ihre Ferienunterkunft jetzt hundefreundlich

Fassen wir noch einmal zusammen: Es kann sich sehr lohnen, die Ferienwohnung oder das Ferienhaus auch für Mieter mit Hund zu öffnen. Allerdings sollte Ihre Ferienunterkunft dafür einige Bedingungen erfüllen, die für Hundehalter samt Vierbeiner einen möglichst komfortablen Aufenthalt ermöglicht. Ebenso müssen Ihre Gäste besondere Regeln beachten und bestenfalls Versicherungen abgeschlossen haben, damit das Mietverhältnis rundum gelungen ist.

Prüfen Sie nun für sich genau, ob Sie in Ihrer Ferienwohnung auch Hunde willkommen heißen wollen. Fällt die Antwort positiv aus, so machen Sie sich direkt daran, Ihre Ferienwohnung hundefreundlich einzurichten.

Für Ihre erfolgreiche Vermarktung registrieren Sie sich gern bei uns als Gastgeber und starten Sie die Vermietung an Hundehalter.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Freude mit den vierbeinigen Gästen.

Sie sind neu in der Ferienhausvermietung oder Sie wollen die Auslastung Ihrer Ferienwohnung steigern?

Unsere Kundenberatung hat garantiert die richtigen Tipps für Sie!

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