Allgemein Finanzielles

Nebenkosten bei Ferienwohnungen – das müssen Sie wissen

Zeichnung von Mann und Frau vor einem Kassenbon auf blauem Hintergrund
Zeichnung von Mann und Frau vor einem Kassenbon auf blauem Hintergrund

Inklusive Extra: 10 einfache Tipps, wie Sie laufende Kosten der Ferienwohnung sparen können

Sie stehen kurz davor, die Vermietung Ihrer Ferienwohnung zu starten und überlegen nun: Welche Kosten kommen damit eigentlich auf mich zu? Mit welchen Ausgaben rund um die Ferienwohnung muss ich rechnen?

Oder Sie haben bereits mit der Vermietung gestartet und erste Urlaubsgäste waren da, aber bei den laufenden Kosten und dem von Ihnen angesetzten Mietpreis haben Sie das Gefühl: So wird die Vermietung nie rentabel?

Für beide Situationen ist es wichtig, die laufenden Kosten, die Nebenkosten, im Blick zu haben, die im Zusammenhang mit der Ferienwohnung entstehen. Denn nur, wenn Sie wissen, mit welchen kontinuierlichen Ausgaben Sie als Vermieter rechnen müssen, können Sie auch eine Miete planen, die Ihr Vermietungsprojekt trägt.

In diesem Artikel verraten wir Ihnen, welche Kosten Sie für Ihre Kalkulation berücksichtigen sollten. Wir zeigen Ihnen auch, an welcher Stelle sich Kosten einfach sparen lassen.

Welche Nebenkosten regelmäßig anfallen

Einleitend möchten wir Ihnen mitgeben: Es ist natürlich wichtig, dass Sie die Kosten im Blick behalten, damit Ihre Ferienwohnung sich trägt und Sie auf der Basis aller Kosten den richtigen Mietpreis aufrufen. Aber ebenso wichtig ist, dass Sie nun nicht wild zu sparen anfangen und darunter die Qualität der Ferienwohnung leidet. Denn dies würde nur dazu führen, dass Gäste sich nicht mehr wohlfühlen, nicht wiederkommen, Ihre Wohnung nicht weiterempfehlen und Einnahmen schlussendlich ausbleiben.

Um dies zu vermeiden, haben wir für Sie unten jede Menge Tipps zusammengestellt, wie Sie sparen können, ohne dass Ihre Ferienwohnung an Komfort verliert. Aber schauen wir uns nun erst einmal die genauen Posten laufender Kosten an.

Ganz grundsätzlich können Sie die Kosten, die im Zusammenhang mit der Vermietung einer Ferienwohnung anfallen, aufteilen in:

  • einmalig anfallende Kosten
  • und wiederkehrende und laufende Kosten

Wir führen Sie in diesem Artikel ausführlich durch die verschiedenen Bereiche der laufenden Nebenkosten. Und möchten Ihnen jetzt schon einmal mitgeben: Lassen Sie sich von der Fülle der Einzelposten bitte nicht abschrecken.

Wenn Sie sich erst einmal eine Liste erstellt haben mit allen Ausgaben, die Sie dann nur noch Jahr um Jahr oder auch monatsweise aktualisieren müssen, dann wird alles für Sie routiniert und transparenter. Und der Mammut-Berg Nebenkosten der Ferienwohnung löst sich ins Machbare auf.

Wir gehen nun auf die einzelnen laufenden Kosten ein, lassen aber alle Punkte, die um den Erwerb des Hauses anfallen (wie Kredit, Raten und Eigenkapital) außen vor. Dennoch sollten Sie für die Gesamtkostenaufstellung auch diese im Blick haben.

Kosten bei Ferienwohnungen durch Inventar und Verschleiß

Prominent und an allererste Stelle setzen wir hier einen Kostenpunkt, der für viele Vermieter überraschend kommt bzw. oft übersehen wird, geht es um die Kalkulation der Miete. Dabei ist dieser Punkt absolut wichtig.

Die Rede ist von anfallenden Kosten durch Anschaffungen von Inventar und Verschleiß.

Haben Sie die Ferienwohnung neu eingerichtet, entstehen eine Menge Kosten für Küche, elektrische Geräte sowie für Möbel vom Flur bis zum Schlafzimmer und Balkon. Bewahren Sie alle Belege gut auf und rechnen Sie die Summen zusammen, damit Sie die Anschaffungskosten von Inventar und den späteren Verschleiß von Möbeln mit in den Mietpreis einbeziehen können.

Unserer Erfahrung nach kalkulieren Vermieter immer wieder mit Instandhaltungskosten von rund 10 bis 15 Euro pro Quadratmeter pro Jahr.

Gut zu wissen ist auch, dass sie bei neuem Inventar die Neuanschaffungskosten anteilig auf den Mietpreis rechnen können. Hierzu errechnen Sie den gesamten Preis aller Kosten und verteilen diesen auf die Jahre, die ihre Möbel und Geräte genutzt werden sollen.

Ausstattungszubehör wie Handtücher, Toilettenpapier und andere Hygieneartikel, Glühbirnen, Tapeten, Vorhänge und Teppiche und Läufer fließen auch in Ihren Endpreis mit ein. Dasselbe gilt für Renovierungsarbeiten und die Wartung und Reparatur von Möbeln und Geräten wie Waschmaschine, Trockner und Sauna.

Die Klassiker der Nebenkosten

Kommen wir nun zu den Nebenkosten, die Ihnen sicherlich von Ihrem eigenen Mietvertrag oder aber auch Ihrer Einkommenssteuer geläufig sind – den Verbrauchskosten.

Beim Mietpreis für Ferienwohnungen sind diese in der Regel bereits fix im Preis inkludiert (doch dazu unten mehr). Daher müssen Sie an dieser Stelle besonders gut kalkulieren, um nicht am Ende des Jahres auf Ausgaben sitzen zu bleiben.

Rechnen Sie auch damit, dass Feriengäste sich gern nach dem Tag auf der Skipiste ein warmes Bad oder eine ausgedehnte Dusche gönnen. Oder dass sie die Heizung einen Tick mehr aufdrehen als zu Hause – denn im Urlaub will man es ja besonders schön und behaglich haben und schaut beim Warmwasserverbrauch womöglich nicht so genau hin.

Glühbirne und Taschenrechner auf einer Kalkulation von Nebenkosten

Zu den pauschalen Nebenkosten, die Sie auch im Rahmen des Mietvertrages auflisten können, zählen:

  • Wasser
  • Heizung
  • Strom
  • Gas
  • ggf. Nutzung von Pool, Sauna, Garage, Fahrrädern
  • WLAN, Internet
  • Telefon
  • Kabel, Gema-Gebühren/Rundfunkgebühren

Denken Sie dabei auch an Ausgaben, bei denen Ihre Mieter entscheiden können, ob Sie diese nutzen wollen oder nicht. Beispiele hierfür sind:

  • Frühstücks-/Brötchenservice
  • Zwischenreinigung
  • Wäscheservice wie Extras an Handtüchern, Strandtüchern, Bettwäsche

Auch, wenn Sie diese Kosten später direkt mit dem Mieter abrechnen, sollten sie diese erst einmal für sich auflisten, um ein komplettes Bild zu haben.

Kostenpunkt: Versicherungen für Vermieter

Blitzschlag beim Unwetter, Wasserschaden durch Rohrbruch oder Schäden durch Einbruch? Wir wünschen Ihnen selbstverständlich nichts dergleichen und doch sollten Sie mit allem rechnen. Denn so können unerwartete und teilweise sehr hohe Kosten entstehen.

Schließen Sie daher mit Bedacht Versicherungen rund um die Vermietung Ihrer Ferienwohnung(en) ab. Wir zeigen Ihnen hier, welche Versicherungen ratsam sind bei privater sowie gewerblicher Vermietung. Verschaffen Sie sich einen Überblick und lassen Sie sich dann von Experten beraten. Binden Sie auch die Kosten für die jeweiligen Versicherungen in Ihre Kostenkalkulation der Ferienwohnung mit ein.

Private Vermietung

  • Private Haftpflichtversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
  • Hausratversicherung zur Absicherung des Inventars
  • Wohngebäudeversicherung (diese ist für Sie allerdings nur relevant, wenn Sie Eigentümer sind)
  • ergänzende Sachversicherungen für Schäden bzw. zur Absicherung bei Überschwemmungen, Hagel, Erdbeben

Gewerbliche Vermietung

  • Betriebsausfallversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
  • Betriebshaftpflichtversicherung
  • Wohngebäudeversicherung (diese ist für Sie allerdings nur relevant, wenn Sie Eigentümer sind)
  • Hausratsversicherung
  • Inhalts- und Inventarversicherung

Unser Tipp:
Lassen Sie sich in puncto Versicherung wirklich eingehend beraten und prüfen Sie genau, wann und in welchem Schadensfall die Versicherung einspringt. Lesen Sie auch gern unseren Ratgeber-Artikel „Wichtige Versicherungen für Gastgeber“.

Anfallende Kosten bei Ferienwohnungen durch Verwaltung, Personal und Steuern

Auch die Kosten für Verwaltung, Personal und Steuern rutschen Vermietern von Ferienwohnungen – oft und vor allem zu Beginn des Vermietungsprojektes – (noch) durch. Daher raten wir Ihnen, einmal ganz in Ruhe Ihren Vermietungsprozess im Kopf durchzuspielen und sich Notizen zu machen bei jedem Punkt, bei dem Kosten entstehen – und mögen sie auch noch so gering und auf den ersten Blick irrelevant erscheinen.

Klassische Verwaltungskosten für die Vermietung von Ferienimmobilien sind:

  • Bürobedarf wie Buchungskalender und Betriebssoftware
  • Kosten für den Steuerberater und/oder Buchhaltungssoftware
  • jegliche Kosten, die rund um das Thema Steuern anfallen. Das können zum Beispiel sein Fahrtkosten zum Steuerberater und der Erwerb von Kassenbücher
  • Internet-, Telefon- und Portokosten, die im Zusammenhang mit der Vermietung anfallen

Außerdem fallen Steuern an: Zu den Steuern, die Sie als Vermieter zahlen müssen, zählen Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer, Gewerbesteuer, Einkommensteuer und ggf. Kirchensteuer.

Vergessen Sie auch nicht die Personalkosten zum Beispiel für das Reinigungspersonal oder Ihren Verwalter vor Ort, die rund um die Vermietung bzw. Ihre Ferienwohnung anfallen. Sämtliche Kosten für Dienstleister oder Personalkosten, die mit der Ferienwohnung in Verbindung stehen, kommen mit in die Nebenkostenrechnung. Hierzu zählen u.a.:

  • Bruttolöhne
  • Lohnnebenkosten wie Rentenversicherung
  • Krankenversicherung
  • Urlaubs- und Weihnachtsgeld und ggf. Sachleistungen
  • Versicherung für die Berufsgenossenschaft
  • Unfallversicherung
  • Arbeitsmittel und andere Ausgaben für das Personal wie Büromiete, Büroausstattung, Putzgeräte und -mittel, Werkzeuge

Es ist wirklich wichtig, dass Sie all diese Kosten in Ihre gesamte Berechnung einbinden und anteilig für die Miete berechnen.

Und tatsächlich sollten Sie auch als privater Vermieter, der vielleicht ohne Verwalter auskommt und die Ferienwohnung jedes Mal selbst reinigt, sich selbst einen Stundenlohn entrichten für Ihre Leistung und dies berechnen. Setzen Sie einen Stundenlohn für sich selbst an und zwar so, wie Sie ihn einer anderen Person an ihrer Stelle zahlen würden. Sammeln Sie dann Ihre eigenen Stunden. Welches Gehalt für Sie springt dabei raus? Ein wichtiger Punkt für eine wirkliche Übersicht aller Kosten und ob sich Ihr Vermietungsprojekt auszahlt. Sie wollen ja schließlich auch mit einem Plus für sich jedes Jahr beenden.

Denken Sie außerdem an die Reisekosten, die entstehen, wenn Sie persönlich immer wieder zur Schlüsselübergabe oder zur regelmäßigen Inspektion Ihrer Ferienwohnung vor Ort sein müssen.

Kosten durch Vermarktung Ihrer Ferienwohnung

Nur die allerwenigsten Vermieter kommen gänzlich ohne Vermarktung der Ferienwohnung aus und sind ganz allein durch Mund-zu-Mund-Propaganda rentabel.

Werbung – in welcher Form auch immer – ist entsprechend essenziell, damit Ihre Ferienwohnung von Ihren Wunschgästen gefunden wird und Sie viele Buchungsanfragen erhalten. Aber natürlich entstehen auch hierdurch Kosten, die Sie für die Planung der Miethöhe kennen sollten.

In unserem Beitrag „Ferienwohnung online vermarkten“ geben wir Ihnen Tipps mit für die Bewerbung/Vermarktung Ihrer Ferienwohnung. Schauen Sie hier unbedingt rein, wenn es an Gästen und Anfragen noch mangeln sollte.

Frau mit Megafon

An dieser Stelle wollen wir Ihnen aber in Sachen Werbungskosten mitgeben, was Sie im Blick haben sollten:

  • Werbeanzeigen/Inserate in Printmagazinen/Zeitungen
  • Werbeanzeigen in Onlinemedien und sozialen Medien
  • Ihre Website (Erstellung, Providerkosten und kontinuierliche Pflege)
  • Inserate auf Vermietungsportalen
  • ggf. Jahres- oder Provisionsgebühr für Vermietungsportale
  • Aufsteller, Banner, Flyer
  • Softwaretools wie den Vermietungskalender, der auf Ihrer Website eingebunden ist
  • Kosten für Grafiker, Texter, Support für Ihre Erstellung der Werbemaßnahmen

Nebenkosten in Übernachtungspreise einkalkulieren und richtig ausweisen

Wie wir schon sagten: Die Nebenkosten und betrieblichen Ausgaben sollten Sie unbedingt auf den Mietpreis der Ferienwohnung draufschlagen. Alle.
Auch wenn Sie denken, dass Sie ja im großen Wettbewerb der Ferienwohnungen vielleicht durch einen günstigeren Preis trumpfen können – eines möchten wir betonen:

Eine zu günstig bzw. falsch kalkulierte Miete wird Ihr Vermietungsprojekt auf wackelige Beine stellen.

Nur wenn Sie über alle Ausgaben von vornherein einen genauen Gesamtüberblick haben, können Sie die Preise richtig kalkulieren und mit Profit vermieten.

Weisen Sie die Nebenkosten in Inserat und Mietvertrag aus, müssen Sie bedenken, dass Wahlleistungen und nicht optionale Leistungen anders behandelt werden.

Aber was ist der Unterschied zwischen Wahlleistungen und nicht optionalen Leistungen?

Gemäß der bereits erwähnten Preisangabeverordnung sind Sie als Vermieter in der Pflicht, alle Leistungen in den Endpreis zu integrieren, welche festgelegt sind. Hierzu zählen die Ausgaben für Strom, Wasser und Heizung sowie alle anderen Leistungen, die verbrauchsabhängig und verbrauchsunabhängig sind und die Ihre Urlauber nicht wählen bzw. abwählen können. Weisen Sie in Ihrem Mietvertrag aus, welche dieser Kosten im Mietpreis inkludiert sind. So vermeiden Sie Überraschungen über Kosten und Ihr Gast kann sich freuen, dass für die Endreinigung beispielsweise keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Wichtig:
Weisen Sie nicht fälschlicherweise Kosten als zusätzlich buchbare Preise aus, auch wenn Ihre Gäste hier eigentlich keine Wahl haben, ob sie diese nutzen wollen oder nicht. Sie gehören immer aufgeschlüsselt in den Endpreis.

Wahlleistungen wie den zusätzlich buchbaren Wäscheservice oder die Leihräder muss der Gast in Ihrem Angebot nicht in Anspruch nehmen? Dann erscheinen diese Posten ergänzend zum fixen Mietpreis in der Rechnung bzw. in der Abschlussrechnung.

In puncto Gesamtabrechnung ist – wie bereits genannt – auch wichtig, die Sie alle Steuern mit ausweisen, die zu den einzelnen Posten anfallen.

10 Tipps, wie Sie laufende Kosten bei Ihrer Ferienwohnung einsparen

Nun wissen Sie, von welchen Kosten der Ferienwohnung die Rede ist. „Eine ganze Menge?“, denken Sie? Wir helfen Ihnen hier gern direkt weiter – mit 10 Tipps zum Sparen von Nebenkosten und laufenden Kosten in der Ferienwohnung.

Kosten-Spar-Tipp 1: Seien Sie ganz genau bei der Kalkulation und Weiterberechnung

Um das Szenario abzuwenden, dass Sie irgendwann verzweifelt über Ihrer Bilanz sitzen, frustriert die Buchhaltung schließen und vielleicht sogar das Vermietungsprojekt beenden müssen, raten wir Ihnen: Seien Sie in Sachen Ausgaben der Ferienwohnung gern etwas pingelig und achten Sie auf jeden Punkt. Und mag er Ihnen auch im ersten Moment noch so nichtig erscheinen.

Es macht wenig Sinn, nur mit einer Auswahl der Kostenpunkte zu kalkulieren und andere wohlwollend und mit Gedanken an den Mietpreis auszuklammern. Binden Sie wirklich jeden Punkt in Ihre Ausgaben-Berechnungen ein – andernfalls kommen noch ganz andere Kosten und auch Enttäuschungen auf Sie zu, wenn Sie nämlich Ihre Immobilie womöglich verkaufen müssen.

Fühlen Sie sich an dieser Stelle überfordert, holen Sie sich fachmännische Unterstützung durch Ihren Steuerberater oder einen Wirtschaftsprüfer. Gehen Sie mit diesem Monat für Monat genau durch, welche Kosten entstehen und im Zweifel auch gespart werden können.

Kosten-Spar-Tipp 2: Senkung der Werbungskosten bei Ferienwohnungen

Sie können auch einige Einsparungen machen, indem Sie bei der Werbung die Ausgaben drosseln bzw. diese wirklich besonders gezielt einsetzen.

Machen Sie dafür regelmäßig Umfragen unter Ihren Urlaubern, über welchen Weg sie zu Ihnen gekommen sind: Kommen alle über Ihr Inserat, aber niemand über den Flyer, der im örtlichen Tourismusbüro ausliegt? Dann sollten Sie diesen vielleicht nicht ein weiteres Mal produzieren lassen, oder?

Wir raten Ihnen auch dringend, Maßnahmen und Routinen zu entwickeln, damit „Ihre“ Urlauber Sie und Ihre Ferienwohnung weiterempfehlen. Ganz klassisch gehört hierzu, dass Sie Urlaubsgäste um Bewertungen bitten und diese in Inserat und Website platzieren. Was Sie hierzu wissen sollten, finden Sie in unserem Artikel Bewertungen für Ihre Ferienunterkunft sammeln und nutzen“.

Übrigens:
Auch wer seine Gäste zu Stammgästen macht, kann sein Werbebudget geringer halten. Denn durch treue Urlauber ist der Belegungsplan wie von selbst gefüllt! Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel: „Wie Sie Stammgäste für Ihre Ferienwohnung gewinnen“.

Kosten-Spar-Tipp 3: Verringern Sie den Putzaufwand und senken Sie so laufende Kosten

Auch bei der Reinigung lässt sich das hierfür vorgesehene Budget minimieren – ganz unkompliziert und durch geschickte Planung der Einrichtung, die dazu beiträgt, dass Ihre Ferienwohnung weniger schmutzig hinterlassen wird und der Putzaufwand geringer ist. Und wenn Sie (oder Ihre Reinigungskraft) weniger putzen müssen, spart das Zeit – und damit auch Geld.

  • Positionieren Sie Reinigungsmittel, Besen und Kehrschaufel so, dass Ihre Gäste diese leicht finden – gut sichtbar und griffbereit. So machen sie den gröbsten Dreck oft selbst weg.
  • Statten Sie Ferienwohnung und Ferienhaus mit ausreichend Abfalleimern aus – bestenfalls einen in jedem Zimmer.
  • Setzen Sie auf robuste, strapazierfähige Böden und Teppichböden.
  • Streichen Sie Wände mit Farben, die wenig schmutzempfindlich sind. Lassen Sie sich beraten, inwiefern Kunstharz-Dispersionsfarben sinnvoll sind. In diese dringen Spritzer vom Kochen und Braten nicht ein. Verschmutzungen lassen sich einfach abwischen.

Kosten-Spar-Tipp 4: Senken Sie Ihre Energiekosten

Der Markt für energiesparende Elektrogeräte wächst und wächst. Bei den immer wieder steigenden Kosten haben Sie sich vielleicht sowieso schon einmal umgesehen, wo Sie für den privaten Bedarf Kosten senken können? Dasselbe gilt natürlich für Ihre Ferienwohnung. Auch hier können Sie Nebenkosten mächtig durch die richtige Gerätewahl und ein paar kleine Handgriffe reduzieren. Das hat den Vorteil, dass sich der Mietpreis auch senken lässt und Ihre Ferienwohnung dank minimierter Energiekosten für Urlauber noch attraktiver wird.

Prüfen Sie, bei welcher Einrichtung Sie Energiekosten sparen können. Hier sind ein paar Tipps:

  • Vermeiden Sie mobile elektrische Heizungen: Heizstrahler oder Radiatoren sind pure Stromfresser, ineffizient und obendrein gefährlich.
    Wahren Sie einen Abstand zwischen Heizkörper und Sofas, Kommoden und Co., damit die warme Luft auch wirklich zirkulieren und sich frei entfalten kann.
  • Lassen Sie die Heizung unbedingt im vorgegebenem Turnus warten.
  • Entlüften Sie Heizkörper regelmäßig.
  • Setzen Sie auf Steckdosen mit einfach zu erreichendem Abschaltknopf (auch bei Mehrfachsteckdosen), den Ihre Urlaubsgäste nutzen können.
  • Greifen Sie zu energieeffizienter Beleuchtung wie LED-Lampen. Diese sind zwar in der Anschaffung teurer, aber deutlich langlebiger als andere Glühbirnen und sie sparen zudem Strom.
  • Kaufen Sie elektrische Geräte, die sich komplett abschalten lassen und zudem automatisch in einen Stand-by-Modus wechseln.
  • Setzen Sie auf Kühl- und Tiefkühlschrank mit Energieeffizienz A+++.
  • Bieten Sie Wäscheleinen und Wäscheständer statt Trockner, damit Ihre Gäste die Außenwärme statt Strom zum Trocknen der Wäsche nutzen.
  • Lassen Sie sich beraten, inwiefern Sie auf dem Dach Ihres Ferienhauses Solar-Paneele u.ä. installieren lassen können, um Energie- und Nebenkosten zu sparen.

Kosten-Spar-Tipp 5: Reduzieren Sie Versicherungen und Beiträge

Wie wir Ihnen oben gezeigt haben, sind es auch eine ganze Menge Versicherungen, die auf Sie zukommen als Vermieter einer Ferienwohnung. An dieser Stelle nochmals der Tipp, sich mit den Experten in Verbindung zu setzen, die sich auf den Vermietungs-Markt und die Anliegen von Vermietern spezialisiert haben.

Makler kennen oft auf die Vermietung zugeschnittene Gesamtlösungen und wissen vor allem, was von Ihnen selbst schnell übersehen wird. Sie kennen auch die Vertragsfallen – sprich sie sehen, ein Schadensfall nicht mit abgedeckt ist. Es kommt natürlich auf die einzelnen Anbieter und aktuellen Angebote an, aber derartige Gesamtlösungen können sich im Vergleich zu Einzellösungen von Versicherungen kostensparend auf Ihr Budget auswirken.

Unser Tipp: Schlagen Sie nie beim ersten Angebot zu. Holen Sie zum Vergleich unbedingt mehrere Angebote ein.

Kosten-Spar-Tipp 6: Setzen Sie auf robuste und pflegeleichte Möbel und Einrichtung

Auch bei den Möbeln sparen – das geht. Aber wir werden Ihnen hier nicht sagen, dass Sie auf besonders günstige Einrichtung setzen sollen. Hiervon raten wir im Zweifel eher ab. Aber auch die teuersten Möbel müssen es nicht zwingend sein.

Wir raten Ihnen, beim Kauf darauf zu achten, dass Möbel und Einrichtungsgegenstände wie Elektrogeräte robust, praktisch und pflegeleicht sind. Damit

  • Schranktürscharniere nicht bald schon schief hängen,
  • der Toilettendeckel nicht bricht,
  • die Gartenstuhllehne sich bereits in der nächsten Saison nicht mehr nach hinten verstellen lässt,
  • und der Kühlschrank nicht ausgetauscht werden muss.

Denn an der falschen Stelle gespart, müssen Sie womöglich schon bald erneut das Portemonnaie öffnen, um Handwerker, Monteure oder Ersatz zu bezahlen.

Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch gern unseren Artikel zum Thema „Ferienwohnung richtig einrichten

Kosten-Spar-Tipp 7: Geben Sie Gästen Anweisungen für die Abreise

Um die Nebenkosten zu reduzieren bzw. auch wirklich in der Höhe zu halten, wie Sie selbst diese als Grundlage für Ihre Miete berechnet haben, binden Sie auch Ihre Gäste bei der Abreise ein klein wenig mit ein.

Schreiben Sie dazu zum Beispiel in das Willkommensbuch und/oder Gästebuch ein paar kleine Regeln zum Umgang mit der Ferienwohnung bei der Abreise. Bitten Sie diese zum Beispiel

  • den Kühlschrank auszuschalten
  • die Heizung herunterzudrehen
  • zu prüfen, dass überall das Licht aus ist
  • alle Fenster zu schließen

Gäste, die den Urlaub in Ihrer Ferienwohnung genossen haben und Ihre Wertschätzung den Urlauber gegenüber in Einrichtung, liebevollem Willkommensgruß und auch der bisherigen Korrespondenz gespürt haben, werden Sie hier in Sachen laufende Kosten sparen in der Ferienwohnung gern unterstützen.

Kosten-Spar-Tipp 8: Nehmen Sie Verträge und Abos regelmäßig unter die Lupe

Der Stromvertrag ist schon vor 5 Jahren abgeschlossen worden? Die Zusammenarbeit mit der Reinigungsagentur beruht auf einem Angebot von vor 7 Jahren? Ihre Haftpflichtversicherung – von wann war die noch einmal? Und sind die Kosten noch gerechtfertigt?

Es lohnt sich immer und immer wieder, ältere Verträge und Abonnements zu prüfen und sich neue Angebote schicken zu lassen. Vielleicht gibt es neue Preise und Konditionen, durch die Sie Kosten für die Ferienwohnung sparen können? Oder einen Wettbewerber Ihres Stromanbieters, der um neue Kunden mit besonderen Deals wirbt?

Auch im Bereich Internet und Telefon lassen sich immer wieder laufende Kosten sparen. Um Kunden zu binden oder zu gewinnen bieten Anbieter immer wieder neue Konditionen. Machen Sie sich hier schlau und holen Sie sich regelmäßig auch neue Angebote ein. Fragen Sie aktiv nach Aktionsangeboten.

Unser Tipp: Setzen Sie sich selbst einen fixen Termin in den Kalender, damit Sie einmal pro Jahr Verträge auf Aktualität und Attraktivität hin prüfen.

Kosten-Spar-Tipp 9: Prüfen Sie, welche Aufgaben Sie selbst übernehmen können

Vielleicht sind Sie jetzt oben bereits alle Kostenpunkte durchgegangen, vor Ihnen auf dem Bildschirm ist die Excel-Tabelle oder auch das Notizbuch mit allen Kostenpunkten geöffnet und auch unsere Spar-Tipps haben Sie schon bedacht … und dennoch erschlägt Sie förmlich die Endsumme?

Sie fragen sich, was Sie noch tun können, damit Sie am Ende keinen Mietpreis aufrufen müssen, der gar keine Gäste (mehr) bringt?

Unser Tipp: Durch gesteigerte Eigenleistung können Sie das Budget noch einmal runterschrauben. Haben Sie die einzelnen Aufgaben der Vermietungen an eine oder mehrere Agenturen/Mitarbeiter übergeben, prüfen Sie, bei welchem Punkt Sie in der Lage wären, ihn zu übernehmen.

Das könnte sein:

  • Bewerbung und Vermarktung der Ferienwohnung und Gästeakquise
  • Reinigung der Ferienwohnung (Lesen Sie hier unseren Ratgeberartikel zur Reinigung der Ferienwohnung)
  • Gartenpflege
  • Begrüßung der Gäste und Schlüsselübergabe
  • Ansprechpartner der Feriengäste vor Ort
  • Wartungs- und Reparaturmaßnahmen, sofern Sie sich hier auskennen

Natürlich hängen einige dieser Punkte davon ab, ob Sie in der Nähe der Ferienwohnung wohnen oder nicht. Aber wir raten Ihnen, Ihren gesamten Vermietungsprozess im Detail zu durchdenken mit dem Blick auf Ausgaben, die gesenkt werden können.

Als abschließenden Tipp an dieser Stelle:
Wenn Sie Kostenausfälle durch Leerstand der Ferienwohnung haben sollten, bieten Sie vielleicht besondere Anreize und Extras für Urlauber, wenn diese in der Nebensaison häufiger leer steht. Auf diese Weise können Sie die Kasse wieder auffüllen und vielleicht sogar neue Stammgäste gewinnen.

Kosten-Spar-Tipp 10: Setzen Sie Kosten von der Steuer ab

Wir können an dieser Stelle selbstverständlich keine steuerrechtliche Beratung leisten. Aber wir möchten Ihnen sehr ans Herz legen, sich mit Ihrem Steuerberater in Verbindung zu setzen. Denn dieser kann Ihnen ganz genau sagen, wie und durch welche Ausgaben rund um die Ferienwohnung Sie Steuern sparen können – durch absetzbare Kosten laut Steuergesetz.

Ihr Steuerberater wird Sie dahingehend beraten, wo die exakten Unterschiede zwischen Absetzung durch Abnutzung und Abschreibung von beispielsweise Werbungskosten liegen – und natürlich was unter betriebliche Ausgaben fällt.

Extra-Tipp: Legen Sie ein Polster an für ungeplante Ausgaben

Zum Ende dieses Artikels hin möchten wir Ihnen noch sehr ans Herz legen, ein kleines Finanzpolster anzulegen, für unerwartete Kosten und auch für die laufenden Ausgaben.

Damit Ihre Ferienwohnung attraktiv bleibt für Urlauber und sich im Markt gegen andere Ferienimmobilien durchsetzen und behaupten kann, müssen Sie – wie oben bereits erwähnt – regelmäßig Kosten in Wartung, Instandhaltung und Pflege stecken. Rücklagen sind dafür ein absolutes Muss, damit Sie nicht ins Straucheln kommen.

Die Größe dieses Polsters bedingt sich dabei aus der Größe der Ferienwohnung oder des Ferienhauses und auch aus dem Baujahr und der Bausubstanz. Natürlich spielt auch eine Rolle, wie sich die unmittelbare Konkurrenz entwickelt und welche Ideen Sie zur Um- oder Neugestaltung der Immobilie haben.

Als groben Richtwert könnten Sie überlegen, ob für eine private Instandhaltungsrücklage für ein Ferienhaus in gutem Zustand 1 Euro/qm und 3 Euro/qm für ein älteres Haus jeweils pro Monat zurückgelegt werden kann.

Verschaffen Sie sich jetzt einen Überblick über Ausgaben und Kosten und machen Sie Ihre Ferienimmobilie noch profitabler

Nun sind Sie rundum informiert über die einzelnen Kosten und Ausgaben, die im Zusammenhang mit Ferienimmobilien entstehen. Ebenso haben Sie eine ganze Menge Ideen, wie Sie bei all den Ausgaben dennoch sparen können, ohne dass Ihre Ferienwohnung an Qualität und Attraktivität einbüßt.

Wir empfehlen Ihnen, sich noch einmal ganz in Ruhe all Ihre Ausgaben unter die Lupe zu nehmen. Muss wirklich jeder Punkt sein? Und in der Höhe?

Und wenn Sie merken, dass sich Kosten noch besser auffangen lassen, wenn Ihre Ferienimmobilie noch mehr ausgelastet ist und vor allem mit den Gästen, die Sie sich wirklich für Ihre Ferienwohnung wünschen? Dann registrieren Sie sich gern als Gastgeber auf Traum-Ferienwohnungen. Hier können Sie in wenigen Schritten ein Inserat anlegen, dass genau den Menschen angezeigt wird, die schon sehnlichst auf Ihre Ferienwohnung und Ihr Angebot für den nächsten Traumurlaub warten – vielleicht schon in den nächsten Wochen! Wir freuen uns schon jetzt für Sie.

Sie sind neu in der Ferienhausvermietung oder Sie wollen die Auslastung Ihrer Ferienwohnung steigern?

Unsere Kundenberatung hat garantiert die richtigen Tipps für Sie!

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.