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WLAN für Ferienunterkünfte

Sicheres WLAN für Ferienwohnungen
Sicheres WLAN für Ferienwohnungen

Sicheres WLAN in Ihrer Ferienwohnung oder Ihrem Ferienhaus anbieten

So sichern Sie Ihren Internetzugang rechtlich und technisch ab

Heutzutage gehört für Urlauber WLAN in der Ferienwohnung oder dem Ferienhaus schon fast zur Grundausstattung. Urlaubsgäste möchten auch hier Mails checken, Urlaubsfotos teilen und online nach den besten Ausflugszielen und Restaurants in der Umgebung suchen. WLAN kann sogar ausschlaggebend dafür sein, ob eine Wohnung gebucht wird oder nicht.

Um den Erfolg Ihrer Vermietung zu sichern oder zu steigern, möchten Sie als Vermieter Ihren Gästen wahrscheinlich WLAN zur Verfügung stellen. Aber: Was passiert, wenn einer Ihrer Gäste zum Beispiel einen Film über Ihr WLAN illegal im Internet tauscht?

Was bedeutet also der Internetzugang rechtlich für Sie als Gastgeber und wie sollten Sie sich und Ihre Daten technisch absichern? Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim WLAN für Gäste Ihrer Ferienwohnung oder ihres Ferienhauses unbedingt achten müssen.

Mittlerweile wird in fast jeder Ferienunterkunft ein WLAN-Zugang als Service angeboten. Dabei gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, um Ihre Urlaubsgäste glücklich zu machen. Wie Sie Ihren persönlichen und individuellen Service vor allem schnell und durch Kleinigkeiten optimieren können, lesen Sie in unserer kostenlosen Service-Checkliste.

1. Warum Sie als Vermieter WLAN in der Ferienwohnung anbieten sollten

Das Internet ist sowohl in der Berufswelt als auch im Privaten nicht mehr wegzudenken. Im Urlaub wird es dazu genutzt, um mit daheimgebliebenen Freunden und Familie zu kommunizieren, Informationen zum Urlaubsort abzurufen oder auch um Musik über einen Streamingdienst zu hören.

Es ist also nachvollziehbar, dass es sich bei WLAN aus Sicht der Urlauber um eines der wichtigsten Ausstattungsmerkmale handelt. Da verwundert es nicht, dass die Angabe „WLAN“ einer der am meist genutzten Filter ist, wenn Urlauber auf unserer Webseite nach einer Ferienunterkunft suchen. Man ist es heute schlicht gewohnt, uneingeschränkt Internetzugang zu haben.

Da WLAN also quasi schon vorausgesetzt wird, werden Ferienwohnungen und Ferienhäuser ohne WLAN zum Teil weniger gebucht als Ferienunterkünfte mit WLAN. Was bei der Austattung einer Ferienunterkunft sonst noch beachtet werden kann, erfahren Sie hier.

2. Darf ein Gast Zugang zum WLAN verlangen?

Wenn ein Urlaubsgast eine Ferienunterkunft mietet, darf er verlangen, dass der Wohnzweck gewährleistet ist – dass es also zum Beispiel eine funktionierende Wasserversorgung und Strom gibt. Beim WLAN ist es so, dass dies rechtlich gesehen keine unverzichtbare Leistung ist.

Allerdings besteht dann ein Anspruch auf ein funktionierendes WLAN, wenn Sie dies mit dem Urlauber als Leistung vereinbart haben.

So oder so: Wurde WLAN in der Beschreibung einer Ferienwohnung angegeben, funktioniert dieses aber vor Ort nicht, sorgt dies immer wieder für negative Bewertungen verärgerter Urlaubsgäste. Lesen Sie hier, wie Sie richtig mit Bewertungen umgehen.

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3. Das war einmal: Die Störerhaftung

Urheberrechtsverstöße sind im Internet recht häufig. Beispielsweise werden illegal Filme oder Musik angeboten und runtergeladen. Es ist für die Inhaber des Urheberrechts schwierig, die Schuldigen zu identifizieren, denn es kann lediglich die IP-Adresse des Anschlusses ermittelt werden. Auf diese Weise kann der Täter aber nicht eindeutig ermittelt werden.

Hier kommt der Begriff des Störers ins Spiel: Mit der Störerhaftung war bis 2017 festgelegt, dass sowohl die Nutzer des Internets als auch der Anschlussinhaber verantwortlich gemacht werden konnten. Argumentiert wurde damit, dass der Anschlussinhaber ja das Internet zur Verfügung stellt und damit den Rechtsverstoß des Nutzers überhaupt erst ermöglicht.

Dies hatte zur Folge, dass die Vermieter über die IP-Adresse abgemahnt wurden. Flatterte eine Abmahnung ins Haus, musste dieser dann versuchen nachzuweisen, dass er selbst nicht der Verursacher zum Beispiel des illegalen Downloads war.

Und dabei stand tatsächlich einiges auf dem Spiel, denn die abmahnenden Rechtsanwälte verlangten in der Regel eine Unterlassungserklärung, Schadensersatz in nicht unerheblicher Höhe und die Übernahme der Anwaltskosten.

Rechtslage für Wlan in Ferienwohnungen
Rechtslage für Wlan in Ferienwohnungen

4. Neu: Das dritte Telemedienänderungsgesetz minimiert die Haftungsrisiken für Vermieter

Seit 2017 gibt es ein neues Gesetz, das die Rahmenbedingungen für offenes WLAN neu regelt. Auf diese Weise möchte der Gesetzgeber für mehr Rechtssicherheit beim Betrieb offener WLAN-Netzwerke sorgen

Für Vermieter einer Ferienwohnung bedeutet dies vor allem Entwarnung, denn WLAN-Anbieter sind nun nicht mehr dafür haftbar, wenn ein Gast illegale Aktivitäten im Internet betreibt. Wenn es einen Urheberrechtsverstoß gab, dann müssen seit 2017 Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche prinzipiell gegenüber dem eigentlichen Verursacher geltend gemacht werden.

Aber: Natürlich muss das Gesetz auch die Interessen der Urheberberechtigen beachten. Allerdings setzt hier der Gesetzgeber darauf, dass Rechtsverletzungen verhindert werden. Vor diesem Hintergrund können Sie als WLAN-Anbieter dazu verpflichtet werden, den Zugriff auf bestimmte Seiten mit illegalen Inhalten technisch zu sperren. Es kann deshalb sein, dass der Betreiber eines offenen WLANs dafür sorgen muss, dass über sein WLAN illegale Seiten nicht mehr aufgerufen werden können.

5. Wofür wird eigentlich abgemahnt?

Relevantes Schlagwort hierfür ist „Filesharing“. Dies bedeutet, dass auf illegalen Tauschbörsen zum Beispiel Filme und Musik, die urheberrechtlich geschützt sind, geteilt werden. Das Problem hieran ist insbesondere, dass durch so genannte Torrent-Programme es nicht möglich ist, „nur“ einen Download vorzunehmen.

Stattdessen sind Downloads automatisch an Uploads gekoppelt. Dieser Umstand sorgt dafür, dass man aktiv urheberrechtlich geschütztes Material im Netz teilt – unter Umständen über das WLAN einer Ferienwohnung. Eine Abmahnung hat dann das Ziel, dass das rechtswidrige Verhalten abgestellt wird und dass der Inhaber des Urheberrechts Schadensersatz für die illegale Nutzung seiner Inhalte erhält.

6. Ich habe eine Abmahnung erhalten – was nun?

Zunächst gilt hier: Ruhe bewahren! Kommen Sie keinesfalls den Aufforderungen in einem Abmahnschreiben direkt nach und unterschreiben Sie insbesondere nicht „einfach“ eine Unterlassungserklärung. Denken Sie daran, dass die rechtliche Lage zum WLAN zwar inzwischen besser geregelt, aber immer noch undurchsichtig ist – dies nutzen auch heute noch speziell auf Abmahnungen spezialisierte Anwälte aus.

Wir empfehlen Ihnen, im Fall der Fälle die Hilfe eines kompetenten Anwalts in Anspruch zu nehmen. Dieser prüft für Sie, ob die Abmahnung rechtlichen Bestand hat oder nicht. Danach besprechen Sie zusammen, welche Möglichkeiten es für Sie gibt.

Abmahnsicheres Wlan in Ferienwohnungen
Abmahnsicheres Wlan in Ferienwohnungen

7. WLAN für Gäste anbieten: Internes Netzwerk oder professionelles Gäste-WLAN?

Die Urlauber wollen es und der Gesetzgeber macht es Ihnen leicht – die Entscheidung für WLAN in der Ferienunterkunft hat also gute Argumente. Aber wie gelingt dies technisch? Was müssen Sie also tun, um das WLAN in Ihrer Ferienunterkunft einzurichten?

Einige Vermieter machen es sich leicht und stellen ihren eigenen privaten Internetzugang zur freien Verfügung. Dies sollten Sie aus rechtlicher Sicht keinesfalls machen, da zum einen der Urlauber das mitgenutzte Internet zu rechtswidrigen Zwecken gebrauchen kann. Zum anderen ist dadurch auch der Zugriff auf Ihre privaten Daten nicht wirklich abgesichert. Es empfiehlt sich, für Ihre Gäste ein separates Netz zur Verfügung zu stellen für das WLAN, damit kein Zugriff auf Ihre Geräte möglich ist. Technisch gibt es im Prinzip zwei Möglichkeiten, um das WLAN für Gäste einzurichten:

  1. Internes Netzwerk

Mit einem klassischen WLAN-Router können Sie ein Gast-WLAN einrichten. Dieses ist ein gesondertes Netzwerk, das Ihren Urlaubsgästen einen uneingeschränkten Internetzugang gewährt. Ihr privates Netzwerk bleibt davon ausgeschlossen und Ihren Gästen ist es also nicht möglich, auf Ihre Daten zuzugreifen. Dies ist eine gute Lösung, wenn Sie zum Beispiel nur eine Ferienwohnung oder nur ein Ferienhaus vermieten.

  1. Hotspot für Gäste-WLAN

Die zweite Möglichkeit ist ein professionelles Gäste-WLAN. Dies ist eine gute Lösung, wenn mehrere Parteien gleichzeitig das Internet nutzen möchten. Wenn die Gäste das WLAN über einen dieser so genannten Hotspots nutzen, dann stimmen sie zu, den Anschluss gesetzeskonform zu nutzen. Durch ein zusätzliches Gerät am Router können Sie somit komplizierte Vereinbarungen ganz einfach vermeiden. Wenden Sie sich einfach an professionelle Hotspot Anbieter, die einen abmahnsicheren Internet Zugang für Urlaubsgäste in Ferienwohnungen anbieten.

Ein solcher Hotspot ist allerdings nicht kostenlos. Es fallen monatliche Gebühren sowie einmalige Kosten zu Beginn an.

Diese Lösung wird vor allem von Hotels genutzt. Sie kann aber auch für Vermieter von Ferienwohnungen interessant sein, wenn diese mehrere Unterkünfte in der gleichen Gegend vermieten. Weiterer Vorteil ist, dass Sie als Vermieter aus rechtlicher Sicht nicht mehr für den Internetzugang verantwortlich sind. Diese Verantwortung liegt dann voll und ganz beim Betreiber des Hotspots. Wenn Sie sich für diese Variante entscheiden, dann sollten Sie einen entsprechenden Vertrag mit einem Hotspot-Anbieter vor allem darauf prüfen.

Wlan für Gäste anbieten
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