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Wie Sie wirklich gute Texte schreiben und mehr Buchungsanfragen erhalten

Illustration einer Frau, die an einer Schreibmaschine sitzt und Texte schreibt
Illustration einer Frau, die an einer Schreibmaschine sitzt und Texte schreibt

Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor: Sie wollen Texte für Ihr Inserat schreiben und es will und will einfach kein schöner Satz aufs Blatt. Die Beschreibung der Ferienwohnung klingt irgendwie nicht wirklich überzeugend. Ihnen fehlen Formulierungen, die Urlaubshungrigen Lust machen könnten, das gesamte Inserat durchzulesen und zu buchen. Spätestens nach dem dritten Satz fällt Ihnen sowieso nichts mehr ein, was sich über die Ferienwohnung sagen ließe.

Die Ferienwohnung ist hübsch. Das Bad ist zweckmäßig eingerichtet. Der Ort bietet alles, was das Herz begehrt.

Können Sie mit Sätzen wie diesen überzeugen? Bekommen Lesende hier den Impuls, begeistert zu buchen, sich Fotos anzusehen, eine Buchungsanfrage zu stellen?

Vermutlich nicht.

Erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie Artikel schreiben, die Ihre Gäste wirklich erreichen.

Wie Ihnen das Schreiben leichter fällt und Sie für Ihr Angebot begeistern

Inserate, die nicht schon mit den ersten Sätzen durch einen anschaulichen Text und einladende Botschaften Aufmerksamkeit und Interesse generieren, finden deutlich weniger Beachtung als liebevoll und ausführlicher beschriebene Ferienwohnungen.

Wenn Sie mit Ihrem Inserat nicht zufrieden sind, wenn Sie anhand von gehäuften Nachfragen zu Ihrem Angebot merken, dass das Inserat noch nicht selbsterklärend ist, wenn Sie merken: „Meine Ferienwohnung dürfte sich durchaus besser vermieten“, dann ist dieser Artikel für Sie.

Zusammen mit Traum-Ferienwohnungen möchte ich Ihnen erprobte und einfach umzusetzende Tipps geben, wie

  • Ihr Inserat aus der Masse heraussticht, noch in der Vorschau Interesse weckt und zum Weiterlesen verleitet
  • Sie die Texte für Ihr Inserat so schreiben, dass Sie begeisterte Buchungsanfragen erhalten
  • Ihnen das Schreiben selbst leichter fällt und Sie ohne Schwierigkeiten Formulierungen finden, von denen sich Gäste angesprochen fühlen

Dabei zeige ich Ihnen, was eine förderliche Grundeinstellung fürs Schreiben für Kunden und Gäste ist. Ich gebe Ihnen auch praktische Tipps für Ihre nächsten Texte, die sich wunderbar anwenden lassen für Inserate, Website, Blogartikel, Social Media Posts, Broschüren, Kundenkorrespondenz uvm.

Ganz am Schluss erhalten Sie ein paar abschließende Hinweise, was Sie in Ihrem Ferienwohnung-Inserat schreiben sollten und warum es so wichtig ist, hier nicht zu knauserig mit Text und bewusst gewählten Botschaften zu sein.

Bevor wir loslegen noch ein Satz zu mir: Ich bin Andrea Feustel, Texterin und Kommunikationsberaterin und ich zeige Selbstständigen und Unternehmen, wie sie Texte verfassen, die Leser interessiert aufhorchen lassen, zum Weiterlesen und Buchen bzw. Kaufen verleiten und den Verfassern dabei – mit ein bisschen Übung – ohne Anstrengung von der Hand gehen.

Schauen wir uns nun an, warum es so wichtig ist, dass Sie Zeit und Gedanken in gute Texte investieren.

Warum es sich lohnt, Zeit und Gedanken in gute Text zu investieren

Ich verstehe sehr wohl, dass das Schreiben von Texten für ein Inserat oder auch einen Brief oder eine E-Mail an Ihre Gäste nicht zu Ihren Lieblingsaufgaben gehört. Nicht jeder mag es. Nicht jedem liegt es. Und doch ist es wichtig.

Schließlich nimmt Ihnen ein gut geschriebener Text so viel Arbeit ab:

  • Er lädt Ihre Gäste in Ihrem Namen ein, sich die Beschreibung Ihrer Ferienwohnung genauer anzusehen.
  • Er führt an Ihrer Stelle die Gäste einmal durch Haus, weist auf liebevolle Details hin, deckt Besonderheiten auf – kurz: Er führt ein Verkaufsgespräch für Sie.
  • Er heißt – verpackt in ein freundliches Schreiben per Mail oder Post – die Gäste für Sie willkommen und legt die Basis für ein angenehmes Mieter-Vermieter-Verhältnis.

Sie merken es: Auf dreifache Weise sorgt ein guter Text also mit für eine gute Auslastung der Ferienwohnung.

Bevor wir uns nun anschauen, was einen guten Text ausmacht, schauen wir uns erst einmal ein Beispiel an, das vermutlich weniger Buchungsanfragen bringt:

Frau sitzt am Laptop und schreibt einen Text in einem Notizbuch

Ferienhaus in Strandnähe mit 2 Schlafzimmern und Terrasse.

Wer ist hier direkt überzeugt und bucht? Oder anders gefragt:

Sind hier unendlich viele Informationslücken vorhanden, die der Leser erst noch schließen bzw. für sich geklärt haben muss, damit er bucht? Er müsste Ihnen, dem Vermieter, also schreiben, zur Ausstattung nachfragen, selbst zur Region und Anreise recherchieren, bevor er sich entscheidet.

Aber wird er das tun? Wird er Sie kontaktieren, Ihnen schreiben, recherchieren?

Wohl eher nicht!

Denn er findet ja neben diesem knapp gehaltenen Inserat so viele andere, besser, ausführlicher, ansprechender beschriebene Feriendomizile. Warum sollte er, urlaubshungrig und müde nach deinem langen Arbeitstag auf dem Sofa sitzend, sich die Mühe machen und Ihnen schreiben oder das Internet befragen?

Machen Sie es sich und ihm leicht: durch ein gutes Inserat und einladende Texte.

Ich zeige Ihnen in den folgenden Absätzen, wie Sie genau solche Texte schreiben, die für Sie verkaufen und für Sie arbeiten. Texte, die aber auch nach Ihnen klingen und potenziellen Urlaubern so viel Spaß beim Lesen machen, dass der Schritt zur Buchungsanfrage nicht mehr weit ist.

Dafür gehe ich auf den Grundgedanken des kundenorientierten – in Ihrem Fall auf die Gäste ausgerichteten – Textens ein. Zudem gebe ich Ihnen ein paar einfach umzusetzende Schreibtipps mit, die jeden Text – vom Inserat bis zur schriftlichen Korrespondenz per Mail lebendiger und angenehmer zu lesen machen. Legen wir los!

Der Grundgedanke kundenorientierten Schreibens

Beim kundenorientierten Texten ist entscheidend, sich in die Erwartungen, Bedürfnisse und Wünsche des Empfängers hineinzuversetzen und gleichzeitig natürlich Ihre eigenen Ziele (die Vermietung nämlich) im Auge zu behalten.

Ein gut formuliertes, überzeugendes und bildhaft getextetes Anschreiben oder Inserat hat die Kraft, dass der Leser den gesamten Text von Anfang bis Ende aufmerksam durchliest und – je nach Art des Schreibens – reagiert.

  • Er erfährt, was ihn im Ferienhaus erwartet – und was nicht.
  • Er liest, dass für die vollständige Buchung noch Schritt x zu tun ist oder dass er für die Anreise zum Ferienhaus dringend ein Auto benötigt, da es abseits vom Ort liegt.
  • Oder er freut sich einfach, dass die Ferienwohnung nun fix zum gewünschten Termin für ihn gebucht ist.

Durch kundenorientiertes Schreiben wissen beide Parteien klar, wo sie stehen. Sie können sich unbeschwert auf das Mietverhältnis freuen. Das auf den Leser ausgerichtete Texten verhindert Missverständnisse, baut Barrieren ab, schafft Ruhe und bei Ihren Gästen pure Vorfreude auf den Urlaub.

Fragen, die Sie sich vor jedem Text stellen sollten

Welchen Text auch immer Sie schreiben wollen (oder müssen), es gibt einige Fragen, die Sie sich vorab stellen sollten. Diese Fragen helfen Ihnen dabei, kundenorientiert zu schreiben und wirklich Texte zu verfassen, die begeistern.

Ganz gleich ob Sie eine Mail, ein Inserat, eine Buchungsbestätigung, einen Blogartikel, Social Media Post oder einen Text für Ihre Website schreiben wollen, fragen Sie sich vor dem Schreiben:

  • Warum schreibe ich? Was ist mein Ziel?
  • Wie wecke ich Interesse und schaffe es, dass meine Leser wirklich dabeibleiben und weiterlesen?
  • Was sind für meine Leser die wichtigsten Informationen, die sie brauchen?
  • Was ist das Bedürfnis/Problem meiner potenziellen Urlauber? Was wünschen Sie sich von mir bzw. von einem Ferienhaus?
  • Welche Fragen stellen sie sich, bevor sie buchen?
  • Wie sieht der Wunschurlaub aus?
  • Wie informiere ich am besten? Sie können z.B. Sachverhalte beschreiben, Lösungen aufzeigen, Vorteile nennen, Ausstattungsmerkmale erklären
  • Wie weiter, wenn der Text gelesen wurde: Was brauchen Sie jetzt vom Leser bzw. was soll er tun? Oder: Worauf kann er sich freuen?

Diese Fragen gilt es zu beantworten. Bevor Sie schreiben. Was Ihnen dabei hilft, ist eine genaue Vorstellung davon zu haben, wer Ihre Lieblingsgäste sind. Ich zeige ich Ihnen in den kommenden Absätzen, wie Sie zu Ihrem Lieblingsgast kommen und die idealen Texte für diese schreiben.

Schreiben Sie nur für Ihren Wunschgast

Im Marketing spricht man zwar nicht von Lieblingsgästen, aber von Wunschkunden, Traumkunden, Lieblingskunden oder auch von einer Persona. Ihr widmen wir jeden Text. Mit ihr wollen wir erfolgreich kommunizieren und an sie verkaufen bzw. vermieten.

Aha. Und was ist eine Persona und warum brauchen Sie sie?

Die Persona steht für eine ganz spezielle Personengruppe. In Ihrem Fall wäre das die Gruppe oder Art von Menschen, von der Sie sich eigentlich wünschen, dass ausschließlich sie bei Ihnen wohnt, Ihre Zimmer, Ihr Bad, den Garten, die Gläser und die Sauna benutzt.

Beispiel: Sie haben eine Ferienwohnung mit teuren und empfindlichen Designermöbeln, offener Wendeltreppe hoch ins Dachgeschoss, Glasflächen und Kies-Terrasse statt Garten.

Ich vermute, dass Sie beim Inserieren weniger an eine 5-köpfige Familie mit Kleinkind plus pelzigem Bernhardiner denken, die jeden Tag mit sandigen Strandtüchern vom Meer hereingestürmt kommt. Vielleicht stellen Sie sich eher ein Paar um die 50 Jahre vor, das ohne Kinder und Vierbeiner anreist und einfach mal ein paar Tage in Ruhe ausschlafen und lesen will? Das heißt nicht, dass nicht auch andere Personen als Ihre Wunschgäste bei Ihnen buchen könnten. Aber Ihre Wunschgäste sind andere. Sie wollen viel lieber Paare begrüßen.

Damit Sie genau wissen, was diese Paare im Inserat lesen wollen und vor allem wie Sie sie am besten ansprechen, erstellen Sie idealerweise eine Persona – oder auch ein Wunschgastprofil – mit all deren Eigenschaften, Vorlieben, Urlaubswünschen. Mit diesem Profil, der Persona, geht Ihnen jeder Text viel leichter von der Hand. Jeder. Denn Sie schreiben nicht mehr für alle und ins Blaue hinein. Sondern haben ganz konkret jemanden vor Augen. Das macht die Wahl der Formulierungen, einzelnen Worte und auch der Anrede leichter.

Wie Sie Ihre Persona bzw. Ihr Wunschgastprofil erstellen

Und wenn Sie noch keine genaue Vorstellung davon haben, wer Ihre Persona sein könnte?

Wenn Sie bereits Gäste in Ihrer Ferienwohnung hatten, dann wissen Sie vielleicht ganz gut, welche Urlauber Ihnen in der Vergangenheit die liebsten waren und welche weniger. Fragen Sie sich: Was hat diese mir sehr lieben Gäste ausgemacht, dass ich mir wünschte, nur noch Menschen dieser Art würden buchen?

Wenn Sie noch nie vermietet haben und noch auf keinen Erfahrungsschatz zurückgreifen können, welche Gäste Sie am liebsten in Ihrer Immobilie beherbergen möchten, dann überlegen Sie: An wen in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis würden Sie gern vermieten? Und warum? Was macht diese Menschen aus und hebt sie von den übrigen möglichen Urlaubsgästen ab?

Haben Sie ein Bild bzw. eine Wunschperson vor Augen, dann tragen Sie folgende Fakten zusammen und erstellen Sie kleinen Steckbrief.

  • Person: Name, Alter, Geschlecht, äußere Erscheinung
  • Urlaubslänge
  • Reisegrund
  • Begleitperson
  • Bedürfnis und Wunsch, zu reisen
  • Aktivitäten während des Urlaubs
  • optimaler Urlaubstag
  • Ansprüche an eine Ferienunterkunft
  • Mobilität
  • Anreiseart
  • worauf kann die Person im Urlaub verzichten und worauf nicht
  • Allergien, Krankheiten, sonstige Einschränkungen
  • Kulinarische Vorlieben
  • weitere Interessensgebiete
  • nützliche Informationen und Themen
  • gewünschte Ansprache der Person: Duzen oder Siezen? Förmlich oder locker? Humorvoll oder ernst?

Mit all diese Informationen haben Sie schon die wesentlichen Inhalte und die Ausrichtung Ihrer Texte. Sie wissen genau,

  • wem Sie schreiben
  • auf welche Art Sie Ihre Leser und potenziellen Gäste am besten anreden
  • welche Informationen in das Inserat (und weitere Texte) sollten, damit Sie Ihren Wunschgast zufrieden stellen.

Persona in der Praxis

Machen wir mal ein Beispiel: Sie haben herausgefunden, dass Ihre Wunschgäste junge, sportliche, naturverbundene Menschen sind, die sich einmal pro Jahr als Gruppe eine Hütte in den Bergen suchen, von der aus sie täglich Kletter- und Wandertouren unternehmen. Ihre Wunschgäste sind Selbstversorger, haben aber Spaß an gutem Essen in der Gesellschaft, lieben es, einmal fern von der Stadt zu sein …

Für Ihre Texte könnte das bedeuten: Sie…

  • duzen statt siezen
  • wählen eine eher lockere als formelle Anrede und Wortwahl
  • setzen den Fokus in Ihren Texten darauf, dass die Ferienwohnung sich für große Gruppen eignet (mehrere Schlafzimmer und Bäder, Gemeinschaftsterrasse mit großem Grill, geräumiges Esszimmer …)
  • könnten Tipps geben zu beliebten Wanderrouten, Kletterfelsen, dem örtlichen Bergverein/Bergwacht aber auch zu Sportgeschäften in der Umgebung (falls zum Klettern mal ein Karabiner fehlt oder eine Regenjacke nachgekauft werden muss)
  • heben hervor, welche Ausstattungsmerkmale nach einer intensiven, sportlichen Aktivität Entspannung und Erholung verschaffen (wie Sauna oder Wannenbad)
  • beschreiben die Besonderheiten der Natur ebenso wie die Erreichbarkeit von Supermärkten oder Bio-Bauernhöfen
Gruppe Kletterer als Beispiel für eine User Persona für Texte

Sie merken: Sie kennen Ihre Gäste schon recht gut durch die Persona.

Mit der Persona bzw. dem kleinen Steckbrief haben Sie das Fundament für Texte gelegt, von denen sich Ihre potenziellen Gäste wirklich angesprochen fühlen.

Gehen wir jetzt zu ganz praktischen Schreibtipps. Diese werden Ihnen helfen, jeden Text frischer, lebendiger und einladender zu verfassen – vom Inserat über die Gästemappe, Social Media Posts und Ihre Buchungsbestätigungs-Mail.

8 Schreibregeln für Texte, die für den Urlaub begeistern

Hier sind 8 Basis-Schreibregeln für gute Texte, die gern gelesen werden und Ihre Wunschgäste erreichen. Dank dieser Tipps, werden die Texte nicht nur angenehm lesbar, sondern Ihnen selbst wird das Schreiben – vor allem mit etwas Übung – immer leichter fallen.

Basisregel 1: Schreiben Sie unverstellt und natürlich

Schreiben Sie ganz natürlich. So wie Sie sind und sprechen. Stellen Sie sich dazu am besten vor, Sie sprechen mit einem lieben Freund oder mit dem eben definierten Lieblingsgast. So schreiben Sie auf Augenhöhe, freundlich, einfach, in „echter“ Sprache. Und das kommt gut an.

Einem Freund würden Sie wohl kaum wie folgt von einer Ferienwohnung erzählen:

„Unsere Ferienwohnung ist ein Glanzstück in der Toskana. Schmucke Bäder und ausgewählte Designermöbel laden zum Verweilen und Entspannen innen wie außen ein.“

Das klingt eher nach Möbelhaus-Katalog, ein wenig gestelzt und distanziert, oder? Sie wollen aber Lust machen, einladen, Atmosphäre schaffen und Stammgäste gewinnen. Vielleicht schreiben Sie dann eher:

„Unsere Ferienwohnung liegt im Herzen der Toskana und wir haben für Sie an alles gedacht, dass Sie endlich einmal wieder so richtig entspannen können: Gemütliche Sitzecken im Innenbereich, das Jacuzzi im Bad, unsere kleine, ganz private Bar für Sie am offenen Feuer und die Liegen auf der Terrasse gehören während Ihres Aufenthaltes nur Ihnen. Wir wünschen uns nichts mehr, als dass Sie den Alltag loslassen und es sich einfach gut gehen lassen mit der wundervollen Sonne Italiens im Gesicht.“

Die gesprochene Sprache auch schriftlich anzuwenden, ist oft gar nicht so einfach. Das braucht Übung.

Mein Tipp: Nehmen Sie den Text vielleicht zunächst mit dem Smartphone auf. Und dann schreiben Sie das Gesprochene auf. Oder nutzen Sie die direkt die Diktier- und Transkribier-Funktion des Handys.

Und noch ein Hinweis: Passen Sie das Ergebnis dem jeweiligen Kanal (Inserat, Social Media, Website, Newsletter etc.) etwas an. Auf Social Media könnten Sie vielleicht noch ein „salopper“ sprechen bzw. schreiben als im Inserat.

Basisregel 2: Fassen Sie sich kurz

Nichts ist ermüdender als ewig lange und verschachtelte Sätze. Sie kennen das sicherlich auch. Bei diesen mitunter Bandwurmsätze genannten Konstruktionen schweift der Leser ab. Er gibt erschöpft auf und Sie haben Ihre Chance verpasst, ihn zu begeistern.

Versuchen Sie es doch mal so: Jeder Satz sollte nur eine Aussage enthalten. Jeder Satz sollte möglichst nur aus einem Hauptsatz bestehen. Ja, der ein oder andere Nebensatz darf mit. Aber lassen Sie das eher die Ausnahme sein.

Extra-Tipp: Versuchen Sie auch, kurze Wörter zu verwenden. Die kommen bei deinen Lesern sehr viel besser an als lange Wortketten und Wortkonstruktionen.

Basisregel 3: Nutzen Sie Verben

Zu viele Substantive machen einen Text trocken, langsam und umständlich. Dem Text fehlt es an Schwung. Ganz besonders gilt dies für Nomen mit den Endungen -heit, -keit, -nis, -ung. Sie werden häufig aus Adjektiven oder Verben gebildet. Nutzen Sie lieber direkt diese Verben. Denn wir alle denken und sprechen auch hauptsächlich in Verben. Das klingt gleich viel natürlicher und dynamischer.

Lieber nicht so:
eine Buchung vornehmen
in Rechnung stellen
Gültigkeit haben

Besser so:
buchen
berechnen
gelten / gültig sein

Basisregel 4: Schreiben Sie aktiv nicht passiv

Oft versuchen Menschen in ihren Texten, die persönliche Ansprache ihrer Kundinnen und Gäste zu vermeiden oder ihre Texte allgemein zu halten. Dafür verwenden sie das viel zu häufig eingesetzte Wort „man“. Setzen Sie anstelle von „man“ eine freundliche, an Ihre Gäste gerichtete Aufforderung. Oder schreiben Sie den Satz um und machen Sie Ihre (Wunsch-)Gäste direkt zur handelnden Person (Subjekt).

Beispiel 1: „Man darf den Pool täglich von 10 bis 20 Uhr nutzen.“
Besser: „Nutzen Sie gern den Pool von 10 bis 20 Uhr!“

Beispiel 2: „Von unserer Ferienwohnung aus ist man in 5 Minuten zu Fuß am Lift.“
Besser: „In nur 5 Minuten sind Sie von der Wohnung beim Lift und schon auf der Piste!“

Beispiel 3: „Hinter dem Haus kann man direkt mit der Wanderung starten.“
Besser: „Vor allem Bergfreunde genießen den Komfort direkt hinter dem Haus beginnender Wanderrouten.“

Basisregel 5: Schreiben Sie positiv

Ohne es zu merken, verwenden wir häufig eine negative Ausdrucksform für etwas, das genauso gut auch positiv beschrieben werden könnte. Oft greifen wir in einem Satz sogar zu doppelten Verneinungen.

„Der Weg vom Haus zum Strand ist nicht zu weit, als dass Sie ihn nicht, ohne dass es für Kinder zu anstrengend wäre, zu Fuß zurücklegen könnten.“

Wie bitte? Was ist gemeint?

Das geht doch auch so: „Den Strand erreichen Sie und ihre Kinder ganz bequem zu Fuß.“

Hier ein paar Beispiele, damit Sie sehen, was mit den negativen Formulierungen noch gemeint ist:

statt „nicht groß genug“ benutzen Sie „klein“
statt „nicht wenige“ benutzen Sie „viele“
statt „nicht weit“ benutzen Sie „nah“

Vielleicht erkennen Sie bereits den wunderbaren Nebeneffekt, wenn der Text positiv formuliert ist? Genau, er wird auch kürzer und klarer in der Aussage!

Basisregel 6: Formatieren Sie Texte und machen Sie sie leichter lesbar

In Briefen und E-Mails und noch viel mehr beim Surfen im Web und durch eine Vielzahl von Inseraten braucht der Leser, Ihr potenzieller Gast, Anker, an denen sich sein ungeduldiges, nach dem richtigen Angebot suchendes Auge festhalten kann. Strukturierte Texte helfen dabei. Fassen Sie daher Sinn-Abschnitte für ihn gedanklich und optisch zusammen: zum Beispiel in Absätzen, die etwa 2 bis 3 zusammenhängende Sätze beinhalten.

Auch Fettungen in E-Mails zum Beispiel oder in einem Angebot auf Ihrer Website machen es dem Leser leichter, sofort zu erfassen, was für ihn wichtig ist. Gehen Sie mit diesen dick „gedruckten“ Hervorhebungen jedoch sparsam um. Heben Sie nur wirklich relevante Informationen hervor: maximal 2 bis 3 Fettungen pro Korrespondenz. Im Onlinetext dürfen es auch schon mal bis 3 Fettungen pro Absatz sein.

Wenn es sich anbietet, nutzen Sie zudem Aufzählungszeichen. Sie sind empfehlenswert, wenn Sie …

  • eine Aufzählung (z.B. von Ausstattungsmerkmalen) schreiben,
  • den Buchungsvorgang abbilden möchten oder
  • verschiedene Optionen darstellen wollen.

In Onlinetexten schaffen gut überlegte Zwischenüberschriften Orientierung. Sie sind idealerweise etwa 3 bis 7 Wörter lang und informieren auf interessante Weise über die nachfolgenden Inhalte. Etwa alle 3 bis 5 Absätze darf eine weitere Zwischenüberschrift folgen.

Basisregel 7: Machen Sie Ihr Inserat durch Adjektive im Text noch attraktiver

Schnell scheint der eigene Text dröge, wenig lebendig bis hin zu staubtrocken. Das liegt daran, dass wir oft auf die Standard-Adjektive des täglichen Gebrauchs zurückgreifen.

Aber geht da nicht mehr? Mit welchem Wort statt hell, groß, schön lässt sich ein Wohnzimmer zum Beispiel noch beschreiben? Sodass Gäste beim Lesen des Inserats quasi schon das Gefühl haben, mit den Zehen in den flauschigen Teppich zu tauchen, sich ins behagliche Sofa fallen zu lassen oder ins Meer mit kristallklarem Wasser zu tauchen?

Adjektive helfen, dass sich Leser eine Situation, Räume bildhaft vorstellen können und ein Vorgefühl des Urlaubs bekommen. Und emotionale Adjektive tun es noch einmal mehr. Mit emotionalen Adjektiven sprechen Sie direkt die Gefühle in Lesern an. Streuen Sie bedacht einmal in Ihre Texte ein und beobachten Sie die Wirkung. Hier sind einige Adjektive zum Ausprobieren:

  • stilvoll
  • aktiv
  • charismatisch
  • individuell
  • charmant
  • freundlich
  • intelligent
  • anmutig
  • frisch
  • intensiv
  • positiv
  • traumhaft
  • anregend
  • dynamisch
  • anspruchsvoll
  • echt
  • geborgen
  • prächtig
  • überwältigend
  • geheim
  • edel
  • komfortabel
  • rasant
  • atemberaubend
  • einfühlsam
  • königlich
  • einzigartig
  • bequem
  • kostbar
  • unwiderstehlich
  • attraktiv
  • ausgelassen
  • gigantisch
  • lebendig
  • riesig
  • glänzend
  • erfrischend
  • grandios
  • leuchtend
  • grenzenlos
  • harmonisch
  • selten
  • exklusiv
  • sensationell
  • extravagant
  • märchenhaft
  • exzellent
  • wundervoll
  • strahlend
  • berühmt
  • faszinierend
  • spektakulär
  • bezaubernd
  • erstaunlich
  • anziehend
  • exorbitant

Basisregel 8: Schreiben Sie und wenden Sie Ihr neues Wissen an

Sie wissen jetzt bereits so viel darüber, wie Sie anschaulicher, lebendiger und vor allem für Ihre Wunschgäste optimiert schreiben können. Setzen Sie nun das Gelernte um und füllen Sie Ihr Inserat mit frischen Texten, knackigen Formulierungen und positiven Beschreibungen.

Aber das Wichtigste ist: Schreiben Sie!

Ihr Inserat ist Ihre Chance, Gäste zu gewinnen und immer wieder neue Einnahmen zu generieren. Wenn Sie nichts, zu wenig, Belangloses oder Austauschbares schreiben, werden Sie sich nicht im großen Wettbewerb durchsetzen können. Ihre Ferienwohnung bleibt dann leer oder schlecht gebucht.

Nutzen Sie jeden Platz in Ihrem Inserat für gute Texte aus

Nutzen Sie daher den Raum, den Platz für gute Texte, den Traum-Ferienwohnungen Ihnen im Inserat bietet, zu Ihrem Nutzen aus.

In diesem Ratgeberartikel finden Sie eine genaue Anleitung, wie Sie ein gutes Inserat schreiben. Ergänzend möchte ich hier auf die wichtigsten Textfelder eingehen, die von vielen Gastgebern zu stiefmütterlich betextet und gefüllt werden. Was zur Folge hat: Die Gäste bleiben aus.

Folgende Texte sollten Sie für sich und gute Buchungen nutzen:

1. Die kurze Zusammenfassung

Screenshot der Eingabemaske "Kurzbeschreibung" im Vermieterbereich

Dieses Textfeld bietet den Rahmen für den ersten Eindruck in den Suchergebnissen und soll natürlich zum Klicken anregen. Hier ist Ihre Chance, Gäste in wenigen Sätzen zu gewinnen. Kehren Sie das Besondere Ihrer Ferienwohnung nach außen. Zeigen Sie Ihre Immobilie von der strahlendsten Seite und behalten Sie immer Ihre Wunschgäste im Kopf.

Was suchen sie, was Sie erfüllen können? Wieso ist Ihre Ferienwohnung für Suchende der Perfect Match?

Machen Sie Lust, weiterzulesen. Nicht irgendwann, sondern jetzt.

2. Die Beschreibung

Screenshot der Eingabemaske "Die Ferienwohnung" im Vermieterbereich

In dieses Feld schreiben Sie die klassische Beschreibung der Immobilie, die Interessenten im Inserat sehen. Beschreiben Sie Ihren Lieblingsgästen Ihre Unterkunft ausführlich.

  • Was sind Vorteile der Immobilie, der Einrichtung, der Räume?
  • Was steht zur Verfügung, was lässt sich nutzen?

Bündeln Sie Informationen in Absätzen. Machen Sie den Text übersichtlich und trotz der Fülle an Informationen leicht konsumierbar. Denken Sie an die Schreibregeln und Ihre Lieblingsgäste, die Sie mit diesem Text erreichen möchten.

3. Umgebung Ihrer Ferienwohnung

Screenshot der Eingabemaske "Umgebung" im Vermieterbereich

Worauf – über die Ferienwohnung hinaus – dürfen sich Ihre Gäste freuen?
Schlüpfen Sie in die Perspektive potenzieller Gäste, die nur zu gerne buchen möchten, aber natürlich auch Gewissheit brauchen, dass die Ferienimmobilie nicht im Niemandsland liegt und von jeder Infrastruktur abgeschottet ist. (Es sei denn, Sie buchen bewusst ein Häuschen auf einer Hallig oder eine Einsiedelei)

Was bieten Ort und Umgebung an Kulinarischem, Vergnügen, Ausflugsmöglichkeiten und Infrastruktur für das tägliche (sorgenlose) Urlaubsleben?

Vielleicht hilft es Ihnen hier, einmal Ihren eigenen letzten Urlaub zu durchdenken. Was wollten Sie alles wissen und erfahren:

  • Wie nah ist der nächste Strand?
  • Gibt es einen Bäcker?
  • Wo leihe ich mein Fahrrad (oder muss ich eines mitbringen)?
  • Gibt es nur eine Fischbrötchenbude oder eine reiche Auswahl an Restaurants für jedermanns Budget?

Erzählen Sie hier vom Leben rund um Ihre Ferienwohnung. Machen Sie Land, Leute, Umgebung der Ferienwohnung schmackhaft.

4. Besondere Merkmale

Screenshot der Eingabemaske "Besondere Merkmale" im Vermieterbereich

Ferienwohnungen gibt es viele. Aber was genau ist es, was Ihre Ferienwohnung auszeichnet und von allen anderen abhebt? Das muss nicht immer der Whirlpool im Designerbad sein. Nein!

Sie haben ein besonders liebevoll eingerichtetes Ambiente geschaffen? Die Wohnung verfügt über einen Steinofen für selbstgemachte Pizza im Garten? Der große Balkon zum Meer ist für alle Gäste das Highlight? Die direkte Anbindung zum Lift, der Naturpark in 5 Minuten Autonähe ist ein absoluter Urlaubermagnet? Sie legen besonderen Wert auf Bio und Nachhaltigkeit?

Nicht ohne Grund haben Sie diese Immobilie erworben, eingerichtet und ausgestattet so, wie sie jetzt ist. Erzählen Sie davon! Was ist das Herzstück Ihrer Ferienimmobilie?

5. Freizeitmöglichkeiten aufzählen

Screenshot der Eingabemaske "Freizeit" im Vermieterbereich

Die wenigsten Urlauber wollen einfach nur 2 Wochen auf dem Sofa sitzen und entspannen. Sie wollen Orte entdecken, den Horizont erweitern, endlich wieder Sport machen, neue Aktivitäten ausprobieren.

Schöpfen Sie hier aus dem Vollen und listen Sie auf, was sich alles erleben lässt: vom Museum über Sport bis hin zu Theaterbesuchen und Freilichtkino. Denken Sie dabei an Ihre Persona bzw. Ihren Wunsch-Urlaubsgast.

6. Die Anreise

Screenshot der Eingabemaske "Anreise" im Vermieterbereich

Urlauber wollen nicht nur wissen, dass eine Ferienwohnung eine tolle Lage hat, sondern auch, dass sie erreichbar ist. Beschreiben Sie wieder aus der Perspektive Ihrer potenziellen Gäste die Anreise. Gehen Sie dabei nicht davon aus, dass alle auf dieselbe Art und Weise anreisen. Die einen kommen per Bahn, die anderen mit dem Flieger und Taxi, die nächsten mit dem eigenen PKW. Zeigen Sie – ganz serviceorientiert – allen den Weg zum Traumurlaub.

7. Stellen Sie sich als Gastgeber vor

Screenshot der Eingabemaske "Persönliche Vorstellung" im Vermieterbereich

So wichtig es Ihnen ist, die richtigen Gäste zu erreichen, so entscheidend kann es auch für Urlauber sein, beim Gastgeber ein gutes Gefühl zu haben.
Sie haben alle Texte auf Ihre persönliche Art geschrieben, Ihre Immobilie in Texte verpackt und haben Vorteile, Lage, Ausstattung, liebevolle Details aus Ihrem Blick für Ihre Wunschgäste beschrieben.

Nun stellen Sie sich vor:

  • Wer sind Sie?
  • Warum gibt es diese Ferienwohnung?
  • Warum genau ist diese Ferienwohnung ein Herzstück, Ihnen besonders lieb und damit auch für Urlauber attraktiv?

Mit diesem persönlichen Textbaustein runden Sie Ihr einmaliges Inserat ab.

Legen Sie los! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Schreibfreude

Kundenorientiertes, lebendiges und vielseitiges Texten – Sie wissen nun, wie es geht.
Schauen Sie sich mit den Tipps aus diesem Artikel im Gepäck noch einmal Ihr Inserat und bestehende Texte rund um Ihre Ferienwohnung und Vermietungsbusiness an. Prüfen Sie, was vielleicht zu steif, zu altbacken, zu beliebig, zu karg beschrieben ist und gönnen Sie Ihren Texten eine frische, begeisternde Prise.

Dann wünsche ich Ihnen viel Spaß beim (Neu-)Schreiben und vermieten.
Ihre Andrea Feustel


Texterin und Kommunikationsexpertin Andrea Feustel

Zur Autorin:

Andrea Feustel ist Texterin und Expertin für Kommunikationsstrategien aus Berlin. Seit rund 17 Jahren unterstützt sie Selbstständige und kleine und mittelständische Unternehmen dabei, mit den eigenen Worten und einer persönlichen Marke erfolgreicher und leichter zu verkaufen. Sie schreibt im Auftrag Websites, Blogartikel, Newsletter und Artikel für Mitarbeiterzeitungen.
Zudem entwickelt sie Kommunikationsstrategien samt Wettbewerbsanalyse, Positionierung, USP und einem Konzept für authentisches und erfolgreiches Marketing.

Sie haben Fragen an die Autorin? Schreiben Sie ihr an post@andreafeustel.de.


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