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Aus alt mach neu – Familie Schmidtbauer und ihr “Altes Schifferhaus”

Grafik mit drei Polaroid-Fotos des Ferienhauses "Altes Schifferhaus" von Henrik und Monika Schmidtbauer und ein Stempel mit der Aufschrift "Traum-Häuser"
Grafik mit drei Polaroid-Fotos des Ferienhauses "Altes Schifferhaus" von Henrik und Monika Schmidtbauer und ein Stempel mit der Aufschrift "Traum-Häuser"

“Wer sind eigentlich die Gesichter hinter den Ferienunterkünften auf unserem Portal?” – genau die Frage haben wir uns gestellt und unsere “Traum-Häuser”-Kampagne ins Leben gerufen. Damit möchten wir Vermietern die Möglichkeit geben, uns ihre Geschichte zu erzählen und zu teilen, was sie besonders macht.

Als erstes durften wir Henrik Schmidtbauer vom Ferienhaus “Altes Schifferhaus” in Wieck auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst kennenlernen. Ein Satz, der uns in Erinnerung geblieben ist, ist: “Immer ein Gesicht, die Leute brauchen ein Gesicht.” Aber fangen wir vorne an.

Henrik Schmidtbauer und seine Frau Monika könnte man als zwei echte Darßer Originale bezeichnen – auch, wenn sie gebürtig gar nicht von dort kommen. Im Gespräch spürt man aber sofort die große Liebe für die Region an der schönen Ostseeküste. Vielleicht ist es das Vermächtnis von Monikas Opa, dem letzten Leuchtturmwärter vom Darßer Ort, bevor Ende der 1970er Jahre die Leuchttürme automatisiert wurden.

Seit 2010 besitzen die beiden ihre Ferienunterkunft “Altes Schifferhaus” und vermieten sie seit Anfang 2015 an Urlauber. Zusätzlich betreiben sie noch eine Teestube und bieten Seekajak-Touren an. Das verspricht für die Gäste auf jeden Fall einen tollen Urlaub. Aber nicht nur das. Auch die Herzlichkeit der beiden zeichnet einen Aufenthalt in diesem Ferienhaus aus und wird immer wieder gelobt.

Ferienhaus “Altes Schifferhaus”

Eingebettet in einen großen Garten mit alten Obstbäumen steht das idyllische Fachwerkhaus von Henrik und Monika Schmidtbauer. Beim ersten Blick von außen kann man sich eigentlich nur in das Schifferhaus verlieben und auch das Innere weiß zu überzeugen: Die Gäste erwartet eine helle, moderne Einrichtung mit ganz viel Gemütlichkeit.

Im denkmalgeschützten Schifferhaus können auf 240 m² bis zu 8 Personen einen tollen Urlaub genießen und einfach mal abschalten. 4 Schlafzimmer, 3 Badezimmer und ein großzügiger Wohnbereich stehen bereit.

Fragen wir also mal genauer nach, was hinter dem Erfolg des Ferienhauses steckt. Ein besonderes Augenmerk wollen wir dabei auch auf das Thema “Nachhaltigkeit” legen.

F: Wie sind Sie zur Vermietung als FeWo gekommen? Warum vermieten Sie nicht dauerhaft?

A: Da haben wir eigentlich gar nicht lange drüber nachgedacht. Das alte Schifferhaus ist so besonders und authentisch und deshalb war für uns immer klar, dass daraus ein Ferienhaus werden soll. Wir hatten einfach Lust, vielen Menschen dieses Stück Darßer Baukultur zu zeigen.

Und wir haben uns auch ganz bewusst dazu entschlossen, das Haus nicht in mehrere Wohnungen aufzuteilen – auch, wenn dafür Platz genug gewesen wäre. Auch, wenn uns viele davon abgeraten haben, war für uns klar, dass wir die Seele des Hauses zerstören, wenn wir es zerteilen.

F: Bei Ihrem Ferienhaus ist Ihnen auch die Nachhaltigkeit wichtig. Was haben Sie dafür getan, Ihre Unterkunft möglichst “grün” zu machen?

A: Grundsätzlich liegt es mir schon immer am Herzen, alte Dinge nicht einfach wegzuwerfen, sondern ihnen neues Leben zu schenken. Früher in der DDR war ich mit meinem Vater viel in verlassenen Häusern und an Müllplätzen unterwegs und habe dort einiges gerettet. Ein paar der historischen Stücke haben wir dann sogar dem Landesmuseum Schwerin zur Verfügung gestellt.

Als wir unsere Teestube aufgebaut haben, war es uns deshalb auch wichtig, nicht alles neu zu kaufen, sondern bewusst Möbelstücke zu nutzen, die uns schon lange Zeit begleitet haben. Seien es Fund- oder Erbstücke. So hat das Café auch seinen besonderen Charme bekommen.

Beim Schifferhaus war das ganz ähnlich: Statt die alten Materialien zu entsorgen, haben wir beschlossen, eben die Baustoffe wiederzuverwenden, die das Haus schon seit vielen Jahren getragen haben. Alles, was aus dem Haus rausgekommen ist, ist deshalb auch wieder reingekommen.

F: Wie können wir uns das konkret vorstellen?

A: Konkret sah das so aus, dass wir zum Beispiel aus Lehm selber Steine produziert haben. Über 4.000 Stück. Dafür habe ich einfach eine Schablone aus Holz gebaut, den Lehm mit Wasser vermischt, in die Form gegossen und trocknen lassen. Anschließend hab ich die Steine aufgestapelt, nochmal gut durchlüften lassen und sie dann wieder eingebaut. Das hat sogar richtig Spaß gemacht.

Weil die Wände aber doch recht dünn waren, haben wir sie zusätzlich mit Holzweichfaserplatten gedämmt. Das funktioniert mit Nut und Feder und wir haben die Übergänge zusätzlich noch verklebt, damit alles absolut winddicht ist. So hat das Haus heute einen vernünftigen Dämmwert und es ist auch im Winter schön warm.

Die Kombination aus lehmverputzten Decken und Wänden und dem Reetdach sorgt außerdem für ein besonderes Raumklima. Die zwei Kaminöfen im Haus tragen natürlich auch noch dazu bei, dass es so richtig heimelig ist.

F: Gab es Hürden, die Sie überwinden mussten, bevor die ersten Gäste kommen konnten?

A: Die größte Hürde war natürlich die denkmalgerechte und ökologische Sanierung. Die hat so einige Jahre gedauert. Aber uns war wichtig, dass alles vernünftig ist.

Als wir dann an dem Punkt waren, dass wir die ersten Male an echte Gäste vermietet haben, fiel es mir dann tatsächlich gar nicht so leicht loszulassen. Schließlich steckt so viel Herzblut in dem Haus und ich wollte am liebsten die Geschichten über jede kleinste Ecke des Hauses erzählen. Meine Frau musste mich da ein bisschen bremsen. Das war ein Lernprozess für mich, aber ich hab es dann doch schnell geschafft ein gutes Mittelmaß zu finden und unsere Gäste nicht mit meinen Geschichten zu “belästigen”.

F: Was würden Sie sagen, ist das Wichtigste bei der Vermietung von Ferienunterkünften?

A: Die Menschen, ein Gesicht. Die Menschen brauchen immer ein Gesicht. Es ist ja so: Wir alle reisen nicht nur um fremde Orte, sondern auch die Menschen vor Ort kennenzulernen. Wir wollen die Menschen erleben. Und genau das versuchen wir unseren Gästen zu ermöglichen. Für uns bedeutet das ganz konkret, dass wir da sind. Die Begrüßung unserer Gäste lassen wir uns deshalb nur selten nehmen. Und auch während ihres Aufenthalts sieht man vor allem mich auch immer wieder. Unsere Gäste schätzen das sehr und kommen immer und immer wieder. Mit manchen sind sogar schon echte Freundschaften entstanden.

Dazu biete ich mich auch gerne als “Tour-Guide” an und nehme die Gäste mit auf Seekajak-Touren oder kleine Segeltörns. Auf denen kann man den Urlaubern das wunderschöne Fischland-Darß-Zingst mit seiner tollen Natur noch besser nahebringen.

Außerdem ist uns Service wichtig: Wenn ein Gast zum Beispiel in der Nebensaison mal nur 2 Nächte buchen möchte, versuchen wir, das möglich zu machen. Das ist für uns Wertschätzung dem Gast gegenüber (und ist nebenbei auch noch kostenloses Marketing, denn viele der Kurzzeit-Gäste werden zu Stammgästen).

Wir wollen die Menschen erleben. Und genau das versuchen wir unseren Gästen zu ermöglichen.

Henrik Schmidtbauer

F: Worauf legen Sie bei der Auswahl der Gäste besonders viel Wert?

A: Ganz einfach: Es muss menschlich passen. Das erste Indiz dafür ist die Anfrage. Ein kurzer, netter Text macht direkt einen guten Eindruck und lässt uns die Gäste kennenlernen. Anfragen ohne Text bekommen wir nur ungern.

Wir suchen uns bewusst aus, wen wir in unserem Ferienhaus willkommen heißen möchten, weil unser Haus für uns eben auch etwas ganz Besonderes ist. Das findet vielleicht nicht jeder gut, aber unsere Gäste geben uns nur recht.

F: Dann direkt dazu unsere Frage: Wer macht denn bei Ihnen Urlaub, haben Sie eine bestimmte Zielgruppe?

A: Das ist ganz unterschiedlich. Unser Ferienhaus bietet Platz für bis zu 8 Erwachsene plus 2 Babybetten, die wir gerne bereitstellen, damit die Gäste die gar nicht erst mitschleppen müssen. Dementsprechend haben wir viele Familien. Gerne gleich mit mehreren Generationen: Großeltern, Eltern und Kinder. Aber auch Freundesgruppen, Handarbeits-Clubs, etc. kommen gerne zu uns.

Und obwohl das Ferienhaus mit seinen 240m² ziemlich groß ist, reisen manche Gäste sogar nur zu zweit an. Die schätzen meist ganz besonders die Weite und den besonderen Charme unseres Fachwerkhauses.

F: Wenn Sie so eng mit Ihren Gästen in Kontakt sind, gab es dann auch mal eine besondere Geschichte?

A (überlegt): Ach, da gibt es tatsächlich so einige. Ganz besonders gerührt hat mich die Begegnung mit einem Schweizer Paar und ihrem autistischen Kind. Sie haben sich ganz bewusst für ein so großes Haus entschieden. Als ich die Familie begrüßte, nahm das Kind direkt meine Hand, was sehr ungewöhnlich war. Das war ein toller Moment. Und tatsächlich stehen wir mit dieser Familie bis heute in Kontakt.

F: Bei so einem großen Haus fallen natürlich auch einige Arbeiten an. Wie sieht Ihr Vermietungsalltag aus? Machen Sie alles selbst oder haben Sie Aufgaben abgegeben?

A: Am Anfang haben wir noch wirklich alles alleine gemacht – inklusive Putzen. Dann haben wir uns aber dazu entschieden einen Reinigungsservice dazu zu holen. Es war gar nicht so leicht, da die richtigen Leute zu finden, denn wie bei unseren Gästen war uns auch hier wichtig, dass es zwischen ihnen und uns passt. Nach etwas längerer Suche haben wir aber ein tolles Team gefunden und sofort ein richtig gutes Verhältnis aufgebaut. Wir packen immer noch gerne mit an und arbeiten Hand in Hand mit dem Team.

Und wenn wir mal im Urlaub sind, übernimmt der Reinigungsdienst auch die Begrüßung – natürlich in unserem Sinne.

Ansonsten machen wir aber alles selbst und sind damit auch sehr zufrieden.

F: Ein Reinigungsdienst kostet natürlich auch und ist nur einer von vielen Posten. Lohnt sich für Sie die Vermietung als Ferienunterkunft?

A: Ja, es läuft aktuell richtig gut. Natürlich muss man aber immer ein wachsames Auge auf aktuelle Entwicklungen haben und bereit sein, mit der Zeit zu gehen.

F: Das klingt gut. Jetzt liegt Ihr Ferienhaus ja eher in einer Region für den Sommerurlaub. Was machen Sie dann eigentlich im Winter?

A: Wir vermieten unser Schifferhaus das ganze Jahr über. Und gerade im November merken wir auch immer wieder, dass es Städter aus Hamburg. Rostock & Co. in die Natur zieht und sie einfach mal für ein Wochenende durchatmen wollen.

Und ansonsten nutzen wir die Zeit, um das Haus (und unser Café) wieder auf Vordermann zu bringen und unsere Vermietung mal zu hinterfragen: Sind wir noch gut aufgestellt? Gibt es Stellschrauben, an denen wir noch drehen können? Wie gesagt: Es ist wichtig, da am Ball zu bleiben.

F: Und eigener Urlaub?

A: (lacht) Ja, auch den machen wir gerne mal in den Wintermonaten.

F: Erfolg hat viele Gründe, aber können Sie uns noch eine Zutat Ihres „Geheimrezeptes“ zur erfolgreichen Vermietung verraten?

A: Authentizität. Einfach so sein, wie man ist. Alles andere bringt eh nichts, weil die Gäste es ja doch merken. Und außerdem ist es so viel entspannter. In unserem Ferienhaus steckt unser ganzes Herzblut und genau das möchten wir an unsere Gäste weitergeben.

Wir sind sehr dankbar, dass Menschen sich dazu entscheiden, genau bei uns Urlaub zu machen. Deshalb ist uns auch eine wertschätzende und offene Kommunikation wichtig.

Ja, das ist so unser Geheimrezept.

F: Nun haben wir noch eine abschließende Frage: Warum haben Sie sich dazu entschieden bei Traum-Ferienwohnungen zu inserieren?

A: Ich habe euch damals über Freunde kennengelernt, die auch eine Ferienunterkunft haben und wir haben gleich gemerkt, dass Traum-Ferienwohnungen genau zu unseren Werten passt.

Wir sind bis heute sehr zufrieden und schätzen besonders die guten Infos, die einfache Bedienoberfläche und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.

Am allerwichtigsten ist uns aber natürlich, dass wir bei euch die Möglichkeit haben direkt mit dem Gast in Kontakt zu treten und flexibel sind, wen wir in unserem Haus begrüßen möchten. Wir konnten so über euch schon sehr viele Anfragen und auch Buchungen generieren.

Herr Schmidtbauer, vielen, vielen Dank für das nette Gespräch. Wir wünschen Ihnen alles Gute für die weitere Vermietung Ihres Schifferhauses.


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