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Bleigießen, mit Sektgläsern anstoßen und bunte Raketen in luftige Höhen schießen – diese Silvesterbräuche sind uns allen bekannt und haben in Deutschland Tradition. Zu Silvester vermischen sich auf der ganzen Welt Brauchtum und Aberglaube. Sie sind neugierig und möchten wissen, wie Silvester in aller Welt gefeiert wird? Dann blicken Sie mit uns über die Landesgrenze und erfahren Sie, wie das neue Jahr anderswo eingeläutet wird.

Australien und Neuseeland – imposantes Feuerwerk

Während wir am 31. Dezember noch überlegen, was wir zur Silvesterparty am Abend anziehen, leuchtet der Himmel in Australien und Neuseeland schon in prächtigen Farben. Denn auf dem Kontinent wird der Jahreswechsel zwischen 12 und 15 Uhr unserer Zeit gefeiert. Ein besonders imposanter Silvesterbrauch ist das Feuerwerk über der Sydney Harbour Bridge, das im Fernsehen übertragen wird. Millionen Zuschauer genießen das zwölfminütige Feuerwerk bei sommerlichen Temperaturen.

In Australien wird traditionell an der Harbour Bridge Silvester gefeiert

In Australien wird traditionell an der Harbour Bridge Silvester gefeiert © Traum-Ferienwohnungen

Brasilien – weiße Kleidung und sieben Wellen

In Brasilien ist Silvester nach dem Karneval das zweitgrößte Fest des Jahres. Traditionell wird in dem südamerikanischen Land weiße Kleidung getragen. Weiß ist die Farbe der Göttin des Meeres, Iemanjá, und Symbol für ihre Verehrung. Und so sammeln sich zum Jahreswechsel tausende Brasilianer in weißer Kleidung an den Stränden. Um Mitternacht springen diese weiß bekleideten Menschenmassen über sieben Wellen. Für jede Welle dürfen die Wellenspringer sich etwas für das kommende Jahr wünschen. Außerdem werden zu Ehren der Meeresgöttin als Silvesterbrauch Blumen in das Meer geworfen.

Ein weiterer Silvesterbrauch ist es, zu jedem Uhrenschlag an Mitternacht eine Traube zu essen und jeweils einen Wunsch zu formulieren. Ansonsten kommt Schweinefleisch auf den Tisch. Manche Brasilianer schenken sich zu Silvester auch ein Lorbeerblatt. Wer das Blatt das ganze Jahr über in der Geldbörse aufbewahrt, soll mit Wohlstand beschenkt werden.

An brasilianischen Stränden lässt es sich zu Silvester aushalten

An brasilianischen Stränden lässt es sich zu Silvester aushalten © Traum-Ferienwohnungen

China – farbenfrohe Silvesterbräuche

Die Asiaten haben viele verschiedene, farbenfrohe Silvesterbräuche. Die meisten feiern aber gar nicht am 31. Dezember, sondern erst später im folgenden Jahr. Das Chinesische Neujahrsfest wird 2015 am 19. Februar gefeiert. Es ist der wichtigste Feiertag in China. Laut dem chinesischen Kalender beginnt das neue Jahr immer zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar am Tag des Neumondes.

Das Chinesische Neujahrsfest wird turbulent gefeiert

Das Chinesische Neujahrsfest wird turbulent gefeiert © Carsten Raum / pixelio.de

England – nichts für Vegetarier

In England besuchen sich die Nachbarn am Neujahrstag und verzehren mitgebrachten Kuchen und Wein. Für Vegetarier eher ungeeignet ist der Silvesterbrauch sich gegenseitig mit Fleischtörtchen zu beschenken und diese dann zu verzehren. Natürlich essen die Engländer nicht nur Fleisch, sondern pflegen auch die Tradition des Feuerwerks – zumindest in der Metropole London, wo es jedes Jahr ein gigantisches Feuerwerk gibt.

In London an der Themse gibt es ein großes Feuerwerk

In London an der Themse gibt es ein großes Feuerwerk © Traum-Ferienwohnungen

Ghana – Musik und bunte Kostüme

In Ghana wird das Neue Jahr zusammen mit Freunden, Familie und Nachbarn mit Musik und Tanz begrüßt. In der Hauptstadt Accra spielen in der ganzen Stadt zahlreiche Bands und Musikkapellen, und als Silvesterbrauch ziehen Chöre während des gesamten Silvesterabends von Haus zu Haus. Laut dem Aberglauben muss man um Mitternacht fröhlich sein, damit auch das folgende Jahr glücklich ist. Nach Mitternacht geht die Feier erst richtig los. Dann gibt es ein großes Festmahl mit Freunden und Familie, bevor sich die Menschen in farbenfrohen Verkleidungen auf der Straße zum Singen und Tanzen treffen.

Feiern in Ghana

In Ghana wird gemeinsam gefeiert @ Pixabay

Griechenland – Bissfestigkeit ist gefragt

In Griechenland bereitet man das sogenannte Basiliusbrot zu, in dem kleine Münzen eingebacken werden. Wer beim Essen eine der Münzen findet, darf sich auf ein glückliches neues Jahr freuen – es sei denn, man bricht sich damit gleich eine Zahnkrone ab… Eine weitere griechische Tradition ist das Zocken – entweder im Casino oder zu Hause. Das Glücksspiel wird oft bis zum Sonnenaufgang des neuen Jahres ausgedehnt.

Die Griechen backen als Silvesterbrauch Münzen ein

Die Griechen backen als Silvesterbrauch Münzen ein © Lupo / pixelio.de

Italien – rote Wäsche für’s Liebesglück

Auch die Italiener halten ein paar skurrile Silvesterbräuche in Ehren und tragen am Silvestertag geschenkte, rote Unterwäsche. Die Wäsche wird an diesem Tag zum ersten Mal getragen. Dieser Brauch wird sowohl von Frauen als auch von Männern praktiziert und soll – was sonst in Italien? – Liebesglück verheißen.

Wer rote Wäsche drunter trägt, hat Liebesglück im neuen Jahr

Wer rote Wäsche drunter trägt, hat Liebesglück im neuen Jahr © Gisela Peter / pixelio.de

Kanada – kopfüber ins kalte Wasser

Abgehärtet sollte man schon sein, wenn man in Kanada mit traditionellen Silvesterbräuchen den Jahreswechsel feiern möchte. Denn in dem Land des „Indian Summer“ und der Bären wird sich kopfüber ins kalte Wasser gestürzt. Das Neujahrsschwimmen soll abhärten und Gesundheit für das neue Jahr bringen.

In Kanada springt man an Neujahr traditionell ins kalte Wasser

In Kanada springt man an Neujahr traditionell ins kalte Wasser © Thorsten Jutzie / pixelio.de

Korea – Suppe für ein längeres Leben

In Korea wird als Silvesterbrauch das ganze Haus mit Bambuszweigen gefegt, um die bösen Geister zu vertreiben. Eine typisch koreanische Speise zum Neujahr ist Reiskuchensuppe, von der erzählt wird, dass sie dem Leben ein weiteres Jahr hinzufüge. Am Neujahrsmorgen machen viele Familien ein Picknick, um den ersten Sonnenaufgang des Jahres zu erwarten.

Reiskuchensuppe gibt es in Korea zu Silvester

Reiskuchensuppe gibt es in Korea zu Silvester @ Pixabay

Österreich – im Dreivierteltakt ins neue Jahr

In Österreich hat, so wie bei uns, das Bleigießen Tradition. Natürlich darf dort auch der Wiener Walzer nicht fehlen. Und so treffen sich am Silvesterabend zahlreiche Wiener zum Tanzen vor dem Wiener Rathaus. Zur Mitternachtsstunde klingt dann der eindrucksvolle Glockenschlag der Kirchenglocke im Stephansdom.

Kulisse für den Wiener Walzer an Silvester: Das Rathaus in Wien

Kulisse für den Wiener Walzer an Silvester: Das Rathaus in Wien © Florian Mauthe / pixelio.de

Schottland – Whisky für trinkfeste Silvestergäste

In Schottland sollten Silvestergäste auf jeden Fall trinkfest sein. Beim Silvesterfest der Schotten, dem Hogmanay, fließt eine Menge Whisky. Das Hogmanay wird als traditionelles Winterfest über mehrere Tage gefeiert. Zur Tradition gehören auch die beliebten Fackelumzüge und das so genannte „First Footing“. Der Brauch besagt, dass sofort nach dem Jahreswechsel ein guter Freund oder Nachbar über die Türschwelle schreiten sollte – das bringe Glück. Besonders groß bei Frauen ist die Erwartung, dass ein großer, junger Mann mit einer Flasche Whisky, einem Rosinenbrot und einem Stück Kohle vor der Tür steht. Wer ihn dann herein bittet, hat das Glück im neuen Jahr an seiner Seite.

Beim Hogmanay wird das Neujahr mit Whiskey begrüßt

Beim Hogmanay wird das Neujahr mit Whiskey begrüßt © La-Liana / pixelio.de

Spanien – Weintrauben als Glücksboten

In Spanien isst man um Punkt Mitternacht zwölf Weintrauben parallel zu jedem Glockenschlag. Schafft man die Trauben bis zum letzten Schlag, ist das Glück im kommenden Jahr garantiert. Ein weiterer Glücksbringer soll es sein, wenn man einen goldenen Ring in das Sektglas legt, mit dem man an Mitternacht anstößt.

Spanische Silvesterbräuche: Weintrauben um Mitternacht

Spanische Silvesterbräuche: Weintrauben um Mitternacht © Timo Klostermeier / pixelio.de

Thailand – Wasser marsch

Wie es für Asien typisch ist, hat auch für die Menschen in Thailand der 31. Dezember keinerlei Bedeutung. Ihr Neujahrsfest, das „Songkran“, wird auch Wasserfest genannt und Mitte April gefeiert. Tradition ist es, sich gegenseitig mit Wasser zu bespritzen. Das soll für das neue Jahr Glück bringen. Natürlich gehört auch ein festlicher und kunterbunter Papierschmuck dazu.

Mit kunterbuntem Papierschmuck feiern die Thai ihr Songkran

Mit kunterbuntem Papierschmuck feiern die Thai ihr Songkran © nepnep / pixelio.de

Tschechien – das Apfelorakel

In Tschechien wird vor Mitternacht traditionell ein Apfel halbiert. Aus der Form seines Kerngehäuses wird laut Silvesterbrauch dann das neue Jahr gedeutet. Das Apfelorakel ist anhand der Anordnung der Apfelkerne abzulesen. Sieht die Anordnung eher aus wie ein Kreuz, droht Unheil, sind die Kerne eher wie ein Stern ausgerichtet, ist Glück im neuen Jahr garantiert. Als Mitternachtssnack kommen bei den Tschechen auch gerne Linsen auf den Tisch. Die Hülsenfrüchte sind ein Symbol für finanziellen Erfolg.

Zu Silvester lesen die Tschechen aus dem Kerngehäuse die Zukunft

Zu Silvester lesen die Tschechen aus dem Kerngehäuse die Zukunft @ Pixabay

Vietnam – Karpfen als Glücksbringer

Auch im Vietnam wird zwischen Ende Januar und Ende Februar mit ungewöhnlichen Silvesterbräuchen gefeiert. Dort glauben die Menschen, dass in jedem Haus ein Gott lebt, der auf einem Karpfen in den Himmel reist, um dort über gute und böse Taten der Hausbewohner zu berichten. Deshalb kaufen viele Vietnamesen am Neujahrstag einen Karpfen und lassen ihn in einem Fluss oder See frei.

Vietnamesen geben Silvester einem Karpfen die Freiheit

Vietnamesen geben Silvester einem Karpfen die Freiheit © www.Rudis-Fotoseite.de / pixelio.de

Silvesterbräuche im Urlaub erleben

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