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Zur Osterzeit finden unterschiedliche Feste und Osterbräuche in Europa statt, deren Ursprung aus kirchlichen Traditionen oder aus heidnischen Bräuchen stammen. Nachfolgend haben wir eine bunte Auflistung der heute noch weit verbreiteten Osterbräuche für Sie zusammengestellt.

1. Ostereier suchen

Ostereier im Versteck

Ostereier suchen © Bettina Stolze / pixelio.de

In Deutschland und den Niederlanden gehören die Ostereiersuche und das Vernaschen von Schokoladenhasen zum typischen Osterfest.

So werden am Ostersonntag die bunt bemalten Ostereier und süßen Überraschungen vom Osterhasen versteckt und Groß & Klein kann sich bei der Suche über die originellen Verstecke und süßen Leckereien erfreuen. Die Ostereier-Suche findet nicht nur im Rahmen der Familie im heimischen Garten statt, sondern viele Städte veranstalten auch Ostereier-Suchen in öffentlichen Gartenanlagen und Tierparks. Mittlerweile gibt es auch virtuelle Ostereier-Suchen, bei denen man mit Hilfe von GPS-Daten zu den Verstecken gelockt wird.

2. Osterfeuer und Osterrad

Osterfeuer am Binzer Strand auf Rügen

Osterfeuer am Binzer Strand auf Rügen © HeiFisch / pixelio.de

Osterfeuer und Osterräder finden heutzutage vielerorts statt; dabei gibt es keinen festgeschriebenen Tag, an dem dieses Frühlingsfest gefeiert wird. Ob Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag oder gar am Ostermontag – der Zeitpunkt für diesen Osterbrauch ist in Europa regional abhängig und wird durch den jeweiligen Veranstalter bekannt gegeben.

Beim Osterfeuer, welches vor allem in ländlichen Gegenden üblich ist, wird ein riesiger Haufen von Baum- und Strauchschnitt aufgeschichtet und zum Anbruch der Dunkelheit entzündet.

Das Osterrad ist ein heutzutage eher seltener Brauch, welcher aber traditionell in Lüdge im Weserbergland, in einigen Ortschaften im Harz oder auch in der österreichischen Alpenregion zu Ostern noch stattfindet. Das hölzerne, mit Stroh und Reisig ausgestopfte Osterrad (Durchmesser ca. 1,70 m, gestopft ca. 380 kg schwer) wird zu Anbruch der Dunkelheit entzündet und vom Berg des Dorfes ins Tal hinabgerollt.

Beide Osterbräuche wecken in Europa die Erwartungen auf den kommenden Frühling, verabschieden somit den Winter und sollen die bösen Geister fernhalten. Sie galten ebenso als Ritual zur Sicherung der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Ernte.

3. Ungewöhnliche Osterbräuche in Europa

Osterkarte aus Finnland

Osterbräuche in Europa – Osterkarte aus Finnland © flickr.com/comedynose/

Andere Länder – andere Sitten: Dies gilt auch für das Osterfest, denn die Osterbräuche in Europa sind sehr unterschiedlich. In Finnland schlägt man zum Osterfest Freunden und Bekannten leicht mit der Birkenrute auf den Rücken. Dieses erinnert an den Einzug von Jesus in Jerusalem und steht für Glück.
Auch in Schweden gehört das Rutenschlagen zum Osterbrauch. Hier ziehen zudem junge Mädchen mit rußgeschwärztem Gesicht, Kopftüchern und geschmückten Weidenkätzchen von Haus zu Haus, drohen mit der Rute und erbitten Süßes oder Kleingeld.

In Frankreich werden die Ostereier nicht vom Osterhasen, sondern von den Kirchenglocken gebracht.  Im gesamten Land bleiben die Glocken von Karfreitag bis Ostersonntag stumm und erst Ostersonntag läuten die Glocken wieder aus Freude über die Auferstehung Christi.

In Bulgarien werden die Ostereier nicht versteckt, sondern man bewirft sich gegenseitig mit ihnen. Derjenige, dessen Ei nicht zerbricht, ist der Sieger: Ihn sollen im kommenden Jahr Glück und Gesundheit begleiten.

In Rumänien hingegen werden zu Ostern gründlich die Häuser geputzt, sich gebadet und neue Kleider angelegt. Auch eine vorherige Fastenzeit gehört zum Osterfest der Rumänen dazu.

Hier erfahren Sie mehr über Osterbräuche auf der ganzen Welt!

4. Osterkerze

Der Brauch, zu Ostern eine besondere Kerze anzuzünden, ist sehr alt und spiegelt sich in griechischen, jüdischen, römischen und christlichen Traditionen wider. Die Kerze, bestückt mit den Buchstaben Alpha und Omega sowie der Jahreszahl, wird in der Osternacht feierlich gesegnet und entzündet. Sie wird später genutzt, um das Taufwasser zu segnen und steht bis zum Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt vor dem Altar der Kirche.

Das Licht der Osterkerze gilt als Zeichen des Lebens, die Kerze symbolisiert den über Tod und Sterben siegenden, auferstandenen Jesus Christus.

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