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Heute machen wir eine Reise nach Mallorca. Janina aus der Reisemagazin-Redaktion hat kürzlich die Insel erkundet und erlebt, dass Mallorca viele ruhige und landschaftlich atemberaubende Gegenden besitzt. Kommen Sie mit auf Janinas Entdeckungsreise ins ursprüngliche Mallorca.

Der ursprüngliche Südosten

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Das bin ich: Glücklich bei der Küstenwanderung zur Calo des Moro. © Traum-Ferienwohnungen

Eigentlich ist die Insel Mallorca ganz anders als ihr Ruf. Man muss nur wissen, wo man das Andere findet. Im Südosten der Insel allemal. Dort sind die Buchten überschaubar und die Touristenzahlen gering – man muss sich halt ein paar Meter vom Strand wegbewegen und schon hatte ich Küste und Meer fast für mich alleine. Vor allem Wanderern bieten sich dort herrliche Strecken entlang der Steilküste mit unvergesslichem Blick auf das tiefblaue Mittelmeer.

Per Kletterpartie in den Fischerhafen von Cala Figuera

Klippenwandern auf Mallorca

Über die Klippen geht’s nach Cala Figuera © Traum-Ferienwohnungen

Meine erste Tour führte mich aus der Bucht Cala Santanyi in die Nachbarbucht Cala Figuera. Direkt neben dem Strand von Cala Santanyi erreiche ich hinter einem Hostal den Weg auf die Klippen, über die ich herrlich bis in den Hafen von Cala Figuera marschieren kann. Gut eineinhalb Stunden dauert die Kletterpartie – gutes Schuhwerk und die Bereitschaft zur Kraxelei vorausgesetzt. Nach Wegweisern suche ich vergeblich. Doch da die Route immer am Meer entlang führt, muss ich mir „nur“ die am besten begehbaren Stellen suchen. Segelyachten und kleine Fischerboote nehmen mich dann im Hafen von Cala Figuera in Empfang. Im Café „Bon Bar“ gibt es einen erfrischenden Café con helado (Eiskaffee) zur Stärkung.

Ruhige Bucht: Der Hafen von Cala Figuera

Ruhige Bucht: Der Hafen von Cala Figuera © Traum-Ferienwohnungen

Zurück wandere ich ein Stück durch den kleinen Fischerhafen. Vorbei an alten Fischerbooten, die täglich im Morgengrauen die Bucht verlassen, erklärten mir Einheimische. Es riecht nach Fisch und Motoröl. Kurze Zeit später verlasse ich Cala Figuera und gehe durch das Villenviertel nach Cala Santanyi, wo ich in der Cafeteria Drac wieder Halt mache und mir im Schatten eines Pinienbaums einen alkoholfreien Hugo genehmige. Gratis dazu gibt es einen herrlichen Blick auf die Bucht und das kristallklare Wasser. Unbezahlbar!

Das Es Pontas in Cala Santanyi

Am Es Pontas habe ich einen schönen Blick auf’s Meer © Traum-Ferienwohnungen

Einen schönen Blick auf die scheinbar unendliche Weite des Meeres finde ich auch am Es Pontas. Das Felstor hebt sich am Ende des Ortes Cala Santanyi aus dem Meer. Einst war es Teil der Insel. Das Wasser rund um den Es Pontas ist auch ein Paradies für Schnorchler. Dort sind viele Fische zu beobachten und bei ruhigem Wellengang glitzert das Meer im Sonnenlicht. Geübte Schwimmer können auch vom Strand aus zum Es Pontas gelangen und damit meine ich schwimmen. Da ich zu der genannten Personengruppe nicht gehöre, nutze ich lieber den Aussichtspunkt von der Landseite. Mit festem Schuhwerk klettere ich hier dann die Felsen hinab und befinde mich so fast direkt am Fuße des Felstores. Es geht also auch ohne Schwimmen.

Santanyi: Zwischen turbulent und verschlafen

Die Bucht von Cala Santanyi

Glitzerndes Wasser in der Bucht von Cala Santanyi © Traum-Ferienwohnungen

Kurz vor Cala Santanyi liegt die Ortschaft Santanyi. Dort herrscht besonders mittwochs und sonnabends viel Trubel. Von 9 bis 13 Uhr bietet ein Wochenmarkt neben frischem Obst und Gemüse, vor allem Schmuck und traditionelle Waren. Hunderte von Marktständen schlängeln sich durch die engen, für Spanien so typische Gassen rund um den Marktplatz. Vorab frühstücke ich in der Sa Botiga mit direktem Blick auf die Kirche. Das Café und Restaurant liegt in einer kleinen Nebenstraße zum Placa Major und bietet ein sehr abwechslungsreiches und leckeres Frühstücksbuffet. Meine Idee vorab zu reservieren, erweist sich als goldrichtig, denn alle Tische sind bis auf den letzten Platz besetzt. Beim anschließenden Marktbesuch schiebe ich mich mit vorbei an den Lederwaren und Sonnenbrillen.

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Blühende Pracht in Santanyi © Traum-Ferienwohnungen

In die Sa Botiga kehre ich am kommenden Tag nochmal während der Siesta-Zeit zurück. Schon bei der Ankunft zeigt Santanyi ihre andere Seite. Komplett verschlafen wirken die kleinen Gassen, kein Mensch ist unterwegs. Nur am Placa Major herrscht etwas Betrieb in den Cafés.

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Schöne Badebucht: Die Cala Llombarts © Traum-Ferienwohnungen

Ich entschließe mich noch ein paar Schritte zu wandern und starte von Cala Santanyi Richtung Südwesten zur Bucht Cala Llombarts. Nach ca. 30 Minuten gelange ich an den weißen Sandstrand und kämpfe mich Schritt für Schritt durch den tiefen Sand, vorbei an unzähligen Sonnenanbetern. Auf der anderen Seite der Bucht klettere ich eine Steintreppe hinauf und bahne mir den Weg zurück an die Klippen. Dort habe ich einen beeindruckenden Blick auf die hinter mir liegenden Buchten von Cala Santanyi und Cala Llombarts und die gesamte Steilküste.

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Die Steilküste ist atemberaubend © Traum-Ferienwohnungen

Rund eineinhalb Stunden brauche ich nochmal bis zur Calo des Moro. Beim ersten Blick war mir klar: Ich hatte die Karibik auf Mallorca gefunden. Bevor ich in das glasklare Wasser springen kann, muss ich aber noch die recht steilen Treppen an der Felswand hinab kraxeln. Der zwei Meter tiefe Strand (ansonsten gibt es nur große Felssteine) ist jetzt am frühen Abend schon etwas freier. Das Wasser ist göttlich. Kühl und klar und angenehm salzig. Auf der Rückseite der Calo des Moro befindet sich die S’Almunia.

Mutige vor: Klippenspringen in der S’Almunia © Traum-Ferienwohnungen

Die Bucht hat ihre einzige Liegefläche auf dem Bootsanleger. Direkt daneben befindet sich im Fels ein großes Loch. Plötzlich taucht ein Junge auf, vielleicht 13 Jahr alt, und springt in das mit Meerwasser gefüllte Loch hinein. Aha, Klippenspringen ist hier auch möglich, denke ich und mache mich auf den Rückweg, ehe es anfängt zu dämmern. Direkt durch den Ort Cala Llombarts benötige ich nur eine knappe Stunde.

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Am Wegesrand stehen einige Sukkulenten © Traum-Ferienwohnungen

Die komplette Tour mit Ausgangspunkt Cala Santanyi beträgt rund elf Kilometer. Gerade in den Sommermonaten sollte man ausreichend Wasser mitnehmen, das relativ günstig im Supermarkt zu kaufen ist. Denn das Leitungswasser vor Ort sollte man nicht trinken – aus der Leitung kommt aufbereitetes, gechlortes Meerwasser.

Faszination Es Trenc: Romantische Sonnenuntergänge und spanische Live-Musik

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Zum Dahinschmelzen: Der Sonnenuntergang am Es Trenc © Traum-Ferienwohnungen

Der Es Trenc ist wohl einer der beliebteste Strände Mallorcas. Der lange und weitläufige Sandstrand lädt zu einem kleinen Spaziergang ein und der Einstieg in das türkisfarbene Wasser ist superflach und besonders für Familien geeignet. Ich bin am Strandabschnitt Ses Covetes. Den Mietwagen musste ich auf dem kostenpflichtigen Parkplatz abstellen. Freies Parken gibt es hier nirgendwo. Egal, denn ein wunderschöner Sonnenuntergang entschädigt für die Parkgebühr.

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Im Sembat kommt die Speisekarte „an“ nicht „auf“ den Tisch © Traum-Ferienwohnungen

Anschließend geht es in die Strandbar Sembat, die selbst unter Spaniern als Geheimtipp gilt. Allein unter Spaniern kann ich spanischer Live-Musik lauschen (immer sonntags in der Hauptsaison). Wer etwas essen möchte (es gibt Fleisch und frisches Gemüse vom Grill), sollte vorher einen Tisch bestellen (+34 / 871 702 772). Das Bier im 0,2 l Plastikbecher („Una cerveza por favor!“) kostet zwei Euro.

Bergwandern rund um Soller

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Belohnung nach dem Anstieg: Blick auf Port de Soller © Traum-Ferienwohnungen

Die Ortschaften Soller und Port de Soller im Nordwesten der Insel sind definitiv eine Reise wert. Mit dem Mietwagen fahre ich nach Port de Soller und passiere den Tunnel, um durch das massive Tramuntana Gebirge zu gelangen. Gut fünf Euro kostet die einmalige Durchquerung des Tunnels. Soller ist aber auch über die Serpentinen des Tramuntana-Gebirges zu erreichen. Gratis.

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Olivenbäume prägen das Landschaftsbild auf Mallorca © Traum-Ferienwohnungen

Von Port de Soller aus startet die Wanderung . Ein recht steiler Anstieg über glattgetretene Gesteinsbrocken führt den Berg hinauf. Nach dem sehr schweißtreibenden Anstieg werde ich schon mit einem wahnsinnig tollen Ausblick auf Port de Soller belohnt. Bis zum ersten Getränkestopp muss ich mich noch etwas anstrengen, aber immerhin wird der Weg nun flacher und ich erreiche Son Bleda, eine Luxusfinca, auf derer idyllischen Terrasse ich ein eisgekühltes Aqua con gas mit einer frischen Scheibe Zitrone genieße. Da die Strecke gut gekennzeichnet ist, wandere ich flott Richtung Soller.

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Abwärts geht’s schneller: Soller ist nicht mehr weit © Traum-Ferienwohnungen

Beim Abstieg muss ich mich noch einmal konzentrieren, da die glatten Steine einiges an Trittsicherheit abverlangen. Vorbei an Zitronenbäumen und einigen Bananenstauden sehe ich irgendwann schon die Schienen der Holzstraßenbahn, mit der ich später von Soller wieder zurück nach Port de Soller tuckern möchte. Schnell bin ich auf dem Marktplatz von Soller. Es lohnt sich, die Kirche dort zu besichtigen.

Besonders lohnt sich ein Besuch in der Eisdiele Fet a Soller. Das selbstgemachte Eis – meiner Meinung nach das beste auf der gesamten Insel  – bringt mir ein wenig Energie zurück. Mit der Holzstraßenbahn (fährt etwa alle halbe Stunde) benötige ich knapp 30 Minuten und steige direkt am Hafen von Port de Soller aus. Der Spaß kostet fünf Euro, die der Schaffner direkt im Zug kassiert. Die Fahrt ist herrlich luftig und trocknet den Schweiß, um den mich die Bergwanderung erleichtert hat.

Schotterpisten und frisches Quellwasser

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Idyllisch ist die Klosteranlage bei S’Alqueria Blanca © Traum-Ferienwohnungen

Auch mit dem Rad lässt sich der Südosten der Insel wunderbar erkunden. Zum Kloster Oratori de la Consolacion in S’Alqueria Blanca führt eine deftige Schotterpiste, die schon etwas Übung auf dem Mountainbike abverlangt – schließlich liegt das Kloster auf einem kleinen Berg. Oben angekommen habe ich einen herrlichen Blick auf Portopedro und die weißen Bauten von Cala D’or. Das Kloster aus dem 16. Jahrhundert ist gut erhalten. Sogar ein Brunnen mit frischem und trinkbarem Quellwasser befindet sich im Innenhof.

Sanfte Tiere: Alpakas und Lamas auf Mallorca

Mitten im Nichts von Cas Concos bei Santanyi liegt das Lama-Paradies. Dort gibt das deutsche Aussteigerpaar Martina Vollmer und Andreas Peter 18 Lamas und Alpakas ein zuhause. Auf dem Gelände rund um die 300 Jahre alte Finca des Paares haben die Tiere ausreichend Platz zum Laufen und Fressen. Letzteres ist für die Kamele besonders wichtig. Bevorzugt futtern sie die jungen Blätter von Mandelbäumen. Eine Delikatesse, so scheint mir. Alpakas und Lamas sind wundervolle Tiere und spucken überhaupt nicht, so lange man sich ihnen vorsichtig nährt und sie nicht am Hintern tätschelt, erfahre ich von Martina. Für kleinere Gruppen bietet das Paar Lama- und Alpaka-Führungen an. Dabei können die Tiere auch einmal selbst am Halfter über die Weide geführt werden. Ein super Erlebnis, wie ich finde. Die Termine für die Gruppenführungen machen Martina und Andreas individuell. Die beiden sind unter 0157/32513975 erreichbar.

Ferienunterkünfte auf Mallorca

Die ursprünglichen Ecken Mallorca lassen sich am besten von einer Ferienwohnung bzw. Fincas, erkunden. Schauen Sie sich doch einfach mal bei Traum-Ferienwohnungen um.

Ferienwohnungen auf Mallorca von Traum-Ferienwohnungen

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Kommentare

Jens September 17, 2014 um 9:32 am

Toller Bericht Janina, KLASSE!!!!!!!

Antworten

Jens Dezember 22, 2015 um 11:06 am

http://wuestenlicht.com

schöner Bericht, war 4 Tage auf Mallorca, viel viel zuwenig

2016 geht es zum wandern auf Mallorca, habe eine schöne Vorlage gefunden

Mallorca & Portugal für jeden das Richtige…..
Schöne Grüssle Jens

Antworten

Janina Dezember 22, 2015 um 12:00 pm

So ist es. Viel Spaß auf der Insel und schöne Feiertage.

Antworten

Michaela September 20, 2014 um 1:37 pm

Genau so ist es dort-ein tolles Fleckchen Erde !Der Bericht ist echt gelungen !

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ernesto November 4, 2015 um 11:23 am

Hey Janina, Du hast Dir die richtige Ecke ausgesucht. Ich bin seit 1978 hier im Urlaub und habe 1998 fast am Strand Es Trenc ein nettes Haus gebaut. Ich wohne 6 Monate auf Mallorca und 6 Monate am schönen Bodensee. Zwisendurch am GardaSee bzw. in Südtirol. Dank Internet ist dies eben alles möglich. Immerhin habe ich von Mallorca ca.6000 Bilder zu allen Jahreszeiten. Deine Bilder sind OK und supergut.
Ernesto

Antworten

Redaktion Reisemagazin November 5, 2015 um 2:35 pm

Vielen Dank! Ich war in diesem Jahr auch wieder an diesen schönen Plätzen und freue mich immer wieder „zurückzukehren“. Viele Grüße, Janina aus der Reisemagazin-Redaktion

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