Skip to main content

Ich mag dieses Lied. Wenn der Party-Schlager „Traum von Amsterdam“ im Radio läuft, muss ich automatisch mitsingen und bekomme gute Laune. Dabei weiß ich gar nicht, ob die niederländische Metropole wirklich so traumhaft ist, wie der Song verspricht – ich war noch nie dort. Das soll sich ändern und so plane ich ein Wochenende in Amsterdam. Soviel zur Vorgeschichte. Begleiten Sie mich, Janina aus der Reisemagazin-Redaktion, jetzt auf meiner Entdeckungsreise durch das turbulente Amsterdam und kommen Sie mit mir auf einen Wochenendtrip.

Janina unterwegs in Amsterdam

Janina unterwegs in Amsterdam
© Traum-Ferienwohnungen

Ich wollte Käse in Massen essen, das Anne-Frank-Haus besuchen und eine Rundfahrt über die herrlichen Grachten machen. Mit dem Angebot Europa-Spezial der Deutschen Bahn komme ich für 19 € pro Strecke supergünstig in die niederländische Metropole. Das Wochenende in Amsterdam kann beginnen.

Albert Cuypmarkt und Margere Brug

Gut in Amsterdam angekommen, startete der Samstag mit einem Besuch auf dem bekannten Albert Cuypmarkt. Ich habe mir ein 24-Stunden-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel gekauft. Das Ticket der GVB kann in allen von der GVB betriebenen Straßenbahnen, Bussen und Metros genutzt werden. Das Ticket gibt es direkt beim Straßenbahnführer und an den Metro-Stationen am Ticketautomaten. Für 7,50 € bin ich 24 Stunden lang mobil. Super Sache. Am Albert Cuypmarkt im Amsterdamer Stadtteil De Pijp halten die Straßenbahnlinien 4, 6, 24 und 25. Der Markt bietet auf einer Straßenlänge allerlei Souvenirs, Käse, Fisch, Blumen, Kleidung und bunten Schnickschnack.

Wochenende in Amsterdam

Fischstand auf dem Albert Cuypmarkt © Traum-Ferienwohnungen

Der Markt ist nicht groß, aber abwechslungsreich und wenn man direkt hindurchschlendert, ist man nach 30 Minuten am letzten Marktstand angelangt. Also mache ich mich auf den Weg weiter Richtung Zentrum und steuere zufällig auf die Magere Brug zu, die die Kerkstraat mit der Nieuwe Kerkstraat verbindet. Die alte Klappbrücke Magere Brug ist eine der wenigen noch erhaltenen, hölzernen Brücken in Amsterdam und führt über den Fluss Amstel.

Wochenende in Amsterdam

Die Magere Brug über die Amstel © Traum-Ferienwohnungen

Ich biege links ab und marschiere auf eine tolle, kleine Brücke zu, die wohl ein beliebter Ort für Pärchen ist: Dutzende Liebesschlösser zieren die Brücke. Ob die Amsterdamer diesen modernen Brauch so toll finden? Ich bin mir nicht sicher. In Paris biegen sich die Brücken ja schon unter der Last der Schlösser. Aber ein tolles Fotomotiv ist diese Brücke allemal, denn im Hintergrund erhebt sich die Zuiderkerk.

Wochenende in Amsterdam

Brücke mit Liebesschlössern und Blick auf die Zuiderkerk © Traum-Ferienwohnungen

Bloemenmarkt, Käse und Rotlicht

Jetzt geht’s Richtung Blumenmarkt. Vorbei an den wunderschönen und typischen Häusern, die aussehen, als ob sie im Wasser der Gracht stehen. Wirklich charakteristisch ist die Neigung der Häuser. Mal nach vorne gekippt, mal nach links oder rechts – denn der Boden in Amsterdam ist weich. Früher wurden die Häuser auf 15 m langen Holzpfählen, die in den Boden ragen, gebaut, steht in meinem Reiseführer. Diese Pfähle vermodern mit der Zeit oder sacken weg, dadurch neigen sich viele Häuser, was die Amsterdamer Stadtverwaltung immer wieder vor neue Herausforderungen stellen soll. Damit die Häuser dennoch recht leicht sind, wurden diese mit vielen und großen Fenstern versehen – was ebenfalls zu ihrer Unverkennbarkeit beiträgt.

amsterdam-haeuser-sehenswuerdigkeiten-wochenende-in-amsterdam

Charakteristische Häuser in Amsterdam © Traum-Ferienwohnungen

Das Gebäude der nationalen Oper lasse ich rechts liegen und sehe schon die ersten Wegweiser mit dem Hinweis „Bloemenmarkt“. Wenige Minuten später schiebe ich mich vorbei an bunten Marktständen mit Blumen, Saatgut und Zwiebeln. An einigen werden, vollkommen selbstverständlich, Cannabis-Starterkits für 3 bis 6 € angeboten.

Wochenende in Amsterdam

Tulpenzwiebeln und vieles mehr auf dem Blumemarkt © Traum-Ferienwohnungen

Als Urlaubsmitbringsel eignen sich die berauschenden Pflanzen allerdings nicht. Denn in den Zügen Richtung Deutschland oder auf der Autobahn werden ab und an Drogenkontrollen durchgeführt – und das kann richtig teuer werden. Aber auch als Passivraucher bekommt man bei einem Rundgang durch Amsterdam eine ganze Menge Kräuterduft in die Nase.

Cannabis-Starter-Kit für 3 €

Cannabis-Starter-Kit für 3 € © Traum-Ferienwohnungen

Rechts reiht sich ein Marktstand an den anderen – links ein Käsegeschäft an das nächste. Und die sollte man unbedingt besuchen, denn in jedem Laden gibt es nicht nur verschiedenste Sorten von Pesto über Ziege und Kräutergeschmack bis Kokosnuss, sondern auch immer dutzende Schalen mit kleinen Probierwürfeln.

Wochenende in Amsterdam

Ein Traum für Käsefans © Traum-Ferienwohnungen

Der Blumenmarkt ist auch nur eine Straße lang, aber samstags herrscht ein reges Gedränge und es empfiehlt sich, seine Wertsachen am Körper zu tragen. Ich habe mir meinen Rucksack auf den Bauch geschnallt. Ich folge den Schildern Richtung Dam. Dam entpuppt sich als ein großer Platz mit der Nieuwe Kerk, dem Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds und dem Royal Palace. Ein paar Kleinkünstler eifern dort um die Gunst der Zuschauer und ein paar Euro.

Weiter geht’s zum Red Light District, der auf meinem Umsonst-Stadtplan sogar rot eingefärbt ist. Dort können Männer und Frauen durch die Gassen wandern und die leicht bekleideten Damen beobachten, die sich hinter Fensterscheiben räkeln. In den Kneipen ist dort schon mittags was los. Diverse Läden laden zu verschiedenen Shows unter eindrücklichen Namen ein. Es gibt im Rotlichtbezirk wirklich eine Menge zu sehen.

Auch tagsüber laufen im Rotlichtbezirk diverse Shows

Auch tagsüber laufen im Rotlichtbezirk diverse Shows © Traum-Ferienwohnungen

Genug für den ersten Tag – die Beine sind schwer. So ein Wochenende in Amsterdam kann ganz schön anstrengend sein. Schnell noch ein Absacker-Heineken in einer der schönen Bars an der Prinsengracht und dann ins Bett.

Grachtentour und Anne-Frank-Haus

Am Sonntag steht eine Grachtentour auf dem Programm. In unmittelbarer Nähe des ebenfalls sehenswerten Amsterdamer Hauptbahnhofs Amsterdam Centraal warten verschiedene Fahrgastschifffahrten auf Gäste. Die Touren sind in überdachten oder kleineren, offenen Booten möglich und meist gibt es einen mehrsprachigen Audio-Guide, der beim Passieren der Sehenswürdigkeiten interessante Infos gibt. Die Touren finden meist zwischen 10 und 18 Uhr jeweils stündlich statt. Ich zahle für eine gut einstündige Rundfahrt im Boot der Canal Cruises 16 €. Es ist eine tolle Rundfahrt. Ein Muss für jeden Touristen.

Ein weiteres To Do ist der Besuch des Anne-Frank-Hauses. Leider gibt es vor dem Haus den ganzen Tag eine lange Schlange und Besucher müssen mindestens eine Stunde auf Einlass in das Haus, in dem Anne Frank und ihre Familie sich im Zweiten Weltkrieg versteckt haben, warten. Das Haus an der Prinsengracht 263–267 ist im Juli und August daher sogar täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet. Ich habe Glück und warte nur eine gute Stunde. Dafür kann ich mich ab ca. 50 Meter vor dem Eingang über freies WLAN freuen. Übrigens: der „Geheimtipp“ aus dem Internet, der besagt, dass ab 18 Uhr die Warteschlange kürzer ist, ist falsch. Das haben wahrscheinlich so viele Menschen in Ratgebern gelesen, dass alle um 18 Uhr vorbeischauen. Da war die Schlange dann nämlich wieder deutlich länger.

Geschätzte 100 m anstehen - nur noch 45 Minuten

Geschätzte 100 m anstehen – nur noch 45 Minuten © Traum-Ferienwohnungen

Für 9 € geht es dann zurück in die Vergangenheit. Ich erfahre in Videos von Zeitzeugen, die heute nicht mehr leben, warum sich die jüdische Familie Frank in dem Hinterhaus versteckt hielt. Sehe alte Bilder und Originale aus dem Zweiten Weltkrieg. Es ist recht dunkel. Alle schweigen. Ich sehe Bilder des Vaters Otto Frank, der als einziger die Zeit im Konzentrationslager überlebt hat und als gebrochener Mann in den 60er Jahren in das Haus erstmals zurückkehrte. Ich bekomme Gänsehaut. Einige Besucher haben Tränen in den Augen. Als ich nach gut einer Stunde wieder vor das schmale Haus trete, versuche ich mit ein paar tiefen Atemzügen der Beklemmung zu entkommen.

Das schmalste Haus in Amsterdam

Schmalstes Haus

Schmalstes Haus
© Traum-Ferienwohnungen

Den Kopf bekomme ich auf dem Weg zum schmalsten Haus von Amsterdam an der Singel 7. wieder frei. Das Haus ist tatsächlich nur eine Tür breit und ein witziges Fotomotiv.

Danach geht’s noch ein wenig durch die Einkaufsstraßen. Einen Sonntagnachmittag kann man in Amsterdam prima beim Shopping verbringen, denn fast alle Geschäfte haben ab 12 Uhr bis 18/19 Uhr geöffnet.

Mein Fazit nach dem Wochenende in Amsterdam: Eine verrückte, internationale, turbulente Metropole mit ordentlich Charme. In Amsterdam muss man einfach nur losgehen – man kommt immer an.

Ferienwohnungen und Ferienhäuser für ein Wochenende in Amsterdam

Übernachten auf einem Hausboot oder in einem kleinen Apartment – bei Traum-Ferienwohnungen können Sie unter mehr als 30 Unterkünften in Amsterdam wählen. Sie Übernachtungsmöglichkeiten eignen sich wunderbar für ein Wochenende in Amsterdam.

 

(308)


Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *