8 Geheimtipps für eure Wien-Städtereise

Wenn man an eine Reise nach Europa denkt, steht eine ganz bestimmte Stadt bei vielen Menschen ganz oben auf der Liste. Ein Urlaub in Wien, Österreich, ist immer eine gute Idee. Die Stadt an der Donau ist berühmt für ihre reiche Geschichte, ihre beeindruckende Architektur und ihre ganz besondere Gemütlichkeit. Wer zum ersten Mal hierher kommt, besucht natürlich die klassischen Wiener Sehenswürdigkeiten. Das prunkvolle Schloss Schönbrunn, der riesige Stephansdom in der Mitte der Stadt oder das große Riesenrad im Prater sind Orte, die man einfach gesehen haben muss.

Doch wenn ihr diese berühmten Orte schon kennt oder wenn ihr einfach keine Lust auf große Menschenmengen habt, dann hat diese Stadt noch eine völlig andere Seite zu bieten. Ein echter Wien-Urlaub wird erst dann perfekt, wenn man die kleinen, versteckten Ecken findet, an denen sich die Einheimischen treffen. Genau an diesen Orten spürt man das wahre Herz der Stadt.

Damit eure nächste Städtereise Wien zu einem ganz besonderen Erlebnis wird, haben wir uns für euch abseits der bekannten Wege umgesehen. Egal, wie das aktuelle Wien-Wetter gerade ist, hat diese Stadt immer etwas Magisches zu bieten. Wir haben für euch eine Liste mit wunderbaren Orten zusammengestellt, die in vielen Reiseführern fehlen. Zieht bequeme Schuhe an und freut euch auf unsere 8 besten Wien-Geheimtipps!

1. Ein Meisterwerk aus Stein: Die Strudlhofstiege

Wien ist eine Stadt, die auf verschiedenen Ebenen gebaut wurde. Um diese Ebenen zu verbinden, gibt es viele Treppen. Die schönste von allen ist ganz sicher die Strudlhofstiege im neunten Bezirk. Viele Touristen laufen an diesem Meisterwerk vorbei, ohne es zu bemerken, weil es gut versteckt zwischen normalen Wohnhäusern liegt.

Diese Treppe wurde vor über hundert Jahren im sogenannten Jugendstil gebaut. Sie besteht aus hellem Stein, hat weiche, geschwungene Formen, dunkelgrüne Geländer aus Metall und wunderschöne, alte Laternen. Die Treppe ist so berühmt, dass sogar ein sehr bekanntes österreichisches Buch nach ihr benannt wurde. Das Besondere an diesem Ort ist die unglaubliche Ruhe. Zwei kleine Brunnen sind in die Treppe eingebaut, und das leise Rauschen des Wassers ist oft das einzige Geräusch, das man hört. Nehmt euch die Zeit, die vielen kleinen Details dieser Treppe zu bewundern. Sie ist ein wunderbares Motiv für eure Urlaubsfotos.

2. Ein Hauch von Asien: Der Setagayapark

Wenn das Wien Wetter warm und sonnig ist, zieht es viele Menschen in die großen Parks der Stadt. Wer jedoch eine ganz besondere und ruhige grüne Oase sucht, sollte in den 19. Bezirk fahren. Dort liegt der Setagayapark, ein echter japanischer Garten mitten in Europa.

Sobald ihr durch das große Holztor tretet, lasst ihr die laute Stadt komplett hinter euch. Der Park wurde von einem japanischen Gartenmeister entworfen und ist ein Ort der absoluten Stille und Harmonie. Es gibt einen kleinen Teich mit bunten Fischen, einen leise plätschernden Wasserfall, kleine Brücken aus Stein und ein traditionelles japanisches Teehaus. Besonders im Frühling, wenn hier die japanischen Kirschbäume in einem kräftigen Rosa blühen, ist dieser Park unglaublich schön. Aber auch im Sommer oder Herbst bietet er einen wunderbaren Kontrast zur klassischen Architektur der Stadt. Es ist der perfekte Ort, um auf einer Bank zu sitzen, ein Buch zu lesen oder einfach nur die Gedanken fliegen zu lassen.

3. Hoch hinaus: Die Jubiläumswarte im Wienerwald

Wien ist eine der wenigen großen Städte, die fast komplett von einem echten Wald umgeben sind. Der Wienerwald ist die grüne Lunge der Stadt. Wenn ihr gerne in der Natur seid und eine gute Aussicht liebt, müsst ihr die Jubiläumswarte besuchen.

Dieser große Turm aus Stahl steht mitten im Wald auf einem Berg. Der Weg dorthin führt durch dichte, grüne Bäume und ist ein wunderschöner Spaziergang, bei dem man wunderbar frische Luft schnappen kann. Wenn ihr am Turm angekommen seid, müsst ihr 183 Stufen nach oben klettern. Das ist ein kleines bisschen anstrengend, aber die Mühe lohnt sich wirklich. Von der obersten Plattform habt ihr einen Ausblick, der euch sprachlos machen wird. Ihr könnt über die gesamte Stadt schauen, seht den Fluss, die kleinen Häuser und an sehr klaren Tagen sogar die echten Berge in der Ferne. Zieht euch für diesen Ausflug am besten eine windfeste Jacke an, denn oben auf dem Turm weht oft eine kräftige Brise.

4. Entspannung am Wasser: Die Alte Donau

Ein Sommerurlaub in einer großen Stadt kann manchmal sehr heiß werden. Wenn ihr nach Abkühlung sucht, müsst ihr nicht in ein volles Schwimmbad gehen. Die Einheimischen fahren dann an die Alte Donau. Das ist ein alter Teil des Flusses, der heute ein großer, sehr ruhiger See mitten in der Stadt ist.

Das Wasser hier ist sehr sauber, ruhig und angenehm warm. Entlang des Wassers gibt es viele alte, hölzerne Badehäuser und grüne Wiesen. Das Schönste, was ihr hier machen könnt, ist ein kleines Boot zu mieten. Es gibt klassische Ruderboote, Tretboote oder kleine Boote mit einem leisen Elektromotor. Fahrt langsam über das ruhige Wasser, haltet die Füße in das kühle Nass und fahrt zwischen den hohen Schilfgräsern hindurch. Von der Mitte des Sees habt ihr einen tollen Blick auf die modernen, hohen Gebäude der „Donaucity“ auf der einen Seite und pure Natur auf der anderen Seite. Es ist ein Gefühl von Urlaub am See, und das mitten in einer echten Weltmetropole.

5. Ein Schloss im Wald: Die Hermesvilla

Das Schloss Schönbrunn kennt fast jeder. Aber wusstet ihr, dass es noch ein weiteres, sehr romantisches Schloss gibt, das tief in einem Wald versteckt ist? Die Hermesvilla liegt im „Lainzer Tiergarten“, einem riesigen Naturschutzgebiet am Rand der Stadt.

Dieses Schloss war ein Geschenk des berühmten Kaisers Franz Joseph an seine Ehefrau, die Kaiserin Sisi. Er hoffte, dass sie öfter in Wien bleiben würde, wenn sie ein Schloss weit weg vom strengen Leben am Hof hätte. Die Hermesvilla ist ein wunderschönes Gebäude, das ein bisschen an ein Märchen erinnert. Um das Schloss herum liegt ein endloser Wald. Wenn ihr hier spazieren geht, könnt ihr mit etwas Glück sogar frei lebende Wildschweine oder Rehe beobachten. Dieser Ort ist extrem friedlich und bietet eine perfekte Mischung aus kaiserlicher Geschichte und unberührter Natur.

6. Stille und wunderschöne Natur: Der Zentralfriedhof

Ein Friedhof als Tipp für eine Reise? Ja, absolut! Der Wiener Zentralfriedhof ist nicht einfach nur ein Ort der Trauer, sondern er ist einer der größten und schönsten Parks der gesamten Stadt. Er ist so groß, dass es sogar eine eigene Buslinie gibt, die über das Gelände fährt.

Die Atmosphäre hier ist nicht unheimlich, sondern unglaublich friedlich. Zwischen den sehr alten, oft wunderschön verzierten Grabsteinen wachsen riesige, alte Bäume. Es ist ein echtes Paradies für die Natur. Sehr oft kann man hier kleine Rehe sehen, die mutig zwischen den Wegen stehen und frisches Gras fressen. Wenn ihr Architektur liebt, müsst ihr euch die große Kirche in der Mitte des Geländes (die Luegerkirche) ansehen. Sie ist im Jugendstil gebaut und hat eine atemberaubende blaue Kuppel, die in der Sonne leuchtet. Ein langer, ruhiger Spaziergang durch diesen Park ist der perfekte Weg, um nach aufregenden Tagen in der Stadt wieder komplett zur Ruhe zu kommen.

7. Buntes Leben und frische Düfte: Der Brunnenmarkt

Wenn ihr das echte, bunte Leben der Stadt spüren wollt, müsst ihr einen Markt besuchen. Fast alle Touristen gehen auf den bekannten Naschmarkt. Wenn ihr aber das authentische Leben der Einheimischen sehen wollt, ist der Brunnenmarkt im 16. Bezirk euer Ziel. Er ist der längste Straßenmarkt der Stadt und einer unserer liebsten Wien Geheimtipps.

Hier mischen sich viele verschiedene Kulturen. An den Ständen türmen sich frisches Gemüse, bunte Früchte, duftende Gewürze aus dem Orient und frisches Fladenbrot. Die Händler rufen laut ihre Preise, es wird gelacht und gehandelt. Am Ende des Marktes kommt ihr auf den Yppenplatz. Dieser Platz ist umgeben von vielen kleinen, modernen Cafés und Restaurants. Hier treffen sich Künstler, Studenten und Familien auf ein gutes Mittagessen. Wer im Urlaub gerne selbst kocht, kann auf dem Brunnenmarkt frische, günstige Zutaten einkaufen und in seiner Ferienwohnung in Wien am Abend ein fantastisches Festmahl zubereiten. So fühlt man sich für ein paar Tage wie ein echter Bewohner der Stadt.

8. Eine Reise in die Vergangenheit: Der Franziskanerplatz

Mitten im Zentrum der Stadt, nur wenige Gehminuten vom lauten und vollen Stephansplatz entfernt, liegt ein kleiner Platz, der wie aus einer anderen Zeit wirkt. Wenn ihr durch die schmalen, alten Gassen geht und plötzlich auf dem Franziskanerplatz steht, wird es auf einmal ganz still.

Der Platz ist umgeben von wunderschönen, sehr alten Häusern mit bunten Fassaden. In der Mitte steht der alte Mosesbrunnen, in dem das Wasser leise plätschert. Hier gibt es keine großen Geschäfte und keinen Verkehr. Das absolute Highlight auf diesem Platz ist das „Kleine Café“. Es macht seinem Namen alle Ehre, denn es ist wirklich winzig. Im Sommer stehen ein paar Tische draußen auf dem Kopfsteinpflaster. Setzt euch hierhin, bestellt eine typische Wiener Melange (einen Kaffee mit Milchschaum) und beobachtet die Menschen. Es ist der perfekte Ort, um nach einem langen Spaziergang durch die Stadt einfach mal durchzuatmen und die Seele baumeln zu lassen.

Praktische Tipps für eure Reise

1. Öffentliche Verkehrsmittel nutzen
Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel in Wien gehört zu den besten in Europa. Mit Straßenbahnen, U-Bahnen und Bussen erreicht ihr schnell und günstig alle wichtigen Orte. Am besten kauft ihr eine Mehrtageskarte, um flexibel unterwegs zu sein.

2. Das Wiener Trinkwasser probieren
Das Leitungswasser in Wien kommt direkt aus den hohen Bergen der Alpen in die Stadt. Es ist eiskalt, kristallklar und schmeckt besser als viele Wasser, die man im Supermarkt kaufen kann. Bringt euch einfach eine leere Flasche mit und füllt sie an einem der vielen öffentlichen Brunnen in der Stadt kostenlos auf.

3. Flexible Unterkunft wählen
Viele Reisende schätzen die Freiheit einer eigenen Unterkunft. In Wien findet ihr zahlreiche ruhige und zentrale Ferienwohnungen. Wer es etwas grüner mag, kann auch ein Ferienhaus in der Umgebung wählen und bequem mit dem Zug ins Zentrum fahren.

Fazit: Eine Stadt, die das Herz erobert

Ein Urlaub in Österreichs Hauptstadt muss nicht bedeuten, dass man jeden Tag nur in langen Schlangen vor den großen Palästen stehen muss. Die wahre Schönheit dieser Stadt liegt in ihrer Gemütlichkeit, die man hier überall spürt. Es ist die einzigartige Mischung aus der großen, weltberühmten Geschichte und der ruhigen, entspannten Art der Menschen, die diese Stadt so besonders macht.

Ob ihr nun einen Kaffee auf dem ruhigen Franziskanerplatz trinkt, mit dem Boot über die Alte Donau fahrt oder über den bunten Markt spaziert – ihr werdet schnell merken, warum diese Stadt so oft zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt wird. Jeder dieser versteckten Orte hat seine eigene, kleine Geschichte zu erzählen.

Nehmt euch die Zeit, euch einfach einmal treiben zu lassen. Oft entdeckt man die schönsten Dinge genau dann, wenn man den Stadtplan zusammenfaltet und einfach in eine kleine Gasse abbiegt. Wir wünschen euch eine wundervolle, entspannte und unvergessliche Zeit bei eurer nächsten Entdeckungstour durch diese wunderschöne Stadt an der Donau!

Häufig gestellte Fragen zum Urlaub in Wien

Wie viele Tage solltet ihr für Wien einplanen? 

Wenn ihr euch auf die klassischen Highlights konzentrieren wollt, sind 3 bis 4 Tage ideal für einen Wien-Städtetrip. Da Wien aber auch ein super Ausgangspunkt für tolle Tagesausflüge in die Umgebung ist, lohnt es sich oft, noch ein paar Extra-Tage dranzuhängen, um die Region richtig auszukosten!

Wann ist die schönste Zeit für eine Wien-Reise? 

Richtig magisch sind Sightseeingtouren im Dezember, wenn die ganze Stadt festlich beleuchtet ist. Auch der Sommer hat einiges zu bieten, allerdings solltet ihr euch darauf einstellen, dass es dann gut und gerne mal bis zu 35 °C heiß werden kann. Wenn euch das zu warm ist, empfehlen wir euch die Monate April und Mai. Dann ist das Wetter meistens schon richtig schön mild und die ganze Stadt fängt an zu blühen.

Wann ist ein Trip nach Wien am günstigsten? 

Wenn ihr das Urlaubsbudget etwas schonen wollt, reist ihr am besten in der Nebensaison. Zwischen November und März findet ihr in der Regel die günstigsten Unterkünfte (mit Ausnahme der teuren Tage direkt um Weihnachten und Silvester natürlich).

Welche Orte in Wien müsst ihr unbedingt gesehen haben? 

Hier sind die 8 besten Sehenswürdigkeiten, die bei eurem Trip auf keinen Fall fehlen dürfen:

1. Schloss Schönbrunn
2. Hofburg Wien
3. Schloss Belvedere
4. Stephansdom
5. Wiener Prater
6. Wiener Naschmarkt
7. Hundertwasserhaus
8. Das Museumsquartier

Welche Wiener Stadtviertel solltet ihr als Touristen eher meiden? 

Als grobe Faustregel gilt: Haltet euch bei der Hotelsuche am besten innerhalb des sogenannten „Gürtels“ auf. Die Bezirke 10 bis 12, 15 bis 17 und 20 bis 22 sind für einen reinen Städtetrip nicht unbedingt die beste Wahl. Die Bezirke 13, 14, 18, 19 und Teile des 23. Bezirks gehören zwar zu den absoluten Traum-Wohngegenden der Wiener, aber sie liegen ziemlich weit weg vom Zentrum. Für ein straffes Sightseeing-Programm verliert ihr dort einfach zu viel Zeit mit den Öffis.

Sind die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien kostenlos? 

Nein, kostenlos sind sie nicht, aber das Ticket-System ist sehr unkompliziert. Ein Einzelticket kostet euch aktuell 3,20 € (für Kinder 1,60 €). Das gilt ab der Entwertung für 80 Minuten in eine Fahrtrichtung. Ihr dürft dabei beliebig oft umsteigen, nur die Fahrt dürft ihr nicht für längere Pausen unterbrechen. Wenn ihr viel in der Stadt unterwegs seid, lohnt sich oft die 24-Stunden-Netzkarte für 10,20 €.

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