5 Gründe für euren perfekten Nordseeurlaub auf Borkum

Manchmal muss man einfach ans Meer fahren, um wieder ganz bei sich selbst anzukommen. Der Alltag auf dem Festland ist oft laut, schnell und voller Termine. Doch es gibt Orte in Deutschland, an denen die Uhren ein kleines bisschen langsamer ticken und man die Welt um sich herum völlig vergisst. Ein solcher Ort liegt mitten in den weiten Wellen der Nordsee. Sobald ihr am Hafen auf dem Festland auf die große weiße Fähre steigt, spürt ihr, wie die erste Anspannung von euch abfällt. Die Fahrt über das Wasser dauert über zwei Stunden, und genau das ist das Schöne daran. Mit jeder Minute auf dem Schiff lasst ihr den Stress ein weites Stück hinter euch.

Wenn die Insel dann langsam am Horizont auftaucht, begrüßt euch als Erstes der markante Leuchtturm. Ein Urlaub auf Borkum ist für viele Reisende aus dem ganzen Land ein Erlebnis, das sie jedes Jahr wiederholen möchten. Borkum ist die größte und am westlichsten gelegene Ostfrieseninsel. Sie liegt so weit draußen im Meer, dass sie komplett vom rauen und gesunden Klima der Nordsee umschlossen wird. Die Mischung aus wilder Natur, lebhafter Promenade und unglaublich viel Platz macht sie zu einem einzigartigen Reiseziel, für das man nicht in ein Flugzeug steigen muss.

Ganz gleich, ob ihr einen langen Sommerurlaub mit der ganzen Familie plant oder einfach nur einen spontanen Kurzurlaub auf Borkum sucht, um an einem langen Wochenende den Kopf freizubekommen: Diese Insel wird euch von der ersten Sekunde an begeistern. Wir haben die Landkarte für euch studiert, die besten Orte gesammelt und die Koffer gedanklich schon gepackt. Lest einfach weiter und entdeckt fünf gute Gründe, die schönsten Sehenswürdigkeiten und unsere besten Tipps, warum diese wunderschöne Insel das perfekte Ziel für eure Erholung ist.

1. Das einzigartige Hochseeklima zum tiefen Durchatmen

Wenn ihr auf der Insel ankommt und den ersten tiefen Atemzug nehmt, werdet ihr sofort einen Unterschied bemerken. Die Luft schmeckt ein wenig salzig und fühlt sich unglaublich frisch an. Diese Insel hat eine echte Besonderheit, die sie von den anderen Inseln an der Küste unterscheidet: Sie liegt ganze dreißig Kilometer vom Festland entfernt. Aufgrund dieser weiten Entfernung herrscht hier ein echtes Hochseeklima.

Das bedeutet, dass die Luft hier extrem sauber, sehr reich an wertvollem Jod und fast völlig frei von störenden Pollen ist. Für Menschen, die in der Stadt oft an Allergien leiden oder Probleme mit den Atemwegen haben, ist das eine echte Befreiung. Egal, wie das aktuelle Wetter auf Borkum gerade ist, die Luft heilt den Körper auf natürliche Weise. Der stetige Wind bläst über das Meer und zerstäubt das salzige Wasser zu feinsten Tropfen. Dieser natürliche Nebel aus Meerwasser ist eine absolute Wohltat für die Lungen.

  • Die Sehenswürdigkeit dazu – Die kilometerlange Promenade: Um das Klima richtig zu genießen, müsst ihr an die Strandpromenade gehen. Sie ist die längste und schönste an der ganzen Küste. Hier könnt ihr stundenlang spazieren gehen, auf das tosende Meer blicken und habt das Wasser immer direkt an eurer Seite.
  • Unser Tipp für euch: Macht euren Spaziergang am besten direkt unten am Strand an der Wasserkante, genau dort, wo die Wellen brechen. Hier ist die Konzentration der gesunden Salztropfen in der Luft (das sogenannte Aerosol) am höchsten. Lauft gegen den Wind, atmet tief durch die Nase ein und spürt, wie frisch ihr euch danach fühlt.

2. Endlose und weiße Sandstrände für jeden Geschmack

Ein Urlaub am Meer ohne einen perfekten Strand ist kaum vorstellbar. Und hier hat die Insel wirklich Gewaltiges zu bieten. Der weiche Sandstrand ist über 26 Kilometer lang. Er ist an vielen Stellen so breit, dass er fast wie eine kleine, helle Wüste wirkt. Hier findet jeder Gast genau den richtigen Platz für sich, ohne dass es jemals zu eng, zu voll oder zu laut wird.

Der Strand ist in verschiedene Abschnitte unterteilt. Am Nordbad, direkt an der schönen Promenade, herrscht ein fröhliches Leben. Hier stehen die typischen gemütlichen Strandkörbe, in denen man sich vor dem Wind verstecken und wunderbar ein Buch lesen kann. Das Südbad ist oft etwas ruhiger und bei Familien mit kleinen Kindern sehr beliebt. Das Wasser wird an vielen Stellen nur sehr langsam tiefer, sodass man wunderbar im flachen Wasser spazieren oder gefahrlos spielen kann. Wer nach einem langen Tag am Strand nicht weit laufen möchte, bucht sich am besten eine der gemütlichen Ferienwohnungen auf Borkum direkt hinter den Dünen, um das Rauschen der Wellen bis in das Schlafzimmer zu hören.

  • Die Sehenswürdigkeit dazu – Der historische Musikpavillon: Direkt an der Promenade am Nordbad steht ein wunderschönes, altes Gebäude mit einem runden Dach. Der Musikpavillon wurde vor über hundert Jahren gebaut. In der warmen Jahreszeit spielt hier jeden Tag eine Kapelle fröhliche Musik, während ihr auf das Meer schaut.
  • Unser Tipp für euch: Wenn ihr im Hochsommer reist, solltet ihr euren Strandkorb unbedingt schon vor der Anreise über das Internet reservieren. Die Körbe in der ersten Reihe mit dem allerbesten Blick auf das Meer sind sehr schnell vergeben. Geht am Abend noch einmal zum Strand, denn die Sonnenuntergänge sind hier legendär.

3. Eine faszinierende und völlig unberührte Natur

Viele Menschen glauben, dass eine Insel nur aus Strand und Wasser besteht. Doch hier wartet eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt auf euch, die weit in das Innere der Insel reicht. Ein Borkum-Urlaub ist immer auch eine Reise in die unberührte Natur. Die Insel ist ein wichtiger Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, das von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.

Wenn sich das Wasser bei Ebbe zurückzieht, liegt der Meeresboden völlig frei. Es ist faszinierend zu sehen, wie viel Leben in dem nassen, glänzenden Schlamm steckt. Doch die Natur hat noch mehr zu bieten. Mitten auf der Insel gibt es kleine Wälder, sanfte Dünentäler und weite Wiesen, auf denen wilde Orchideen blühen und seltene Vögel brüten. Selbst wenn das Borkum-Wetter einmal umschlägt und es regnet oder stürmt, ist diese Naturlandschaft unglaublich dramatisch und wunderschön anzusehen.

  • Die Sehenswürdigkeit dazu – Das Feuerschiff und die Seehundsbank: Vor der Küste liegt eine riesige Sandbank, auf der sich oft hunderte von wilden Seehunden und Kegelrobben in der Sonne ausruhen. Um die Natur des Meeres noch besser zu verstehen, lohnt sich zudem ein Besuch im Nordsee Aquarium, wo ihr die bunte Unterwasserwelt der Küste hautnah erleben könnt.
  • Unser Tipp für euch: Bucht unbedingt eine geführte Wattwanderung. Geht dabei barfuß in den Schlick, das ist eine herrliche Massage für die Füße. Zieht euch aber alte Socken an, falls ihr empfindliche Füße habt, da kleine Muscheln im weichen Boden manchmal etwas scharfkantig sein können.

4. Aktive Erholung auf über 130 Kilometern Radwegen

Wer im Urlaub nicht nur ruhig im Strandkorb liegen möchte, sondern gerne aktiv ist und sich bewegen will, wird diesen Ort lieben. Die Insel ist ein echtes Paradies für Fahrradfahrer. Es gibt ein hervorragend ausgebautes Netz von über 130 Kilometern Rad- und Wanderwegen. Da der größte Teil der Insel für den normalen Autoverkehr von Gästen gesperrt ist, könnt ihr hier völlig entspannt, leise und sehr sicher fahren.

Ein Kurzurlaub auf Borkum ist die allerbeste Gelegenheit, sich einfach ein Fahrrad zu leihen und die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Fahrt durch die sanften Täler der Dünenlandschaft, radelt in das abgelegene Ostland vorbei an kleinen, alten Bauernhöfen und spürt den starken Wind im Gesicht. Auch Ausritte mit dem Pferd direkt am Strand oder lange Strecken zum Joggen an der Wasserkante gehören zu den beliebtesten Aktivitäten. Nach einem Tag voller Bewegung an der frischen Luft ist es herrlich, in ruhig gelegene Ferienhäuser auf der Ostfrieseninsel zurückzukehren und die müden Beine auf dem Sofa auszustrecken.

  • Die Sehenswürdigkeit dazu – Der Neue und der Alte Leuchtturm: Die Insel hat gleich mehrere Türme. Der rot-weiße „Neue Leuchtturm“ steht direkt im Stadtzentrum und ist noch immer jede Nacht aktiv. Der „Alte Leuchtturm“ ist das älteste Gebäude der Insel und steht auf einem alten Friedhof, umgeben von Walknochenzäunen.
  • Unser Tipp für euch: Wer gut zu Fuß ist, muss unbedingt die 315 Stufen des Neuen Leuchtturms nach oben klettern. Der Aufstieg ist etwas anstrengend, aber von der obersten Plattform habt ihr einen unbeschreiblichen Rundumblick über das weite Meer und könnt an klaren Tagen sogar bis auf das Festland schauen.

5. Kulturelle Schätze und echte ostfriesische Gemütlichkeit

Eine Reise in den hohen Norden Deutschlands ist nicht komplett, ohne die typische, sehr herzliche Kultur der Menschen vor Ort kennenzulernen. Die Bewohner der Insel sind stolz auf ihre lange Geschichte, die sehr eng mit der rauen Schifffahrt und dem historischen Walfang verbunden ist. Überall im kleinen Stadtzentrum findet ihr spannende Spuren dieser vergangenen Zeiten.

Kultur bedeutet hier aber auch echter Genuss. Die ostfriesische Teekultur ist auf der ganzen Welt legendär und wird hier jeden Nachmittag zelebriert. Setzt euch nach einem langen Spaziergang in ein kleines, gemütliches Café und bestellt euch eine Kanne echten Ostfriesentee. Dazu ein Stück frischen Kuchen, und die Welt ist vollkommen in Ordnung. Diese unglaubliche Gemütlichkeit und tiefe Ruhe färbt sofort auf jeden Besucher ab und lässt den Stress der Heimat komplett verschwinden.

  • Die Sehenswürdigkeit dazu – Das Heimatmuseum Dykhus: Dieses Museum ist in einem wunderschönen, alten Inselhaus untergebracht. Der Eingang wird von zwei riesigen, echten Kieferknochen eines Wales bewacht. Drinnen erfährt man alles über das harte Leben der Seeleute von früher und die faszinierende Geschichte der Insel.
  • Unser Tipp für euch: Wenn ihr euren Ostfriesentee trinkt, gibt es eine eiserne Regel: Niemals umrühren! Zuerst kommt ein großes Stück Kandiszucker (Kluntje) in die leere Tasse. Dann gießt ihr den heißen Tee darüber, was herrlich knistert. Zum Schluss gebt ihr mit einem kleinen Löffel etwas frische Sahne (ein Wölkchen) an den Rand der Tasse. Trinkt den Tee genau so, um die verschiedenen Schichten nacheinander zu schmecken.

Fazit: Eine Insel, die euer Herz im Sturm erobert

Ein Urlaub an der Küste muss nicht kompliziert sein oder eine lange Flugreise bedeuten, um unvergesslich zu werden. Oft sind es die einfachen Dinge direkt in unserem Land, die uns am meisten berühren und uns die tiefste Erholung schenken. Die weite Entfernung zum Festland sorgt dafür, dass ihr auf dieser Insel wirklich in einer eigenen, kleinen und sehr friedlichen Welt ankommt.

Dieser wunderbare Ort verbindet auf harmonische Weise alles, was einen perfekten Urlaub am Meer ausmacht. Ihr findet hier die sauberste Luft, endlose, weiße Strände zum endlosen Spazierengehen, eine einzigartige Naturwelt und eine herzliche Gemütlichkeit, die euch sofort entschleunigen wird. Egal, ob ihr als Paar sportlich aktiv sein wollt, mit euren Kindern riesige Burgen aus weichem Sand bauen möchtet oder einfach nur ein paar Tage absolute Ruhe und ein gutes Buch sucht – hier ist jeder Gast herzlich willkommen.

Lasst den Kalender und die Termine für eine Weile auf dem Festland zurück. Packt eine warme, windfeste Jacke und bequeme Schuhe ein und freut euch auf eine Zeit, die eurem Körper und eurer Seele richtig gut tun wird. Stöbert in Ruhe durch die verschiedenen Reiseziele, sucht euch eure persönliche Lieblingsunterkunft aus und beginnt mit der schönen Vorfreude auf euer Abenteuer am Meer. Die weiten Wellen, die weißen Möwen und die salzige, frische Luft warten schon auf euch. Wir wünschen euch eine wundervolle und tiefenentspannte Reise an die Küste!

Häufig gestellte Fragen zu Urlaub auf Borkum

Wofür ist Borkum eigentlich bekannt?

Borkum ist eine absolute Naturinsel mitten in der Nordsee! Zu den größten Pluspunkten gehören das extrem gesunde Hochseeklima, die vielen Sport- und Kulturangebote und natürlich die einmalige Lage direkt im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Ein richtig toller Bonus, falls jemand von euch empfindlich ist: Borkum ist die erste offiziell allergikerfreundliche Insel Europas!

Lohnt sich ein Trip nach Borkum?

Auf jeden Fall! Auf der größten und westlichsten der Ostfriesischen Inseln stehen Erholung, Entspannung und Spaß ganz oben auf der Tagesordnung. Euch erwarten dort nicht nur herrlich gesunde Luft und wunderschöne Strände, sondern auch eine wahnsinnig abwechslungsreiche Natur. Es gibt dort Dünen, kleine Wäldchen, Heideflächen, das weite Watt und eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken.

Was könnt ihr auf Borkum alles machen? 

Langweilig wird euch dort bestimmt nicht. Hier sind ein paar der besten Aktivitäten:
Strand und Meer: Genießt die endlos langen Sandstrände und atmet die frische Meeresluft tief ein.
– Radfahren und Wandern: Erkundet die weiten Dünenlandschaften, Wälder und Salzwiesen auf eigene Faust.
– Das gemütliche Zentrum: Schlendert ganz entspannt an den kleinen Boutiquen, gemütlichen Cafés und Restaurants im Inseldorf vorbei.
– Kultur und Geschichte: Steigt auf die Leuchttürme oder taucht im Heimatmuseum (Dykhus) in die spannende Inselgeschichte ein.

Welche bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es auf Borkum? 

Welche bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es auf Borkum?
Ganz oben auf eurer Liste sollten die Wahrzeichen der Insel stehen: der Alte Leuchtturm, der Neue Leuchtturm und der kleinere Elektrische Leuchtturm. Ein echtes Highlight ist auch das historische Feuerschiff „Borkumriff“, das fest im Hafen liegt und besichtigt werden kann. Wenn ihr euch für die Meereswelt interessiert, lohnt sich zudem ein Abstecher ins Nordsee-Aquarium.

Ist Borkum ein teures Pflaster?

Wie auf fast allen deutschen Nordseeinseln müsst ihr mit einem gewissen „Inselzuschlag“ rechnen. Besonders Unterkünfte in der Hauptsaison und Restaurants in bester Strandlage sind oft etwas teurer. Borkum ist aber definitiv keine reine Luxusinsel! Wenn ihr eure Ferienunterkunft frühzeitig bucht, euch auch mal abseits der Hauptpromenade verpflegt oder eine Ferienwohnung zum Selbstkochen mietet, lässt sich der Urlaub dort auch mit einem normalen Budget richtig gut machen.

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