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Schweißausbrüche, Herzrasen, Anspannung, Magengrummeln, Panikattacken oder Angstzustände – für viele beginnt der erholsame Urlaub mit einer regelrechten Tortur. Denn laut einer Umfrage leidet in Deutschland jeder Dritte an Flugangst. Nahezu 10% der Bevölkerung sind aufgrund ihrer Flugangst sogar noch nie geflogen – und das obwohl das Flugzeug als das sicherste Verkehrsmittel gilt. Aber diese Ängste lassen sich bekämpfen. Wir haben Ihnen 10 hilfreiche Tipps zusammengestellt, die dazu beitragen können, Ihre Flugangst zu besiegen.

Über den Wolken…

…muss die Freiheit wohl grenzenlos sein! Für viele Menschen ist eine Reise über den Wolken allerdings alles andere als ein Vergnügen: Angst, Hilflosigkeit und das Gefühl, ausgeliefert zu sein, anstatt dem Gefühl von Freiheit. Flugangst, oder auch Aviophobie, kann viele Gründe haben: der begrenzte Raum in der Flugzeugkabine, unangenehme Flugerlebnisse in der Vergangenheit, wie z.B. Turbulenzen aufgrund des Wetters, oder die ungewohnte Geräuschkulisse. Meistens ist es jedoch die Angst vor dem Verlust der eigenen Entscheidung- und Handlungsfähigkeit und das geringe Vertrauen in die unüberschaubare Technik.

Dabei ist Fliegen so praktisch, denn es ermöglicht uns in kürzester Zeit an einen bestimmten Ort zu gelangen. Wir haben 11 hilfreiche Tipps, mit denen sich die Flugangst besiegen lässt.

Über den Wolken

Über den Wolken….hat fast jeder Dritte Flugangst © Schönebeck / pixelio.de

Tipp 1: Beschäftigen Sie sich mit dem Thema

Je mehr Sie sich mit dem Thema Fliegen auseinandersetzen, desto vertrauter wird es Ihnen. Informieren Sie sich doch einmal über die Geschichte des Fliegens. Sie werden erfahren, dass das Flugzeug als sicherstes Verkehrsmittel überhaupt gilt und Ihre Flugangst unnötig ist. Um zu wissen was genau einen erwartet, können Sie sich vorab auch über die technische Einzelheiten und den Ablauf von Start und Landung informieren.

Es gibt inzwischen genügend Literatur, in der diese Prozesse verständlich beschrieben werden. Der Besuch eines Flughafens kann ebenfalls zur Vorbereitung gehören. Vor Ort können Sie genau beobachten, wie die Flugzeuge starten und landen und wie die Passagiere an bzw. abreisen. Sie werden feststellen, dass die meisten von ihnen ganz normal aussehen und keinesfalls kreidebleich. So können Sie Ihre Flugangst etwas mindern.

Tipp 2: Fangen Sie klein an

Wenn Sie unter Flugangst leiden, sollten Sie sich für Ihren Jungfernflug eine nicht allzu lange Strecke auszusuchen. Auf einem kürzeren Flug können Sie beobachten, was genau Ihnen Angst macht. Allerdings sollten Sie auch keinen zu kurzen Flug wählen. Denn wenn der Zeitraum zwischen Start und Landung zu kurz ist, könne Sie sich nur schwer auf das Fliegen konzentrieren, sondern denken gleich schon wieder daran, sich auf die Landung vorzubereiten. Aber auch zu lange Flüge sollten am Anfang vermieden werden. Ein Flug mit einer Dauer von ca. 2-3 Stunden ist ein guter Anfang. Vielleicht haben Sie ja Lust Ihren nächsten Urlaub auf den Balearen zu verbringen. Mit einer Flugdauer von ca. 2,5 Stunden bieten diese ein hervorragendes Ziel für den ersten Flug. Das ist schon einmal eine gute Herausforderung für Ihre Flugangst.

Tipp 3: Gute Vorbereitung ist alles

Am Tag des Abflugs sollten Sie möglichst entspannt sein. Um unnötige Stresssituationen zu vermeiden, erledigen Sie am besten alles Notwendige am Tag zuvor. Legen Sie sich Ihre Reiseutensilien am Vorabend so hin, dass Sie diese am Reisetag gut finden können. Denken Sie an das Flugticket, den Ausweis bzw. Reisepass, Ihre Gepäckstücke etc.! Es gibt Ihnen Sicherheit, wenn Sie früh genug am Flughafen eintreffen und sich eventuell noch eine Landungen oder einen Abflug anschauen können. Zusätzlicher Vorteil ist, dass Ihnen bei einem frühzeitigen Check-In noch eine größere Auswahl an Sitzplätzen zur Verfügung steht. Somit entscheiden Sie selbst, ob Sie einen Gang-, Fenster-oder Mittelplatz bekommen. Da der Tag an sich schon aufregend genug ist, sollte nicht auch noch Stress die Stimmung anspannen und die Flugangst anheizen.

Tipp 4: Wählen Sie bequeme Kleidung

Auch Kleidung kann zum Wohlbefinden beitragen. Ziehen Sie für den Flug bequeme Kleidung, in denen Sie sich wohlfühlen. Allerdings sollte die Kleidung nicht zu warm sein, denn wer nervös ist, schwitzt ohnehin ein wenig. Auch sollte Ihre Kleidung Sie nicht einengen oder Sie beim Atmen behindern. Enge Krawatten und Kragen sind nicht empfehlenswert und ein zu enger Gürtel kann den Druck auf den ohnehin schon nervösen Magen erhöhen.

Tipp 5: Kleine Helfer sind erlaubt

Es gibt einige Mittelchen, mit denen eine leichtere Flugangst etwas neutralisiert werden kann. Bachblüten-Rescue-Tropfen und Johanneskraut helfen bei nervlicher Anspannung, aber auch Baldrian-Tropfen oder leichtere Beruhigungsmittel können Ihnen die Zeit des Fluges erleichtern. Meistens hilft schon die Gewissheit, dass man ein Mittelchen dabei hat, um es im Notfall nutzen zu können.

Leichte Beruhigungsmittel sind hilfreich gegen Flugangst, dennoch gilt im Übrigen, dass Alkohol und Medikamente nicht ratsam sind, denn diese verstärken den empfundenen Kontrollverlust und führen eher zu einer Festigung der Angst. Und selbst wenn Sie die Mittelchen gar nicht brauchen, gibt es ein gutes Gefühl diese dabei zu haben.

Tipp 6: Atem- und Relaxübungen

Normale Entspannungs- und Atemübungen können den Angstzustand verringern, da sich verstärkt auf die Atmung konzentriert wird und der Körper sich so entspannen kann. Sobald sich die Flugangst bemerkbar macht, atmen Sie durch die Nase ein und durch den Mund doppelt solange aus. Oft hilft es, bei den Atemübungen die Augen zu schiessen, damit sich voll und ganz auf die Atmung konzentriert werden kann. Auch hilft es, ab und zu aufzustehen – ein bisschen Bewegung tut außerdem der Durchblutung gut.

Tipp 7: Outen Sie sich!

In solch einer angespannten Situation auch noch schauspielerische Fähigkeiten aufzubringen, erzeugt nur mehr Stress. Auch wenn es Ihnen vielleicht unangenehm sein könnte ist es hilfreich, das Bordpersonal über Ihre Flugangst zu informieren. Im Notfall weiß der Flugbegleiter dann gleich, was los ist und kann entsprechend reagieren. Falls Sie alleine reisen, weihen Sie am besten Ihre Sitznachbarn ein. Oftmals hilft es zu wissen, dass eine weitere Person um einen herum weiß wie einem zu Mute ist. Vielleicht kann diese Personen einem dadurch, dass er es weiß, die Flugangst schon nehmen. Übrigens: Lassen Sie sich nicht durch die Sicherheits-Instruktionen des Kabinenpersonals verunsichern. Dies ist eine Standardprozedur, die vor jedem Flug gezeigt werden muss. Und es ist ja auch gut zu wissen, wo die Notausgänge sind, wie man sich die Sauerstoffmasken überstreift und wo die Rettungsweste ist.

Tipp 8: Lenken Sie sich ab!

Ein Flug kann lange dauern. Um nicht ins Grübeln zu kommen, sollten Sie ausreichend „Ablenkungsmaterial“ mit an Bord nehmen. Ein spannender Krimi, der MP3-Player mit der Lieblingsmusik, ein Rätselheft oder eine Zeitschrift sorgen für Ablenkung. Konzentrieren Sie sich auf Ihr Reiseziel und planen Sie, was Sie dort alles unternehmen möchten. Vielleicht haben Sie einen Reiseführer gekauft. Wenn die Flugangst aufkommen sollte, blättern Sie ein wenig in dem Reiseführer oder träumen Sie von tollen Urlaubszielen wie Südafrika oder Florida und schon vergeht die Zeit wie im Fluge!

Tipp 9: Nicht alleine fliegen

Wie in so manchen Lebenssituationen hilft es auch bei Flugangst, sich an eine starke Schulter lehnen zu können. Eine vertraute Person zur Seite zu haben, die Ihnen in unangenehmen Situationen das Händchen halten kann, vermittelt Ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Sie werden sich entspannter fühlen. Eine Begleitperson kann zusätzlich für die nötige Ablenkung sorgen.

Tipp 10: Auswahl des Sitzplatzes

Am besten setzen Sie sich dorthin, wo Sie sich am wohlsten fühlen. Wenn Sie unter der Enge in der Flugzeugkabine leiden, wählen Sie am besten einen Sitzplatz am Gang. So können Sie schnell mal aufstehen und sich die Beine vertreten. Ein Gangplatz bietet sich auch bei Höhenangst an, denn der Blick aus dem Fenster kann so vermieden werden. Übrigens ist das Flugzeug in der Mitte auf Höhe der Tragflächen am ruhigsten und von den Dreh- und Kippbewegungen bekommt man am wenigsten mit.

Tipp 11: Flugangst-Seminar

Wenn die Flugangst schon sehr ausgeprägt ist und die oben genannten Tipps nicht weiterhelfen, ist es ratsam sich professionelle Hilfe zu suchen. Mittlerweile bietet ein Großteil der Fluggesellschaften spezielle Seminare an, mithilfe derer die Flugangst bekämpft werden soll. In diesen Seminaren soll dem Teilnehmer vermittelt werden, wie er Vertrauen in Mensch und Technik aufbauen kann. Dabei spielen psychologische, physiologische und technische Aspekte eine Rolle. Bspw. wird erklärt, wie sich ein so schweres Flugzeug überhaupt in der Luft halten kann und was passiert, wenn ein Triebwerk versagen sollte. Teilnehmer können Fragen stellen, die ausführlich beantwortet werden und verlieren so nach und nach ihre Angst. Die „Abschlussprüfung“ eines Flugangst-Seminars ist meisten ein gemeinsamer Flug, bei dem die gelernte Theorie verinnerlicht wird und die erhaltenen Tipps angewendet werden können.

Und nicht zuletzt hilft auch manchmal einfach nur das positive Denken gegen Flugangst. Freuen Sie sich auf Ihren bevorstehenden Urlaub und die neuen Erfahrungen, die Sie machen werden. Bei uns können Sie schon einmal nach der passenden Unterkunft für Ihren Traumurlaub schauen.

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Wir wünschen einen guten Flug. Haben Sie weitere Tipps gegen Flugangst? Wir freuen uns auf weitere Kommentare!

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