Macht mal kurz die Augen zu. Stellt euch vor, ihr landet auf einer Insel, die sich nicht entscheiden wollte, ob sie Wüste, Dschungel oder Hochgebirge sein will – und deshalb einfach alles auf einmal geworden ist.
Willkommen auf Teneriffa. Die „Königin der Kanaren“ ist weit mehr als nur ein klassisches Badeziel für Sonnenanbeter. Sie ist ein vulkanischer Abenteuerspielplatz, ein Paradies für Feinschmecker und ein Ort, der eine Energie ausstrahlt, die man schwer in Worte fassen kann, aber sofort spürt, sobald man den ersten Fuß auf den schwarzen Lavasand setzt.
Ein Urlaub auf Teneriffa bedeutet vor allem eines: Vielfalt erleben. Durch das gewaltige Teide-Massiv im Herzen der Insel wird Teneriffa in zwei völlig unterschiedliche Klimazonen geteilt. Da ist der sonnensichere, trockene Süden mit seinen weiten Stränden und der grüne, üppige Norden, in dem die Passatwolken für blühende Gärten sorgen. Das Geniale daran? Ihr müsst euch nicht entscheiden. Mit einem Mietwagen könnt ihr innerhalb einer einzigen Stunde die Jahreszeiten wechseln.
Doch bei so viel Auswahl fällt die Entscheidung schwer. Was muss man wirklich gesehen haben? Wo verstecken sich die magischen Orte abseits der bekannten Pfade? Wir haben die Insel von der Küste bis zum Kraterrand durchkämmt.
Hier sind 10 Highlights, die eure Reise garantiert unvergesslich machen werden.
- 1. Der Teide Nationalpark: Dem Himmel so nah
- 2. Masca: Das verborgene Dorf in der Schlucht
- 3. Der Anaga-Landschaftspark: Der Märchenwald
- 4. Los Gigantes: Die Riesen aus Stein
- 5. San Cristóbal de La Laguna: Geschichte atmen
- 6. Puerto de la Cruz & Loro Parque: Der Charme des Nordens
- 7. Garachico: Aus der Asche auferstanden
- 8. Playa de Benijo: Wildromantik pur
- 9. La Orotava: Ein Balkon über dem Meer
- 10. Whale Watching im Süden: Begegnung mit Riesen
- Fazit: Eine Insel, die süchtig macht
- Häufig gestellte Fragen
1. Der Teide Nationalpark: Dem Himmel so nah
Er ist der unumstrittene König der Insel: Der Pico del Teide ist mit 3.718 Metern der höchste Berg Spaniens und thront über einer Landschaft, die nicht von dieser Welt zu sein scheint.
- Mars-Landschaft: Die Fahrt durch den Nationalpark Las Cañadas führt vorbei an erkalteten Lavaströmen und bizarren Felsformationen wie dem „Roque Cinchado“. Man fühlt sich wie in einem Science-Fiction-Film.
- Gipfelsturm: Die Seilbahn bringt euch bequem auf 3.555 Meter. Der Ausblick auf die Nachbarinseln ist gigantisch. Wollt ihr bis zum Kraterrand? Dann braucht ihr eine vorab gebuchte Genehmigung.
- Sternenhimmel: Nachts ist der Park einer der besten Orte weltweit für Astronomie. Viele Urlauber nutzen Ferienwohnungen im Zentrum von Teneriffa als Basis für nächtliche Sternentouren, wenn die Milchstraße zum Greifen nah scheint.
2. Masca: Das verborgene Dorf in der Schlucht
Versteckt im Teno-Gebirge im Nordwesten liegt Masca, oft als das „Machu Picchu der Kanaren“ bezeichnet.
- Dramatische Lage: Die Häuser kleben förmlich an den steilen Felswänden, umgeben von Palmen und tiefen Abgründen. Ein Fotomotiv, das auf keiner Speicherkarte fehlen darf.
- Abenteuerliche Anfahrt: Schon die Fahrt über die engen Serpentinenstraßen bietet spektakuläre Ausblicke, die den Atem rauben (und gute Nerven erfordern!).
- Wander-Highlight: Die berühmte Schluchtwanderung hinab zum Meer ist heute streng reguliert (nur mit Reservierung), aber auch der Blick von oben bei einem lokalen „Barraquito“-Kaffee ist unvergesslich.


3. Der Anaga-Landschaftspark: Der Märchenwald
Im Nordosten der Insel erwartet euch ein Urwald, wie er vor Millionen Jahren in ganz Südeuropa existierte: der Lorbeerwald (Laurisilva).
- Mystische Atmosphäre: Knorrige, moosbewachsene Bäume bilden grüne Tunnel, durch die oft mystische Nebelschwaden ziehen. Es ist kühl, feucht und wunderbar still.
- Pfad der Sinne: Der Wanderweg „Sendero de los Sentidos“ ist ideal für Einsteiger und lässt euch den Wald riechen, fühlen und sehen.
- Natur pur: Dieser Ort ist der totale Kontrast zum trockenen Süden. Wer Stille sucht, findet in den umliegenden Ferienwohnungen im Norden Teneriffas den perfekten Rückzugsort.
4. Los Gigantes: Die Riesen aus Stein
An der Westküste stürzen die Felsen der Acantilados de Los Gigantes bis zu 600 Meter senkrecht in den tiefblauen Atlantik ab.
- Vom Wasser aus: Bucht unbedingt eine Bootstour. Erst wenn ihr direkt unter den massiven Wänden entlanggleitet, spürt ihr die wahre, ehrfurchtgebietende Größe der „Riesen“.
- Kristallklares Wasser: Die Buchten unterhalb der Klippen eignen sich hervorragend für Badestopps und zum Schnorcheln im klaren Atlantik.
- Sonnenuntergang: Der Blick vom Hafen auf die leuchtenden Felsen am Abend ist ein Fotomotiv der Extraklasse.


5. San Cristóbal de La Laguna: Geschichte atmen
Die alte Hauptstadt und UNESCO-Weltkulturerbe ist das kulturelle Herz der Insel.
- Koloniales Flair: Schlendert durch Fußgängerzonen mit bunten Herrenhäusern, schattigen Innenhöfen und typischen Holzbalkonen.
- Lebendige Atmosphäre: Dank der Universität ist die Stadt jung und dynamisch, voller Cafés, Straßenmusiker und Tapas-Bars.
- Kulinarik: Probiert hier unbedingt die kanarischen „Papas arrugadas“ (Runzelkartoffeln) mit Mojo-Soße in einer der traditionellen Bodegas.
6. Puerto de la Cruz & Loro Parque: Der Charme des Nordens
Puerto de la Cruz verbindet Tradition mit modernem Freizeitspaß und hat sich seinen ursprünglichen Charakter bewahrt.
- Lago Martiánez: Ein architektonisches Meisterwerk von César Manrique – eine riesige Meerwasser-Badelandschaft mit weißen Becken, Palmen und Vulkangestein.
- Loro Parque: Einer der besten Zoos der Welt, bekannt für seine Papageiensammlung und sein starkes Engagement im Artenschutz (Loro Parque Fundación).
- Schwarzer Strand: Der Playa Jardín bietet vulkanisches Strandvergnügen inmitten von Gärten. Viele Reisende schätzen die zentrale Lage von Ferienwohnungen in Puerto de la Cruz, um Stadtleben und Strand zu verbinden.


7. Garachico: Aus der Asche auferstanden
Einst der wichtigste Hafen, wurde Garachico 1706 von einem Vulkanausbruch verschüttet – und ist heute einer der schönsten Orte der Insel.
- El Caletón: Die ins Meer geflossene Lava formte natürliche Badebecken, in denen ihr sicher im Atlantik schwimmen könnt. Ein natürliches Spa-Erlebnis.
- Authentizität: Der liebevoll wiederaufgebaute Ort besticht durch weiße Kirchen, gepflasterte Gassen und eine entspannte Ruhe abseits des Massentourismus.
- Castillo de San Miguel: Eine kleine Festung am Wasser, die den Vulkanausbruch wie durch ein Wunder überlebte.
8. Playa de Benijo: Wildromantik pur
Im hohen Norden, am Ende einer kurvenreichen Straße durch das Anaga-Gebirge, liegt dieser spektakuläre Naturstrand.
- Schwarzer Sand: Der Strand ist tiefschwarz und vulkanisch, ohne Hotels oder Liegestühle. Natur pur.
- Dramatische Felsen: Die Roques de Anaga ragen wie schwarze Zähne aus dem tosenden Wasser und trotzen der Brandung.
- Magisches Licht: Kommt zum Sonnenuntergang hierher – das Lichtspiel zwischen Felsen, Wellen und Sand ist unvergleichlich. (Hinweis: Wegen starker Strömungen nur für geübte Schwimmer geeignet).


9. La Orotava: Ein Balkon über dem Meer
Das aristokratische Städtchen im Orotava-Tal gilt als architektonisches Juwel der Kanaren.
- Casa de los Balcones: Bestaunt die kunstvollen Holzbalkone aus dem 17. Jahrhundert, ein Wahrzeichen der Insel und Meisterwerk der Schnitzkunst.
- Blumenteppiche: Besucht die Stadt zu Corpus Christi (Juni), wenn die Straßen mit riesigen Teppichen aus Blüten und Vulkansand geschmückt sind.
- Panoramablick: Genießt die Aussicht über das grüne Tal bis zum Meer – ein Traum für Bewohner der historischen Ferienhäuser im Orotava-Tal.
10. Whale Watching im Süden: Begegnung mit Riesen
Der Meeresstreifen zwischen Teneriffa und La Gomera ist ein weltweit einzigartiges Ökosystem für Meeressäuger.
- Wale & Delfine: Kurzflossen-Grindwale und Große Tümmler sind hier heimisch. Die Sichtungschance liegt bei fast 100 %.
- Respektvoller Umgang: Achtet auf Boote mit der „Blauen Flagge“ (Barco Azul), die Tierschutzstandards garantieren und Abstand halten.
- Standort: Touren starten meist in Costa Adeje oder Los Gigantes. Für Meeresliebhaber ist dies oft der Grund, Ferienwohnungen im Süden Teneriffas zu wählen.


Fazit: Eine Insel, die süchtig macht
Teneriffa ist kein Ort, den man einmal besucht und dann abhakt. Die Insel hat so viele Schichten, so viele versteckte Winkel und so unterschiedliche Landschaften, dass ein einziger Teneriffa-Urlaub kaum ausreicht, um alles zu erfassen.
Ob ihr nun den Adrenalinkick sucht, die Stille im uralten Lorbeerwald genießt oder einfach nur an einem schwarzen Strand dem Ozean zuhören wollt – Teneriffa empfängt euch mit offenen Armen.
Seid ihr bereit für euer Insel-Abenteuer?
Egal, ob ihr den grünen Norden oder den sonnigen Süden bevorzugt – die Insel wartet auf euch. Stöbert durch die Möglichkeiten, findet euren Lieblingsort und lasst den Alltag hinter euch. Der ewige Frühling ist nur einen Flug entfernt!
Häufig gestellte Fragen
Das liegt vor allem am Teide: Teneriffa ist die Heimat dieses ikonischen Vulkans, der nicht nur der höchste Berg Spaniens ist, sondern auch eine der beeindruckendsten Landschaften der Welt bietet. Als UNESCO-Weltnaturerbe ist er für euch das perfekte Ziel, wenn ihr gerne wandert oder Sterne beobachtet.
Das liegt ganz bei euch! Teneriffa kann zwar ins Geld gehen, ist oft aber auch überraschend erschwinglich. Es hängt alles davon ab, wie ihr euren Urlaub gestaltet – ob ihr als Backpacker unterwegs seid, euch Luxus gönnt oder irgendwas dazwischen sucht.
Ja, Teneriffa ist als größte der Kanarischen Inseln ein echter Urlaubsmagnet und zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an. Aber wen wundert’s? Mit den traumhaften Stränden, der vielfältigen Tierwelt und dem dauerhaft guten Wetter ist die Insel einfach ein ideales Reiseziel für jeden.
Das ist im Januar. Aber lasst euch davon nicht abschrecken: Auch wenn der Januar statistisch gesehen der kälteste und nasseste Monat ist, lohnt sich ein Besuch für euch trotzdem, wenn ihr einfach nur etwas Wintersonne tanken wollt.
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