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Alles, was du für deinen Kurztrip nach Borkum wissen musst

Manchmal gibt es verrückte Zufälle. Zum Beispiel vor Kurzem: Da saß ich nach langer Zeit mal wieder mit Insa zusammen (gut, das war kein Zufall, sondern lange geplant), kurz nach Feierabend in einer meiner Lieblingsbars. Wir reden über dieses und jenes, wie man das halt so macht nach ein paar Monaten, die man sich nicht gesehen hat. Und als der Abend schon fortgeschritten und ich bei meinem zweiten marokkanischen Minztee war (ja wirklich, dieses Mal gab es kein Bier!), sagt sie doch tatsächlich:

„Ich freu mich schon: Nächste Woche fahre ich mit Max nach Borkum. Ich bin schon etwas aufgeregt, denn das ist unser erster Urlaub mit Hund.“

Und ich, völlig fassungslos, sage:

„Nicht dein Ernst! Ich suche gerade jemandem, der mir etwas über seine erste Reise mit Hund erzählen kann.“ (Ich sage auch noch „Wie geil ist das denn!“, aber das wollte ich mir abgewöhnen, deswegen klammere ich das an dieser Stelle aus.)

Sie entgegnet:

„Ja gern! Wir kommen aber in einer Ferienwohnung unter, war gar nicht so einfach, etwas mit Hund zu finden.“

Ich frage:

„Mit welchem Anbieter?“

Sie sagt:

„Mit Traum-Ferienwohnungen.“

Und ich, jetzt völlig euphorisch, sage, nein schreie geradezu:

„Das gibt es doch nicht! Genau für die schreibe ich gerade an einem Text. Über den ersten Urlaub mit Hund.“

So war das. Insa hat sich also eine Woche später ihren Max geschnappt, ist mit ihrem Freund nach Borkum gereist – und hat anschließend aufgeschrieben, wie es war: Von der Autofahrt bis zum Spaziergang am Strand, von der Unterkunft bis zu wertvollen Tipps für den Aufenthalt auf Borkum.

Aber lies am besten selbst!

 

Insas erster Urlaub mit Hund:

Max und das Meer

Donnerstagmorgen Ende November. Die kleine Uhr im Auto zeigt 8.50 Uhr an, als wir endlich auf der Autobahn Richtung Groningen sind. Während mein Freund wie gewohnt die Ruhe selbst ist, gehen mir schon wieder tausend Dinge durch den Kopf: Kriegen wir die Fähre rechtzeitig? Hatte ich eigentlich den Impfausweis für den Hund eingesteckt? Brauchen wir den überhaupt? Und wie steckt der kleine Racker die Autofahrt weg?

Max, unser knapp einjähriger Malteser-Mischling, bekommt von all dem nichts mit. Er hat es sich auf seiner Hundedecke bequem gemacht und alle vier Pfoten von sich gestreckt. Hin und wieder zieht er sich an der Rückbank hoch, um hinten aus dem kleinen Fenster zu gucken. Er merkt, dass wir heute Großes vorhaben: es geht in unseren ersten gemeinsamen Urlaub nach Borkum.

 

Drei ausgewiesene Hundestrände

Borkum ist die größte der sieben Ostfriesischen Inseln und bietet neben einer abwechslungsreichen Natur auch einen 26 Kilometer langen Sandstrand. Teile der Insel und des angrenzenden Wattenmeers gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, mit vielen Vogelarten und Seehunden. So jedenfalls stand es im Internet, aber das war nicht der Hauptgrund, weshalb wir uns für Borkum entschieden haben. Der eigentliche Grund war: Auch für den besten Freund des Menschen ist Borkum ein wahres Paradies.

Denn für die Vierbeiner gibt es hier gleich drei ausgewiesene Hundestände an verschiedenen Stellen der Insel und etliche ruhige Abschnitte, an denen sich die Hunde mal so richtig austoben können. An vielen Stellen dürfen die Hunde auch ohne Leine laufen. Das weiß man besonders dann zu schätzen, wenn man aus der Großstadt kommt, wo ohne Leine fast nichts geht. So wie wir.

 

Unsere Unterkunft: Eine Ferienwohnung nahe des Südstrands

Die Entscheidung hinsichtlich der Unterkunft auf Borkum traf ich schon sehr frühzeitig gegen ein Hotel – und für eine Ferienwohnung. Hier stört sich niemand am gelegentlichen Bellen und ausreichend Platz gibt es auch für unseren Vierbeiner, dachte ich. So fiel die Wahl auf ein kleines, hundefreundliches Appartement in Nähe des Südstrands. Da gerade junge Hunde möglichst wenig Treppen laufen sollen, entschieden wir uns zudem für eine Ferienwohnung im Erdgeschoss. Die Einrichtung der geräumigen 45-Quadratmeterwohnung war zwar schon etwas in die Jahre gekommen, aber mit vielen persönlichen Details ausgestattet – darunter eine Flasche Rotwein auf dem Wohnzimmertisch. Alles war sauber und gut ausgestattet. Wir fühlten uns auf Anhieb wohl. Um Max das Ankommen in den fremden Räumen zu erleichtern, stellten wir sein Körbchen wie zuhause neben das Bett.

Mein Tipp:

Gerade im Urlaub suchen Hunde immer wieder nach vertrauten Dingen, um sich wohlzufühlen. Deswegen sollte man unbedingt ihr Lieblingsfutter, Leckerlis und Kauknochen einpacken, damit der oftmals empfindliche Magen auch in der ungewohnten Umgebung auf Altbewährtes trifft. Auch Trink- und Futternapf sollten im Urlaub nicht gegen fremdes Geschirr getauscht werden.

 

Nahezu perfekte Bedingungen für Hunde

Als wir im Herbst über unser erstes Reiseziel mit Max grübelten, überzeugte uns Borkum vor allem wegen seines kilometerlangen Sandstrandes. Unser Vierbeiner buddelte in jedem Sandkasten, auf den er traf, war bisher aber noch nie am Strand – daher waren wir besonders gespannt auf seine Reaktion.

Der ausgewiesene Hundeabschnitt am Südstrand lag zu Fuß nur rund zehn Minuten von unserer Ferienwohnung entfernt. Und tatsächlich waren wir kaum angekommen, da gab es für den Racker kein Halten mehr: Er flitzte durch die matschigen Priele, jagte jeder Möwe hinterher, vergrub seine schwarze Hundeschnauze immer wieder tief im Sand und streckte seine Nase in den rauen Nordseewind. So ausgelassen und zufrieden hatte ich ihn selten gesehen.

Nicht nur zum Spielen, Toben und Rennen war der kilometerlange Strand optimal. Auch um mit dem Hund Kommandos zu üben, hätte ich mir keine bessere Umgebung vorstellen können. Kein Verkehr, kaum andere Hunde – solche Bedingungen findet man in der Großstadt selten.

 

Feste Gewohnheiten sorgen für Sicherheit

Der Gang zum nahegelegenen Strand wurde die nächsten drei Tage zu unserem täglichen Ritual. Morgens, mittags, abends – so oft es ging, liefen wir mit Max zum Strand. Die Seeluft tat Körper und Seele gut, aber machte stets im wahrsten Sinne des Wortes hundemüde.

Während wir es uns abends auf der Couch im Wohnzimmer gemütlich machten, ließ Max sich auf seiner kleinen Hundedecke neben uns nieder. Die Decke hatten wir sowohl bei Autofahrten als auch bei auswärtigen Übernachtungen immer dabei – schließlich roch sie nach ihm. Auch Max Fellpflege durfte im Urlaub natürlich nicht zu kurz kommen, denn feste Gewohnheiten sorgten gerade unterwegs bei ihm für Sicherheit.

Wer das erste Mal Urlaub mit Hund macht und noch nicht so geübt ist, der ist mit einem winterlichen Kurztrip nach Borkum gut bedient. Im November und Dezember ist nicht viel los auf der Insel, denn Borkum bereitet sich in dieser Zeit auf den Winter vor. Bei unserem Kurzurlaub hatten sich ein paar der Läden auf Borkum bereits in die Winterpause verabschiedet, nur noch wenige Geschäfte zum Shoppen, Essen und Bummeln waren geöffnet. Die Touristenströme, wie man sie aus den Sommermonaten kennt, gibt es nicht. Keine Massen von Fahrrädern oder E-Bikes auf den Straßen, leere Strände und überall freie Zugänge zur Nordsee für Hunde.

Mein Tipp:

Wer völlige Ruhe sucht, sollte zudem das Ostland besuchen. Dieser Inselteil ist nur sehr dünn besiedelt und ideal, um gemeinsam mit dem Vierbeiner die schöne Natur zu genießen.

Tollen am Strand, viel gemeinsame Zeit und eine Insel, die unendlich viel Platz für Vierbeiner bietet – ein Kurztrip mit Hund nach Borkum ist perfekt, um die Seele baumeln zu lassen.

Und wenn du jetzt noch wissen willst, was du für deinen Urlaub mit Hund unbedingt einpacken musst, schau am besten mal hier vorbei.

 

Erster Urlaub mit Hund auf Borkum: Das musst du wissen

Anfahrt

Die Überfahrt nach Borkum erfolgt von Emden oder dem niederländischen Eemshaven und dauert mit der Fähre gut zwei Stunden beziehungsweise 50 Minuten. Von Emden verkehrt außerdem ein Katamaran, er benötigt eine Stunde. Die Fähren transportieren auch Autos und Fahrräder. Wer sein Auto nicht mit auf die Insel nehmen möchte, kann es am Hafen in Emden oder Eemshaven auf Parkplätzen oder in Garagen gegen Gebühr abstellen.

 

Hundestrände

Für Hunde und Besitzer ist Borkum ein wahres Paradies. Es gibt gleich drei ausgewiesene Hundestrände, die sich im nördlichen Bereich der Laufdielen vor den Nordbad-Toiletten, im östlichen Bereich des Südbads auf der Höhe Greune Stee sowie im Strandabschnitt zwischen dem Jugendbad und dem FKK-Strand befinden.

 

Leinenpflicht

Für Hunde gilt auf Borkum außerhalb der ausgewiesenen Hundestrandabschnitte eine generelle Leinenpflicht. Hundekot auf öffentlichen Gehwegen, in Grünanlagen und am Strand sollte immer eingesammelt und mitgenommen werden. Für die Hinterlassenschaft des Vierbeiners stehen an zahlreichen Orten weiße Boxen mit Hundebeuteln zur Verfügung.

 

Tierarzt

Frau Dr. med. vet. Petra Koblischke ist die auf Borkum zuständige Tierärztin, die täglich vor Ort ist. Ihre Praxis befindet sich in der Olde Melkstee 21. Erreichbar ist sie auf dem Mobiltelefon unter 0170 3478376. In dringenden Notfällen kann auch das Borkumer Tierheim unter der Telefonnummer 04922-990084 kontaktiert werden.

(920)


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