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Wanderurlaub mit Hund richtig vorbereiten

Familie mit Hund in den Bergen beim Wanderurlaub mit Hund
Familie mit Hund in den Bergen beim Wanderurlaub mit Hund

Grüne Wiesen, dichte Wälder und atemberaubende Berge – für einen Aktivurlaub gibt es unzählige traumhafte Ziele in Deutschland und Europa. Doch Moment: Was macht man denn mit dem tierischen Begleiter während der Reise? Na klar, einfach mitnehmen! Ein Wanderurlaub mit Hund ist nämlich eine großartige Abwechslung für Vierbeiner und Herrchen bzw. Frauchen und gibt beiden die Möglichkeit, aus dem Alltagstrott zu entkommen. Entspannt durch die weiten Wälder des Schwarzwalds spazieren, in den grünen Wiesen des Allgäus spielen oder durch die aufregende Berglandschaft der Alpen klettern – es gibt für jeden Hund und jeden Hundebesitzer die perfekte Wandertour. Damit es dabei nicht zu unerfreulichen Überraschungen kommt, zeigen wir dir heute, worauf du bei der Vorbereitung deines Wanderurlaubs mit Hund unbedingt achten solltest. Los geht’s!  

So klappt der Wanderurlaub mit Hund

Vorbereitung ist alles

Auch bei einem Wanderurlaub mit Hund gilt: Vorbereitung ist alles! Damit sowohl Vierbeiner als auch Besitzer die Wanderungen unbeschwert genießen können, solltest du schon vorab gründlich planen und einige Vorkehrungen treffen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass dein Hund die Grundkommandos sicher beherrscht und problemlos an der Leine läuft. Selbst wenn es die Möglichkeit gibt, den Vierbeiner während weiter Teile der Route freilaufen zu lassen, wird es auch im freien Gelände Situationen geben, in denen der Hund an der Leine geführt werden muss. Um dich und den Hund nicht zu gefährden, ist Leinenführigkeit also Pflicht!

Kondition trainieren

Auch die Kondition spielt bei einem Wanderurlaub mit Hund eine wichtige Rolle. Grundsätzlich kannst du mit jedem Hund zu einer Wanderung aufbrechen, doch unwegsames Gelände oder Bergüberquerungen sind für ganz kleine, kurzbeinige Hunde meist eher ungeeignet. Generell gehört spazieren gehen natürlich bei jedem Hundehalter zum Alltag. Doch gerade für Stadthunde ist eine ausgedehnte Wanderung noch mal eine ganz andere Hausnummer als die normale Runde durch den Park. Eine gewisse Grundkondition ist daher Voraussetzung, damit dein Hund unbeschadet durch den Wanderurlaub kommt.

Als Vorbereitung sind lange Spaziergänge daher ideal, um einen Eindruck von der Kondition und der Bewegungsfreudigkeit deines Hundes zu bekommen. Hierbei kannst du direkt auch Trittsicherheit und neue Situationen wie umgestürzte Bäume oder Felsbrocken trainieren und kennenlernen, denn beidem wirst du – je nach Route – während deiner Reise vermutlich früher oder später begegnen. Apropos Route: Auch diese solltest du vorab planen und realistisch einschätzen, wie lange dein Vierbeiner laufen kann. Willst du etwa in den Bergen mit Hund wandern, solltest du im Vorfeld prüfen, wie steil die Wege sind, ob es Kletterpassagen oder mögliche Gefahrenstellen gibt und ob ggf. eine Übernachtung nötig wird. Informationen zu beliebten Routen findest du beispielsweise im Internet. Auch wenn du eine Hüttenübernachtung planst, solltest du dich vorab informieren, ob dein Vierbeiner willkommen ist.

Diese Voraussetzungen sollte dein Vierbeiner erfüllen

Es sollte sich von selbst verstehen, dass kranke oder durch Verletzungen vorbelastete Hunde nicht auf eine lange, anspruchsvolle Wanderstrecke gehören. Auch für Welpen ist ein Wanderurlaub nur bedingt geeignet, gerade, wenn es durch unwegsames Gelände geht. Achte daher auf jeden Fall darauf, dass Knochen und Gelenke bei jungen Hunden in deinem Wanderurlaub mit Hund nicht zu sehr belastet werden – dein Vierbeiner wird es dir im Alter danken! Generell gilt: Passe deine Route deinem Hund an und sorge dafür, dass ihr beide motiviert bleibt und nicht durch Überforderung die Lust verliert. Dann kann auch dein Familienhund ein wundervoller Begleiter für deinen Wanderurlaub mit Hund sein!

Auf diese Gefahren solltest du beim Wandern mit Hund achten

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

Man kann es nicht oft genug sagen: Bei einem Wanderurlaub mit Hund solltest du unbedingt auf deinen Vierbeiner Rücksicht nehmen und auch mögliche Gefahrenquellen im Blick behalten. Überforderung ist dabei sicher eine der größten Gefahren, sei es aus Mangel an Kondition oder weil die ausgewählte Strecke unerwartete Hindernisse beinhaltet. Wähle daher im Zweifelsfall lieber die einfachere Route, sodass Zwei- und Vierbeiner motiviert und wohlbehalten ans Ziel kommen.

Gerade in den Bergen und auf unwegsamen Wegen sind Verletzungen nicht ausgeschlossen. Insbesondere die Pfoten sind hierbei oft betroffen. Stelle also sicher, dass du einen Pfotenverband anlegen und auch andere oberflächliche Wunden versorgen kannst. Ein Erste-Hilfe-Set für Mensch und Tier gehört daher ebenso ins Gepäck wie die Notfallnummern von Tierarzt und Bergwacht. Um das Verletzungsrisiko zu minimieren, ist ein Pfotenschutz empfehlenswert, an den du deinen Hund schon vorab gewöhnen solltest.

Achte auch auf mögliche Absturzstellen und nimm deinen Hund bei schmalen, unwegsamen Bergwegen an die Leine. Denk aber an eine doppelte Sicherung, etwa einen Panikhaken, den du bei einem Sturz schnell lösen kannst – gerade, wenn du die Leine an einem Hüftgurt befestigst, um die Hände freizuhaben! Ebenso wichtig ist ein genauer Plan der Wanderstrecke. Besorge dir eine entsprechende Wanderkarte, markiere die Strecke und informiere Freunde oder Familie über die Route, wenn du allein unterwegs bist. In unbekanntem Gelände verliert man nämlich schnell die Orientierung und das kann für Mensch und Tier sehr gefährlich werden.

Eine weitere, oft unterschätzte, Gefahrenquelle sind freilaufende Kühe. Mit denen ist jedoch nicht zu spaßen! Solltest du unterwegs einer Kuhherde begegnen oder eine Kuhwiese überqueren müssen, nimm deinen Hund an die Leine und geh zügig an den Kühen vorbei.

Wanderurlaub mit Hund – die wichtigsten Fragen auf einen Blick

  • Wie alt sollte der Hund für einen Wanderurlaub sein?
    Für einen Wanderurlaub mit Hund gibt es bei deinem Vierbeiner kein Maximal-Alter – vorausgesetzt natürlich, dein Hund ist gesund und fit. Dafür solltest du Welpen und Junghunde nicht unbedingt auf eine lange Wandertour mitnehmen, da sich deren Bewegungsapparat noch in der Entwicklung befindet und durch das lange Laufen durch unwegsames Gelände Knochen und Sehnen zu sehr belastet würden. Idealerweise ist dein Vierbeiner mindestens ein Jahr alt, bevor ihr das erste Mal auf große Tour geht. Bei großen Rassen ist es sogar empfehlenswert, zu warten, bis der Hund anderthalb Jahre alt ist, da die Entwicklung des Bewegungsapparats bei ihnen länger dauert, bis sie vollständig abgeschlossen ist.
  • Eignet sich ein Familienhund für einen Wanderurlaub?
    Grundsätzlich kannst du mit jedem Hund wandern gehen, sofern er die nötige Grundkondition mitbringt. Auch ein Familienhund kann ein toller Wanderbegleiter sein! Bedenke allerdings, dass lange, steile und unwegsame Strecken für kurzbeinige Hunde oft anstrengender sind. Passe daher die Route immer an die Möglichkeiten deines Vierbeiners an. Besonders beliebte Wanderbegleiter sind typische Hütte- und Jagdhundrassen, die beim Laufen in der freien Natur absolut in ihrem Element sind. Doch auch Mischlinge sind oft ausdauernde vierbeinige Begleiter für deinen Wanderurlaub mit Hund.
  • Benötige ich spezielle Ausrüstung für den Wanderurlaub mit Hund?
    Die Ausrüstung richtet sich nach der Art der Wandertour. In den Bergen wird zum Beispiel ein wenig mehr Zubehör benötigt als bei einer Tour durchs Flachland. Wichtig sind auf jeden Fall ein gut sitzendes Hundegeschirr, am besten eines mit Haltegriff, sowie ein zusätzliches Halsband mit Leine. Ebenso gehören ein Erste-Hilfe-Set für den Vierbeiner, Futter und Wasser sowie faltbare Näpfe zur Grundausrüstung. Auch eine Hundedecke für Pausen ist ein Must-have. Vor allem in den Bergen ist zusätzlich ein Pfotenschutz sinnvoll, um die empfindlichen Hundepfoten vor Steinen und Verletzungen zu schützen. Manche Hunde haben auch kein Problem damit, Packtaschen zu tragen. Probiere dies am besten schon zuhause aus und achte darauf, diese nicht zu voll zu laden, um deinen Hund nicht zu überlasten!
  • Welches Futter ist das richtige für einen Wanderurlaub mit Hund?
    Auch bei dieser Frage richtet sich die Antwort nach der Art der Strecke. Generell ist jedoch Trockenfutter für einen Wanderurlaub mit Hund besser geeignet als Nassfutter, da es zum einen länger haltbar und zum anderen in der Handhabung unterwegs einfacher ist. Achte darauf, deinen Hund frühzeitig auf Trockenfutter umzustellen, wenn du bisher ausschließlich Nassfutter gibst oder den Hund barfst. So kann sich dein Vierbeiner an das neue Futter gewöhnen und ist für die Wanderung gerüstet. Ein spezielles Futter ist übrigens nicht nötig – füttere einfach das, was dein Hund kennt, mag und verträgt weiter. Achte auch darauf, den Hund nicht direkt vor Start der Wandertour zu füttern. Ein bis zwei Stunden sollten zwischen Fütterung und Abmarsch liegen, um deinem Hund genug Zeit zur Verdauung zu geben.

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