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Dichter Urwald, schroffe Felsküste und brodelnde Vulkane zeichnen die Kanareninsel La Palma aus. Auf La Palma tobt das Leben in Form von Vegetation. Diese hat der Insel auch den zweiten Beinamen „Isla Verde“ – die grüne Insel – eingebracht. Dabei heißt La Palma mit vollem Namen eigentlich San Miguel de la Palma. Wir haben wissenswerte Informationen sowie einige Highlights für einen Urlaub auf La Palma für Sie zusammengefasst.

La Palma – die Perle der Kanarischen Inseln

Kanaren mit Schwerpunkt La Palma

La Palma wird auch „Die grüne Insel“ genannt © Traum-Ferienwohnungen

La Palma gehört zu den höchsten Inseln der Erde, die von einer steilen Felsenküste eingerahmt wird. Ihre Form erinnert ein bisschen an ein menschliches Herz. Die zwei Millionen Jahre alte Insel am nordwestlichsten Punkt der Kanarischen Inselgruppe wird nicht umsonst „La Isla Bonita“  – die schöne Insel – genannt. Denn die Natur zeigt sich hier von ihrer schönsten Seite.

Strände gibt es allerdings nur wenige und viele sind auch schwer zugänglich. Im Vergleich zu den anderen Kanarischen Inseln ist La Palma touristisch recht wenig erschlossen, wodurch sich der ursprüngliche Charakter der Insel überwiegend halten konnte.

Das Klima auf der grünen Insel

Nebel im Lorbeerwald von La Palma

Nebel im Lorbeerwald © Sylvia-Verena Michel / www.pixelio.de

Wie alle Kanarischen Inseln liegt auch La Palma im Einflussbereich der Passatwinde. Vor allem im Nordosten sorgen die hohen Gipfel der Insel dafür, dass die Luftmassen in den Bergen hängen bleiben und Feuchtigkeit auf die Insel bringen – entweder in Form von Regenfällen oder von starkem Nebel.

Obwohl das Klima mild und warm ist, kommt es auf La Palma durchaus zu erheblichen Temperaturschwankungen. Während es in den tieferen Lagen meistens um die 25°C hat, erreichen höher gelegene Gebiete oft nur eine maximale Temperatur von 10°C. In den Wintermonaten kann es in den Bergen sogar zu Schneefall kommen.

Der Norden und der Nordosten

Haus im Berg auf La Palma mit blauer Wand

Ein im Bergvorsprung gebautes Haus © strowa / www.pixelio.de

Kleine Dörfer, traditionelle Landwirtschaft, üppiges Grün und wenig Tourismus bestimmen den Charakter des Nordens von La Palma. Westlich der Gemeinde Los Sauces erstreckt sich ein etwa 510 ha großes UNESCO-Biosphärenreservat. Es beheimatet den letzten auf den Kanarischen Inseln verbliebenen Lorbeerwald.

Die Küste im Norden fällt steil ins Meer ab und wird von tiefen Schluchten zerteilt. Erst seit dem Jahr 1990 verbindet eine asphaltierte Straße die Dörfer  Barlovento im Nordosten und Santo Domingo im Nordwesten.

Der Süden

Schwarze Vulkanerde auf La Palma am Vulkan Teneguía

Karge Vulkanlandschaft im Süden © Janusz Klosowski / www.pixelio.de

Vom Osten kommend, läuft die Üppigkeit der Insel langsam aus. Während im Südosten noch zahlreiche Plantagen sowie tropische Bäume und Sträucher ganzjährig blühen, verwandelt sich das Land zur Südspitze hin in eine triste Vulkanlandschaft. Der Boden ist mit schwarzem Lavagestein übersät und die Vegetation fällt eher spärlich aus, wenngleich sich die junge Vulkanerde um die Gemeinde Fuencaliente herum hervorragend für den Weinanbau eignet.

Die beiden Vulkane Teneguia und  San Antonio haben das Land an der Südspitze maßgeblich geprägt. Durch den letzten Ausbruch des  Teneguia im Jahr 1971 hat die Insel an Landfläche gewonnen.

Der Westen

Im Verhältnis zu den übrigen Teilen der Insel ist der Westen nahezu flach. Die geografische Struktur nimmt Einfluss auf das Klima in diesem Teil der Insel. Da sich hier keine Gebirgsketten befinden, welche die Wolken halten könnten, regnet es hier wesentlich seltener als in den übrigen Teilen La Palmas. In der Gemeinde Los Llanos de Aridane leben inzwischen weit mehr Menschen, als in der Inselhauptstadt Santa Cruz.

Der Osten

Santa Cruz auf La Palma vom Meer aus mit vielen Häusern

Santa Cruz de La Palma © abrocke / www.flickr.com

Der Osten von La Palma wird bestimmt durch die Inselhauptstadt Santa Cruz. Die Stadt Santa Cruz schmiegt sich vom Meer aus kommend an die ersten Hänge der Insel und gewinnt kontinuierlich an Höhe. Eindrucksvolle Paläste, Kirchen und Klöster bieten ein vielfältiges Kulturangebot, während kleine Straßencafés und Boutiquen zum ausgelassenen Bummeln einladen.

Der Altstadtkern von Santa Cruz wurde zum kunsthistorischen Baudenkmal erklärt und das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert zählt zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Der Osten wird vom Westen durch die 2000 Meter hohe Vulkankette Cumbre Vieja getrennt. Nur eine einzige Hauptverkehrsstraße führt über die Cumbre Vieja, deren höchster Punkt lediglich 12,5 Kilometer von Las Palmas Hauptstadt Santa Cruz entfernt ist.

Das Herz der Insel

Parque Caldera de Taburiente im Herzen von La Palma mit Kiefernwald und Felswand

Parque Caldera de Taburiente im Herzen von La Palma © crosathorian / www.flickr.com

Begonnen mit den ersten Ausläufern führt die Cumbre Vieja direkt zum Herzen der Insel. Der als Nationalpark deklarierte Parque Caldera de Taburiente wirkt vom Weltraum betrachtet fast noch mal wie das Abbild der Insel selbst.

Das Gebiet ist gekennzeichnet von einer abwechslungsreichen Landschaft, die von bizarren Felsformationen und lieblichen Kiefernwäldern durchzogen ist. Mitten im Zentrum steht der „Roque de Los Muchachos“.  Mit 2.426 Metern Höhe ist dieser der höchste Berg Spaniens.

Die Strände von La Palma

Die wenigen Strände der Insel verteilen sich vom Osten über die Südspitze bis in den Westen. Im Norden hingegen gibt es so gut wie gar keine Strände oder Badebuchten, dafür jedoch gelegentlich Felspools. Überwiegend haben die Strände schwarzen Sand, oder Kies. Allerdings ist die Wasserqualität hervorragend. Quallen treten auf, aber selten in solchen Massen, dass sie den Badespaß verderben.

Schwarzer Sandstrand auf La Palma vor Bananenbäumen und am Fusse eines Berges

Auf La Palma gibt es zahlreiche schwarze Sandstrände © Suzan Marie / www.flickr.com

La Palma hat wenig bewachte Strände, weswegen immer Vorsicht geboten ist. Der Tidenhub ist nicht zu unterschätzen und kann auch geübte Schwimmer weit aufs Meer raus tragen. Windsurfen ist auf La Palma möglich, doch eher ungewöhnlich. Einen Ausrüstungsverleih gibt es auf der Insel nicht.

Playa de Tazacorte

Zwischen Puerto und Tazacorte an der Westküste von La Palma breitet sich mit 500 Meter Länge der wahrscheinlich größte Strand der Insel aus. Er bietet eine relativ gute Infrastruktur mit Süßwasserduschen sowie Umkleidekabinen. Für Hunger und Durst stehen Bars und Restaurants unweit des Strandes zur Verfügung.

Ferienort Los Cancajos

Strand in Los Cancajos mit Spielplatz und Restaurant

Strand in Los Cancajos © abrocke / www.flickr.com

In dem Ferienort Los Cancajos wurden zwei künstlich Badebuchten geschaffen, die sehr gepflegt sind. Vor allem für Familien mit kleinen Kindern eignen sich die beiden Strände sehr gut. Da die Strömung hier durch die Wellenbrecher im Meer abgehalten wird, ist das Baden nicht ganz so gefährlich, wie an anderen Stränden rund um La Palma. Die Strände bieten eine gute Infrastruktur sowie eine Erste -Hilfe-Station.

Naturschwimmbecken  bei La Fajana

Naturschwimmbecken bei La Fajana am Atlantik im Felsen eingelassen

Naturschwimmbecken bei La Fajana © pizzodisevo (Laser therapy – terapia) / www.flickr.com

Bei La Fajana im Norden von La Palma befinden sich mehrere Narturschwimmbecken, in denen gefahrlos gebadet werden kann. Das Ambiente ist malerisch. Vor dem offenen Atlantik, der mit heftiger Brandung gegen die Felsen schlägt, können die mit Mauern umfassten Pools gefahrlos genutzt werden.

Duschen und Umkleiden sind vorhanden, Sonnenliegen können gegen Gebühr ausgeliehen werden. Für das leibliche Wohl sorgt ein Restaurant unmittelbar beim Naturpool.

Playa de La Zamora und Playa Chica

Unterhalb des Dorfes Las Indias liegen durch eine Felswand voneinander getrennt die beiden Strände Playa de La Zamora und Playa Chica. Sie sind lediglich über Felstreppen zu erreichen und verfügen weder über sanitäre Anlagen noch über eine Badeaufsicht.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps

Aufgrund der Vegetation ist La Palma insbesondere bei Natur- und Wanderfreunden sehr beliebt. Aber die Insel bietet auch andere schöne Sehenswürdigkeiten. Wir haben Ihnen eine Auswahl an Ausflugstipps und Sehenswürdigkeiten auf La Palma zusammengestellt.

Sternwarte auf dem Roque de Los Muchachos

Die Sternwarte auf La Palma am höchsten Punkt von Spanien

Die Sternwarte auf dem Rpque de los Muchachos © Jürgen Graf / www.pixelio.de

Auf dem 2426 Meter hohen Roque de Los Muchachos steht die größte Sternwarte der nördlichen Hemisphäre. Durch die klare Luft über den Wolken La Palmas und die geringe Lichtverschmutzung eignet sich dieser Standpunkt optimal für ein Observatorium dieser Größe.

An nur wenigen Tagen im Jahr ist das Zentrum auch für Besucher geöffnet. Von den wissenschaftlichen Mitarbeitern werden zu diesen Terminen Führungen angeboten.

Der Lorbeerwald Los Tilos

Lorbeerwald auf La Palma mit Nebel

Nebel im Lorbeerwald © Astrid Borower / www.pixelio.de

Eines der schönsten Naturerlebnisse ist der Lorbeerwald, der sich im Nordosten von La Palma ausstreckt. Noch vor wenigen Jahrzehnten hatten fast alle der Kanarischen Inseln einen ähnlichen Waldbestand vorzuweisen, doch ist durch massive Rodungen zur Brennholzgewinnung der Bestand erheblich geschrumpft.

Der heute besterhaltene Lorbeerwald auf Las Palma wurde 1983 zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt. Nicht der ganze Wald ist Urwald. Eine Baumschule etwa sorgt für das neuerliche Kultivieren selten gewordener Pflanzenarten.

Das Bananenmuseum in Tazacorte

Bananenplantage auf La Palma mit grünen Bananen

Bananenplantage © Claudia Heck / www.pixelio.de

Das einzige Bananemuseum in ganz Europa befindet sich in der an der Südwestküste gelegenen Gemeinde Tazacorte auf La Palma. Ein Besuch im Museum bietet Einblicke rund um das Thema Anbau und Export von Bananen. Die Gemeinde Tazacorte ist eingebettet in kilometerlange Bananenplantagen. Der Bananenanbau ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor von La Palma und ist sogar noch bedeutungsvoller als der Tourismus.

Früher wurde die Gemeinde Tazacorte liebevoll als „Klein Paris“ bezeichnet. VOn den goldenen Tagen der Stadt Tazacorte, als ringsum herum Zuckerrohr angebaut wurde, erinnern einige alte Villen und prunkvolle Häuser der einstiger Plantagenbesitzer.

Während eines Urlaubs auf La Palma ist dieser Ort samt Museum ein nettes Ausflugsziel.

Salzgewinnung

Salzgewinnung am Atlantik auf La Palma

Salzgewinnung auf La Palma © pizzodisevo (Laser therapy – terapia) / www.flickr.com

Mitten im schwarzen Vulkangestein wächst das weiße Gold. Die Anlage zur Gewinnung des Meersalzes hatte lange Zeit hart um das wirtschaftliche Überleben zu kämpfen, da die Salzpreise massiv nach unten gedrückt wurden. Doch die Eröffnung des Salzmuseums im Jahr 2011 ermöglichte den Betreibern eine zusätzliche Einnahmequelle.

Für interessierte Besucher ist dadurch ein interessanter Ort entstanden, an dem diese sich rund um das Thema Salz informieren können. Zusätzlich kann hier das Salz auch direkt vom Anbieter erworben werden.

Karneval auf La Palma

Das größte Fest auf La Palma ist der Karneval, der im Februar und März ausgelassen gefeiert wird. Los Llanos und Santa Cruz sind die Hochburgen des Spektakels.

Ein besonderes Highlight auf La Palma ist der „Dia de los Indianos“ (die Ankunft der Indianos), der am Rosenmontag gefeiert wird. Die Farbe Weiß steht im Zeichen dieses Tages und erinnert an die Palmeros, die einst auswanderten, um der Armut der Insel zu entgehen, jedoch alsbald zurück kehrten. An diesem Tag wird alles in weiß gehüllt, was noch nicht weiß ist. Riesige Gallonen Talk und Puder bestäuben die ganze Stadt. Wer nicht ohnehin schon weiße Kleidung trug, trägt am Abend garantiert welche.

 

Ferienunterkünfte auf La Palma

Haben Sie Lust auf einen Urlaub auf La Palma bekommen? Übrigens gilt die Insel als ideales Ganzjahresziel – so wie auch die anderen Kanareninseln. Schauen Sie doch gleich einmal nach einer passenden Ferienunterkunft.

Ferienwohnungen auf La Palma von Traum-Ferienwohnungen

Lesen Sie auch die anderen Artikel unserer 5-teiligen Serie über die größten Kanareninseln Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria und Lanzarote! Wir wünschen viel Spaß!

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Kommentare

Knut August 26, 2013 um 2:46 pm

Da gibt es wirklich eine Menge zu entdecken. Vielen Dank für den tollen Artikel! 🙂

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