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Wüste, Wellen und Vulkane – willkommen auf Fuerteventura. Mit einer Fläche von 1.660 km² ist Fuerteventura die zweitgrößte der Kanarischen Inseln, aber gleichzeitig auch die am dünn besiedelste. Gerade einmal 63 Einwohner teilen sich einen km² Fläche. Davon leben die meisten an der Ostküste, während die Westküste zum Großteil aus Wüste besteht. Nicht ohne Grund wird Fuerteventura auch als „Ein Stück Sahara im Atlantik“ bezeichnet. Fuerteventura ist ein Paradies für Sonnenanbeter und Wassersportler und lädt das ganze Jahr über zum Baden ein. Wir haben wissenswerte Informationen sowie einige Highlights der Insel für Sie zusammengefasst.

Fuerteventura – nicht nur für Surfer ein wahres Paradies!

Kanarischen Inseln Schwerpunkt Fuerteventura

Fuerteventura wird auch die Wüsteninsel genannt © Traum-Ferienwohnungen

Die zu Spanien gehörende Insel liegt vor der Westküste Marokkos und garantiert fast 365 Tage Sonne im Jahr. Während die übrigen Inseln der Kanaren den Beinamen „Frühlingsinsel“ haben, trifft auf Fuerteventura eher die Bezeichnung Sommerinsel zu. Fuerteventura verfügt über kilometerlange Sandstrände mit karibischem Flair, die zum Sonnenbaden und Erholen einladen. Aber auch Sportler kommen hier voll auf ihre Kosten, denn durch den ständigen Wind bietet die Insel ideale Bedingungen für Segler und Surfer. Auf der Sommerinsel gibt es zahlreiche schöne Ferienwohnungen, die dazu einladen einen tollen und aufregenden Urlaub zu erleben.

Das Klima auf der Sommerinsel

Da es auf der Insel keine hohen Berge gibt, an denen sich Wolken halten könnten, ist Fuerteventura die Kanarische Insel mit dem geringsten Niederschlag. Die höchste Erhebung der Insel ist der Pico de la Zarza mit gerade einmal 807m. Wie auf allen Kanarischen Inseln ist auch auf Fuerteventura das Klima sehr mild. Allerdings können aufgrund der Nähe zum afrikanischen Kontinent erhebliche Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht auftreten. Im Winter sind die Tage mit bis zu 20°C oft angenehm warm, während die Temperaturen in der Nacht auf 12°C absinken können.

Aloe Vera Plfanze auf Fuerteventura

Aloe-Pflanze auf Fuerteventura © pfatter / flickr.com

Neben den leichten Passatwinden tritt gelegentlich der sogenannte „Levante“, ein heißer Südostwind aus der Sahara, auf. Dieser treibt neben einer extrem trockenen Luftmasse auch Wüstensand auf die Insel und bedeckt den Himmel mitunter tagelang mit rötlichem Wüstenstaub. Auch Wanderheuschrecken oder andere Insekten können vom Levante herübergeweht werden.

Auf Fuerteventura zählt der Anbau der Aloe – ein Liliengewächs – zu einem der wichtigsten Bereiche der dortigen Landwirtschaft. Die Aloe-Pflanze zählt als Königin der Heilpflanzen und Aloe Vera-Produkte sind ein beliebtes Mitbringsel von der Insel. In Tiscamanita, ein kleiner Ort umgeben von Vulkanen, gibt es eine Aloe Vera Fabrik, die besichtigt werden kann. In Jandia, auf der Halbinsel am Südende Fuerteventuras, können sich Interessierte im Aloe Vera Infozentrum über die heilende Pflanze informieren.

Der Norden

Kamel auf Fuerteventura

Kamele sind auf Fuerteventura ein beliebtes Fortbewegungsmittel © nikinix / pixelio.de

Auch wenn gerade einmal 100 Kilometer zwischen Fuerteventura und Afrika liegen, ist die Insel nicht von dem Kontinent abgesplittert, wie es manchmal heißt. Fuerteventura ist wie alle Kanarischen Inseln vulkanischen Ursprungs. Allerdings gewinnt man im Norden der Insel schnell den Eindruck auf einem Stück afrikanischen Kontinent zu stehen, denn die Sanddünen von Corralejo vermitteln durchaus das Gefühl, der Sahara sehr nahe zu sein. Obwohl der Nordteil Fuerteventuras eher eine öde Vulkanwildnis ist, liegt hier doch das touristische Zentrum der Insel. Im Nordosten der Insel bei Corralejo finden Sie eine solide Infrastruktur, einladende Strände sowie eine wundervolle Aussicht auf die kleine Nachbarinsel Fuerteventuras, die Isla los Lobos. Allerdings bietet auch die Nordwestküste einige charmante Plätze, an denen sich ein Aufenthalt lohnt. Weniger touristisch erschlossen, besitzen hier viele Orte noch in ihren ursprünglichen Flair.

Das Inselzentrum

Oase im Inselinneren

Eine grüne Oase inmitten trockener Landschaften © Traumwelten / pixelio.de

Im Inneren der Insel liegen die ältesten Dörfer Fuerteventuras, wozu auch das bekannte Bergdorf Betancuria gehört. Historische Kirchen und die typisch spanische Kolonialarchitektur finden in diesem Teil der Insel vermehrt zusammen. Zudem bietet das Land eine grandiose Bergkulisse. Durch den Flughafen bei Puerto del Rosario ist die Ostküste des Inselzentrums ein beliebter Ort für Touristen, während sich das Zentrum der Insel und die Westküste ihre Ursprünglichkeit bewahrt haben.

Im mittleren Inland der Insel liegen einige kleine Oasen. Von Fruchtbarkeit zu sprechen wäre sicherlich zu hoch gegriffen, viele der Palmen werden künstlich bewässert, doch finden sich hier eher ein paar grüne Fleckchen als an anderen Teilen der Insel.

Der Süden

Auf der Halbinsel Jandía im Süden Fuerteventuras beginnt mit Costa Calma einer der schönsten Sandstrände der Kanarischen Inseln. 30 Kilometer feinster goldener Sand schmiegt sich von hier aus ans Meer und lockt unzählige Badegäste an. Während jedoch der Süden der Halbinsel durchaus noch Ortschaften und Tourismus beherbergt, ist der nördliche Teil der Halbinsel wie ausgestorben. Kaum zugängliche, einsame aber malerische Strände liegen hier verborgen, die touristisch kaum erschlossen sind.

Fuerteventuras Strände

Fuerteventura ist bekannt für die vielen weitläufigen Sandstrände. Einige sind touristisch erschlossen und bieten Umkleidekabinen, Duschmöglichkeiten, Bars und andere Annehmlichkeiten. Andere Strände wiederum versprechen Ruhe und Abgeschiedenheit. Aufgrund einer starken Brandung sowie gefährlicher Unterwasserströmungen eignen sich die Strände an der Westküste mit wenigen Ausnahmen, wie etwa El Cotillo,  durchweg nicht zum Baden. An der Südküste der Insel stellt das Baden in aller Regel kein Problem dar.

Schwarzer Srand bei Ajuy

Schwarzer Sandstrand an der Westküste Fuerteventuras © Robby van Moor / flickr.com

Wer sich die Attraktion des tiefschwarzen Lavastrandes nicht entgehen lassen möchte, sollte unbedingt Ajuy besuchen. Zwar liegt Ajuy an der Westküste und eignet sich somit nicht als Badegelegenheit, doch allein die ungewöhnliche Farbe des Sandes lockt zahlreiche Besucher an. Dunkel, wenngleich nicht tiefschwarz, ist der Strand bei Tarajalejo. Vorne am Ufer ist der Sand sehr fein, während er weiter hinten kieselig wird. Diese Stelle wird überwiegend von Einheimischen aufgesucht und ist somit touristisch relativ unerschlossen.

Auf Fuerteventura finden sich ebenfalls zahlreiche weiße Sandstrände. Der längste Sandstrand liegt auf der Halbinsel Jandía und zieht sich etwa 30 Kilometer zwischen Costa Calma und Morro Jable. Baden ist hier möglich. Der Strand ist in unterschiedliche Abschnitte aufgeteilt und verfügt in regelmäßigen Abständen über Annehmlichkeiten wie Bars, Restaurants oder Duschen. Zwischen den beiden Orten Costa Calma und Morro Jable fährt regelmäßig ein Bus.

Traumstrand mit türkisblauem Wasser auf Fuerteventura

Fuerteventura hat traumhafte Strände © Stefanie Winter / pixelio.de

Im Norden, südlich von Corralejo, liegt eine Wanderdüne, deren Sand aus der Sahara herüber geweht ist. Etwa elf Kilometer feinster Sandstrand erwarten Sie hier. Obwohl der Strand touristisch sehr erschlossen ist, sind doch immer wieder Plätze abseits des Trubels zu finden. Wirklich einsame Strände finden Sie an der Westküste. Obwohl Sie hier auf das Baden verzichten sollten, sind die Strände absolut empfehlenswert. Zwar schwer zugänglich, dafür jedoch im meilenweiten Nichts, finden Sie hier wirkliche Einsamkeit. An vielen Stränden ist auch FKK – Baden möglich.

Parque natural de las dunas de Corralejo

Dunas de Corralejo - eine Sanddüne bei Corralejo

Die Sanddünen von Corralejo © clicrd / flickr.com

Nicht nur der Strand von Corralejo ist sehenswert. Auch die Dünenlandschaft verspricht etwas abseits des touristischen Trubels Stille und Abgeschiedenheit in einer einmaligen Kulisse. Obwohl man denkt, dass der Sand der Dünen weich und nachgiebig ist, halten ihn kleine Muschelstücke  fest und in Form, so dass das Laufen über die Dünen nicht all zu mühselig ist. Sollten Sie sich für einen Tag auf der Wanderdüne entscheiden, vergessen Sie nicht, Trinken, Essen und vor allem Sonnenschutz einzupacken.

Surfparadies Fuerteventura

Fuerteventura: Austragungsort der Weltmeisterschaften im Surfen und Kite-Surfen

Windsurfing- und Kiteboarding- Weltmeisterschaften © Traum-Ferienwohnungen

Fuerteventura ist ein Paradies für Wassersportler: Surfen, Kitesurfen, Wellenreiten – auf Fuerteventura finden Anfänger sowie Profis gleichermaßen beste Bedingungen. Da hier im Winter sowie auch im Sommer ein stetiger Wind weht, tritt praktisch nie eine Flaute auf. Die Küste im Nord-Westen gilt als Profizone, während die Ostküste Fuerteventuras auch Anfängern optimale Bedingungen bietet. Über die Wind- und Wetterverhältnisse informieren Surfshops vor Ort. Diese halten außerdem wertvolle Tipps bereit, welcher Küstenabschnitt sich am ehesten als Surfrevier eignet. Wer das erste Mal auf ein Brett steigen möchte, findet vielerorts gute Surfschulen. Oft bieten diese auch einen Ausrüstungsverleih an. Aufgrund der günstigen Windverhältnisse auf Fuerteventura findet jedes Jahr im Sommer der Worldcup der Windsurfer an der Playa de Sotavento statt. Die Weltklasse der Brettakrobaten und Kiteboarder trifft sich hier, um den Besten der Besten auszuwählen. Atemberaubende Manöver auf hohen Wellen finden an allen Wettkampftagen statt. Daneben wird ein attraktives Rahmenprogramm angeboten, sowie Partys und andere gesellige Events an den Abenden.

Ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten

Schiffswrack der American Star

Schiffswrack vor Fuerteventura © joakant / pixelio.de

Eine Mischung aus Sensationslust und Ehrfurcht vermitteln die Schiffswracks vor der Westküste Fuerteventuras. Das bekannteste dürfte die American Star sein. Das 1936 erbaute Schiff strandete im Januar 1994 auf dem Weg nach Thailand für den Rest seiner Tage auf einer Sandbank vor Fuerteventura. Immer wieder laufen gigantische Schiffe vor der Insel auf Grund. Dies liegt hauptsächlich an den starken Winden und Wellenbrechern vor der offenen Küste des Atlantiks im Westen. Heute sind nur noch einige Teile des ehemaligen Passagierschiffes zu erkennen und können vom Strand aus bestaunt werden.

Karneval auf Fuerteventura

Ausgelassend feiernde Karnevalsteilnehmer

Auch auf Fuerteventura wird Karneval gefeiert © sfmission / flickr.com

Wie auf Teneriffa, wird auch auf Fuerteventura ausgiebig Karneval gefeiert. Dabei schliesst sich beinahe jedes Dorf und jede Stadt mit ganz eigenen Festivitäten den Karnevalsfeiern an. Am ausgiebigsten wird der Karneval in dem Ort Puerto del Rosario zelebriert. Der Karneval steht jedes Jahr unter einem anderen Motto und es wird bis in die Morgenstunden getanzt, gelacht und ausgelassen gefeiert. Bunte Gestalten, latein-amerikanische Klänge sowie jede Menge Alkohol zeichnen diese Tage aus.

Zu den Höhepunkten des Karnevals gehört auch das Bootsrennen bei Puerto del Rosario, bei dem selbstgebaute und geschmückte Boote ebenso wie lustig verkleidete Menschen im Mittelpunkt stehen. Ein weiteres Highlight des Karnevals ist die Wahl der Karnevalskönigin. Hier werden die spektakulärsten Kostüme präsentiert.

Naturerlebnis auf der Isla los Lobos

Blick auf die Isla los Lobos

Nur eine kurze Überfahrt entfernt – die Isla los Lobos © ayelienne / flickr.com

Etwa zehn Kilometer vor Fuerteventura liegt die kleine Insel „Isla de Lobos“. Die lediglich 4,58 km² große Insel wurde komplett zum Naturpark erklärt und ist in jedem Fall einen Ausflug wert. Die Insel ist nach den Mönchsrobben benannt, die man hier beobachten kann. Nur das winzige Fischerdorf El Puertito liegt auf der ansonsten unbewohnten Insel. Immerhin gibt es hier auch ein Restaurant, bei dem Sie allerdings nur gegen Vorbestellung speisen können. Aus diesem Grund sollten Sie Essen und Trinken bei einem Besuch des Eilandes nicht vergessen. An der Playa de la Caleta können Sie ohne Furcht vor zu hohen Wellen baden gehen. Da der Strand etwas abgeschirmt vom offenen Ozean ist, ist das Baden hier unbedenklich. Los Lobos eignet sich auch für Spaziergänge und Wanderungen und in wenigen Stunden lässt sich die Insel komplett umrunden. Von Corralejo aus fahren regelmäßig Glasbodenschiffe auf die Insel. Die Fahrt dauert knapp 20 Minuten. Da der Boden des Schiffes aus Glas ist, können Sie während der Fahrt die Unterwasserwelt des Atlantiks bewundern.

Sie haben Lust auf einen Urlaub auf Fuerteventura bekommen? Bei uns finden Sie viele Ferienwohnungen und Ferienhäuser auf dieser bezaubernden Insel.

Ferienwohnungen auf Fuerteventura von Traum-Ferienwohnungen

Lesen Sie auch die anderen Artikel unserer 5-teiligen Serie über die größten Kanareninseln Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und La Palma!

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Kommentare

Urlaub auf den Kanarischen Inseln | Das Reisemagazin Juli 16, 2012 um 12:44 pm

[…] Inseln“. In einer 5-teiligen Serie möchten wir Ihnen die größten Kanareninseln Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote, Gran Canaria und La Palma näher vorstellen. […]

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Urlaub auf Fuerteventura | Das Reisemagazin Juli 16, 2012 um 2:01 pm

[…] Sie auch die anderen Artikel unserer 5-teiligen Serie über die größten Kanareninseln Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote und La Palma! […]

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Möller, Uwe Juli 17, 2012 um 8:27 am

In Ihrem Artikel beschreiben Sie das Schiffswrack der American Star
mit entsprechendem Bild.
Ich möchte darauf hinweisen das von diesem Wrack so gut wie nichts
mehr zu sehen ist.
mfG. Uwe Möller

Antworten

Redaktion Reisemagazin Juli 17, 2012 um 8:58 am

Hallo Herr Möller, vielen Dank für Ihren Hinweis. Die vielen natürlichen Einflüsse, die das Schiffswrack täglich ausgesetzt ist, hinterlassen ihre Spuren. Wenn Sie ein aktuelleres Bild von der American Star besitzen, können Sie uns das gerne mailen (info@traum-ferienwohnungen.de) und wir fügen es dann als Ergänzung mit an.

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Urlaub auf Teneriffa | Das Reisemagazin April 22, 2013 um 3:48 pm

[…] Sie auch die anderen Artikel unserer 5-teiligen Serie über die größten Kanareninseln Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote und La […]

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