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Weiter geht es auf unserer Reise zu den deutschen UNESCO-Welterben. Im 13. Teil unserer Serie besuchen wir die Stadt Essen und lernen das UNESCO-Welterbe Zollverein in der ehemaligen Kulturhauptstadt Europas kennen. Die moderne und manchmal nüchtern wirkende Stadt versteht es beispielhaft, die Architektur des Industriezeitalters in kulturelle Highlights zu verwandeln. Folgen Sie uns und lernen Sie die schönen Seiten der Industrie in Essen kennen.

Essen – eine Stadt voll Kultur

Das Ruhrgebiet wird oft mit Industrie, schlechter Luft und alltäglicher Hektik assoziiert. Umso erstaunlicher scheint es da, dass in dieser Hochburg des industriellen Zeitalters die ehemalige Kulturhauptstadt 2010 liegt. Doch besteht Essen nicht nur aus tristen Fabrikanlagen und eintönigen Hochhäusern. Im Gegenteil. Essen bezaubert durch eine ungewohnte Vielseitigkeit, durch farbenfrohe Parkanlagen und kulturellen Reichtum. Gleichzeitig liefert es wichtige Meilensteine der Industriekultur.

Das Stadtbild der Innenstadt ist eine gelungene Mischung aus Bauwerken des 21. Jahrhunderts sowie aus Epochen der Vorromantik bis zur Moderne. Beispiele hierfür sind die Marktkirche, die bereits im 11. Jahrhundert erbaut wurde oder die Domkirche, die seit dem 14. Jahrhundert fertiggestellt ist.

Die Marktkirche aus dem 11. Jahrhundert © Traum-Ferienwohnungen

Die Marktkirche aus dem 11. Jahrhundert © Traum-Ferienwohnungen

Die Stadt Essen trägt weiterhin den Titel als die drittgrünste Stadt Deutschlands. Zahlreiche Parkanlagen und Naherholungsgebiete, wie der Grugapark versprechen eine Auszeit vom Großstadtleben. Nicht nur für die Essener selbst sind die wunderschön gestalteten Grünflächen eine Augenweide. Auch Touristen nutzen die Ruhe der städtischen Gärten, um sich von beeindruckenden Sightseeingtouren zu erholen.

Industrie zum Anfassen

Das UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein © Pe-sa / wikipedia.de

Das UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein © Pe-sa / wikipedia.de

Eines der imposantesten Bauwerke der Stadt ist das UNESCO-Welterbe Zollverein. Architektonisch gehörte der Zollverein zu den weltweit größten und schönsten Zechen; heute dient es als Museum sowie als  Veranstaltungszentrum und erläutert die Entwicklung der Industrie in Essen anschaulich.

Den Grundstein für diese beeindruckende Anlage legte 1847 der Duisburger Industrieelle Franz Haniel, der während Erdbohrungen auf Kohle, auch als „schwarzes Gold“ bezeichnet, gestoßen ist. Die Steinkohlevorkommen im Boden erwiesen sich derart als Schatzkammer, dass keine 40 Jahre später die Zeche Zollverein zu den Bergwerken mit der höchsten Jahresförderung zählte.

Das Ende der Zeche trat ein, als der Kohle- und Stahlabbauboom abebbte; so musste die inzwischen zu den „Vereinigten Stahlwerke AG“ zählende Zeche Zollverein ihre Tore nach 135 Jahren schließen.

Heute gilt das ehemalige Förderbergwerk als eines der wichtigsten Hinterlassenschaften des Industriezeitalters. In spannend gestalteten Führungen werden der Ablauf der Kohleförderung sowie der Arbeitsalltag der Bergwerkarbeiter wieder lebendig.

Industrie als Ort der Inspiration

Doch dient das UNESCO-Welterbe Zollverein nicht nur als Guckloch in längst vergangene Tage, sondern auch als eins der wichtigsten Zentren für Kunst und Kultur der Gegenwart. Bedeutende Künstler wie Thomas Rother nutzen die Zeche seit den späten 1980er Jahren als Ort der Inspiration. Ausstellungen und Kulturwerkstätten entstanden auf dem Gelände des ehemaligen Kohlebergwerks.

Ehemalige Ausstellung im Zollverein © Elke Wetzig / wikipedia.de

Ehemalige Ausstellung im Zollverein © Elke Wetzig / wikipedia.de

Zudem werden Konzerte und Tanztheateraufführungen von Weltklasse in den gigantischen Hallen der Zeche Zollverein inszeniert. Unterschiedliche Spielorte auf dem Gelände dienen dabei Größen wie Jan Garbarek und Alfred Brendel als Kulissen für bewegende Momente. Die Mischung aus schlichter und sachlicher Architektur neben kreativer Vielseitigkeit verwandeln das UNESCO-Welterbe Zollverein in einen Raum der Zeitlosigkeit.

Noch mehr Sehenswertes

Neben den industriell geprägten Bauwerken wie dem UNESCO-Welterbe Zollverein oder der nüchtern wirkenden Architektur im Stadtinneren halten Stadtteile wie die Margarethenhöhe dagegen. Die Siedlung, die wegen ihrer Bauweise als die erste deutsche Gartenstadt gilt, wurde 1906 von Margarethe Krupp anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter gestiftet. Die Häuser, die alle mit liebevoll geschwungenen Giebeln, Erkern und Natursockeln versehen sind, bilden ein angenehmes Gegenstück zu der geraden Bauweise der Industriemonumente.

Das Naherholungsgebiet am Baldeneysee © Kungfuman / wikipedia.de

Das Naherholungsgebiet am Baldeneysee © Kungfuman / wikipedia.de

Um der Industrie in Essen ganz zu entfliehen, muss die Stadt noch nicht einmal verlassen werden. Im Süden der Stadt befindet sich ein großes Naherholungsgebiet, das sich rund um den Baldeneysee ausdehnt. Der See ist der größte von sechs Ruhr-Stauseen und gilt als Paradies für Wassersportler. Achtung: Schwimmen ist derzeit nicht gestattet. Doch auch, ohne in das kühle Nass zu tauchen, bietet der Baldeneysee eine Vielzahl an sportlichen Alternativen. Dazu zählen die insgesamt 14 Kilometer langen Fuß- und Radwege, auf denen seit 1963 jährlich ein Marathon abgehalten wird.

Unterkünfte in Essen

Um Essen wirklich zu erleben und einen authentischen Eindruck von der ehemaligen Kulturhauptstadt zu bekommen, empfiehlt sich ein Aufenthalt in einer Ferienunterkunft im Ruhrgebiet. Oft geben die Vermieter der Ferienwohnungen noch weitere spannende Auskünfte und Insidertipps, um einen unvergesslichen Urlaub in der Stadt im Herzen des Ruhrpotts zu erleben.

Ferienwohnungen im Ruhrgebiet von Traum-Ferienwohnungen

Im nächsten und letzten Teil unserer Reise zu den UNESCO–Welterbestätten geht es nach Hildesheim. Dort steht eines der bedeutendsten Bauwerke des Mittelalters.

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