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Einfach mal den Sommer verlängern! Das dachte auch Janina aus unserer Reisemagazin-Redaktion und verbrachte im Herbst einige sonnige Tage auf der griechischen Insel Kreta. Dort klettern die Temperaturen im Herbst noch auf 20 bis 30 Grad. Packen Sie Ihren Rucksack und begleiten Sie Janina bei ihren Ausflügen auf der Insel. Ihr Reisebericht führt zu 6 Orten auf Kreta, die Sie bei einem Urlaub dort besuchen sollten.

1. Stylisch und urig zugleich – der venezianische Hafen von Rethymnon

Krise in Griechenland? Davon habe ich während meines Aufenthalts auf Kreta wirklich nichts gemerkt. Freundliche Menschen, gefüllte Supermarktregale – es gab alles, was das Urlauberherz sich wünscht. Da sich unsere Ferienunterkunft in der Hafenstadt Rethymnon befand, hatten wir vom Flughafen Chania aus noch eine Stunde Busfahrt vor uns. Die Flughäfen auf Kreta in Heraklion und Chania werden mehrmals wöchentlich von Deutschland aus angeflogen. Ryanair landet täglich in Chania im Nordwesten der Insel.

Mit dem Rucksack erkunde ich Kreta

Immer mit dabei: Mein Rucksack mit Traum-Ferienwohnungen-Buttons © Traum-Ferienwohnungen

Rethymnon ist eine schöne Hafenstadt mit einer langen Promenade mit dutzenden Tavernen – einige sind eher modern-stylisch, andere urig-traditionell. Am Ende der Promenade befindet sich der kleine venezianische Hafen. Auf der schmalen Hafenmauer können Besucher zum alten Leuchtturm balancieren. In den Cafés am Hafen lässt es sich herrlich entspannen und vor allem am ersten Tag sehr gut akklimatisieren. Kaffeetrinken ist nach der Erhöhung der Mehrwertsteuer allerdings kein günstiges Vergnügen. Ein Milchkaffee kostet meist zwischen 3,50 und 4 Euro.

Enstpannte Stimmung im Hafen von Rethymnon

Von zahlreichen Tavernen hat man einen herrlichen Blick auf den venezianischen Hafen von Rethymnon © Traum-Ferienwohnungen

2. Traumhafter Ausblick inklusive

Unbedingt sehenswert ist auch die Burg „Fortezza“ in Rethymnon. Die Überreste der im 16. Jahrhundert erbauten Festung trohnen über der Hafenstadt Rethymnon. Die Festung wurde von den Venezianern auf einem Felshügel, dem Palaiokastro, errichtet. Wie Ausgrabungen beweisen, befand sich dort früher die Akropolis der antiken Stadt Rithymna.

Die Burg Fortezza in Rethymno

In der Festung gibt es viele antike Ruinen zu sehen © Traum-Ferienwohnungen

Der Eintritt kostet 4 Euro. Wer sich für Geschichte und Zerbröckeltes interessiert, der sollte unbedingt einmal hinter die Mauern der Festung schauen. Für alle anderen lohnt sich der schöne Rundumblick über Rethymnon und auf das Meer.

Blick von der Burg Fortezza

Von der Festung haben Besucher einen schönen Rundumblick © Traum-Ferienwohnungen

3. Mein Restaurant-Tipp

Wer in Rethymnon in traditonell griechischer Atmosphäre essen möchte, sollte unbedingt das Restaurant Thalassografia direkt neben der Fortezza ausprobieren. Dort gibt es neben einem äußerst freundlichen Service auch leckere griechische Speisen – und dazu einen tollen Ausblick auf das Meer, denn das Restaurant liegt etwas erhöht über der Hafenstadt.

4. Radfahrer leben gefährlich – aber entdecken schöne Plätze

Rund 6 Kilometer von Rethymnon entfernt, Richtung Westen, direkt vor dem Ort Gallos liegt eine kleine Bucht mit winzigem Sandstrand und einer urigen Taverne. Von Rethymnon aus gelangt man am besten mit dem Auto dorthin. Dennoch haben wir es mit dem Fahrrad versucht und sind nach einer ordentlichen Berg und Talfahrt und einem lebensgefährlichen Abschnitt auf einer Hauptstraße sicher in der kleinen Bucht angekommen. Fahrradwege gibt es auf Kreta kaum. Und wenn doch, dann können sie plötzlich ohne Vorwarnung enden oder werden als Parkstreifen für Autos und Roller genutzt. Oder eben auch einfach als zweite Fahrbahn für Mofafahrer.

Taverna an einer Bucht bei Rethymnon

Mit dem Rad auf Kreta unterwegs zu sein, ist eher was für Mutige © Traum-Ferienwohnungen

5. Karibik gefällig?

Traumhaftes Wasser und karibisches Flair haben wir in Gramvousa und Balos entdeckt. Zu den traumhaften Sandstränden mit glasklarem Wasser fahren täglich Touristenboote ab Kastelli. Vor Ort erwartet die Besucher wunderbar warmes, glasklares Wasser. Besonders Balos ist einen Ausflug wert. Es lohnt sich, ein paar Schritte mehr zu gehen und sich ein sonniges Plätzchen abseits des Hauptstrandes zu erobern.

Traumhafter Strand in Balos

Flaches, glasklares Wasser am Strand von Balos © Traum-Ferienwohnungen

6. Hier gibt es kein Zurück: Wandern durch die Samaria-Schlucht

Ein absolutes Muss für einen Kreta-Touristen ist die Wanderung durch die Samaria-Schlucht im Süden der Insel. Der Eintritt in die Schlucht kostet 5 Euro. Doch bevor gewandert werden kann, geht es mit dem Bus oder dem Pkw die Serpentinen hoch. Wer nicht reisefest ist, sollte sich vielleicht etwas für den Magen mitnehmen. Ich kämpfe mit dem Frühstück.

Die Schlucht öffnet bei Sonnenaufgang und dann sollte man auch loswandern, denn je nach körperlicher Verfassung benötigt man 5 bis 6 Stunden für die Tour, die sich über Geröll, Gebirgsflüsse und steinige Wege 14 Kilometer hinab schlängelt. Hinab ist das Stichwort, denn es geht wirklich steil bergab – insgesamt 1250 Höhenmeter. Wer flott losgeht, hat bald den ersten Wandererpulk überholt und kann ungestört spazieren und die Landschaft genießen. Trittfestigkeit ist definitiv eine Voraussetzung. Wer körperlich nicht fit ist, sollte auf diese Tour verzichten, denn ist man erstmal unterwegs, gibt es kein Zurück mehr. Wanderschuhe oder zimindest Turnschuhe mit einer griffigen Sohle sind ein Muss. Ich versuche es mit einem leichten Laufschuh und rutsche recht häufig von den großen und nassen Steinen.

Alles paar Kilometer gibt es einen Rastplatz, an dem man frisches Quellwasser zapfen kann. Es reicht also, eine leere Trinkflasche mitzunehmen und diese immer wieder zu befüllen. An den Rastplätzen gibt es auch Toiletten oder vielmehr Schüsseln im Boden, die man zu treffen versucht. Kein schönes Erlebnis. Ich beschließe auf dem Rest des Weges nicht mehr zu müssen.

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Die Landschaft beeindruckt mich sehr: die Strukturen des Gesteins, der Duft des Waldes, die klaren Gebirgsflüsse, aus denen ich das Wasser trinken kann und zum Ende natürlich die „Eiserne Pforte“ – die schmalste Stelle der Schlucht. Etwas mulmig ist mir schon, so durch die engen Gesteinswänden zu gehen. Irgendwann müssen ja auch die Brocken, über die ich gerade klettere, heruntergefallen sein, denke ich. Ich versuche mich zu beruhigen, weil ich weiß, dass die Schlucht nur bei guten Bedingungen geöffnet wird. Nasse Füße gibt es an diesem Tag auf jeden Fall mehrfach. Der Regen vor ein paar Tagen hat ordentlich Wasser in die Schlucht gebracht und die Bäche sind gut gefüllt. Nach 4 Stunden und 50 Minuten komme ich in dem kleinen Ort Agia Roumeli an und vor mir eröffnet sich das Meer. Ich merke jetzt schon, dass es von dem ständigen Bergablaufen morgen Muskelkater im Po geben wird. Immerhin fühlen sich meine Knie gut an.

Ich erhole mich erstmal am Strand und genieße das angenehm warme Wasser. Um 17.30 Uhr sammelt eine große Fähre alle Wanderer ein. Das Ticket kostet 11 Euro für Erwachsene. Das Schiff ist bis auf den letzten Platz besetzt und benötigt eine Stunde bis wir in Hora Sfakion wieder abgesetzt werden. Von dort geht es mit dem Bus wieder Richtung Ferienunterkunft – natürlich über die Serpentinen. Mir ist mal wieder flau im Magen.

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