Skip to main content

Der schiefe Turm von Pisa? Weg. Mächtige Gletscher in den Alpen? Verschwunden. Tauchen am Great Barrier Reef? Fehlanzeige. Die globale Erwärmung, der Massentourismus, menschliches Fehlverhalten und Industrie bedrohen zahlreiche unwiederbringliche Naturlandschaften, Jahrtausende alte Kulturdenkmäler, wunderschöne Korallenriffe, exotische Wildtiere, gigantische Gletscher und die auch heute noch immer nicht vollständig erforschten Polarregionen. Schlecht ergeht es nicht nur dem spektakulären Great Barrier Reef und der faszinierenden Unterwasserlandschaft rund um die japanischen Okinawa-Inseln, sondern auch der Amazonas-Region und dem Traum-Urlaubsziel für viele schlechthin – den Korallenatollen der Malediven und Indonesiens. Es ist heute noch völlig ungewiss, ob die zerbrechliche Welt der Ökosysteme den Gefahren trotzen kann.

Doch die Zerstörung fällt auf uns zurück: Wer sich in den großen Hafenstädten wie New York, Shanghai oder Hamburg in Sicherheit wiegt, könnte in nicht allzu ferner Zukunft eine böse Überraschung erleben. Nicht einmal vor den größten Metropolen und historisch bedeutsamsten Städten macht die Bedrohung durch die von der Menschheit selbst verursachte Erwärmung des Planeten halt.

Unglaublich? Ist aber leider so: Für erstaunlich viele gefährdete Reiseziele tickt die Uhr, sie haben heute tatsächlich so etwas wie ein touristisches Verfallsdatum…

55 gefährdete Reiseziele

Naturlandschaften und Nationalparks

1. Chihuahua-Wüste (Mexiko)

White Sands Monument in der Chihuahua-Wüste

White Sands Monument in der Chihuahua-Wüste © Markus Rieder / flickr.com/mrieder/

Die Chihuahua-Wüste erstreckt sich auf der stolzen Fläche von 360.000 m² im gleichnamigen mexikanischen Bundesstaat und in den südlichen Teilen Nordamerikas. Besondere Faszination üben die „White Sands“ aus, Dünen aus weißem Gips, durch die sich feine Linien und Spuren von Menschen und Tieren ziehen. Anfang der 1980er ist hier sogar einmal das NASA-Space Shuttle gelandet. Es mag absurd klingen, aber die Wüste in Mexiko leidet unter Erhitzung als Folge des Klimawandels und gilt als gefährdet.

2. Valdivian Regenwald (Chile / Argentinien)

Der Valdivianische Regenwald in Chile ist gefährdet

Der Valdivianische Regenwald in Chile ist gefährdet © lucanicae / timelp.com

Der WWF hat den Valdivianischen Regenwald auf die Liste der bedrohten Naturwunder gesetzt. Der Grund: Ausbleibende Regenfälle machen dem Ökosystem des Regenwaldes zu schaffen. Dabei gibt es hier zahlreiche Pflanzen und Tiere zu entdecken, die weltweit einzigartig sind.

3. Sundarbans (Indien)

Die Sundarbans in Indien - empfindliches Ökosystem

Die Sundarbans in Indien – empfindliches Ökosystem © Biswajit Dey / flickr.com/49014370@N07

An den südlichen Hängen des faszinierenden Himalayagebirges befinden sich die größten Mangrovenwälder der Welt, bekannt als die Sundarbans. Auf 10.000 m² bieten die Wälder einen Lebensraum für den vom Aussterben bedrohten Bengalischen Tiger und zahlreiche weitere Tiere. Durch den globalen Klimawandel, Umweltverschmutzungen durch die Mineralölindustrie und illegale Waldabholzungen ist dieses Naturwunder sehr gefährdet.

4. Amazonasbecken (Brasilien)

Amazonas gefährdetes Urlaubsziel

Der Amazonas in Brasilien – gefährdetes Urlaubsziel © Patrick Roherty / istockphoto.com

Das Amazonas ist der wichtigste Fluss in Südamerika. Erstaunliche 20 Prozent des weltweiten Süßwassers fließen durch das Amazonasbecken. In den zahlreichen Naturschutzgebieten, die dem Amazonasbecken unter anderem in Brasilien zugeordnet werden, leben hunderttausende Tier- und Pflanzenarten, von denen uns Menschen nur ein winziger Teil bekannt ist. Aber auch mehr als 20 Millionen Menschen, darunter viele Naturvölker, haben im Amazonasbecken ihre Heimat. Schon seit den 1970er-Jahren macht die großflächige Abholzung dem Amazonasbecken zu schaffen. Teile der Flora und Fauna wurden schon für immer zerstört.

5. Barrow (Alaska)

Barrow in Alaska, bedroht durch Ölbohrungen und Klimawandel

Barrow, bedroht durch Ölbohrungen und Klimawandel © George Burba / istockphoto.com

Barrow ist die nördlichste Stadt der USA. Bereits im Jahr 500 v. Chr. siedelten hier die ersten Menschen. Rund um die Stadt leben viele bekannte, arktische Tierarten: Eisbären fühlen sich hier ebenso heimisch wie Walrösser, Seehunde und Karibus. Die zahlreichen Ölbohrungen und der Klimawandel gefährden die ganze Region, natürlich vor allem die arktische Tierwelt.

6. Hawaii (USA)

Hawaii, gefährdet durch den ansteigenden Meeresspiegel

Hawaii, gefährdet durch den ansteigenden Meeresspiegel © Brian Raisbeck / istockphoto.com

Wer sprichwörtlich reif ist für die Insel, wird sich auf Hawaii vollkommen zuhause fühlen. Die Inselgruppe gilt, obwohl ein ganz regulärer Bundesstaat der USA, als äußert abgelegen. Die Hawaiianer sind trotz Massentourismus bis heute sehr gastfreundlich geblieben und pflegen traditionelle Rituale, wie zum Beispiel den Hulatanz. Doch das tropische Urlaubsparadies ist gefährdet. Steigt der Meeresspiegel durch den Klimawandel weiter an, könnte es bald vorbei sein mit der Inselgruppe und dem immer freundlichen „Aloha“-Gruß.

7. Everglades (USA)

Tierwelt der Everglades von Chemikalien belastet

Tierwelt der Everglades von Chemikalien belastet © Steffen / pixelio.de

Der Everglades National Park zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen für Touristen in Florida. Die ausgedehnte Sumpflandschaft beheimatet exotische Bäume, zahlreiche Fischarten, seltene Vogelarten wie Kormorane, Schildkröten und natürlich – bissige Alligatoren! Obwohl die Everglades mittlerweile zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurde, gehören sie zu den stark gefährdeten Reisezielen. Chemische Substanzen verschmutzten die Gewässer, außerdem wurden Teile der Umgebung bereits trocken gelegt.

8. Totes Meer (Israel)

Die Befürchtung: Das tote Meer trocknet aus

Die Befürchtung: Das tote Meer trocknet aus © Victor Bezrukov / istockphoto.com

Einfach mal treiben lassen… Das Tote Meer liegt in Israel und lädt Urlauber zum entspannten Zeitunglesen bei badewannen-ähnlichen Temperaturen ein. Auch die Wirkung von Schlamm und Salz gilt als besonders gesundheitsfördernd. Wer in den Genuss eines ausgiebigen Bades kommen will, sollte sich beeilen. Denn das Tote Meer trocknet bereits aus, jedes Jahr verringert sich der Wasserpegel um einen Meter!

9. Krüger-Nationalpark (Südafrika)

Zu viele Touristen besuchen den Krüger Nationalpark in Südafrika

Zu viele Touristen besuchen den Krüger Nationalpark © Jonathan Heger / istockphoto.com

Hunderte Tierarten und zahlreiche Pflanzen fühlen sich in dem rund 20.000 km² großen Gebiet des Krüger-Nationalparks ausgesprochen wohl. Der Park in Südafrika lockt jährlich zahlreiche abenteuerlustige Reisende an. Schon seit einigen Jahren versuchen die Betreiber des Nationalparks, ganze Herden umzusiedeln, nicht immer mit Erfolg. Jetzt machen vor allem der Klimawandel und zu große Besucherzahlen dem Naturparadies zu schaffen.

10. Monteverde Regenwald (Costa Rica)

Der Monteverde-Regenwald ist durch Abholzung gefährdet

Der Monteverde-Regenwald ist durch Abholzung gefährdet © Timur Kulgarin / istockphoto.com

Enten und Gänse sind bei uns wohl jedem bekannt. Wie wäre es also zur Abwechslung mal mit Quetzal, Laucharassari oder dem Urutau-Tagschläfer. Noch nie gehört? Kein Wunder – diese exotischen Vögel gibt es nur in dem Biologischen Naturreservat Monteverde in Costa Rica. Auf rund 10.000 Hektar Regenwaldgebiet leben erstaunliche Tierarten und exotische Pflanzen. Ein echtes Entdeckerparadies für Abenteuerurlauber und Naturfans. Schon in den 80er Jahren wurde das Artensterben in Monteverde beobachtet. Der Klimawandel und Abholzungen setzen dem Regenwaldgebiet in Costa Rica darüber hinaus zu.

11. Nationalpark Tanjung Puting (Indonesien)

Das Reservat Tanjung Puting wird durch Abholzungen, Bergbau und Waldbrände zerstört

Das Reservat Tanjung Puting wird vom Menschen bedroht © Rafal Cichawa / istockphoto.com

Im Nationalpark Tanjung Puting im südlichen Teil der indonesischen Insel Borneo schwingen sich täglich rund 6.000 Orang-Utans von Baum zu Baum oder dösen bei subtropischen Temperaturen. Der Nationalpark ist mehr als 400.000 Hektar groß und bietet eine faszinierende Flora und Fauna. Auch Naturvölker leben hier ganz traditionell. Illegale Abholzungen, verbotener Bergbau, Waldabholzungen für landwirtschaftliche Nutzungen, zum Beispiel den Anbau von Palmöl, sowie heftige Feuer machen den Nationalpark in Indonesien zu einem bedrohten Reiseziel.

12. Nördliche Manitoba-Küste (Kanada)

Die kanadische Manitoba-Küste ist durch Ölförderung und Klimawandel bedroht

Manitoba-Küste: durch Ölförderung und Klimawandel bedroht © Ian Graham / istockphoto.com

Hügeliges Ackerland, der Manitoba-See und die Meeresküste beschreiben die Manitoba-Küste in Kanada. Die Region ist geprägt von Ackerbau, Weideland, Buschwäldern und der Tundra. Schon die Indianer siedelten sich rund um die kanadische Küste an. Zahlreiche kleine und große Seen entstanden aus Schmelzwasser; Mammute und Bisons zogen einst durch diese bedeutende Landschaft. Nur noch wenige Indianer sind heute in der Bevölkerung zu finden. Die Ölindustrie bringt das natürliche Gleichgewicht zum Einsturz, die in der Tundra lebenden Eisbären sind zudem durch die globale Erwärmung gefährdet.

13. Balatonsee (Ungarn)

Der Balaton-See in Ungarn könnte austrocknen

Der Balaton-See in Ungarn könnte austrocknen © Gábor Páll / istockphoto.com

Mitten im Westen von Ungarn befindet sich der größte Binnensee mit dem Namen Balaton, hierzulande besser bekannt als „Plattensee“. In den Sommermonaten wärmt sich der See auf Badewannen-Temperaturen auf und lädt mit seinen Stränden, Thermalquellen und Heilbädern zum gesunden Plantschen ein. Anschließend können regionale Weine und Fischspezialitäten aus der Region genossen werden. Wer hier entspannen will, sollte sich beeilen. Der See trocknet bereits aus und droht zu versumpfen.

14. Osterinsel (Chile)

Die Osterinsel in Chile ist durch Erosion gefährdet

Die Osterinsel in Chile ist durch Erosion gefährdet © Ralf Hettler / istockphoto.com

Die im Pazifik gelegene Osterinsel ist vor allem durch ihre riesigen, mystischen Steinskulpturen mit dem Namen Moais in aller Welt bekannt geworden. Zusätzlich finden sich hier feurige Vulkane, bis zu 300 m hohe Kliffs und exotische Korallenriffe. Bei durchschnittlich 21° C lässt es sich hier sehr gut aushalten. Zahlreiche Artefakte geben spannende Einblicke in die Kultur der ersten Inselbewohner. Wie lange die faszinierenden Moais noch stehen, lässt sich schwer voraussagen. Die Skulpturen beginnen bereits zu verfallen, was durch die Erosion nur noch verstärkt wird.

15. Galapagosinseln (Ecuador)

Die Galapagos-Inseln: durch den Flugverkehr bedroht

Die Galapagos-Inseln: durch den Flugverkehr bedroht © David Stephenson / istockphoto.com

14 größere und rund 100 kleinere Inseln gehören zur Gruppe der Galápagos-Inseln im Pazifischen Ozean. Zu den bekanntesten gehören beispielsweise Santa Cruz, San Salvador oder Santa Fé. Die Inseln bieten eine Heimat für eine faszinierende Vielzahl an Pflanzen und Tieren, die bereits von Charles Darwin eindrücklich festgehalten wurde. Vor allem der zunehmende Flugverkehr und ein immer höherer Ansturm durch Touristen bedrohen die Inseln.

16. Manas-Nationalpark (Indien)

Manas-Nationalpark: Artensterben durch Wilderei

Manas-Nationalpark: Artensterben durch Wilderei © Terry Lawrence / istockphoto.com

Willkommen in Indien! Am Fuß des Himalayas liegt der Manas-Nationalpark. Das Naturreservat umfasst eine Fläche von 50.000 Hektar. Eine willkommene Heimat für Wasserbüffel und Tiger, Elefanten, Goldlanguren, Leoparden, Kragenbären und Zwergwildschweine sowie zahlreiche weitere Arten. Bewaffnete Überfälle und Wilderei machen den tierischen Bewohnern zu schaffen. Panzernashörner zum Beispiel sind hier inzwischen fast vollkommen ausgestorben.

17. Fidschi-Inseln

Auf den Fidschi-Inseln sind viele Tierarten vom Aussterben bedroht

Auf den Fidschi-Inseln sind viele Arten vom Aussterben bedroht © Rainer Sturm / pixelio.de

Auf den Fidschi-Inseln im Südpazifik lebt eine unglaubliche Anzahl von Pflanzen- und Tierarten, vor allem in den Regenwäldern und den Mangroven. Einige Tiere, zum Beispiel den Affengesicht-Flughund, gibt es nur hier und immer wieder werden neue Arten entdeckt. Allerdings sind viele Tierarten inzwischen akut vom Aussterben bedroht, weil ihr Lebensraum durch Feuer, Stürme, Landwirtschaft, verwilderte Ziegen und vom Menschen ausgesetzte Raubtiere zerstört wurde.

18. Havanna (Kuba)

Havanna - durch den Meeresanstieg gefährdet?

Havanna – durch den Meeresanstieg gefährdet? © Aleksandar Todorovic / istockphoto.com

In Havanna gibt es vieles zu entdecken: Etwa die als Weltkulturerbe geschützte Altstadt, in der viele Gebäude im Stil des Barocks und Neoklassizismus von der Geschichte der spanischen Kolonialzeiten erzählen. Nicht weniger geschichtsträchtig ist auch der „Plaza de la Revolución“. Ein fast 150 m hoher Obelisk erinnert an den Nationalhelden José Martís. Einziger Haken: Nur wenige Meter über dem Meeresspiegel gelegen, könnte es Havanna auf absehbare Zeit nicht mehr geben!

Korallenriffe

19. Great Barrier Reef (Australien)

Einzigartiges Great Barrier Reef - gefährdetes Riff

Das einzigartige Great Barrier Reef – gefährdetes Riff © Peter Niesen / istockphoto.com

Das wohl spektakulärste Unterwasser-Naturparadies der Welt stellt das Great Barrier Reef vor Australiens Küste dar und gilt inzwischen als eines der sieben von der Natur gegebenen Weltwunder. Für Taucher und Naturfreunde ein echtes „Hai-light“: über 300 Korallenarten sind hier zu finden, mehrere tausende Weichtiere, Schwämme und Stachelhäuter – und natürlich zahlreiche Haiarten. Buckelwale suchen das Riff zur Geburt ihrer Jungen auf, Schildkröten lassen sich von der Strömung treiben. Doch durch die Landwirtschaft gelangen giftige Chemikalien ins Meer, die das ganze Ökosystem im Great Barrier Reef gefährden, die weltweite Erwärmung bedroht das empfindliche Gleichgewicht des Korallenriffs auf dramatische Art und Weise.

20. Malediven

Korallenriffe der Malediven - gefährdet durch Müll und Meeresanstieg

Korallenriffe der Malediven – gefährdet durch Müll und Meeresanstieg © brue / istockphoto.com

Die im Indischen Ozean gelegenen Malediven sind genau das, was man sich unter einem perfekten Inselparadies vorstellen kann. Kein Wunder also, dass insbesondere frisch verheiratete Paare hier ihre Flitterwochen verbringen, bevor sie die graue Alltagswirklichkeit einholt. Doch was tun, wenn man abgeschottet vom Festland lebt und sich die Müllberge stapeln? Die Lösung: Der Müll wird vielfach ins Meer entsorgt. Logisch, dass dies die Korallenriffe gefährdet. Aber die lästigen Menschen könnten bald Geschichte sein, denn die Malediven liegen weniger als einen Meter oberhalb des Meeresspiegels und der Klimawandel sorgt für einen Anstieg der Ozeane…

21. Indonesien

Die CO2-Emission bedroht Indonesiens Korallenriffe

Die CO2-Emission bedroht Indonesiens Korallenriffe © Atid Kiattisaksiri / istockphoto.com

In Indonesien lässt es sich prima aushalten: Exotische Tiere, ein hohes Maß an Gastfreundschaft und die bezaubernde Natur laden zu Erkundungen über und unter dem Wasser ein. Die indonesischen Korallenriffe begeistern jedes Jahr zahlreiche Touristen. Doch wie lange noch? Sie sind ein gefährdetes Urlaubsziel, denn der Anstieg der CO2-Emission bedeutet eine Erwärmung der Weltmeere. Dadurch sterben die Korallenriffe, zudem steht die Existenz von 100 Mio. Menschen auf dem Spiel.

22. Okinawa-Inseln (Japan)

Auch Korallenriffe auf Okinawa sind vom Aussterben bedroht

Auch Korallenriffe auf Okinawa sind vom Aussterben bedroht © Nancy Kennedy / istockphoto.com

Am südlichen Zipfel von Japan befindet sich die Inselgruppe Okinawa. Hier wurde übrigens die berühmte Kampfkunst Karate erfunden. Die Bewohner der Inselgruppen erreichen im weltweiten Vergleich die höchste Lebenserwartung und sind überdurchschnittlich gesund. Dies wird unter anderem mit dem Korallenkalzium in Verbindung gebracht. Doch auch in Japan sind die Korallenriffe vor dem Aussterben bedroht, wenn sich das Klima und die Meere weiter erwärmen.

Gletscher

23. Alpen (Schweiz / Österreich)

Die Gletscher schmelzen - auch in den Alpen

Die Gletscher schmelzen – auch in den Alpen © Kevin Drinkall / istockphoto.com

Grüezi, Servus und Grüß Gott! Die alpinen Regionen in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz sind ein wahres Urlaubsparadies. In den Sommermonaten lässt es sich hier ausgedehnt wandern, während die Abfahrtspisten im Winter zum Skifahren und Snowboarden einladen. In Europa sind die Alpen das höchste Gebirge. Der Mont Blanc ist an seinem Gipfel über 4.800 m hoch. Auch die artenreiche Flora und Fauna hat sich an die Umweltbedingungen angepasst. Doch was, wenn der Wintersport bald statt auf Schnee nur noch auf Schotter stattfindet? Die Gletscher schmelzen dramatisch schnell, deswegen läuft auch für Wintersportfans die Uhr ab.

24. Himalaya (Tibet)

Der Himalaya ist durch die Klimaerwärmung bedroht

Der Himalaya ist durch die Klimaerwärmung bedroht © Stephane Bidouze / istockphoto.com

Das Himalaya übt eine große Faszination aus: Extremsportler probieren sich an dem fast 9.000 m hohen Mount Everest, spirituell Reisende und Rucksacktouristen begeben sich auf einen Selbstfindungstrip inmitten von tibetanischer Heilkunst. Doch das Reiseziel ist gefährdet, denn die Gletscher schmelzen weg und so wird den Bewohnern die Lebensgrundlage entzogen.

25. Kilimandscharo (Tansania)

Die Eiskappe des Kilimandscharo ist fast abgeschmolzen

Die Eiskappe des Kilimandscharo ist fast abgeschmolzen © stellab / sxc.hu

Was für die Europäer die Alpen und für die Asiaten das Himalaya-Gebirge sind, ist der Kilimandscharo für Afrika: das höchste Gebirge des Kontinents. Jährlich wagen viele Touristen den steinigen Aufstieg oder die bequeme Geländewagen-Fahrt auf den Gipfel des Gebirges in Tansania, der in fast 6.000 m Höhe liegt. Vom Urwald über eine Vielzahl an Gebirgsbächen bis hin zu eisigen Schneefeldern entfaltet sich hier eine faszinierend vielfältige Naturlandschaft. Die Gletscher schmelzen weiter, bereits 85% der Eiskappe sind durch die globale Erwärmung für immer verschwunden.

26. Grönland (Arktis)

Gefährdetes Reiseziel: Die Gletscher von Grönland schmelzen

Gefährdetes Reiseziel: Die Gletscher von Grönland schmelzen © torepaul / sxc.hu

Grönland ist die weltweit größte Insel und definitiv kein Ort für Warmduscher! Doch wer sich warm anzieht, kann hier einzigartige Eindrücke sammeln: Eisbären gehen auf Robbenjagd und spektakuläre Eisberge türmen sich vor dem interessierten Urlauber auf. Vor allem lohnt es sich schnell zu sein, denn Jahr für Jahr schmilzt die empfindliche Eisdecke Grönlands um 240 km².

27. Glacier-Nationalpark (USA)

Gefahr im Glacier Nationalpark: schmelzende Gletscher

Gefahr im Glacier Nationalpark: schmelzende Gletscher © Aimin Tang / istockphoto.com

In den Rocky Mountains befindet sich der Glacier-Nationalpark. Das Ökosystem gilt als größtenteils unbeeinträchtigt, sodass sich dem Reisenden großartige Natureindrücke präsentieren. Wer sich traut, kann auf Tuchfühlung mit Grizzlybär, Luchs und Weißkopfseeadler gehen, eine von über 1.000 Pflanzenarten entdecken oder den Duft von Kiefern, Fichten und Douglasien genießen. Schon die Indianer siedelten sich vor über 11.000 Jahren an. Waldbrände und Wilderei haben dem Nationalpark in der Vergangenheit zu schaffen gemacht. Auch heute ist es ein gefährdetes Reiseziel, denn vor allem die schmelzenden Gletscher geben Anlass zur Sorge.

Sehenswürdigkeiten

28. Taj Mahal (Indien)

Taj Mahal - von der Luftverschmutzung bedrohtes Reiseziel

Taj Mahal – von der Luftverschmutzung bedrohtes Reiseziel © satagvi / sxc.hu

Das Taj Mahal in eines der berühmtesten Reiseziele Indiens. Das Mausoleum, welches der Großmogul Shah Jahan im 17. Jahrhundert als Zeichen der ewigen Liebe für seine verstorbene Frau erbauen ließ, ist selbst jedoch leider ganz und gar nicht für die Ewigkeit gebaut. Vor allem die Luftverschmutzung durch das immer höhere Verkehrsaufkommen macht dem Prachtpalast nachhaltig zu schaffen.

29. Akropolis (Griechenland)

Die Akropolis beginnt nach Jahrtausenden zu verfallen

Die Akropolis beginnt nach Jahrtausenden zu verfallen © Babykrul / sxc.hu

Die eindrucksvoll über Athen thronende Stadtfestung wurde in der Antike gebaut, zwischenzeitlich von den Persern zerstört, dann mühevoll in Teilen wieder erbaut, nur um jetzt erneut zu zerfallen. So viel Aufwand für nichts? Na ja, nicht ganz: Für Touristen aus aller Welt ist die Akropolis bis heute ein Pflichttermin. Das meinte 1986 auch die UNESCO und erklärte das antike Monument prompt zum Weltkulturerbe. In Griechenland muss man sich nun allerdings anstrengen, wenn die Akropolis nicht vollkommen verfallen soll. Seit ihrer Erbauung hat die Akropolis immerhin schon einige Tausend Jahre halbwegs glimpflich überstanden: Es wäre wohl kaum zu verantworten, wenn dieses Baudenkmal gerade in unserer High-Tech-Zeit noch mehr Risse bekäme oder gar ganz dem Verfall zum Opfer fallen würde.

30. Tower of London (UK)

Verfällt der Tower of London?

Verfällt der Tower of London? © Val Mansfield / istockphoto.com

Sind es seine Frauen, die Heinrich der Achte im Tower von London hinrichten ließ, die sich nun rächen? Die Mauern des berühmten Sightseeing-Ziels für Touristen in London bergen viele blutige Geheimnisse und erzählen spannende Geschichten: Hier wurden berühmte Personen der Geschichte gefangen gehalten und im Innenhof brutal geköpft. Von Fluchtversuchen ist hier ebenso zu lesen wie von politischen Verschwörungen und der Abwehr von Angriffen. Doch wie lange stehen die Mauern noch? Direkt am Wasser gelegen, schimmelt das alte Monument nun langsam vor sich hin. Über Gegenmaßnahmen ist bislang nichts bekannt.

31. Chan Chan (Peru)

Die Lehmstadt Chan-chan wird vom Niederschlag zerstört

Die Lehmstadt Chan-chan wird vom Niederschlag zerstört © James Harrison / istockphoto.com

Chan Chan muss im 14. Jahrhundert etwa so bedeutend gewesen sein wie heute New York, Shanghai oder Moskau: eine Metropole von unermesslichem Reichtum. Die Bewohner besaßen Schätze an Gold, Silber und Kunstgegenständen. Den Inkas gelang die Eroberung und die Stadt in Peru verlor an Bedeutung. Heute zeugen beeindruckende Tempel von der einst so glorreichen Zeit. Doch es ist auch ein gefährdetes Reiseziel, denn genauso stetig, wie Sand durch eine Uhr rinnt, wird die aus Lehm gebaute Stadt heute langsam von Niederschlägen zerstört.

32. Schiefer Turm von Pisa (Italien)

Noch kippt der Turm von Pisa nicht um

Noch kippt der Turm von Pisa nicht um © yifatela / sxc.hu

Wie viele Fotos es wohl weltweit bereits gibt, auf denen sich Touristen gegen den schiefen Turm von Pisa stemmen? Doch erstaunlicherweise steht das schiefe Gebäude in Italien schon seit dem 12. Jahrhundert unbeirrt auf seinem schiefen Untergrund und will nicht umkippen. Sehr eindrucksvoll ist auch die architektonische Umgebung des Turms, etwa die nebenan gelegene Kathedrale. Aber ganz ehrlich: Auch Rom musste mal untergehen. Wer kann also mit Sicherheit sagen, wie lange dieses europäische Wahrzeichen noch einigermaßen in der Senkrechten steht?

33. Palast von Leh (Himalaja)

Der Palast von Leh, teilweise von der Flut zerstört

Der Palast von Leh, teilweise von der Flut zerstört © Ladislav Pavliha / istockphoto.com

Leh ist ein ganz besonderer Reiseort: Sie ist die höchstgelegene Stadt der Welt, die ständig bewohnt wird. Besonders sehenswert ist vor allem der alte Königspalast von Leh. Doch die Baumaterialien, Stein und Holz, sind nicht für Regen und Schmelzwasser geschaffen. Erst im Jahr 2010 hat eine verheerende Flut große Teile der historischen Stadt zerstört.

34. Twelve Apostles (Australien)

Die Twelve Apostles - eine von neun Säulen schon vom Meer zerstört

Die Twelve Apostles – eine von neun Säulen schon vom Meer zerstört © timobalk / sxc.hu

Sie ragen mitten im Meer vor der australischen Küste auf: Bis zu 60 m hohe Kalkstein-Felsen, die man die „Twelve Apostles“ genannt hat, obwohl es eigentlich nur neun Stück sind. Ein echtes Highlight sind die Lichtspiele, wenn die Sonne zwischen den Felsen auf- und untergeht. Doch es ist eine gefährdete Sehenswürdigkeit und sehr lange wird man dieses Naturschauspiel nicht mehr bewundern können. Das Meer, der Wind und der Zahn der Zeit nagen an den Felsen, eine der neun Säulen ist bereits Geschichte.

35. Chinesische Mauer (China)

Die Chinesische Mauer leidet unter dem Tourismus

Die Chinesische Mauer leidet unter dem Tourismus © sakue / sxc.hu

Wer die Chinesische Mauer einmal von A bis Z entlang laufen will, muss entweder sehr trainiert oder völlig übergeschnappt sein. Schließlich misst die Mauer eine Länge von fast 9.000 km! Ganz zu Recht hat sich die Mauer also den Titel als das größte Bauwerk der Welt eingehandelt. Die Regierung in China investiert bereits in die Erhaltung dieses eindrucksvollen Monuments, doch bei einer tausende Kilometer langen Mauer stellt dies hohe Anforderungen an die Restaurateure. Denn kaum in Stand gebracht, kommen Scharen von Touristen und trampeln alles nieder. Also nichts wie hin, solange noch Mauern, Wege und Türme da sind!

36. Luxor (Ägypten)

Luxor in Ägypten ist vom Anstieg des Grundwassers bedroht

Luxor in Ägypten ist vom Anstieg des Grundwassers bedroht © M E Jones / sxc.hu

Am Ufer des Nils liegt die altehrwürdige ägyptische Stadt Luxor. Der Tempel wird allerdings durch den Anstieg des Grundwassers gefährdet. In früheren Zeiten des Alten Ägyptens war Luxor ein bedeutender Tempelbezirk, heutzutage breiten sich in der Nähe der Tempelbauten völlig unempfindlich die üblichen Beton- und Glasbauten aus. Wer Einblicke in die archäologischen Ausgrabungen rund um Luxor erhalten will, besucht also fast besser das gleichnamige Museum vor Ort.

37. Machu Picchu (Peru)

Die Inka-Stadt Machu Picchu ist vom Tourismus belastet

Die Inka-Stadt Machu Picchu ist vom Tourismus belastet © getye1 / sxc.hu

Schon der erste Anblick des Machu Picchu bezaubert die meisten Touristen. Die peruanische Ruinenstadt wurde im 15. Jahrhundert durch die Inkas gebaut und liegt auf einer Höhe von über 2.000 m in eine eindrucksvolle Gebirgslandschaft eingebettet. Doch ausgerechnet die vielen Touristen sind eine echte Gefahr für die mächtigen Überreste der Inkastadt. Die Besucherströme verursachen erhebliche Belastungen für Mauerwerk, Umwelt und Natur.

38. Pompeji (Italien)

Pompeji ist zu besichtigen, wird aber nicht instand gehalten

Pompeji ist zu besichtigen, wird aber nicht instand gehalten © lady74 / sxc.hu

Pompeji, im Süden von Italien gelegen, wurde erst im 18. Jahrhundert wieder entdeckt, nachdem die Stadt im Jahr 79 einem heftigen Vulkanausbruch des Vesuvs zum Opfer gefallen war und vollständig verschüttet wurde. Heute kann man als Besucher durch die Straßen gehen, die Häuser und Räume der einst prachtvollen Stadt betreten und so mehr über das Schicksal der damaligen Stadtbewohner erfahren. Doch in puncto Instandhaltung gilt leider das „Laissez-faire“-Prinzip, beziehungsweise eher das „lasciar fare“-Prinzip, wir sind ja schließlich in Italien: Die Mauern zerfallen und Pompeji droht erneut zu verschwinden.

39. Jesus-Christus-Statue (Brasilien)

Wie geht die Instandhaltung der Jesus-Christus-Statue in Rio weiter?

Wie geht die Instandhaltung der Jesus-Christus-Statue in Rio weiter? © clemmesen / sxc.hu

Mit Rio de Janeiro und Brasilien werden meistens heiße Tänze, guter Rum und der berühmte Karneval verbunden – aber natürlich auch die übergroße Christus-Statue. Als Wahrzeichen der Stadt ragt die Heiligenfigur fast 40 m in die Höhe und steht auf dem Gipfel des Corcovado. Was wenige wissen: In dem Sockel der Figur befindet sich sogar eine Kapelle, in der immerhin rund 150 Menschen Platz finden. 2010 wurde das windgepeitschte Wahrzeichen Rios restauriert und die Instandhaltung für die folgenden fünf Jahre gesichert. Doch auch danach bleibt die Instandhaltung notwendig und teuer.

40. Tulum Maya-Ruinen (Mexiko)

Die Tulum Maya-Ruinen sind teilweise bereits unzugänglich

Die Tulum Maya-Ruinen sind teilweise bereits unzugänglich © michelmik / sxc.hu

Tulum liegt an der Karibikküste Riviera Maya in Mexiko und ist ein wahres Urlaubsparadies: Türkisblaues Wasser, tropische Pflanzen und Badestrände locken ebenso wie die sehenswerten Maya-Fundstätten von Tulum. Die am Meer gelegene Stadt wurde bereits im 13. Jahrhundert besiedelt und dürfte damals ein sehr bedeutender Ort im Leben des Maya-Volkes gewesen sein. Der Ort hatte auch eine tiefe religiöse und spirituelle Bedeutung, wovon heute noch die Überreste zahlreicher Tempel zeugen. Schnelligkeit ist gefragt, falls man die historischen Funde näher zu Gesicht bekommen möchte – Teile der Stadt sind stark gefährdet und bereits für Touristen unzugänglich. Sie werden nur mühsam instand gehalten.

41. Mount Everest (Tibet)

Auch der Mount Everest ist vom Klimawandel betroffen

Auch der Mount Everest ist vom Klimawandel betroffen © hadyniak / istockphoto.com

Der absolute Rekordchampion unter den Berggiganten des Planeten: Höher ist kein Berg! Der Mount Everest ragt monumentale 8.848 m über dem Meeresspiegel in die Höhe. Jährlich reizt es Bergsteiger aus aller Welt, den Gipfel des eindrucksvollen Berges in einer mehrtägigen Tortur zu bezwingen. Das unberechenbare Wetter und die dünne Luft erschweren den Anstieg, dafür lockt ein imposanter Blick von dem höchsten Punkt der Welt. Doch die schneeweißen Gipfel könnten bald ein Fall fürs Fotoalbum sein: Das globale Gletscherschmelzen lässt auch Achttausender-Gipfel nicht unbeeindruckt.

42. Coffeeshops (Amsterdam)

Viele Coffeeshops in Amsterdam wurden bereits verboten

Viele Coffeeshops in Amsterdam wurden bereits verboten © Arie J. Jager / istockphoto.com

Amsterdam reizt Besucher aus aller Welt nicht nur auf Grund seiner bezaubernden Architektur und seiner zahlreichen Grachten. Vor allem die bisherige Drogenpolitik ermöglichte es Touristen, einen Entspannungsurlaub der „besonderen Art“ zu genießen und in speziellen Coffeeshops Cannabis zu rauchen. Dies sorgte zwar für sehr relaxte Touristen – allerdings auch für ein eher zweifelhaftes Image bei den europäischen Nachbarn. Das stellte man schließlich auch im liberalen Amsterdam fest und erwägt nun, die Marihuana-Oasen endgültig zu verbieten. Viele Coffeeshops sind nun bedroht, schon 2013 sind die Regelungen gerade für Ausländer viel strenger geworden.

43. Stonehenge (UK)

Stonehenge könnte im Laufe der Zeit einstürzen

Stonehenge könnte im Laufe der Zeit einstürzen © ischerer / sxc.hu

Stonehenge im Süden Englands gibt selbst renommierten Wissenschaftlern weiterhin Rätsel auf: Mit welcher Technik schafften es die Erbauer, die riesigen Steine zu beschaffen und aufzurichten? Welche religiösen Rituale wurden hier zelebriert? Noch heute können in den penibel angeordneten Steinkreisen atemberaubende Lichtspiele beobachtet werden. Bereits im 18. Jahrhundert begann Stonehenge allerdings zu verfallen: Einzelne Steine stürzten ein und verrotten mit der Zeit durch äußere Umwelteinflüsse.

44. Die Hütten von Südpol-Entdecker Roald Amundsen (Antarktis)

Die Hütten von Robert F. Scott am Südpol

Die Hütten von Robert F. Scott am Südpol © Emilio Floris / commons.wikimedia.org

Es war ein Wettlauf gegen die Zeit: Im Januar 1912 rangen die beiden Erzrivalen Robert Falcon Scott und Roald Amundsen darum, wer als erster den Südpol erreichen würde. Amundsen siegte und ging als Gewinner in die Geschichte ein. Fünf Wochen später erreichte sein ehrgeiziger Rivale, Robert F. Scott, schließlich ebenfalls den Südpol. Auf dem Rückweg starb der Forscher an Hunger, Unterkühlung und Krankheiten. Noch heute ist die damalige Hütte von Robert F. Scott am Südpol zugänglich und eine echte Touristenattraktion. Die Behausung misst 15 mal 7,7 m und bot einst Platz für mehrere Ponys, Hunde, die gesamte Expeditions-Crew und rund 30 t an Vorräten. Damit die gefährdete Hütte nicht endgültig verfällt, werden immerhin bereits erste Restaurationsmaßnahmen ergriffen.

Städte am Wasser

45. Köln

Die Hochwassergefahr in Köln steigt

Die Hochwassergefahr in Köln steigt © seriousmax / sxc.hu

Viva Colonia, Karneval und der 1. FC Köln – die Rheinländer sind ein fröhliches Volk und besonders in Köln zelebriert man die städtischen Traditionen mit viel Herzblut. Wo man heute noch am Rheinufer durch die Domstadt flanieren kann, dürfte man aber schon in einigen Jahren eher nasse Füße bekommen. Der Klimawandel verstärkt die Niederschläge und lässt den Meeresspiegel stark ansteigen – für die Kölner bedeutet das vor allem weitere Überschwemmungen und mögliches Dauer-Hochwasser!

46. Hamburg

In Hamburg kommt es immer wieder zu Überschwemmungen

In Hamburg kommt es immer wieder zu Überschwemmungen © mispe / sxc.hu

Die Hamburger sind von Wasser umgeben – Elbe und Alster fließen durch die Stadt, nicht weit entfernt liegen Nord- und Ostsee. Schon in den letzten Jahrzehnten kam es immer wieder zu Hochwasser und Überflutungen. Wer also den Hamburger Fischmarkt, die eindrucksvollen Gebäude an der Binnenalster und weitere Sehenswürdigkeiten von Hamburg kennenlernen möchte, sollte nicht zu lange warten!

47. London

Die Themse fließt gleich bei London in die Nordsee

Die Themse fließt gleich bei London in die Nordsee © miwo / sxc.hu

Schon seit Jahrhunderten kommt London eine bedeutende Rolle zu. Die europäische Metropole ist Dreh- und Angelpunkt für das weltweite Geschehen auf den Finanzmärkten, Kunst- und Kulturgeschehen und den globalen Handel. Jahr für Jahr zieht es zahlreiche Touristen in die britische Weltstadt. Die Themse schlängelt sich durch die Stadt und fließt direkt in die Nordsee. Prognosen gehen davon aus, dass die Meeresspiegel weltweit in Folge des Klimawandels weiterhin gefährlich steigen werden – dann stünde auch London unweigerlich unter Wasser.

48. New York

New York liegt nah am Wasser und ist vom Meeresanstieg bedroht

New York liegt nah am Wasser und ist vom Meeresanstieg bedroht © mmejan / sxc.hu

Wie bei vielen Metropolen, die nah am Wasser gebaut sind, könnte es auch für die rund 8 Mio. Bewohner der Stadt New York unbequem werden, wenn die Meeresspiegel weiter steigen. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlangte die US-Metropole ihre heutige Bedeutung. Der „Big Apple“ ist bekannt für seinen Times Square, den Central Park und den Broadway – sind diese beliebten Reiseziele bald nur noch per U-Boot zu bewundern?

49. Venedig

Venedig ist auf Pfählen gebaut und schwer zu schützen

Venedig ist auf Pfählen gebaut und schwer zu erhalten © floks / sxc.hu

Rom, Florenz, Mailand und Turin, schön und gut. Selbst eingefleischte Römer müssen zugestehen: Venedig spielt aus touristischer Sicht eine entscheidende Rolle für Italien, ist geradezu zu einer Weltattraktion geworden. Venedig war übrigens früher eine Weltstadt, in der das politische und wirtschaftliche Geschehen in Europa entscheidend geprägt und gesteuert wurde. Der einstige Stadtadel regulierte wichtige Handelsverbindungen zwischen dem Mittelmeerraum und Westeuropa. Genauso traditionsreich wie der Handel in Venedig ist allerdings auch der Kampf mit dem, auf dem und gegen das Wasser. Das Urlaubsziel Venedig ist gefährdet, denn die gesamte Stadt ruht auf Pfählen und schon lange kämpfen die Venezianer gegen den Verfall an. Steigendes Wasser und Touristenscharen machen den Erhalt Venedigs dabei sicher nicht einfacher.

50. Shanghai

Shangai ist durch den Klimawandel gefährdet

Shangai ist durch den Klimawandel gefährdet © miketowse / sxc.hu

23 Mio. Menschen tummeln sich in der chinesischen Industriemetropole Shanghai. Hier befindet sich der zweitgrößte Containerhafen der Welt. Auch hierzulande zieht es viele Reisende in die aufregende Großstadt – manch einer bleibt gleich ganz in Shanghai und sucht sich dort einen Job und eine Wohnung. Schon im Jahr 4.000 v. Chr. finden sich erste Anzeichen einer Besiedelung rund um Shanghai. Auf Grund des stetig steigenden Wasserpegels könnte es nicht mehr lange dauern, bis man als Reisender die Stadt wieder besser von einem Boot aus erkundet, es sei denn man will unbedingt nasse Füße bekommen.

51. Boston

Boston könnte von drei Flüssen überschwemmt werden

Boston könnte von drei Flüssen überschwemmt werden © mejones / sxc.hu

In Boston rauchen keine Fabrikschlote, sondern traditionell die Köpfe. Die US-amerikanische Großstadt Boston ist nicht nur die Heimat der weltweit bekannten und ebenso berühmten Harvard Universität, in der Stadt und im Umland sind noch viele weitere bekannte Hochschulen ansässig. Boston liegt an der Ostküste der USA, gleich drei Flüsse verlaufen entlang der Stadtgrenzen – neben dem Mystic River sind das der Neponset River und der Charles River. Erstmals besiedelt wurde das Gebiet rund um Boston im 17. Jahrhundert durch europäische Siedler. Die Geschichte von Boston scheint trotz aller Bildung nicht unbedingt ein gutes Ende zu nehmen: Steigt der Wasserpegel weiter an, wird die Stadt unausweichlich von allen Seiten geflutet.

52. Tokio

Erdbeben und Flutwellen verursachen in Tokio oft Schäden

Erdbeben und Flutwellen verursachen in Tokio oft Schäden © chillipadi / sxc.hu

Es war das Jahr 1446, als die Stadt Tokio erstmals erwähnt wurde. Damals begann die Bebauung der heutigen Bucht von Tokio. Inzwischen wurde fleißig weiter gebaut, in der Stadt selbst leben fast 9 Mio. Einwohner, die sich auf engem Raum zusammen drängen, in der Metropolregion Tokio leben sogar fast unvorstellbare 35 Mio. Menschen. In puncto Umweltbedingungen wurde der Standort der japanischen Hauptstadt – im Nachhinein betrachtet – doch sehr gefährlich gewählt: Tokio befindet sich auf einem der weltweit aktivsten Erdbebenzonen und ist sehr dicht am Wasser gebaut. Frühere Erdbeben haben bereits größere Schäden verursacht, durch das Beben selbst und durch Flutwellen.

53. Bangkok

Das Grundwasser in Bangkok sinkt immer weiter

Das Grundwasser in Bangkok sinkt immer weiter © gimbok / sxc.hu

Die thailändische Hauptstadt Bangkok ist ein äußerst beliebtes, aber gefährdetes Reiseziel. In der asiatischen Metropole kann man für europäische Verhältnisse sehr günstig Urlaub machen, vor allem Backpacker aus aller Welt zieht es in die fernöstliche Stadt. Von Mai bis Oktober sollte man lieber von einer Reise nach Bangkok absehen. In dieser Zeit sorgt der Monsun für heftige Regenfälle und Überschwemmungen in der ganzen Stadt. Dennoch stellt gerade die Wasserversorgung eines der Hauptprobleme für die Verwaltung und Bewohner von Bangkok dar. Der Grundwasserspiegel sinkt permanent weiter ab, es geht schlichtweg das Wasser aus.

54. Malibu

In Malibu gibt es regelmäßig Brände

In Malibu gibt es regelmäßig Brände © meow / sxc.hu

Los Angeles lockt viele Urlauber mit seiner faszinierenden Vielfalt: Im Bundesstaat Kalifornien ist die US-amerikanische Kinoindustrie beheimatet, legendäre Städte wie Malibu locken mit Sandstränden, außerdem kommen Surfer hier voll auf ihre Kosten. Doch Malibu ist auch ein bedrohtes Urlaubsziel: Überflutungen und Brände sind hier heute schon fast an der Tagesordnung.

55. Miami

Miami könnte bald wieder im Miami River versinken

Miami könnte bald wieder im Miami River versinken © naomistern / sxc.hu

Der Name Miami wurde von den Indianern geprägt und bedeutet „großes Wasser“. Kein Wunder: Das Wasser des Miami River versorgt das Naturparadies der Everglades und sucht sich von dort seinen Weg in den Atlantik. Vor rund 130.000 Jahren stand Miami noch unter Wasser. In den darauf folgenden Jahren sank der Meeresspiegel, sodass die einzigartigen Kalksteine entstanden und die Lagune von Miami an der Südostküste Floridas frei gelegt wurde. Kommt es nun, bedingt durch den globalen Klimawandel, zu einem Anstieg der Wasserpegel, könnte der Stadt das umgekehrte Schicksal blühen.

Gefährdete Reiseziele noch erleben?

Wenn Sie nun von der Reiselust gepackt wurden und einige der bedrohten Reiseziele selbst noch erleben möchten, dann schauen Sie gern bei Traum-Ferienwohnungen vorbei, um Ihre passende Unterkunft zu finden!

Ferienwohnungen auf der Welt von Traum-Ferienwohnungen

(179)


Ähnliche Beiträge


Kommentare

Guido winter Dezember 1, 2015 um 7:21 pm

Mein kommentar.!! Ein traum!

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *