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Weiter geht unsere Reise zu den deutschen UNESCO-Kulturerben. Im 10. Teil unserer Serie besuchen wir die älteste Stadt Deutschlands und lernen das UNESCO-Weltkulturerbe in Trier kennen. Die Stadt an der Mosel bietet ein buntes kulturelles Allerlei sowie neun interessante UNESCO-Baudenkmäler.

Trier – alt und schön

Der Hauptmarkt in Trier

Der Hauptmarkt in Trier mit nachkonstruiertem Pranger © Traum-Ferienwohnungen

Trier ist die älteste Stadt Deutschlands und hat im Laufe der Geschichte einiges mitgemacht. Entstanden um 30 v. Christus war Trier einst eine von Römern gegründete Siedlung. Aus dieser Zeit stammen einige Überreste der Römerbrücke, die ursprünglich mit massiven Holzpfählen errichtet wurde. Im Jahr 71 nach Christus wurde die Brücke durch eine weitere Holzbrücke abgelöst, die allerdings auf einem teilweise steinernen Fundament errichtet wurde. Bei Niedrigwasser sind die verwitterten Überreste erkennbar.

Die heute noch genutzte und zum UNESCO-Weltkulturerbe in Trier erklärte Römerbrücke wurde 157 n. Christus fertiggestellt und löste die vorherige Holzbrücke wegen des gestiegenen Verkehrsaufkommens ab.

Obwohl die Stadt während des 2. Weltkrieges in großen Teilen zerstört wurde, ist der Marktplatz doch bis zu zwei Dritteln erhalten geblieben und zeigt heute Bauwerke verschiedener Zeitepochen. Fachwerkhäuser sind jedoch vergleichsweise wenig in Trier, da noch immer große Mengen des alten Steinmaterials zur Verfügung stehen.

In der ältesten Stadt steht die älteste Kirche Deutschlands

Die älteste Bischhofskirche

Die älteste Bischhofskirche Deutschlands steht in Trier © Berthold Werner / www.wikipedia.de

Gleich neben dem historischen Markt liegt die älteste Bischofskirche Deutschlands. Bereits im Jahre 310 wurde an der Stelle, wo der Dom steht, eine Basilika errichtet. Doch schon im Jahre 340 entstand der Kern des heutigen Gotteshauses. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich das Erscheinungsbild des Doms immer weiter verändert, bis er 1974 sein heutiges Aussehen erlangte.

Die Liebfrauenkirche in Trier gehört ebenfalls zu den ältesten Kirchen ihrer Art. Sie ist die erste gotische Kirche in Deutschland; ihr Bau begann im Jahre 1235. Während in Frankreich die Bauweise der Gotik, die viel Offenheit und Klarheit, sowie durch ihre vielen Fenster eine gewisse Leichtigkeit widerspiegelt, bereits sehr weit fortgeschritten war, nahm sie in Deutschland erst langsam Einzug. So gehört die Liebfrauenkirche zu den Pionieren unter den gotischen Bauwerken des Mittelalters in Deutschland.

Beide Kirchen gehören seit dem Jahr 1986 zu dem UNESCO-Weltkulturerbe in Trier.

Erinnerungen an die Römerzeit

Stadttor Porta Nigra in Trier

Das gut erhaltene antike Stadttor Porta Nigra in Trier © Traum-Ferienwohnungen

In der ältesten Stadt Deutschlands hat die Antike unverwechselbare Spuren hinterlassen. Mitten im Stadtzentrum von Trier erinnert die Porta Nigra, eines der besterhaltensten Stadttore aus der Zeit der Römer, an den Glanz vergangener Tage. Es zählt heute zu den wichtigsten kultur- und religionshistorischen Überresten der Vergangenheit.

Die Palastaula, heute Konstantinbasilika, ist der größte erhalten gebliebene Einzellraum der Antike. Er wurde etwa im Jahre 306 fertiggestellt und wurde ehemals als Empfangshalle der römischen Kaiser genutzt; seit Mitte des 19. Jahrhunderts dient der Bau als evangelische Kirche.

In der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts entstand die Barbaratherme und bildete damals das zweitgrößte Badehaus im gesamten Römischen Reich. Größer waren nur die Badetempel in der Stadt Rom. Seit dem Jahr 2000 sind die Ruinen allerdings aufgrund von Restaurierungsarbeiten für Besucher gesperrt. Zugänglich ist jedoch die Kaisertherme, die zu den spektakulärsten Hinterlassenschaften des Römischen Reichs in Deutschland gehört. Die große Badeanlage zählt zusammen mit der Barbaratherme zu den größten Thermen; der Bau wurde allerdings unter den Römern nicht zum Abschluss gebracht und diente nie als Badehaus, sondern erstmals im vierten Jahrhundert als Kaserne. Heute werden die Ruinen als Veranstaltungsort für verschiedene Konzerte oder Festspiele genutzt.

Das zehntgrößte Amphitheater der Welt befindet sich ebenfalls in Trier. Es wurde Ende des 2. Jahrhunderts errichtet und diente einst Gladiatoren- und Tierkämpfen. Durch die Sommermonate werden in der alten Ruine Theateraufführungen veranstaltet, die das Leben eines Gladiatorenkämpfers nachstellen. Im August finden im Rahmen der größten Römerspiele Deutschlands zudem Gladiatorenkämpfe in dem fast 2000 Jahre alten Amphitheater statt.

Alle diese Bauwerke wurden im Jahr 1986 zu der Liste UNESCO-Weltkulturerbe in Trier hinzugefügt.

Sehenswertes in der Umgebung

Umgebung in Trier

Landschaft und Natur rund um Trier sind einmalig © Traum-Ferienwohnungen

Die Römerzeit hat auch in der nahen Umgebung ihre Spuren hinterlassen. Im Jahr 1984 wurde in Longuich eine römische Villa entdeckt, die ursprünglich als Badeanlage genutzt wurde. Sie ist frei zugänglich; wer möchte hat allerdings durch die Sommermonate jeden Sonntag Gelegenheit, an einer Führung teilzunehmen.

Die Igeler Säule, ein Grabmonument einer Tuchhändlerfamilie, das im Jahre 250 angefertigt wurde, erreicht eine Höhe von 23 Metern und ist das größte Pfeilgrab Deutschlands. Das fast 2000 Jahre alte Monument steht im Original in dem kleinen Ort Igel und gehört ebenfalls auf die Liste der UNESCO-Welterben. Eine Nachbildung befindet sich im rheinischen Landesmuseum in Trier.

Allerdings bietet sich nicht allein wegen der historischen Hinterlassenschaften ein Ausflug in die Umgebung an, sondern auch, um die grandiose und einzigartige Natur zu erkunden. Denn die älteste Stadt Deutschlands liegt inmitten einer grünen Oase an der Mosel. Ringsum wird das Landschaftsbild von üppigen Weinbergen, dunklen Wäldern und rauschenden Flüssen bestimmt. Wanderer können neben vielen anderen Wegen zwischen zwei Qualitätswanderwegen entscheiden, die jeweils in Trier ihren Ursprung haben. Die Route des Saar-Hunsrück-Steigs führt auf den etwa 218 Kilometern fast ausschließlich durch unberührte Natur während der 313 lange Eifelsteig Wanderer unter dem Motto „Wo Feld und Wasser Dich begleiten“ bis in die Stadt Aachen führt.

Unterkünfte in der ältesten Stadt Deutschlands

Um einen authentischen Aufenthalt in Trier zu verbringen, bieten sich Ferienwohnungen in der ältesten Stadt Deutschlands oder der Umgebung an. Die überwiegend privat geführten Unterkünfte sind alle individuell eingerichtet und decken die Bedürfnisse unterschiedlicher Ansprüche ab.

Ferienwohnungen in Trier von Traum-Ferienwohnungen

Im nächsten Teil unserer Reise führen wir Dich ins Obere Mittelrheintal. Dort erwarten Dich viele Burgen und Schlösser und eine sagenhafte Natur. Bis dahin laden wir Dich ein, auch unsere weiteren Artikel der Serie über die deutschen UNESCO-Welterbestätten zu lesen.

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Kommentare

Elisabet K. September 30, 2013 um 11:43 am

Ein toller Artikel über Trier. Ich und mein Mann waren schon oft dort. Die Stadt hat wirklich unheimlich viel zu bieten und geschichtlich gibt´s so einiges zu entdecken.

Herzliche Grüße aus Bamberg

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