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Der Bayerische Wald gehört zu den schönsten Naturparadiesen Deutschlands. Zusammen mit dem tschechischen Böhmerwald bildet er die uralte Gebirgsgrenze zwischen Bayern und Böhmen. Der Bayerische Wald ist der älteste Nationalpark Deutschlands und zeigt sich im Herbst von seiner schönsten Seite.

Selten begegnet man einer Landschaft, die so abwechslungsreich ist wie der Bayerwald. Im Herbst, wenn sich rotgoldenes Laub in klaren Gletscherseen spiegelt und der Nebel am Morgen aus den Tälern aufsteigt, ist die vielleicht schönste Jahreszeit für den Nationalpark. Die klare Luft und niedrigere Besucherzahlen machen das Wandern in dieser Zeit besonders angenehm. Folgen Sie uns auf einer Herbstwanderung über Berg und Tal!

Vom Urwald bis zum Märchenwald

Der Bayerische Wald: Schwarzacher Forststraße mit goldenem Herbstlaub

Die romantische Schwarzacher Forststraße mit goldenem Herbstlaub © www.bayerwaldler.de

Eine Wanderung durch den Bayerwald ist eine Reise durch die unterschiedlichsten Landschaften. Der Wald, der dem Nationalpark seinen Namen gibt, legt sich wie ein grüner Teppich über die Täler und die recht sanft ansteigenden Felshänge – dieses Waldgebiet ist das größte in Mitteleuropa und wird seit mehreren Jahrzehnten immer mehr der Natur überlassen.

Herbstliche Lichteffekte im Buchenwald am Hohen Bogen

Herbstliche Lichteffekte im Buchenwald am Hohen Bogen © www.bayerwaldler.de

Schon die Waldgebiete zeigen sich im Bayerischen Wald in all ihren Facetten. Auf den Berghängen findet man überwiegend Laub- und Mischwälder, in denen besonders viele Pflanzen- und Tierarten zu Hause sind – etwa 10.000 Tierarten leben im Bayerwald! Die lichten Buchenwälder wie zum Beispiel am Hohen Bogen zaubern wunderbare Lichteffekte und sorgen im Herbst für das typische Rascheln unter den Füßen.

Fichtenwald im Herbstlicht beim Aufstieg zum Ruckowitzberg

Fichtenwald im Herbstlicht beim Aufstieg zum Ruckowitzberg © www.bayerwaldler.de

Kommt man in die höher gelegenen Regionen des Bayerischen Waldes, findet man vor allem Fichtenwälder, wie man sie zum Beispiel beim Aufstieg zum Rukowitzberg im Norden des Nationalparks durchquert. Hier gibt es sogar noch Reste des jahrhundertealten Urwalds. Besonders in der milden Herbstsonne wirken die Fichtenwälder häufig wie mystische Märchenlandschaften.

Wasserspiele – Bäche und Wasserfälle

Satte Herbstfarben an der Kleinen Ohe bei der Fredenbrücke

Satte Herbstfarben an der Kleinen Ohe bei der Fredenbrücke © www.bayerwaldler.de

Nicht selten trifft man in den Wäldern auf ein freundliches Plätschern, wenn sich einer der vielen Bergbäche, wie die Kleine Ohe, seinen Weg durch das Felsgestein bahnt. Mehrere Flüsse haben ihre Quelle im Bayerischen Wald und bilden wunderschöne Wasserläufe. Sie fließen häufig in Nebenflüsse der Moldau auf der tschechischen Seite des Gebirges oder der Donau auf der Seite Bayerns.

Die rauschenden Steinbachfälle unterhalb des Großen Falkensteins

Steinbachfälle © www.bayerwaldler.de

Doch nicht immer sind die Bergbäche des Bayerischen Waldes so lieblich – wenn das Wasser die steileren Hänge am Fuße des Gebirges erreicht, wird es schneller und sprudelt tosend über die Felswände. Dabei sind eindrucksvolle Kluften und Wasserfälle wie die Steinbachfälle unterhalb des bekannten Großen Falkensteins entstanden. Hier ist das Wandern eine spannende Herausforderung und bei den herbstlichen Temperaturen sehr angenehm!

Stille Wasser im Bayerischen Wald

Mooraugen in der geheimnisvollen Landschaft des Zwieselter Filz

Mooraugen in der geheimnisvollen Landschaft des Zwieselter Filz © www.bayerwaldler.de

Daneben gibt es im Bayerischen Wald eine ganze Reihe stehender Gewässer. Ein Teil von ihnen befindet sich in den Moorgebieten, Filze genannt, die zu den wertvollsten Lebensräumen des Bayerwaldes gehören. In dieser unwirklichen Landschaft, wie zum Beispiel auf dem Zwieselter Filz, wachsen kaum Bäume. Die sogenannten Mooraugen spiegeln in ihrem schwarzen Wasser das herbstliche Blau des Himmels.

Spiegelung von Herbstlaub in der idyllischen Kreuzbachklause

Spiegelung von Herbstlaub in der idyllischen Kreuzbachklause © www.bayerwaldler.de

Die meisten Seen des Bayerischen Waldes sind jedoch Stauseen – Schwellen oder Klausen genannt –, die im 19. Jahrhundert geschaffen wurden, um Holz zu transportieren. Einer von ihnen ist die Kreuzbachklause, entstanden zusammen mit einem Kanal, der zum sogenannten Holztriften verwendet wurde. Dieser ist seit Langem verfallen – zurückgeblieben ist heute nur die Kreuzbachklause, die verträumt inmitten des sattgrünen Nadelwaldes liegt.

Großer Arbersee mit schwimmenden Inseln und rot-goldenem Herbstlaub

Großer Arbersee mit schwimmenden Inseln und rot-goldenem Herbstlaub © www.bayerwaldler.de

Der Arbersee, im Zentrum des Bayerischen Waldes gelegen, bietet mit seinen schwimmenden Inseln eine der schönsten Ansichten der Gebirgslandschaft: Sie entstanden, als sich beim Aufstauen des Wassers Moorflächen vom Seeboden lösten. Inzwischen ist das Wasser des ehemaligen Moorsees klarer geworden, gerade an sonnigen Tagen ist er gerade auch im Herbst eines der beliebtesten Ausflugsziele im Bayerwald.

Spinnennetz an einem Herbstmorgen an der Hirschbachschwelle

Spinnennetz an einem Herbstmorgen an der Hirschbachschwelle © www.bayerwaldler.de

Besonders eindrucksvoll ist der Bayerische Wald bei einer Herbstwanderung in den frühen Morgenstunden, zum Beispiel entlang der Hirschbachschwelle. Dann herrscht eine unwirkliche Atmosphäre und der morgendliche Tau malt filigrane Kunstwerke auf Blätter, Gräser und Spinnennetze. Neben den unterschiedlichen Singvögeln lassen sich dann mit etwas Forscherglück auch Hirsche und andere Wildtiere beobachten.

Farbenprächtiger Herbstmischwald an der Martinsklause

Farbenprächtiger Herbstmischwald an der Martinsklause © www.bayerwaldler.de

Mit der Martinsklause besitzt der Bayerische Wald eine besonders schöne Schwelle, die als kulturhistorisch wertvolles Denkmal erhalten wird. Idyllisch liegt sie am Fuße des Berges Lusen. Während der Weg vom Tal hinauf ständig von einem der plätschernden Quellflüsse begleitet wird, beginnt hier der steile Anstieg zum Gipfel. Jetzt im Herbst bietet das baumbestandene Seeufer mit seinem prächtigen Farbenspiel einen unvergesslichen Anblick.

Das Dreisesselgebirge – Felsenkunst am Dreiländereck

Herbst am Dreiländereck: Blick zum Hochstein am Dreisesselberg

Herbst am Dreiländereck: Blick zum Hochstein am Dreisesselberg © www.bayerwaldler.de

Bei einer Wanderung zur Kreuzbachklause ist man schon mittendrin in einem der schönsten Gebiete des Bayerwaldes – im Dreisesselgebirge. Über eine Länge von ungefähr sechs Kilometern haben sich hier im Laufe der Jahrhunderte die sonderbarsten Felsformationen gebildet, zum Beispiel das „Steinerne Meer“ aus kleinen Felsbrocken. Die höchsten Gipfel, die aus dem Wald herausragen, sind der Dreisesselberg und der Hochstein:

Abendliche Herbstsonne am berühmten Hochstein im Dreisesselgebirge

Hochstein im Dreisesselgebirge © www.bayerwaldler.de

Der Hochstein im Dreisesselgebirge ist sicherlich ein „Höhepunkt“ des Bayerischen Waldes – und dies nicht nur wegen seiner Höhe! Er macht den Eindruck eines Turmes aus Mehlsäcken; auf dem Weg dorthin begegnet Ihnen ein eigenartiger Felsen, der an einen großen Nashornkopf erinnert. Der Hochstein bietet einen atemberaubenden Ausblick bis nach Tschechien und Österreich, besonders romantisch in der tiefstehenden Herbstsonne.

Schachten – ein Erbe der Waldbauern

Der beliebte Lindberger Schachten bei Buchenau im Herbst

Der beliebte Lindberger Schachten bei Buchenau im Herbst © www.bayerwaldler.de

Charakteristisch für den Bayerischen Wald sind auch die sogenannten Schachten, freie Flächen inmitten des Waldes. Sie waren ursprünglich Weideflächen, die von den Waldbauern geschaffen wurden, um die kostbaren Flächen in den Tälern für die Landwirtschaft zu bewahren. Im Wald grasten vor allem junge Rinder, die von einem Hirten bewacht wurden, wie hier auf dem Lindberger Schachten.

Blaubeersträucher auf dem Ruckowitzschachten beim Großen Falkenstein

Blaubeersträucher auf dem Ruckowitzschachten beim Großen Falkenstein © www.bayerwaldler.de

Beliebt waren die Schachten bei den Bauern auch wegen ihres besonders nahrhaften Futters – heute gedeihen hier die Blaubeersträucher, für Wanderer ein willkommenes Picknick! Als Rastplatz sind die Schachten im Bayerischen Wald natürlich auch wegen ihres Ausblicks beliebt. Der Ruckowitzschachten bietet mit seinen kleinen, verstreuten Felsblöcken in der Herbstsonne reizvolle Fotomotive.

Geheimnisvolle Momente im Nebel

Herbstlicher Nebel am Kohlschachten mit urwüchsigen Baumformationen

Herbstlicher Nebel am Kohlschachten mit urwüchsigen Baumformationen © www.bayerwaldler.de

Gerade während der kühleren Herbstzeit gibt es im Bayerischen Wald viele verschiedene Wetterlagen, die mit ihren unterschiedlichen Lichtverhältnissen traumhafte Ansichten entstehen lassen. Wenn sich Nebel über den Gebirgszug legt, wirken gerade die Schachten fast surreal, deren herbstliche Farben nur noch blass durch den Nebel schimmern. Vereinzelte Bäume setzen am Kohlschachten geheimnisvolle Akzente.

Blick zum Dachsteingebirge vom Aussichtsturm am Haidel bei Herbstnebel

Blick zum Dachsteingebirge vom Aussichtsturm am Haidel bei Herbstnebel © www.bayerwaldler.de

In den Morgenstunden lassen sich an manchen Herbsttagen ganz ungewöhnliche Wetterphänomene beobachten: Wenn sich bei einer Inversionswetterlage warme und kalte Luftschichten übereinander legen, entstehen traumhafte Farbspiele, die sich besonders gut aus großer Höhe beobachten lassen – zum Beispiel vom Aussichtsturm am Haidel, von dem der Bayerische Wald einen Berg- und Talblick bis hin zum eindrucksvollen Dachsteingebirge bietet.

Eindrücke vom Dach der Welt – für Sportler und Genießer

Ausblick von der Steinbühler Gesenke mit Sicht zur Kötztinger Hütte

Ausblick von der Steinbühler Gesenke mit Sicht zur Kötztinger Hütte © www.bayerwaldler.de

Herrliche Ausblicke bieten sich auf den 243 km² des Bayerwaldes immer wieder. Sehr eindrucksvoll ist die Aussicht im Bereich der Steinbühler Gesenke, ganz im Norden des Gebirges. Hier hat der Bayerische Wald große Ähnlichkeit mit den Alpen und bietet gerade Kletterern spannende Felspartien. Aber auch die Wanderung auf dem Kammweg zählt zu den schönsten der Region.

Ausblick im Herbst vom Großen Arber in den Lamer Winkel

Ausblick im Herbst vom Großen Arber in den Lamer Winkel © www.bayerwaldler.de

Auf dem Großen Arber, dem höchsten Berg des Grenzgebietes zum Böhmerwald, finden Sie hingegen markierte Pfade in allen Schwierigkeitsstufen. Von leichten Spaziergängen über Wanderausflüge bis hin zu Radtouren gibt es hier unzählige Möglichkeiten, die Natur zu genießen. Mit den Urwäldern, Mooren, Seen und Wasserfällen ist diese auf dem Großen Arber besonders vielfältig. Das schätzten schon die Fürsten: Der Berg gehört dem Fürstenhaus Hohenzollern!

Aussichtspunkt beim Ödhof in der Nähe von Waldkirchen mit Herbstlaub

Aussichtspunkt beim Ödhof in der Nähe von Waldkirchen mit Herbstlaub © www.bayerwaldler.de

Der Bayerische Wald umfasst 320 Kilometer der schönsten Wanderwege in Deutschland. Trotzdem ist der Nationalpark nicht nur ein Wanderparadies: Wissbegierige können auf Natur- und Waldlehrpfaden wie dem Baumwipfelpfad ihre Neugier stillen, für Sportler bieten sich Klettertouren und Kanufahrten, und Familien haben besonders Spaß an Kutschfahrten und einem Tagesbesuch im Hirschgehege. Gerade im Herbst lebt im Bayerischen Wald die Tradition auf, zum Beispiel bei Erntedankfesten.

Der Bayerische Wald: Herbstlicher Sonnenuntergang am Berg Lusen

Das letzte Herbstlicht des Tages beim Sonnenuntergang am Berg Lusen © www.bayerwaldler.de

Der Bayerische Wald ist einer der wenigen naturbelassenen Lebensräume Europas. Nach der langjährigen Bewirtschaftung werden inzwischen immer mehr Gebiete der Natur zurückgegeben. Moore und Sümpfe sind einzigartig, es gibt hier eine der letzten Wildwasserflusslandschaften Deutschlands, und seit Jahrhunderten unberührte Urwälder bewahren ihren ursprünglichen Charakter. Im Herbst wirkt diese Landschaft besonders warm und idyllisch, ob im Sonnenlicht, bei Nebel oder im Abendrot. Und manch ein anstrengender Wandertag wird mit einem glühenden Sonnenuntergang über den bewaldeten Bergen belohnt.

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Kommentare

Bernhard Meyer Oktober 5, 2014 um 9:31 pm

Das sind aber mal wirklich sehr gute Bilder, da kann man schon Lust bekommen, sich das im Original anzusehen…

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