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Urlaub mit Hund kann schnell zur Abenteuerreise werden! Das musste auch der eine oder andere aus unserem Team erleben. Da finden sich nämlich nicht nur viele Reisefans, sondern auch einige Hundeverrückte. Von vollgepinkelten Badezimmer, über entlaufene Hunde bis hin zu aufregenden Grenzkontrollen sind dabei einige Stories zusammengekommen. Die spannendsten, witzigsten und kuriosesten haben wir hier für dich zusammengestellt.

 

Stan & Nike

Stan liebt Nike. Nein, nicht die Sportmarke. Sondern seinen Zwergspitz. Wobei: der neunjährige, schwarz-braune Rabauke hat auch so ein Ding mit Schuhen – er verbeißt sich gerne ihn sie. Nur ganz sachte, versteht sich. „Das ist so ein Spiel zwischen uns“, sagt Stan lachend. „Ich tue so, als würde ich ihm in die Pfote beißen, und er macht es dann bei mir.“ Wie der 23-Jährige es erzählt, mit strahlenden Augen und einem breiten Grinsen im Gesicht, merkt man schnell: die beiden sind ein Herz und eine Seele. Klar, dass Stan auch im Urlaub nicht auf Nike verzichten kann. Doch einmal wäre das beinahe schiefgegangen…

„Urlaub mit Nike war eigentlich nie ein Problem. Autofahrten, kurze nach Dangast oder auch lange nach Weißrussland, waren immer super entspannt! Außer einmal. Dazu muss man wissen: Nike ist ein Zwergspitz. Richtig aufgedreht, ein kleiner Rabauke, der auch öfters mal bellt. Trotzdem konnte ich mir natürlich nicht vorstellen, ihn nicht mit in den Urlaub zu nehmen.

Als wir dann im Sommer 2015 nach Litauen aufbrachen, schien alles perfekt: Nike döste auf seinem Lieblingskissen auf dem Rücksitz, keine Staus auf den Straßen, der Urlaub war schon zum Greifen nah. Und dann viel mir plötzlich ein: Ich hatte ein Dokument für die Einreise vergessen! Panik machte sich breit, und je näher wir der Grenze kamen, umso aufgeregter war ich. War der ganze Weg etwa vergebens? War’s das jetzt mit der Reise?

Wir rückten Stück für Stück vor in der Warteschlange, der Grenzposten war nur noch wenige Meter entfernt. Ich schwitzte, weil es erstens draußen ziemlich heiß war und ich zweitens echt Bammel hatte. Kein Risiko eingehen, dachte ich mir dann – also griff ich kurzerhand nach Nike und versuchte, ihn zwischen meinen Beinen im Fußraum zu verstecken. Gerade noch rechtzeitig! Denn schon stand der Grenzbeamte am Fenster und fragte uns, ob wir etwas einführen wollen, Fleisch oder so. Ich schüttelte den Kopf, setzte ein ernstes Gesicht auf und hoffte, dass alles gut gehen würde. War ich aufgeregt!

Und gerade, als alles geklappt zu haben schien, drang ein leichtes Fiepen aus dem Fußraum. Das war’s, dachte ich.

Aber der Grenzbeamte war sehr freundlich und drückte ein Auge zu – die ganze Aufregung umsonst. Zum Glück! Und nach dem ganzen Stress hatte ich den Urlaub wirklich mehr als nötig.“

Stans ultimativer Reisetipp:

„Auf jeden Fall solltest du immer checken, ob du wirklich alle Dokumente für die Einreise dabei hast, um Panik zu vermeiden. Außerdem würde ich empfehlen, auf der Reise ruhig zu bleiben: So wie Nike spüren Hunde, wenn ihre Herrchen angespannt oder nervös sind.“

 

Catha & Mila

Wenn der Badeurlaub mit Oma ins Wasser fällt

Manchmal hören wir schon von weitem, dass Catha kommt – am Tappsen auf unserem Holzboden. Nein, nicht von ihr natürlich! Sondern von ihrer süßen Begleitung auf vier Pfoten. Die Plattschnauze heißt Mila, wird von den meisten wegen ihres Alters von neun Jahren aber meistens nur „Oma“ gerufen und kommt – tippeltappel – immer mal wieder bei uns im Office vorbei. Aber sicher nur, weil sie weiß: Hier gibt es vielleicht ein paar stille Wasser (okay, wirklich wenige!), aber garantiert keine tiefen Gewässer. Von denen hält Mia nämlich gar nichts, wie Catha bei einem Kurztrip zum Badesee feststellen musste…

„Unsere Mila ist wirklich unkompliziert. Das ist mir sofort aufgefallen, als sie bei uns ankam: für andere Hunde interessiert sie sich null. Stattdessen umso mehr für Menschen. Das finde ich eigentlich ziemlich ungewöhnlich – schließlich haben wir sie aus einer Notunterkunft adoptiert, und da haben die Tiere ja oft schon einiges erlebt. Aber unsere Mila? Ist total verspielt.

Deswegen dachten mein Freund und ich an einem dieser heißen Tage im letzten Sommer: Lass uns gemeinsam zum Badesee fahren! Da kann sich unsere Mila mal so richtig austoben.

Wir also alles eingepackt: Handtücher, Snacks, was man halt so braucht. Ist ja fast wie mit einem Baby, wenn man mit seinem Hund auf Reisen geht – an was man da alles denken muss! Am See ist Mila auch direkt losgelaufen, hat auf der Wiese gespielt, gewühlt und geschnüffelt. Bis wir uns gedacht haben: Jetzt schauen wir mal, ob ihr auch das Wasser gefällt. Mein Freund hat Mila behutsam in den Arm genommen, ist Schritt für Schritt ins kühle Nass vorgedrungen, und hat sie schließlich langsam am Geschirr in das Wasser geführt.

Puh – das gefiel ihr gar nicht! Sie zappelte und quiekte, und sie wollte sich einfach nicht dran gewöhnen.

Wieder am Ufer war dann Schluss mit lustig. Mein Freund war für Mila gestorben! Den ganzen Tag lang würdigte sie ihn keines Blickes mehr, die war richtig sauer. Das war irgendwie auch ziemlich lustig, denn normalerweise hängt sie total an ihm. Am nächsten Tag hatte sie sich dann auch wieder beruhigt. Und wir wussten: einen Badeurlaub mit unserer Oma können wir uns für die Zukunft abschminken.“

Cathas ultimativer Reisetipp:

„Wir haben leider den Fehler gemacht, dass wir nur ein Brustgeschirr dabei hatten. Das war ziemlich blöd, denn nach dem Badegang war das Geschirr nass und ziemlich schwer durch das Wasser. Ich habe das einfach nicht trocken bekommen! Deswegen würde ich empfehlen, immer Ersatzgeschirr dabei zu haben, oder den Hund – falls möglich – ohne ins Wasser zu lassen.“

 

Rebecca & Mimi (aka Coco)

Wenn Rebecca auf Reisen geht, dann meist mit einem Kleinbus. Nein, nicht für die ganzen Leute, die sie begleiten. Sondern für die vielen Hunde! Die 25-Jährige macht regelmäßig mit ihrem Freund und ihren Schwiegereltern Urlaub in verschiedenen Ferienhäusern. Jedes Jahr ein anderes, meist aber in Dänemark. Nur ein einziges Mal war sie ohne Hunde weg. Seitdem lautet ihr Motto: „Lieber kein Urlaub statt einen Urlaub ohne Hund!“ Deshalb meist mit dabei: Labrador Diego und die vier Chihuahuas Loui, Nala, Dundee und Mimi. Was alles passieren kann, wenn man mit 20 Pfoten unterwegs im Urlaub ist, hat sie uns erzählt. So viel vorab: Es geht um tierische Grillparties und ungeahnte Badezimmer-Malheurs…

„Ich liebe es, mit meinen Hunden zu verreisen. Das sage ich jetzt nicht nur, weil ich für Traum-Ferienwohnungen arbeite – sondern weil es für mich wirklich nichts besseres gibt! Mit Hunden an der Seite entdecke ich Urlaubsorte immer nochmal auf eine ganz andere Art und Weise. Weil man viel in der Natur unterwegs ist, zum Beispiel. Und manchmal auch, weil einem eine der Fellnasen abgehauen ist.

Als wir vor Kurzem in Dänemark waren, ist uns unsere Mimi abhanden gekommen. Auf einmal war sie weg! Und wir sind durchgedreht vor Sorge. Wir waren gerade erst angereist und gerade dabei, uns einen Überblick zu verschaffen, wo was ist. Und dann stellen wir plötzlich fest, dass einer aus der Runde fehlt.

Wir haben alles abgesucht. Wirklich alles! Das Problem – und ich kann wirklich nur jedem Hundebesitzer raten, darauf zu achten – war, dass der Garten keinen Zaun hatte. Normalerweise legen wir da immer wert drauf, aber dieses Mal hatten wir gedacht: Ach, macht nichts, dann passen wir halt besser auf. Pustekuchen! Mimi war weg, und auch nach einer halben Stunde immer noch nicht aufzufinden.

Irgendwann sind wir dann durch den Wald. Blieb ja gar nichts anderes mehr übrig! Im und rund ums Haus hatten wir alles doppelt und dreifach gecheckt, Mimi war nirgends zu sehen. Wir also den Feldweg runter, bis wir schließlich ein Haus entdeckten. Fragen kost ja nix, dachten wir, also sind wir direkt hin, vielleicht hat der Nachbar ja etwas gesehen.

Und dann trauten wir unseren Augen kaum: Mimi saß dort direkt am Grill und hat es sich richtig bequem gemacht! Der Duft der Bratwürstchen hatte sie anscheinend hierher geführt, und die Gastgeber sie direkt freundlich aufgenommen. Man, war ich erleichtert!

Mimi ist uns tatsächlich wenig später nochmal abgehauen. Dieses Mal haben wir aber nicht lange gesucht, sondern sind ganz entspannt durch den Wald zum Nachbarn gelaufen. Ist ja schließlich Urlaub! Und, siehe da: Mimi saß wieder im Garten. Klar, hier hatte sie ja schon einmal etwas zu essen bekommen. Und uns damit deutlich gezeigt: Wir müssen mehr grillen, dann bleibt sie auch in unserem Garten.“

Rebeccas ultimativer Reisetipp:

„Das hat jetzt nichts mit dieser, aber mit einer anderen Geschichte zu tun, die mir passiert ist: Nach langen Fahrten solltest du lieber erst einmal mit deinem Hund Gassi gehen, bevor ihr das Ferienhaus oder die Ferienwohnung betretet. Wir haben das einmal nicht gemacht – und die Hunde sind direkt rein ins Gebäude und haben überall hingemacht. Klar: Die Räume riechen anders, da folgen sie ihrem Instinkt, ihr Revier markieren zu müssen. Zum Glück haben alle fünf Hunde ins Bad gemacht. Das war zwar eine Riesen-Sauerei, ließ sich aber schnell wegwischen.“

 

Tom & Shiva

Toms Hündin heißt „Glückverheißende“. Zumindest übersetzt (alles andere wäre auch viel zu kompliziert für die Kommandos), nämlich Shiva – wie der hinduistische Gott der Liebe. Natürlich hat Tom sie direkt in sein Herz geschlossen, da brauchte es nicht einmal Armors Pfeile, um bei Göttern und ihren Boten zu bleiben. Tatsächlich war die Zusammenkunft der beiden aber so etwas wie Fügung, denn Tom hat Shiva vor dem Tod bewahrt: In Bulgarien saß sie bereits in der Tötungsstation, bis sie ein Tierschutzverein rettete und an unseren Tom vermittelte. Mittlerweile ist die Hündin drei Jahre alt und nicht mehr von der Seite des 33-Jährigen wegzudenken. Dass der frischgebackene Hundebesitzer aber noch so manchen Anfängerfehler macht, zeigt seine Geschichte aus dem vergangenen Urlaub…

„Shiva ist total die liebe Hündin. Nein wirklich! Ich weiß, dass sagen viele Hundebesitzer über ihre Vierbeiner, aber: sie kann keiner Fliege etwas zu leide tun. Jedenfalls kann ich mir das absolut nicht vorstellen.

Was ich mir auch nicht vorstellen konnte: Meine Shiva mit einem Maulkorb über der Schnauze. Das passte in meinem Kopf einfach nicht zusammen. Maulkörbe sind doch etwas für gefährliche Hunde! Umso erstaunter war ich bei meinem letzten Urlaub im Harz.

In den vergangenen drei Jahren haben wir nicht oft Urlaub gemacht, weil es relativ schwierig ist, mit einem größeren Hund eine passende Unterkunft zu finden. Im Harz jedoch konnten wir eine Unterkunft ausmachen und haben dort direkt gebucht, inklusive Unterkunft für Shiva natürlich. Herrlich, die Spaziergänge draußen an der frischen Luft! Und klar: den Brocken, der immer in Sichtweite war, wollten wir auch mal aus der Nähe sehen.

Nun ist es so: Wer auf den Berg möchte, muss in der Regel mit einer Bimmelbahn hochfahren. Das kostet eine ganze Menge, vor allem für den Hund: Der zahlt nämlich den Erwachsenenpreis. Und während wir da noch mit haderten, wurden wir auf etwas hingewiesen, das mir bis dahin nicht bewusst war: Um mitfahren zu dürfen, hätten wir Shiva einen Maulkorb anlegen müssen. Aber: Einen Maulkorb hatten wir natürlich nicht dabei.

Nach dem Urlaub habe ich das ganz entrüstet meinen Freunden erzählt – und dann gehört, was sie bereits für Erfahrungen gemacht haben. Und dass es an vielen Orten eine Pflicht zum Maulkorbtragen gibt, etwa auch in den U-Bahnen in vielen europäischen Metropolen, an Stränden und so weiter. Seitdem nehme ich immer einen Maulkorb mit. Nur: Anlegen will ich ihn Shiva eigentlich so gut es geht gar nicht. Schließlich soll es auch für sie ein entspannter Aufenthalt werden.“

Toms ultimativer Reisetipp:

„Immer einen Maulkorb auf Reisen dabei haben! Und dafür am besten bereits vorher den eigenen Hund an den Maulkorb gewöhnen. Ansonsten könnte es sein, dass er panisch am Urlaubsort reagiert oder ständig versucht, sich das Ding von der Schnauze zu streichen. Was ich sonst noch empfehlen kann? Ach ja: Lieber ein paar mehr Leinen mitnehmen. Eine lange für den Strand, eine kurze schicke für die Stadt und eine, die dreckig werden kann. Dann ist man optimal vorbereitet.“

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